Doris Bühler - Irrlichter

Здесь есть возможность читать онлайн «Doris Bühler - Irrlichter» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Irrlichter: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Irrlichter»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Eine ungewöhnliche Gabe macht es Marion Nowak möglich, durch die Kraft ihrer Gedanken ihren Geist auf die Reise zu schicken. Zusammen mit ihrer Liebe, dem Arzt Bernd Ahrweiler, versucht sie, ihre Fähigkeiten immer weiter zu vervollkommnen, ohne zu ahnen, daß ihre Lehrmeisterin Anna Heger einst daran gescheitert ist. Wird sie das gleiche Schicksal erleiden müssen?

Irrlichter — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Irrlichter», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

"Sowas darfst du nicht sagen", antwortete ich schnell, und um mich selbst zu beruhigen, fügte ich hinzu: "Die kriegen uns schon wieder hin."

Doch der Gedanke, den sie mir in den Kopf gesetzt hatte, fraß sich tief in mich hinein. Ich lag da und starrte an die Decke, und die schlimmsten Visionen zogen an mir vorüber. Ich sah mich mit Krücken, mit einem dieser hochgeschnürten Spezialschuhe, - ich sah mich sogar im Rollstuhl. Was wäre, wenn sie recht hätte? Wenn ich wirklich nie mehr würde richtig laufen können? Nie mehr rennen und springen und tanzen...? Panik überfiel mich, und mein Herz geriet in Aufruhr. Kaum konnte ich die Tränen zurückhalten.

Dr. Ahrweiler kam herein, als hätte ich nach ihm gerufen. Er setzte sich auf meinen Bettrand. "Sie sind sehr tapfer, Marion", sagte er leise.

Die ersten Tränen liefen mir über die Wangen. "Nein, ich bin überhaupt nicht tapfer. Ich habe ganz schreckliche Angst."

"Das verstehe ich, aber das ist vollkommen unnötig. Sie spüren doch gar nichts von der Operation. Sie müssen nur eine Weile länger bei uns bleiben, das ist alles."

"Und wenn ich vielleicht nie mehr richtig...?"

"Sie werden ganz sicher wieder richtig laufen können, das verspreche ich Ihnen"

Weder tätschelte er meine Hand noch klopfte er mir auf die Schulter. Er saß nur da und schaute mich an. Und als ich den Kopf hob, sah ich das erste Mal, daß er graue Augen hatte. Ich schluckte und wischte mir mit dem Ärmel die Tränen fort. Ich wußte nicht warum, aber ich glaubte ihm. Ja, eines Tages würde ich wieder richtig laufen können. Weil er es sagte. Und weil ich es wollte.

2. ER

Ich ertappte mich dabei, daß ich langsamer fuhr, je näher ich dem Haus kam. Das war nicht das erste Mal, und nicht das erste Mal überfiel mich dieser grenzenlose Stolz, als ich es sah, - eingebettet in Buschwerk und blühende Sträucher. Kurz vor Weihnachten, nachdem alle Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren, waren wir eingezogen. Was war das für ein Gefühl gewesen, endlich etwas Eigenes zu haben und herauszukommen aus dem altmodischen möblierten Zimmer bei Frau Fischer, in dem ich seit meiner Einstellung im Konrad-Hupbauer-Krankenhaus gewohnt hatte. Und wie war vor allem Gaby froh, daß nun das heimliche Treppen-hinauf-und-hinunterschleichen ein Ende hatte. Nicht, daß die alte Dame etwas gegen Damenbesuche gehabt hätte, - im Gegenteil: Sie war geradezu versessen darauf. Das war ja das Übel.

Meine Mutter war nicht glücklich darüber, daß Gaby und ich noch nicht heiraten wollten. Es sollte alles 'seine Richtigkeit' haben, wenn wir in das neue Haus einzogen, und 'richtig' war es eben erst mit dem Trauschein. Zuerst machte sie mir Vorwürfe, weil sie mich für den Alleinschuldigen hielt. Mit einigem Befremden stellte sie dann aber fest, daß auch Gaby vorerst noch nicht daran interessiert war, und daß sie das auch noch lachend zugab.

"Bist du's, Bernie?", rief Gaby, als ich die Haustüre aufschloß.

Sie saß in ihrem Arbeitszimmer und korrigierte Diktathefte. Sie war Lehrerin an der hiesigen Grundschule, und, soweit ich das beurteilen konnte, sogar eine sehr gute.

"Jawohl, ich bin's. Oder wen hast du denn sonst erwartet?" Ich ging zu ihr hinüber und gab ihr zur Begrüßung einen Kuß. "Vielleicht den hübschen schwarzhaarigen Mathelehrer, der vor vierzehn Tagen bei euch angefangen hat? Den Auerhahn oder Aughahn, - oder wie heißt er doch gleich?"

Sie lachte. "Auermann", sagte sie. "Ja, wahrhaftig, ein toller Typ. Wenn ich's darauf anlegen würde..."

Sie legte den Stift aus der Hand, schob die Hefte zu zwei Stapeln zusammen und stand auf.

"Du bist spät dran", stellte sie fest, "hast du wenigstens etwas gegessen in der Klinik?"

Im Vorübergehen gab sie mir einen Klaps auf den Bauch. "Wenn du so weitermachst, fällst du mir noch vom Fleisch." "Hab gegessen", log ich, weil ich keinen Appetit hatte und vermeiden wollte, daß sie mir etwas aufzwang.

"Dann komm", meinte sie und zog mich ins Wohnzimmer auf die Couch. "Jetzt erzähl mir erst mal, was heute so los war bei euch."

