Thomas Müller - Der Vorleser der Alten Dame
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„Warum ist die Kleine denn Zuhause? Hat sie keine Schule?“
„Lehrerausflug.“
„Ach ja, die Ausflüge“, raunzte sie abwertend. „Dann kann sie auch was Vernünftiges machen, oder Herr Müller?“
„Sicher…, was meinen Sie denn?“
„Schickt mir meine Tochter rein!“, wurde sie streng. „Und nicht erst morgen.“
„Sie können schon mal anfangen zu lesen, Herr Müller, meine Tochter wird gleich kommen, wenn… Ach was… lassen wir das.“
Ich nahm das Buch, schlug es auf und hinter mir hörte ich keuchend: „Ist was mit Rex?“
„Nein“, erwiderte ihre Mutter kurz und knapp, „Herr Müller sagte mir… im Übrigen, du hast dich in Herrn Müller getäuscht, Liebes, den Sonntag möchte er nicht bei seiner Entlohnung wiederfinden“, belehrte sie unangenehm freundlich.
„Eh…ja, ist gut, werde ich erledigen“, bestätigte sie und hörte sich an wie eine neu eingestellte Sekretärin, die bereits um ihren Job fürchtet.
„Kind, die Kleine hat heute Morgen Zeit, das trifft sich ausgezeichnet und kommt dir bestimmt auch gelegen, du willst es uns allen ja noch mal zeigen und ein Meister ist noch nie vom Himmel gefallen. Also hol die Kleine ab und dann zum Gestüt“, lautete der interne Auftrag, der abzuarbeiten war.
„Aber…“
„Nichts aber, mach dich auf den Weg.“
„Und Rex?“
„Jetzt reicht es, das hättest du dir am Samstag überlegen können, da hast du dich nicht um ihn gekümmert, hättest du dich…, wäre er jetzt nicht in so einem desolaten Zustand“, regte sie sich künstlich auf.
„Aber…“
„Kind, du wirst nicht jünger, treib Sport, denk an deine Cellulite“
„He…, ich hab…“
„Noch nicht, weil du meine Gene hast, mein Bindehautgewebe, aber irgendwann versagen auch meine Gene, also treib Sport, die Kleine wartet schon“, log sie.
„Na, wenn Sie wartet“, gab sie auf. „Ich reite aber nicht. Ich hab noch Muskelkater ohne Ende und kann nur gehen, weil ich Medikamentiert bin.“
„Wie du willst. Wir müssen uns um Rex kümmern, den du so zugerichtet hast. Lesen Sie, Herr Müller!“
„Boohr eh…, du…, das ist ungerecht…“, regte sie sich fürchterlich auf. „Schönen Tag noch, Herr Müller, mit dieser alten, bösen Hexe. Ich werde mir einen schönen Tag machen mit Ihrer Tochter“, und verschwunden war sie.
„Und so was hat Psychologie studiert und hat sogar einen Doktor darin“, strudelte sie lächelnd vor sich hin und räusperte sich. Bei allen Beschwerden, die Rex womöglich hatte, konnte er es nicht vermeiden, mit der Schwanzspitze zu wackeln, als Frau Dr.Dr.Dr. zusammengefaltet wurde.
Ich las eineinhalb Stunden, als die Alte Dame mich unterbrach: „Ich glaube, der alte Junge ist eingeschlafen. Wir sollten ihn in Ruhe lassen. Wenn Sie möchten, zeige ich Ihnen meine Schätze und ein wenig von der Wohnung. Heute Nachmittag können Sie uns weiter vorlesen.“
Darauf hatte ich gewartet, schon am ersten Tag, nur war ich von der Fremdenführerin etwas enttäuscht, die roch bei weitem nicht so gut, aber man kann nicht alles haben. Ich schob sie zurück zum Aufzug, wir standen nun in einem Viertelkreis, der einen Radius von etwa sechs Metern hatte. Im Zentrum war der Aufzug und auf der Außenbahn des Radius waren im gleichmäßigen Abstand, wenn mein Mathewissen mich nicht täuschte, jede dreißig Grad, eine Tür eingebaut. Ich musste immer die rechte nehmen, vom Aufzug ausgesehen, dort begann ein endlos langer Flur. Zum Lesezimmer hin nahm ich die zweite Tür links und dann wiederum die dritte rechts. Rex Zimmer war einfacher zu finden, vom Aufzug rechts, erste Tür links und dann nochmals links, die Türen war immer offen.
