Thomas Müller - Der Vorleser der Alten Dame

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Der Vorleser der Alten Dame: краткое содержание, описание и аннотация

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Der alleinerziehende Vater Thomas Müller schlägt sich nach gescheitertem Germanistikstudium mit seinen zwei Töchtern durch Leben, bis er eines Tages einen Job als Vorleser der Alten Dame ergattert, und sich für ihn eine unbekannte, nie vorstellbare Welt der Supermächtigen und Sagenhaftreichen erschließt.

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Nachdem sie sich wieder gefangen hatte, fragte sie mit schelmischen Unterton die Kleine: „Und wie bist du mit meiner Tochter ausgekommen?“

„Gut, ich hab ihr gesagt, wenn sie sich mit mir unterhalten will, muss sie langsam reden und nicht so viel reden und keine Fremdwörter brauchen, ich bin nämlich dumm“, sagte sie seelenruhig. „Das ist aber nicht schlimm, dafür bekomme ich nämlich weniger Kopfschmerzen“, hängte sie an.

„Wieso das denn?“

>Es stimmt! Frau Dr.Dr.Dr. hört sich jetzt recht normal an, und die Sätze sind von einer beachtlichen Kürze.<

„Ist doch ganz einfach, Meine Schwester zum Beispiel: Wenn die mal nicht lernt, fummelt die solange am Computer, bis da ganz bunte Bilder entstehen und sagt zu mir, schau mal was für interessante Frakalle, alles Mathematik. Manchmal denke ich, die ist blöder als ich. Seine Zeit mit so einem Scheiß, Entschuldigung, zu verschwenden, davon bekommt man Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und einen dicken Popo. Die macht sich Gedanken, ob auf anderen Planeten Leben ist und sagt dann, wenn es so wäre, kämen die aber nicht, weil das zu weit ist. Warum soll ich dann wissen wollen, ob es Leben auf anderen Planeten gibt. Oder die interessiert sich für Politik, obwohl jeder weiß, dass die nur lügen, das weiß doch jeder, sogar wir Dummen. Ich will gar nicht schlau sein, das ist nämlich gefährlich.“

„Wieso denn das?“ fragte die Alte Dame und war fasziniert.

„Das ist doch ganz einfach, wer baut denn Atombomben und so was alles, bestimmt nicht wir Dummen.“

„Wo sie Recht hat, hat sie Recht“, sagte die Alte Dame mit Hochachtung.

„Die ist nicht dumm!“, mischte sich Frau Dr.Dr.Dr. stöhnend ein. „Die hat eine kognitive Intelligenz, welche einzigartig ist, jegliche Reverenz sprengt und gefördert gehört. Meine Trainerin im Westernreiten und der Reitmeister waren außer sich, so ein Talent hätten sie noch nie gesehen, und das Kind hat überhaupt keine Angst. Sie hat Sliding Stops hingelegt. Dafür müsste ich Jahre trainieren und sie macht das nach einer kurzen Einweisung, einfach nur atemberaubend und das mit Gigolo.“

„Es soll doch unreitbar sein und ein Fehleinkauf nebenbei nach deiner Aussage mein Kind. Vielleicht braucht er nur den richtigen Reiter.“

„Den reite ich am liebsten, der geht am schnellsten durch die Kurven, den muss man laufen lassen, und vorsichtig führen, weil er schnell reagiert.“

„Ha, die Kleine hat was von mir“, brach es aus der Alten Dame heraus.

Ich zuckte zusammen und war von der enormen Euphorie doch sehr verwundert. Dass noch soviel Leben in der Alten Dame steckte, hätte ich nicht gedacht.

„Oh, Kurven waren auch meine Leidenschaft“, entschuldigte sie sich, sichtlich von sich selbst überrascht.

„Mutter, du bist doch überhaupt nicht geritten.“

„Aber Autorennen bin ich gefahren und Rennstrecken haben die Eigenschaft, dass man über kurz oder lang dort ankommt, wo man losgefahren ist und dazu benötigt es Kurven. Also die Kleine kann toll bremsen und liebt Kurven. Begeisterst du dich auch für Autos?“

„Nein, damit kann ich überhaupt nichts anfangen.“

„Schade, da unten in der Tiefgarage müssen noch um die hundertfünfzig Sportwagen und Rennautos stehen. Wie schade. Aber gut, Reiten ist auch was Tolles“, sagte sie sichtlich enttäuscht.

„Seit wann bist du denn dieser Meinung, Mutter? Reiten war für dich doch immer das Schlimmste auf Erden.“

„Nicht das Reiten, nur wenn du reitest!“

„Danke schön für dein mütterliches Einfühlungsvermögen.“

„Du hast eben andere Talente, du kannst gut am Schreibtisch sitzen und lernen.“

„Das kann meine Schwester auch gut.“

„Ich werde es euch allen zeigen. Ich fange wieder richtig an. Ich hab mit der Trainerin schon weitere Stunden für uns beide vereinbart.“

„Für euch beide?“

„Natürlich für uns. Ich hab der Kleinen das ganze Programm gekauft. Sie bekommt eine komplette Ausrüstung. Gigolo bekommt neue Sliding-Eisen, die besser zu ihrem Reitstil passen. Maßangefertigte Sättel hab ich auch für sie in Auftrag gegeben, nächste Woche wird sie vermessen und ich verspreche dir, das wird teuer, bäh…“, streckte sie die Zunge heraus.