Ich seufzte. "Das Übliche. Vier Neueinlieferungen, davon zwei Ski- und zwei Verkehrsunfälle."

Erst jetzt wurde mir bewußt, wieviel Streß der Tag gebracht hatte, und wie müde ich war.

"Schlimm?", fragte Gaby.

Ich zuckte die Schultern. Es war immer schlimm, fand ich. Dann fiel mir Marion Nowak wieder ein, der Splitterbruch. "Vor allem macht mir die junge Frau, von der ich dir neulich erzählt habe, große Sorgen. Du weißt schon, die von einem Auto angefahren wurde und sich dabei einen komplizierten Bruch des Schienbeines zugezogen hat. Es hat Schwierigkeiten gegeben, und der Jonas wird nun eine Korrektur-OP vornehmen müssen."

"Die Ärmste. Hoffentlich kriegt er's wieder hin. - Und was glaubst du, was mir heute passiert ist?"

Sie lachte, und dann erzählte sie mir verschiedene Episoden von ihren Erst- und Zweitklässlern, die sie, wie man heraushören konnte, über alles liebte.

Wir hatten Marion Novak auf 224 gelegt. Von Anfang an schien sie keine Ahnung zu haben, wie schlimm es wirklich um ihr Bein bestellt war, und das war auch gut so. Der Prof hatte selbst operiert, hatte Knochenteile ersetzt und genagelt, trotzdem war es schon damals fraglich gewesen, ob alles gut zusammenheilen würde. Marion war eine geduldige Patientin. Wir hofften, daß die kleine lebhafte Petra sie ein bißchen von ihren Problemen ablenken würde, hatte doch ihr unermüdliches Geplapper auch schon der Frau Neubauer so manches Lachen abgerungen.

Wie ich vermutet hatte, zeigte uns eine neue Röntgenaufnahme, daß tatsächlich nicht alles so gelaufen war, wie wir uns das vorgestellt und gewünscht hatten. Die Fraktur hatte sich verschoben, und das bedeutete, daß ein Korrektur-Eingriff vorgenommen werden mußte. Dem Prof schien nicht wohl dabei zu sein, ihr gegenüber zugeben zu müssen, daß die OP nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte. Er gab sich zwar Mühe, ihr die Sachlage genau zu erklären, doch bei ihm klang immer alles so technisch und trocken, und oft verstanden die Patienten gar nicht, was genau er ihnen sagen wollte. Kein Wunder, daß Marion hilflos von einem zum anderen schaute, als mache sie jeden einzelnen von uns für dieses Mißgeschick verantwortlich. Sie hatte uns vertraut und nicht mit Komplikationen gerechnet.

Der Prof tätschelte ihre Hand, Winter malte mit der Schuhspitze imaginäre Kreise auf den Fußboden, und die Bergeiner drückte ihr gleich das Flipboard mit der Einverständniserklärung in die Hand und wartete auf ihre Unterschrift. Im Gegensatz zu der OP bei ihrer Einlieferung, als es sich um einen Notfall gehandelt hatte, brauchten wir diesmal ihre Zustimmung.

Marions Blick blieb an mir hängen. Es war wie ein Hilferuf, - fast glaubte ich, ihn akustisch zu hören.

'Keine Angst', versuchte ich ihr zu übermitteln und nickte ihr zu. 'Du schaffst das schon. Sei ein mutiges Mädchen. Ich werde alles tun, um dir zu helfen.' Und als hätte ich diese Worte tatsächlich ausgesprochen, entspannte sie sich und ließ den Kopf in die Kissen zurücksinken.

"Ja gut, in Ordnung", sagte sie und unterschrieb ohne weitere Fragen. Und der Professor sah sich erleichtert nach uns um und verbuchte den Erfolg für sich.

Es war nicht das erste Mal, daß ich glaubte, die Gedanken und Gefühle eines Patienten zu spüren. Im letzten Jahr hatte es einen dreizehnjährigen Jungen unter meinen Patienten gegeben, mit dem es mir ähnlich gegangen war. Timo war ein sehr empfindsames und sensibles Kind gewesen, und all seine ängstlichen Gedanken schien ich aufzufangen und zu hören, als hätte er sie mir ins Ohr geflüstert. Und allein durch meine gedachten Ermunterungen schien ich ihn beruhigen zu können. Die Geschichte damals war der Anlaß dafür gewesen, daß ich angefangen hatte, mich mit dem Thema 'Gedankenübertragung' zu befassen. Ich hatte mir einige Bücher darüber gekauft und die Experimente studiert. Doch letztendlich kam ich nicht wirklich dahinter, was es damit auf sich hatte. Tatsächlich mochte es aber unter den Menschen 'Sender' und 'Empfänger' geben, Menschen, die fähig waren, ihren Mitmenschen ihre Gedanken zu übermitteln und andere, die sie auffangen konnten. Im Kollegenkreis war man darüber unterschiedlicher Meinung, doch die meisten hielten das Thema generell für Unsinn. Wobei das wahrscheinlich auch daran lag, daß Orthopäden im allgemeinen nicht unbedingt den besten Zugang zu Geist und Seele eines Patienten haben. Ich persönlich hielt es aufgrund meiner Erfahrungen mit Timo durchaus für möglich, - zumindest bis zu einem gewissen Grad. Außer bei ihm hatte ich Ähnliches nämlich auch schon bei anderen Patienten erlebt, wenn auch viel weniger stark. Nur angedeutet manchmal.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Irrlichter»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Irrlichter» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Irrlichter»

Обсуждение, отзывы о книге «Irrlichter» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x