Friedrich Gerstäcker - Wilde Welt

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Auch in diesem Sammelband mit spannenden Erzählungen aus aller Welt sind Novellen, Reiseskizzen und Jagderlebnisse des weitgereisten Schriftstellers
zu einem bunten Bild vereint, das uns in eine Zeit entführt, in der das Reisen in fremde Länder noch voller Gefahren und Strapazen steckte.
Friedrich Gerstäcker, Abenteurer, Weltenbummler, leidenschaftlicher Jäger, besaß ein fotografisches Gedächtnis und beschrieb Land und Leute so genau, dass es noch im 21. Jahrhundert möglich ist, auf seinen Spuren zu reisen.

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Uebrigens sind sie, trotz ihrer Gier und Gefräßigkeit, doch ziemlich schlau und scheu, und obgleich der Herzog, Fürst Hohenlohe, Prinz Leiningen und ich viele lange Nächte auf dem Anstand lagen, so wurde doch bei dieser Gelegenheit nur eine einzige vom Prinzen Leiningen geschossen. Sie wählen auch kluger Weise dunkle Nächte am liebsten zu ihren Raubzügen und kommen gewöhnlich erst, wenn der Mond unter ist; bei Vollmond dagegen sehr spät, fast immer gegen zwei Uhr Morgens.

Schakals giebt es ebenfalls in ziemlicher Anzahl. Der Schakal ist eine Art Prairiewolf; ein Mittelding zwischen /94/ Wolf und Fuchs, ohne den Muth des ersteren und die Schlauheit des letzteren. Er schleicht scheu und feige des Nachts auf Raub aus und sucht sich von dem zu nähren, was ihm die größeren Bestien überlassen, oder was er stehlen kann.

Das sind die Raubthiere dieses Landestheils, von denen meiner festen Ueberzeugung nach der Mensch für sich selber auch nicht das Geringste zu fürchten hat. Der Jäger mag allein durch alle jene Wildniß und Berge bürschen, und er wird sich keiner größeren Gefahr aussetzen, wie im Thüringer Wald daheim, außer er träfe vielleicht in unmittelbarer Nähe mit einem Löwen zusammen und liefe selber davon - vielleicht bekäme dann der König der Thiere Courage. Wer nur ein klein wenig Muth und Geistesgegenwart hat - was selten einem wirklichen Jäger fehlt -- der mag getrost allein die Jagd auf alle diese Thiere betreiben; auf die Eingeborenen, die er mitnehmen könnte, ist überdies kein Verlaß, denn bei wirklicher Gefahr darf er vollkommen versichert sein, daß sie ihn doch im Stich lassen.

Was das übrige Wild betirfft, so findet sich die schlanke Gazelle in der Samhara am häufigsten, und da, besonders nah dem Bergen zu, das Terrain mehr gebrochen und überall mit kleinen Büschen bedeckt ist, so bietet die Bürsche auf dieses Wild nicht allein Unterhaltung, sondern die Gazelle selber auch einen delicaten Braten für das Lagerfeuer. Wie bei der Gemse haben Bock und Geis aufgesetzt, der Bock aber natürlich stärker, mit einem etwas mehr ausgebogenen Gehörn, das wie bei dem Gemskrickel in eine niedergebogene, aber stets nach innen gedrehte Spitze ausläuft. Das Gehörn ist außerdem nicht glatt, sondern die ganze Länge hinaus wie mit dem Finger rund herum eingedrückt.

Ein ganz ähnliches Gehörn hat die Semaringi-Anti lope, nur natürlich viel stärker und ein klein wenig anders gebogen wie die Gazelle. Die Semaringi-Antilope ist aber auch im Wildpret meistens zwei- oder dreimal so stark, sonst aber in der Lebensart der Gazelle vollkommen gleich, nur wo möglich noch scheuer. Es gelang uns nur sehr wenige davon zu erlegen. Sie hat wie die Gazelle eine braungelbe Färbung, aber die hintere Hälfte der Keulen ist, wie der /95/ Bauch, vollkommen weiß. Auch bei diesen Antilopen haben die Geisen aufgesetzt und tragen nur etwas schlankeres, dünneres Gehörn wie der Bock, der unter seinem tüchtigen Kopfschmuck gar stattlich einherschreitet. Das Wildpret ist vortrefflich.

Außer diesen kommt in der Samhara auch noch, wie in den Bergen, die kleine Zwergantilope vor, bei der der Bock ein paar zierliche kleine Spieße auf hat. Die Zwergantilope ist an Körper etwa unseren Hasen gleich, mit schlanken allerliebsten Läufen und leicht gefleckt, ja sieht fast einem frisch gesetzten Wildkalb ähnlich. Dabei ist ihr Wildpret süßlich und man ißt cs sich leicht zuwider, ja man schießt die Thiere zuletzt sogar mit Widerwillen, weil es gerade einem Wildkalb so ähnlich sieht, und ich habe später auch nur darauf geschossen, wenn ich für die Nacht vielleicht eine Lockspeise brauchte. Sie sind übrigens wenigstens viermal so groß wie der javanische Zwerghirsch.