„Wir müssen uns links halten, Herr Müller.“ Und die Tür verschwand seitlich in der Wand und uns eröffnete sich ein neuer Viertelkreis, wiederum mit drei Türen auf der Außenbahn und einem Aufzug in der Mitte und wiederum eine Tür auf dem gegenüberliegenden Schenkel, das schien System zu haben, und die Alte Dame bestätigte dieses auch: „Wenn Sie durch diese Tür gehen, kommen Sie in den Bereich, den meine Tochter bewohnt, dort können Sie nochmals weitergehen und finden das Gleiche vor wie hier und beim nächsten Mal wären Sie wieder am Ausgangspunkt, wo wir starteten.“
„Sie bewohnen eine komplette Etage, das sind ja…“
„Ja wie viel sind es denn?“, ließ sie mich hängen und sie genoss es, wie ich mich beim Rechnen quälte.
„Ungefähr zehntausend Quadratmeter.“
„Es sind weniger, dieses Stockwerk dient als Technikgeschoss, ein Großteil der Gebäudetechnik ist hier untergebracht, im vierten Quadranten. Wir müssen geradeaus.“
Hypnotisiert von der Tatsache, dass ihr Appartement „nur“ acht- vielleicht auch nur siebentausend Quadratmeter groß ist und das bei einem Kaltmietpreis, der bei der Lage durchaus bei zwanzig Euro liegen kann, schob ich sie nach vorne. Diese Größenordnungen von Zahlen schalten mein Gehirn auf Notmodus um, was wohl in der Urzeit dazu diente, in Gefahren zu handeln ohne zu denken, weil dafür keine Zeit blieb.
„Stopp“, schrie sie auf, „die Tür ist aus Stahl, die durchbrechen wir nicht.“
„Oh“, sagte ich aus meiner Hypnose erwachend, „tut mir leid.“
„Ist auch alles neu für Sie, kann ich verstehen“ entgegnete sie gnädig, was sonst eigentlich nicht ihre Art war. „Versuchen Sie doch mal die Tür zu öffnen.“
Ich erinnerte mich an die Worte von Dirty Harry: „Du hast eine sehr hohe Berechtigungsstufe, du wirst fast überall reinkommen.“
Und vor jeder dieser Türen stand einer dieser Scanner. Ich legte die Hand auf die Scheibe und schaute durchs Sichtfeld und im Anschluss piepste es.
„Funktioniert ja“, hörte ich die Alte Dame, „Sie können mich jetzt hereinschieben oder erwarten Sie, es würde noch ein Film gezeigt?“, wurde sie ironisch, was ihr wesentlich besser stand.
Beim Aufsehen blendete mich ein Licht, welches durch die offene Tür fiel. Ich schob die Alte Dame hinein und war von diesem lichtdurchflutetem Raum, was heißt Raum, eher Halle, beeindruckt. Schon wieder mal, seit einer Woche kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus. Ohne den ganzen Krempel, der hier alles verstellte, und ohne die halbhohen Zwischenwände hätte man hier ein Jugendfußballturnier abhalten können.
„Eine Ihrer Freiheiten?“
„Auf den Mund gefallen sind Sie nicht“, lächelte sie.
„Ob die echt sind, brauche ich nicht zu fragen.“
„Das wäre beleidigend“, formulierte sie hochadelswürdig.
Wir gingen durch die Reihen: Miro, Dali, Klimt, Tuner, ein düsterer Rembrand…
Dann kam eine Serie Picassos, dazu sagte sie nur: „Habe ich vor dreißig Jahren von einer Freundin aus der Schweiz übernommen, ihr Vater war Kunsthändler.“
„Andy Warhol haben Sie auch?“
„Ein damaliger Freund bat mich, ein paar Stücke zu erwerben, er hätte auch schon viel gekauft, aber das wäre ihm doch sehr peinlich, alle kämen nur glotzen und Schampus saufen, aber niemand würde kaufen. Ich kann mich heute noch ärgern, dass wir nicht alles gekauft haben, sondern nur einen Lieferwagen voll, wir hätten sonst eine dreistellige Millionensumme verdient.“
„Einen Pollock haben Sie nicht, die sollen ja besonders günstig sein?“ spottete ich.
>Mit dem Verkauf der Bilder, an denen wir vorbei gekommen waren, hätte sie eine Hungersnot in einem afrikanischen Staat verhindern können.<
„Doch davon hab ich sogar zwei, die sind aber nicht hier, ich mag dieses Krickelkrackel nicht.“
>Zwei! Der afrikanische Kontinent wäre gerettet.<
„Zweihundert Millionen.“
„Beide zusammen. Sie sind aber gut informiert.“
„Ich lese nicht nur vor, sondern auch für mich. Mein Arzt hat in seinem Wartezimmer solche Spezial-Magazine ausliegen, und da ich kein Privatpatient bin, habe ich immer genügend Zeit, mich zu informieren.“
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