Mir und meiner Tochter verschlug es die Sprache, wir hätten nicht gedacht, dass Frau Dr.Dr.Dr. sich so gehen lassen würde. Nur die Alte Dame blieb gelassen: „Entschuldigen Sie meine Tochter für den Verlust ihrer Contenance. Es sei dir verziehen mein Kind, da du in deinem Spezialgebiet wieder mal geglänzt hast. Sind Sie damit einverstanden, Herr Müller?“

Ich wollte gerade etwas sagen, da kam mir die geschundene Frau Dr.Dr.Dr zuvor, die mir nun leid tat: „Du kannst mich mal!“ Sie quälte sich aus ihrem Designerstück, das sie zurückließ. Den Raum verließ sie mit einem Schritt, als wäre sie von der West- zur Ostküste geritten und wieder zurück ohne abzusteigen. Mich und Karl beachtete sie dabei überhaupt nicht, ließ uns alle grußlos zurück und sagte nur: „Kleines, es bleibt dabei wie vereinbart, nächste Woche hol ich dich ab, wenn ich wiederhergestellt bin.“

Als sie verschwunden war und wir uns etwas erholt hatten, ergriff die Alte Dame erneut das Wort: „Nochmals bitte Entschuldigung wegen meiner Tochter, aber Frauen in dem Alter sind etwas schwierig. Besonders wenn Sie keine Kinder haben. Sie verstehen, die biologische Uhr.“

Ich nickte, obwohl ich eigentlich widersprechen wollte, und das nicht aus Sympathie, denn Frau Dr.Dr.Dr. hat mich bis jetzt immer wie einen Putzlappen behandelt, aber in Hinblick auf meinen Stundenlohn, ließ ich davon ab. Ich wies darauf hin: „Wir können uns das mit dem Reiten finanziell nicht leisten.“

„Papperlapapp, Talent muss gefördert werden. Sehen Sie sich als eingeladen an. Außerdem muss ich dann weniger Geld für das Training der Pferde aufwenden. Ich müsste Ihrer Tochter danken.“

Die Argumentierung war einleuchtend, obwohl ich überhaupt nicht verstand, warum sich jemand Pferde anschafft und dann Leute bezahlt damit die darauf reiten. „Danke schön. Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll. Ich glaube, Sie werden meine Kleine sehr glücklich machen.“

„Das wird mich sehr glücklich machen“, sagte die Alte Dame mit einem Lächeln auf dem Gesicht und schaute zur Kleinen hinüber.

„Dich mein Kind brauche ich wohl nicht zu fragen, ob du nun öfters reiten möchtest.“

„Ich würde gerne reiten und das sind ganz tolle Pferde, Papa. Die machen genau das, was man will und Elisabeth ist eine ganz Nette. Und ich werde mich auch benehmen, versprochen.“

„Na gut, wir können es mal einen Monat versuchen und dann sehen wir weiter.“

„Wo ist Rex eigentlich?“ machte sich die Alte Dame Sorgen.

„Der liegt noch im Auto, er hat sich mächtig übernommen, wollte mit der Kleinen mithalten, jetzt bereut er es genauso wie Ihre Tochter.“

„Karl, Sie hätten besser auf ihn aufpassen sollen. Ihm wird doch nichts passieren.“

„Sie wissen ganz genau, Rex lässt sich nichts sagen, er macht das, was er will oder das, was Sie wollen. Das stimmt nicht ganz, auf die Kleine hört er auch. Frau Dr. und ich haben ihm bestimmt zehnmal gesagt, er soll mit dem Herumtoben aufhören. Aber sie kennen ihn ja. Die Kleine sagte nur, du hörst jetzt auf, oder ich nehme dich nicht mehr mit. Da hat er sich ins Auto gelegt. Ich denke, er hat nur einen fürchterlichen Muskelkater und die Knochen werden dem alten Knaben wehtun.“

„Karl, dann holen Sie ihn bitte hoch und bringen ihn auf sein Zimmer. Ich kümmere mich selbst drum. Bewegen Sie sich!“, forderte sie ihn streng und unmissverständlich auf.

Karl verschwand sofort ohne ein Wort des Abschieds.

„Kleines, ich muss jetzt zu Rex. Ich finde es ganz toll, dass du dich mit ihm so gut verstehst, aber ich muss mich jetzt um ihn kümmern. Tust du mir einen Gefallen?“, fragte sie die Keine liebevoll.

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