Walter Rupp - Mails aus dem Jenseits
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Die vielen, die sich zeitlebens nie mit der Frage: ‘Was ist dann’ befassten und einfach so dahin lebten, sind bei ihrem Eintreffen höchst überrascht, wie schnell sie die ungeheuren Entfernungen zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zurücklegen konnten. Manche bedauern, dass sie sich nicht, wie das in den vergangenen Jahrhunderten noch möglich war, behutsam auf das Nahen ihres Endes vorbereiten konnten, und dass Ihre Abreise von unten überhastet geschah. Man habe sie, sagen sie, hintergangen und auf heimtückische Weise einfach weggeholt, oft mit den modernsten medizinisch-technischen Geräten oder den sorgfältig getesteten Pharmaka, von denen sie sich Heilung erwartet hatten. In letzter Zeit wird bei Euch drunten nicht mehr gestorben. Die Leute sind einfach nicht mehr da.
Es ist merkwürdig, auf wie verschiedenen Weise die Leute hier ankommen. Eine Umwelt-Aktivistin zeigte sich überaus zufrieden, dass sie hierher geholt wurde. So sei sie, beteuerte sie, der nahe bevorstehenden Klima-Katastrophe entronnen. Das ökologische Gleichgewicht auf der Erde sei sosehr ins Wanken geraten und die Veränderungen in der Natur hätten ein solches Ausmaß angenommen, dass auch mit Hilfe der Wissenschaft die Funktionsfähigkeit der Naturgesetze künftig nicht mehr gewährleistet werden könnte. Auch ein Bankvorstand empfand Genugtuung darüber, dass man ihn nun drunten nicht mehr für die Milliarden Schulden, für die man ihn verantwortlich machen wollte, verantwortlich machen kann.
Der Prominenteste unter uns ist sicher Karol Wojtyla, der kürzlich verstorbene polnische Papst, den Eure Medien nicht in Ruhe sterben lassen wollten und mit ihren Kameras bis zum letzten Atemzug gierig verfolgten. Er macht einen etwas nervösen und ungeduldigen Eindruck. Er hatte sich wohl wegen der pausenlosen „Santo-subito-Rufe“, die hier sehr deutlich zu hören waren, Hoffnungen gemacht, man werde ihn schnell und unbemerkt an den Wartenden vorbei zu den Seligen bringen. Aber solche Forderungen, jemand aufgrund seines Amtes oder seiner imponierenden Erscheinung ungeprüft zum Heiligen zu erklären, hinterlassen hier keinen Eindruck. Man hält hier nichts von Volksentscheiden und ist hier nicht bereit, sich einem Plebiszit zu beugen.
Auffallend viele kommen schlecht gelaunt hier an und murren darüber, dass sie nicht länger drunten bleiben durften, auch die, die dem Leben gegenüber Ekel empfanden und froh sein sollten, dass sie von der Last des Lebens, unter der sie litten, nun befreit sind. Auch die Frommen, die drunten bei Euch ständig beteuerten, wie sehr sie sich nach dem Himmel sehnen, können ihre Enttäuschung nicht verbergen, dass sie nicht mehr auf der Welt sein dürfen
Einige Male musste ich mich wundern, wie sich mancher bei seiner Ankunft hier aufführt. Ein Neuankömmling von 41 Jahren – ein Jurist - wollte unter allen Umständen, dass man sein Ableben rückgängig macht. Er führte sich wie ein Irrer auf und wollte nicht einsehen, dass er - nur weil ein Chirurg unvorsichtig war – schon jetzt hier sein soll. Mit seiner vorzeitigen Abberufung habe man – sagte er - seine ganze Lebensplanung durcheinandergebracht, und ihn gerade jetzt, wo er dabei war, mit seinem Leben richtig zu beginnen, plötzlich weggeholt. Nun müsse er mit ansehen, wie seine Arbeiten unerledigt herumliegen, weil niemand in der Lage ist, sie zu erledigen. – Da er in seiner Erregung zu randalieren begann und schrie: „Diese Praxis, Menschen über ihre Lebensdauer im Ungewissen zu lassen, und statt der vielen, die das Leben als Last empfinden, die abzuberufen, die sich auf der Erde wohl fühlten, ohne sie zu fragen, ob sie damit einverstanden sind, ist inhuman und ein Verstoß gegen die Menschenrechte! Da er mit einem Prozess drohte, musste die himmlische Polizei gerufen werden. Sie lieferte ihn in die Psychiatrie ein, wo man ihn mit Behandlungsmethoden zur Vernunft bringen wird, die in Euren psychiatrischen Anstalten noch unbekannt sind.
Ein Ungläubiger, der ein Weiterleben nach seinem Tod unbedingt verhindern wollte und in seinem Testament die Anordnung gegeben hatte, man solle ihn einäschern und seine Asche anschließend zerstreuen, war höchst überrascht, als er hier erwachte und überaus glücklich, dass er sein Weiterleben doch nicht hatte verhindern können.
