Walter Rupp - Mails aus dem Jenseits

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Mails aus dem Jenseits: краткое содержание, описание и аннотация

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Die Menschheit wartet seit Jahrtausenden auf Nachrichten von drüben. Sie wüsste gern, was ihr bevorsteht. Denen, die es wagten, das Jenseits zu beschreiben, gelang meist nur ein Schrecken erregendes Phantasiegebilde. Diese Mails aus dem Jenseits möchten die Angst vertreiben und anregen, Diesseits und Jenseits in einem neuen Licht zu sehen.

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Eine Operation war für mich, wie für so viele andere, die jetzt hier sind, das letzte große Ereignis des Lebens. Obwohl ich leblos dalag, nahm ich doch wahr, dass man mich danach in eine hässliche Abstell-Kammer schob, die für ‚Moribundi‘, für Jenseits-Kandidaten vorgesehen war. Von dem hellen Licht, von dem die schwärmen, die Nahtod-Erfahrungen machen konnten, bemerkte ich in dieser Zeit nichts, im Gegenteil, es war überall finster. Es war auch ausge-schlossen zu erkennen, ob ich noch hier war oder schon drüben bin. Ich war zwar tot, aber gestorben war ich trotzdem noch nicht. Das sollte man auseinanderhalten, das sind zwei sehr verschiedene Zustände. Leider sind die meisten längst tot, bevor sie gestorben sind.

Solange ich sterile weiße Wände sah, war mir klar, dass ich mich in einem Krankenhaus befinde. Aber als mich ein merkwürdiger, apathischer Gemütszustand überfiel, dieses Gefühl des Entspanntseins, wie ich es einmal bei einem Zen-Kurs erlebte, musste ich mich an eine Religionsstunde erinnern, wo uns die himmlische Seligkeit als ein gleichbleibendes Gefühl des Wohlbehagens, das niemals aufhört, beschrieben wurde. Da ging mir plötzlich der Gedanke durch den Kopf: das wird doch nicht die himmlische Seligkeit sein?

Aber es ist nun einmal so: „Wir wurden ins Dasein geworfen wie Würfel aus einem Becher“ (Wilder) und dürfen den Tag unserer Geburt und den unseres Todes nicht bestimmen.

Ihr hört bald wieder von mir.

Im Niemandsland Nach seiner Ankunft hier ruft mancher Hilfe Man braucht - фото 2

Im Niemandsland

Nach seiner Ankunft hier ruft mancher:

Hilfe! Man braucht mich noch da drunten!“

Ihr Lieben!

Auch ich dachte, solange ich unten war, wie das Gabriele Wohmann in einem ihrer Romane formuliert hat: „Ich lebe überhaupt nicht ungern. Sterben würde ich frühestens dann erst wollen, wenn ich unumstößlich sicher wäre, dass es auch nach dem Sterben nicht aus ist mit mir. In das gar nichts kann ich einfach nicht einwilligen.“

Ich habe Euch das letzte Mal erzählt, dass ich mich in diesem dunklen Abstellraum für Moribundi lange mit der Frage herumquälte, wie man das Diesseits vom Jenseits unterscheiden kann. Als ich die Augen auftat, sah ich nicht etwa einen Engel, sondern einen wohl mehrere hundert Jahre alten Mann, der freundlich zu mir sagte: So, ein Neuankömmling. Aber die Krankenschwester wäre Dir wohl lieber gewesen. Ich bin der Senior hier. Als ich sagte: Ich bin viel zu früh hier. Unten liegen meine Arbeiten unerledigt herum, man sollte mir noch etwas Zeit lassen und mich beschwerte, dass man mich so plötzlich wegholt, meinte er: Wo kämen wir hin, wenn wir jeden fragen würden, wann er mit seinem Ableben einverstanden ist. Den Gläubigen kenne ich nicht, der fiebernd darauf wartet, wann er endlich die Reise nach drüben antreten darf. Da muss ein Arzt unvorsichtig gewesen sein. Ja die Ärzte, sie sind unsere zuverlässigsten Lieferanten. Auf diese ironische, ja spöttische Bemerkung war ich nicht gefasst.

Als ich stotternd fragte: „Bin ich im Himmel“, lachte er und sagte: „Nein, so schnell geht das nicht. Im Himmel bist du noch nicht. Hier schaut man sich die Neuzugänge sehr genau an. Jetzt bist du erst einmal im Jenseits. Wer hier ankommt, sollte froh sein, dass man ihn ins Fegefeuer lässt, wo er Gelegenheit erhält, all das abzustreifen, was an ihm hässlich ist.“

