Thomas Müller - Der Vorleser der Alten Dame
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Nach einer weiteren halben Stunde machten wir Rast. Sie genoss es, Cola zu trinken und Eis zu essen, was ich ihr fütterte. Nachher am großen Kinderspielplatz aß sie noch ein Eis: „Wenn meine Tochter das sehen könnte, würde uns beide ein Vortrag über weißes Gift bevorstehen. Herr Müller, ich danke ihnen für diesen schönen Tag und das Wetter hat auch noch mitgespielt, eine der wenigen Dinge wo ich keinen Einfluss drauf habe“, wurde sie nachdenklich, „Sie bescherten mir einen der schönsten Tage in den letzten zwanzig Jahren, dafür möchte ich mich wirklich bedanken.“
„Nichts zu danken“, antwortete ich gnädig und löffelte dabei mein Eis. „Bei soviel Reichtum, lassen sie den Karren beim nächsten Mal aber bitte ordentlich schmieren.“
„Das brauche ich überhaupt nicht, ich muss nur die elektronische Schiebehilfe wieder einschalten.“
„Ach, Sie lassen mich die ganze Zeit ackern.“
„Ich bezahle Sie doch dafür und da wollte ich etwas Strom sparen und Sie können etwas sportliche Betätigung vertragen, außerdem, wer so schlecht über Rentner spricht, hat es nicht besser verdient.“
Wir blieben noch über zwei Stunden, witzelten viel, erzählten uns die eine oder andere Geschichte, lieferten uns Wortgefechte, es war eine Freude, ein sehr schöner Tag, den ich nie vergessen werde.
9. Die Kleine hat sich aber tapfer gehalten
„Ich glaube ich höre sie.“
„Das wird aber auch höchste Zeit“, beruhigte sich die Alte Dame.
Da stürmte auch schon meine Kleine herein und fiel mir um den Hals. „Das war der schönste Tag in meinen Leben, Papa. Die haben ganz, ganz viele Pferde und wir sind den ganzen Tag geritten.“
„Das stimmt“, hörte ich eine klagende Stimme auf dem Flur.
„Bedanke dich nicht bei mir.“
Sie stand auf und jetzt konnte ich erst ihre Reitausstattung sehen: Reithelm, Sicherheitsweste, Reitweste, Reithose, Reitstiefel, alles in eleganten braun und beige Tönen gehalten.
„Na, wie sehe ich aus?“
„Wahnsinn, Kind“, und meine Magengrube zog sich zusammen. >Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld?<
Sie ging zur Alten Dame, umarmte sie ganz zart, dabei flüsterte sie: „Vielen, vielen, vielen Dank!“
Die Tür wurde aufgestoßen und Karl schob Frau Dr.Dr.Dr. in ihrem Designerschreibtischstuhl herein.
„Mein Kind, ist alles in Ordnung?“, grinste die Alte Dame.
„Du weißt doch sowieso schon Bescheid, es ist nichts in Ordnung“, stöhnte Frau Dr.Dr.Dr. und warf ihrer Mutter einen bösen Blick zu, „aber danke der Nachfragte, ich bin nicht vom Pferd gefallen. Die Freude habe ich dir nicht gemacht.“
„Berichten Sie, Karl bitte den kompletten Tag in allen Einzelheiten.“
Der Bass brummte los: „Um halb elf waren wir auf dem Gestüt. Dann wurde die Kleine zuerst einmal eingekleidet. Frau Dr. war etwas unentschlossen und hat eigentlich alles gekauft, was der Kleinen passte.“
„So kenne ich meine Tochter. Herr Müller, räumen Sie schon mal einen Kellerraum aus. Gut gemacht Kind.“
„Bäh…“, streckte Frau Dr.Dr.Dr. ihrer Mutter die Zunge heraus.
„Ich hab überhaupt keinen Keller“, sagte ich verwundert.
„Dann hoffe ich, wenigstens eine Garage.“
„Ja, die haben wir.“
„Dann hat Frau Dr. der Kleinen eine Einweisung ins Reiten gegeben.“
„Sie hat ihr eine Einweisung?“, lächelte die Alte Dame höhnisch.
„Ja, so sah es auf jeden Fall aus.“
„Du böse…“, brummte Frau Dr.Dr.Dr.
„Weiter, Karl!“, konnte es die Alte Dame nicht abwarten.
