Thomas Müller - Der Vorleser der Alten Dame
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„Ich könnte die Fotos auch persönlich vorbei bringen.“
„Nicht nötig, mein Kind, Karl wird sie holen.“
„Fahr mein Bester“, sagte sie zu mir.
Ich schob an.
„Wie erreiche ich denn Ihren Enkel?“
„Er wird Sie erreichen.“
„Aber…“
„Wir sind Supersponsoren, wir bekommen Ihre Adresse.“
„Ja, bestimmt“, kam es leise und resigniert zurück, sie wusste, sie hatte es total versaut.
Wir kamen am Nachttierhaus vorbei, wo wir nicht reingingen, und ich fragte die Alte Dame: „Warum soll ich mich mit dieser Frau nicht treffen?“
„Sie sucht einen gutaussehenden, muskulösen, reichen Draufgänger, der ihr zu Füssen liegt. Nun überlegen Sie. Warum sollte ein solcher Mann an so einer Frau Interesse haben, wenn es ihn denn wirklich geben sollte. Sie ist über dreißig, ihre besten Jahre hat sie längst überschritten, finanziell stark begrenzt, der Job, den sie ausübt, ist auch nicht vielversprechend und Intelligent ist sie nun wirklich nicht, sonst hätte sie sich anders angestellt, aber darauf können die Männer meistens verzichten.
Sie wird höchstens einen gutaussehenden Idioten bekommen, oder einen muskulösen Idioten, oder ein reichen Idioten, oder ein draufgängerischen. Sie ist einfach nicht in der Lage ein gesundes Mittelmaß zu finden.“
„Woher maßen Sie sich an, so über die Frau zu urteilen, Sie haben sie doch nur kurz kennengelernt.“
„Sie ist auf Karl angesprungen: Muskeln, gutaussehend. Als ich von Ihnen schwärmte, interessierte sie es anfänglich nicht. Dass sie drei Hinweise brauchte, um zu verstehen, dass ich reich bin, und Sie mein Erbe bekommen, zeugt wirklich nicht von Intelligenz. Als sie danach verzweifelt versuchte, mit ihnen auszugehen, zeigte sie, dass sie nur hinter dem Geld her ist.“
„Sie urteilen schnell und zielgerichtet.“
„Vertun Sie sich da mal nicht. Rex hätte dafür nur eine Zehntelsekunde gebraucht und wäre dabei nur an ihr vorbeigelaufen. Im Übrigen war ich dreimal verheiratet, da hat man Erfahrungswerte und ich versichere ihnen, es waren alles Idioten, mehr oder weniger, jedoch hatten sie so viel Intelligenz, um ihren wirklichen Intellekt eine Zeitlang verbergen zu können. Aber sie waren alle einigermaßen zu ertragen, sie waren wenigstens alle sehr, sehr reich.“
„Und wer oder was bin ich? Als Mann, meine ich.“
„Sie sind ein Mann fürs Leben, den diese Frau nicht verdient hat, die Dame würde eine klinisch saubere Toilette noch nicht einmal erkennen, wenn sie mit ihrem Hintern darauf sitzt.“
Wir kamen zu den Tigern. Eine fünfköpfige Familie stand abseits von uns. Im Buggy schlief ein nicht zwei Jahre altes Kind und ein etwa dreijähriges bettelte im monotonen Rhythmus: „Ich will ein Eis.“ Nach jedem dritten Mal wiederholte die Mutter: „Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
„Herr Müller, schauen Sie sich die Tiger genau an, versuchen Sie mal herauszufinden, was sie mit Rex gemeinsam haben.“
>Bin ich froh dass meine bald erwachsen sind. Dann beginnt wieder die Freiheit, hoffentlich.<, dachte ich so vor mich hin.
Es hörte sich fast an wie Musik:
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
>Welcher Musikrichtung wäre dieser Sound wohl zuzuordnen?<, fragte ich mich.
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Ich will ein Eis.“
„Wenn du jetzt nicht ruhig bist, gehen wir nachhause.“
„Könnt Ihr das nicht vernünftig ausdiskutieren?“, mischte sich der Vater ein.
„Herr Müller, sind Sie noch da? Muss ich mir Sorgen machen?“
„Vier Beine.“
„Die hat ein Esel auch.“
„Ja sicher, also ich weiß nicht. Rex sieht muskulöser aus, also weniger Körperfett oder weniger Fell.“
„Das stimmt, aber das ist ein Unterschied.“
Ich überlegte.