Ich wollte protestieren und fragte: „Fegefeuer, muss das sein?“ Als ich ihm klarmachen wollte, dass ich immer offen war für jede Religion und mir eigentlich nichts vorzuwerfen habe, gab er mir zur Antwort: „Solche Unschuldsbeteuerungen hören wir hier täglich. Aber bald muss jeder, wenn er auf sein Leben zurückschaut, einsehen, dass es bei ihm einiges in Ordnung zu bringen gibt. Man wird dir ausreichend Zeit zum Nachdenken geben, dabei wird dir einiges einfallen. Hier kommt - soweit ich das in den vielen Jahren, die ich hier bin, beobachten konnte, vielleicht so alle hundert Jahre einmal einer ohne Läuterung durch.“

Da fiel mir ein, was Paul Sartre, der sich ja nicht gerade durch Frömmigkeit auszeichnete, kurz vor seinem Ableben in einem Interview geäußert hatte: „Vieles in unserem Leben bleibt unfertig. Wir haben etwas angefangen, aber nicht zu Ende gebracht. Wir haben einen Lebensentwurf versucht und sind gescheitert. Ewiges Leben kann nicht Verewigung unserer misslungenen Ansätze oder gescheiterten Versuche zum Leben sein. Ob als Fegfeuer oder Seelenwanderung, es bleibt der Eindruck: Ich muss oder werde noch einmal auf dieses Leben zurückkommen, um das Verquere zurechtzurücken, das Angefangene zu Ende zu bringen, das versäumte nachzuholen, die Schulden zu bezahlen und die Schmerzen auszuheilen und das Unvollendete zu vollenden. Ich glaube, dass Gott das Werk, das er mit einem Menschen angefangen hat, auch vollenden wird ... dass die Geschichte Gottes mit unserem Leben nach unserem Tod weitergehen wird, bis jene Vollendung erreicht ist, in der eine Seele Ruhe findet.“

Dann forderte er mich der Senior auf: “Gehen Sie mal mit mir in die Kleiderkammer und legen Sie diese öde Krankenhauskleidung ab. Anschließend warten Sie im Wartezimmer, bis Sie aufgerufen werden. Ich hoffe, dass Sie nicht so lange warten müssen wie ich. Ich warte schon über 3000 Jahre.” Auf meine Frage: Was haben Sie Schlimmes getan, sagte er: Ja, etwas ganz Schlimmes. Vielleicht haben Sie einmal in der Bibel die Geschichte von Simson gelesen, der mit seiner Kraft eine Tribüne zum Einsturz brachte? Dieser Simson bin ich, ein Selbstmord-attentäter. Ich habe in meiner Verzweiflung einige tausend Philister mit in den Tod gerissen. Da kamen ihm die Tränen.

Dann verabschiedete sich der mit den Worten: Wir werden uns noch öfter sehen. Ich scheine Dich erschreckt zu haben. Aber das ergeht allen Neuzugängen so. Vorgestern kam einer an und rief laut: „Bin ich nicht mehr in der Intensivstation? Ich werde doch nicht im Himmel sein?“ – Ja die Reaktionen der Neuankömmlinge sind oft recht merkwürdig.“

Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als mich auf eine Zeit der Läuterung einzustellen. Hauptsache: ich habe ein Etappenziel erreicht.

Sobald ich wieder Zeit habe, hört Ihr wieder von mir.

Im Aufnahmebüro

Die sogenannten Lebenden sind nicht so lebendig, wie sie es sich einbilden,

und die Toten sind nicht so tot wie Ihr vermutet!

Ihr Lieben!

Die Aufnahmeformalitäten gingen bei mir nicht so zügig voran wie ich gehofft hatte, weil ich gleich bei meiner Ankunft mit einem grauhaarigen, älteren Herrn in einen heftigen Disput geriet, der, wie ich später erfuhr, Petrus heißt, einmal als Papst tätig gewesen sein soll, und jetzt für den Zugang zum Himmel verantwortlich ist, und außerdem den Auftrag erhalten hat, hier eine Kirche zu errichten, die keine Reformen mehr braucht und in jeder Hinsicht vollkommen ist. Er wollte von mir wissen, wie ich rückschauend mein Leben beurteile und was ich als misslungen betrachte. Ich sagte ihm, dass man da nicht mich, sondern die zur Rechenschaft ziehen sollte, die mir ständig Prügel in den Weg legten. Diese Antwort schien ihm nicht zu gefallen, denn er erwiderte schlecht gelaunt, hier müsse jeder bereit sein, über sich selbst zu richten. Aber Gewissenserforschungen habe ich schon auf der Erde gehasst.

Das Aufnahmebüro hier ist mit den modernsten technischen Hilfsmitteln ausgestattet und hat alle Lebensläufe aller Erdenbewohner, auch die bei Euch geschützten Daten in den Computern gespeichert. Man kann sie jederzeit abrufen und ist auf zusätzliche Informationen überhaupt nicht angewiesen. Bitte beachtet: Wenn ich von technischen Geräten oder Computern spreche, dann deshalb, weil Ihr Euch geistige Hilfsmitteln nicht vorstellen könnt.

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