„Die ersten Pferde, die Frau Dr. ihr zeigte, wollte die Kleine nicht reiten. Sie wäre doch kein Baby mehr und sie hätten doch hier so schöne Pferde und für ein Pony wäre sie zu alt, hat sie gesagt. Frau Dr., entschuldigen Sie. Ihre Tochter wurde ein wenig ungeduldig und sagte: Such dir doch einen Gaul selber aus. Die Kleine fragte nach den Pferden von Frau Dr., sie hätte doch acht Stück davon. Frau Dr. meinte, das wären keine Pferde für Anfänger. Die Kleine bestand aber darauf sie sich wenigstens einmal anzusehen. Das konnte Frau Dr. nicht ablehnen und wir wechselten den Stall. Der Reitmeister sattelte gerade Nathan, um mit ihm auszureiten. Er erklärte der Kleinen, was die Aufgaben seines Berufes sind, und sie war ganz begeistert, hat ihm viele Fragen gestellt und die letzte war, ob sie Nathan reiten dürfte.
Frau Dr. lehnte ab, das Pferd wäre zu wertvoll.
Der Reitmeister sagte, sie solle doch mal zeigen, wie sie aufsteigt, da saß sie auch schon oben und hielt die Zügel in einer Hand. Das scheint was Besonderes zu sein. Er sagte etwas wie: Die sitzt aber nicht zum ersten Mal auf einem Pferd.
Frau Dr. wollte, dass die Kleine wieder abstieg, und der Reitmeister passte die Steigbügel an. Schauen wir mal, wie die Kleine sich anstellt, sagte er und forderte die Kleine auf, das Pferd zu bewegen. Ich hab von Reiten keine Ahnung und von Pferden schon gar nicht. Dem Pferd schien irgendetwas nicht richtig bekommen zu sein, bei einem Menschen hätte ich gesagt: Der ist total betrunken. Es ging nach vorne, dann seitwärts, drehte, nach vorne, dreht sich einmal komplett um sich selbst, dann wieder rückwärts und so weiter. Die Kleine hat sich aber tapfer gehalten, ist ganz ruhig sitzen geblieben und nicht runter gefallen. Frau Dr. hat nichts mehr gesagt, was eigentlich seltener vorkommt, Entschuldigung, Frau Dr., ich muss wahrheitsgetreu berichten, eigentlich nie. Der Trainer sagte nur: Kind bleib sitzen, wir gehen in die Halle, ich lasse noch zwei Pferde satteln. Welches wollen Sie Frau Dr.? Na ja und dann sind die halt den ganzen Tag geritten. Selbst beim Essen haben die nur vom Reiten gesprochen: Über Zügelhaltung, Schwerpunkverlagerung bei… ich weiß nicht mehr. Ich habe halt keine Ahnung vom Reiten. Ich wollte auch was zum Westernreiten beitragen und hab was über Revolver erzählt aber dafür hat sich niemand interessiert“, war er sichtlich enttäuscht. „Nach dem Essen wurde in der Halle, auf der Bahn und draußen im Wald geritten. Alle möglichen Pferde: Dressur- und Rennpferde und von keinem ist die Kleine heruntergefallen. Nach vier oder fünf Stunden wollte Frau Dr. nicht mehr. Ich habe ihr vom Pferd geholfen. Wenn es nach der Kleinen gegangen wäre, säße sie jetzt noch auf einem Pferd.“
„Danke für den ausführlichen Bericht, Karl, und dir danke ich auch Liebes, dass du die Kleine so tatkräftig unterstützt hast. Ich bin sicher, sie hat alle deine Unterweisungen befolgt. Sie ist ein gut erzogenes Kind.“
„Der Teufel soll dich holen“, murmelte Frau Dr.Dr.Dr.
„Befindest du dich in einer temporären Psychose oder Depression und …?“
„Nein, hab ich nicht, ich bin nur total am Arsch. Die Kleine reitet wie dein bester Freund, der Teufel, und ohne jegliche Ermüdungserscheinungen, und du altes bösartiges Weib hast dieses alles gewusst und sauber eingefädelt. Du wusstest genau, was mich erwarten würde.“
Die Alte Dame fing an zu lachen oder zu röcheln und hustete. Ich hatte die Befürchtung, sie würde aus dem Stuhl fallen.
„Ich entschuldige mich für die Entgleisungen meiner Tochter. Du halluzinierst, wahrscheinlich ausgelöst von einem Stress- bzw. Erschöpfungssyndrom begleitet von Dehydration. Sollen wir dir einen Arzt holen, mein Kind?“ diagnostizierte sie wissenschaftlich und hielt ihre gesunde Hand auf dem Bauch.
„Wie du weißt habe ich einen Doktortitel in Humanmedizin und der Psychologie. Ich brauche keinen Arzt, ich brauche einen neuen Arsch, Oberschenkel, ein paar Bandscheiben und morgen werden noch einige Teile dazu kommen. Bruxa.“
„Wer so viel redet, dem kann es nicht so schlecht gehen. Herr Müller, Sie werden es nicht glauben, aber selbst im hohen Alter, wenn du komplett abgewrackt bist, gibt es Momente, in denen es sich lohnt zu leben“, lachte sie nun selbstzufrieden, klar und deutlich.
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