Den Engeln, die wegen der ungeheuren Zahl der Neuzugänge die Aufnahmestelle in Tag und Nachtschichten besetzt halten, damit niemand draußen warten muss, wird viel abverlangt. Es ist bewundernswert, mit welcher Geduld sie sich die Vorwürfe, sogar von Hundertjährigen anhören: „Warum lässt man mir keine Zeit, mich auf mein Ende vorzubereiten? Warum reißt man mich mitten aus dem Leben? Und warum lässt man mich mein Lebensende nicht selbst bestimmen?“ Aber die Engel machen stets höflich darauf aufmerksam, dass sie diese Entscheidung, wie lange oder wie kurz einer drunten sein darf, beziehungsweise sein muss, nicht treffen dürfen. Dies entscheide die oberste Instanz, der auch sie unterworfen sind. Sie hätten darauf keinen Einfluss.
Viele von uns fragen sich, warum nur Erwachsene, aber keine Kinder unter uns sind. Als ich meine Verwunderung darüber ausdrückte, geriet ein noch junger Angehöriger der Pius-Bruderschaft in äußerste Erregung und fauchte mich an, ob ich theologisch so ungebildet sei und noch nie etwas über den ‘Limbus‘’ gehört hätte. Dann las er mir vor, was Pius X. in seinem Katechismus lehrt: „ Was geschieht mit den Kindern, die ohne Taufe sterben? Sie gehen in den Vorhimmel ein, wo sie Gott nicht genießen, aber auch nicht leiden.“ Ich konnte nichts erwidern, weil er mir den Katechismus entgegenhielt und mit umso lauterer Stimme las: „Wer ist aus der Gemeinschaft der Heiligen ausgeschlossen? Die Verdammten, die Ungläubigen, die Juden, die Irrgläubigen, die Abgefallenen, die Schismatiker und die Exkommunizierten.“
Als ich dann den Engel an der Aufnahmestelle nach dem Limbus fragte, tippte er mit dem Finger an die Stirn und sagte: Diesbezüglich hätten sich die Theologen, wie so oft, wenn sie herauszufinden versuchten, was ein Geheimnis bleiben soll, verspekuliert. Einen Ort, der weder Himmel noch Hölle sei, gebe es nicht. Der Grund, weshalb hier keine Kinder sind, sei einfach: Kinder hätten – im Unterschied zu den Erwachsenen - ein Fegefeuer nicht nötig. Man schicke sie sofort nach ihrem Eintreffen in die himmlische Seligkeit weiter. Aber leider habe man das Kindesalter, das bisher bis zum achtzehnten Lebensjahr galt, auf das siebte Lebensjahr herabsetzen müssen, weil die neue Generation der Kinder oft schon mit sieben Jahren so mit Fehlern behaftet oder gar verdorben sei wie Zwanzigjährige und den Unschuldstest kaum noch bestehen.
Bald hört Ihr wieder von mir.
Lauter Überraschungen
Das Staunen ist die Einstellung eines Mannes, der die Weisheit wahrhaft liebt,
ja es gibt keinen anderen Anfang der Philosophie als diesen.“
Platon
Hallo, ich bin es wieder!
Was die Leute so alles an Gottesbildern mitbringen ist beschämend. Die Theologen, die man dafür verantwortlich macht, rechtfertigen sich mit dem Hinweis, dass ihnen auf Erden eben ein sehr bescheidenes Repertoire an Wörtern und eine gänzlich unzureichende Begrifflichkeit zur Verfügung standen. Wenn ich Euch einen Rat geben darf: macht nicht den Fehler, Vorstellungen, wie sie drüben bei euch - auch von Katechismen oder Erbauungsschriften – verbreitet werden, gedankenlos zu übernehmen. Ich musste da gewaltig umdenken: Dass Gerechtigkeit nicht im Verhängen von Strafen oder im Austeilen von Belohnungen besteht, sondern darin, dass jeder das bekommt, was ihm zusteht. Das wäre bei den meisten sehr viel mehr, wenn sie eine größere Aufnahmefähigkeit mitbrächten.
Der große Dichter Dante tut mir manchmal leid, weil er sich wegen seiner ‚Göttlichen Komödie‘ häufig ironische Bemerkungen gefallen lassen muss. Er schämt sich sehr, wie er den Himmel in seinem himmlischen Spaziergang beschrieben hat. Und er ist froh, dass Gott die Sünder nicht mit den Strafen quält, die den Theologen oder Dichtern an einem Schreibtisch eingefallen sind. Nicht viel anders ergeht es dem unter den traditionellen Theologen noch immer hoch angesehenen Thomas von Aquin. Auch er muss sich von uns Jenseitigen spöttische Bemerkungen – die hier natürlich nur liebenswürdig ausfallen - anhören. Wir stellen ihm z.B. gern die Frage, die er überhaupt nicht mag: Woher er denn damals wissen wollte, dass die Verstorbenen in der Gestalt eines 33-Jährigen auferstehen. - Wir alle empfinden einen Horror bei dem schrecklichen Gedanken, wir müssten eine Ewigkeit lang in diesem unreifen und zurückgebliebenen Zustand verharren.
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