„Du sollst mich vor den Kindern nicht in Sachen Erziehung tadeln, das ist kontraproduktiv“, beschwerte sich die Mutter.
„Ich will dich nicht tadeln, aber dieses Hin und Her bringt doch nichts. Mit Erziehung hat das nichts zu tun.“
„Du tadelst mich schon wieder!“
„Tu ich nicht!“
„Tust du wohl!“
„Tu ich nicht!“
„Tust du wohl!“
„Tu ich nicht!“
„Tust du wohl!“, wird sie laut.
>Die B-Seite der Schallplatte wird gespielt. Wie schön. Obwohl werden Schallplatten noch neu veröffentlicht<, dachte ich schadenfroh.
„Herr Müller, auf welchem Planeten sind wir?“
„Entschuldigung, was mir von Anfang an Rex besonders auffiel außer seinem riesigen Kopf waren seine beharrten riesigen Pfoten.“
„Das ist es. Die Pfoten sind riesig, er fährt die Krallen aus wie eine Raubkatze, zwar nicht in dem Maße, dadurch kann er aber geräuschlos laufen, er ist vom Hetzer, wie der Wolf einer ist, zum Anschleicher mutiert, wie ein Löwe oder Tiger, was für den Zweck als Wachhund wesentlich vorteilhafter ist.“
„Sehr interessant“, tat ich interessiert, aber in Wirklichkeit lauschte ich den Eltern.
„Tu ich nicht!“
„Tust du wohl!“
„Tu ich nicht!“
„Wir sind beide Pädagogen, wir sollten doch in der Lage sein, eine gegenseitig respektvolle Diskussion zu führen.“
„Komm mir jetzt nicht so, nur weil du in Pädagogik besser warst…“
„Herr Müller“, wird sie laut.
„Ja, was ist?“
„Tun Sie mir einen Gefallen?“
„Sicherlich.“
„Schieben Sie mich bitte fort oder schmeißen mich in das Tigergehege, das hält kein Mensch aus.“
Als wir an der Familie vorbeigingen, sagte die Alte Dame ziemlich laut: „Lehrers Kinder, Pastors Vieh gedeihen selten oder nie.“
Die zwei schauten sich beide verdutzt um, und es war zum ersten Mal ruhig. Endlich!
Wir gingen zu den Teichen hinunter, wo ich die Toilette aufsuchte. Erst als ich wieder raus kam, wurde mir klar, ich hatte sie alleingelassen. Als ich sie darauf ansprach, sagte sie nur sehr ruhig: „Herr Müller, wenn wirklich jemand versuchen sollte…, was ich nicht hoffen möchte und auf Grund meines Alters auch keinen Sinn mehr macht, versprechen Sie mir nur eins, Sie spielen nicht den Helden, Sie drehen sich herum und gehen. Helden haben eine furchtbare gemeinsame Eigenschaft, sie werden nicht sehr alt. Also versprechen Sie mir das?“
„Ich werde es versuchen!“
„Nein, das werden sie nicht versuchen, Sie werden es tun, Sie werden noch gebraucht, Sie sind nur ein Vorleser, seien Sie froh drum.“
„Okay, ich verspreche es Ihnen.“
„So, wo geht es denn nun lang?“
„Jetzt kommen die Bongos und Okapis, danach die Nashörner.“
„Bongos kenne ich nur als Musikinstrument.“
„Okapis gehören zur Art der Giraffen und Bongos sind braune relativ schwere Antilopen, die im Gegensatz zu ihren Artgenossen nicht in der Steppe leben, sondern in dichten Wäldern.“
„Sie wissen ja Sachen!“
„Früher hatten wir eine Jahreskarte und wir waren fast jedes Wochenende hier, von den Beschreibungen der Tiere ist einiges hängengeblieben. Außerdem hatte ich mit der Großen einen Wettbewerb, wer zuerst alle Tiere im Zoo kannte.“
„Sie haben hoffnungslos verloren.“
„Das ist das richtige Wort, wirklich absolut hoffnungslos. Sie liest den Namen einmal und den dazugehörigen Text und behält davon schätzungsweise achtzig Prozent. Beim zweiten Mal sind es dann sechsundneunzig und so geht es weiter, da hast du einfach keine Chance. Sie wissen überhaupt nicht wie viele Tiere die hier haben, die großen gehen ja noch, aber die kleinen Insekten, Amphibien, Fische und was es da alles gibt.“
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