Außer diesen soll es in der Samhara noch die große Oryx-Antilope geben, mit langem geraden Gehörn, sie wurde aber aus dem Strich, den die Expedition nahm, nirgends angetroffen. Man darf übrigens nicht etwa glauben, daß alle diese Antilopen und Gazellen in großen Mengen vorhanden und gar vertraut wären. Was an Wild dort vorkommt, ist außerordentlich scheu, und man kann viele Stunden lang bürschen, ohne auch nur ein einziges Stück zu Gesicht zu bekommen. Jedenfalls ist die Jagd hinlänglich schwierig und beschwerlich, um interessant zu sein. Strauße sollen in der Samhara manchmal vorkommen und Einer der Herren traf am vorletzten Tag auf seinem Bürschgang vier; die andere Gesellschaft dagegen nicht einen einzigen, ja nicht einmal im Sand die doch leicht kenntlichen und auffallenden Fährten.

Giraffen und Elephanten kommen in der Samhara gar nicht vor; die letzteren treffen wir aber wunderbarer Weise schon in den steilen, alpenähnlichen Hängen der Gebirgskette; welche die Bogosländer von dem Küstenstrich trennt, und dort scheinen sie sich vorzugsweise von den jungen Olivenzweigen zu nähren, die in einigen Districten in großer Menge wild wachsen. /96/

Die Jagd auf Elephanten ist an diesen Stellen außerordentlich beschwerlich, denn der Jäger muß ungeheure Strecken weit in den steilen, dornbewachsenen Hängen umherklettern, ehe er dies sehr scheue Wild nur zu Gesicht bekommt. Große Vorsicht ist dabei unumgänglich nöthig, denn einmal beunruhigt, verlassen die Elephanten augenblicklich den ganzen District und wandern dann enorme Strecken weit, ehe sie sich wieder sicher fühlen und auf's Neue ihren festen Aufenthalt nehmen.

In diesen Gebirgen kann der Elephant natürlich nur an gebürscht werden und es ist rathsam, daß bei dieser Jagd mehrere Schützen zusammen sind, um einem angeschossenen gleich eine Anzahl von Kugeln aufzusetzen. Eine einzelne Kugel kann ihn tödten, aber der Fleck in der großen, hellen Körperfläche ist klein und unsicher zu treffen. Der sicherste Fleck soll dicht hinter dem Gehör sein, und zwar in der Vertiefung der Knochen.

Diese Jagd kann gefährlich werden, wenn auf dem rauhen, keine rasche Bewegung erlaubenden Boden der Jäger dem ungeschlachten Wild gerade in den Weg kommt, oder sich unnöthiger Weise sehr bemerkbar macht. Der Elephant ist nicht sehr ängstlich mit Ausweichen und was er, mit dem Gewicht natürlich, unter den Fuß bekommt, ist rettungslos verloren.

Die Eingeborenen jagen den Elephanten ebenfalls, und zwar mit ihren alten Gewehren, bürschen sich dann aber stets dicht an ihn an. Uebrigens ist es ganz unnöthig, daß die Kugel, mit der ein solches Thier erlegt werden soll, eine eiserne Spitze haben oder überhaupt Spitzkugel sein muß. Auch die runde Kugel schlägt, auf nicht zu große Entfernung, überall durch die Decke und macht jedenfalls eine bessere Wunde als die Spitzkugel, die, meiner Meinung nach, das Schlechteste ist, was ein Jäger auf Wild verschießen kann - wenn er nicht eben ganz ausgezeichnete Hunde bei sich hat. Wo das aber nicht der Fall ist, kann man sich fest darauf verlassen, daß man sehr häufig ein noch so gut geschossenes Wild verlieren wird, weil es mit einer Spitzkugelwunde ganz unverhältnißmäßig wenig schweißt.

Vom Elephanten werden, wie bekannt, die Fangzähne /97/ genommen, und die Eingeborenen schneiden sich noch außerdem zwei runde Stücken Decke aus den beiden Schulterblättern, aus denen sie ihre runden Schilde verfertigen. Aus dem Fleisch scheinen sie sich wenig oder gar nichts zu machen, oder essen es auch vielleicht nur deshalb nicht, weil sie dem noch lebenden Thier nicht nahe genug kommen können, um es, wie es ihnen ihre Religion gebietet, abschlachten oder schächten zu können.

In den Gebirgen selber treffen wir aber auch noch anderes Wild, und zwar vor allem andern die Sassa-Antilope oder afrikanische Gemse - nicht mit dem Gemsbock des Cap zu verwechseln, der ein ganz anderes und viel größeres und stärkeres Wild ist, auch außerdem nicht die geringste Aehnlichkcit mit einer Gemse hat.

Die Sassa-Antilope, ein viel kleineres und schlankeres Thier jedoch wie unsere europäische Gemse, ähnelt dieser, wenn man sie, besonders von Weitem, auf einem spitzen Stein stehen oder in den Felsen herumklettern sieht, außerordentlich. In der Nähe fällt dieser Unterschied aber bedeutend weg, denn in ihren einzelnen Theilen zeigt sie wohl eine Verwandtschaft mit der Gemse, aber weiter nichts. Wie diese, liebt sie jedoch felsiges Gestein zu ihrem Aufenthalt und kommt nie in das flache Land herunter. Sie klettert ebenfalls ganz ausgezeichnet und geht besonders über die schrägen und glatten Granitplatten mit einer Sicherheit, mit der es ihr kein anderes Thier ihres Geschlechts, ihre Base, die Gemse, ausgenommen, gleichthun könnte.

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