Doris Bühler - Irrlichter

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Eine ungewöhnliche Gabe macht es Marion Nowak möglich, durch die Kraft ihrer Gedanken ihren Geist auf die Reise zu schicken. Zusammen mit ihrer Liebe, dem Arzt Bernd Ahrweiler, versucht sie, ihre Fähigkeiten immer weiter zu vervollkommnen, ohne zu ahnen, daß ihre Lehrmeisterin Anna Heger einst daran gescheitert ist. Wird sie das gleiche Schicksal erleiden müssen?

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Am nächsten Morgen lernte ich alle guten Geister der Station kennen. Außer der Nachtschwester Christa, einer rundlichen mütterlichen Person mit schwarzgraumeliertem Pagenkopf, die ich bereits kennengelernt hatte, waren da noch Schwester Rita und Schwester Margret, - beide etwa in meinem Alter, - der Pfleger Hartmut mit roten Haaren, Sommersprossen und einer Nickelbrille, und Rosi, die Schülerin, die mir ganz besonders imponierte, weil sie immer gleichbleibend lieb und geduldig war und alle ihr aufgetragenen Handgriffe erledigte, als hätte sie nie im Leben etwas anderes getan.

Zur Visite, so gegen neun, bewegte sich eine Woge von weißen Kitteln in unser Zimmer. Bei Petra fingen sie an, so hatte ich Zeit genug, sie mir genauer anzusehen. Damals behielt ich ihre Namen noch nicht, ich lernte erst in den darauffolgenden Tagen, sie auseinanderzuhalten. Doch ich erkannte die tiefe Stimme, mußte aber feststellen, daß sie keinem weißhaarigen uralten Greis gehörte, sondern einem sehr gutaussehenden Mann mittleren Alters, der sich mir als Prof. Jonas vorstellte, und der mir erzählte, daß er es gewesen sei, der mich operiert habe.

Die anderen waren Frau Dr. Bergeiner, Dr. Ahrweiler, Dr. Winter und Dr. Brodbek. Letzterer war übrigens derjenige gewesen, der mich nach dem Unfall als erster in der Ambulanz in Empfang genommen hatte. Während der Visite waren zwar alle sehr freundlich zu mir, in erster Linien aber schien ich für sie doch nur ein 'Fall' zu sein. Mit gedämpfter Stimme unterhielten sie sich über meine Verletzungen, und ich, die es mich ja eigentlich am meisten anging, konnte ihnen kaum folgen, weil sie mit medizinischen und lateinischen Ausdrücken so um sich warfen, daß mir angst und bange wurde. Allein vom Zuhören.

Nur einer der Ärzte wandte sich direkt an mich. "Nur keine Aufregung", sagte er freundlich, als er meinen ängstlichen Blick bemerkte und zwinkerte mir zu, "das kriegen wir schon wieder hin."

Auf dem Namensschildchen, das an der Brusttasche seines weißen Kittels steckte, stand 'Dr. Bernd Ahrweiler'.

Schnell hatte ich mich in den Krankenhausalltag eingefunden. Ich genoß das Nichtstun und den Gedanken daran, daß nun die Schmied meine Briefe tippen durfte, daß ich den alten Eisenhuth eine Weile nicht mehr sehen mußte und auch nicht den eingebildeten Juniorchef, der heute schon so tat, als gehöre im bereits die Firma allein. Und der sanften Katja wünschte ich, daß ihr wenigstens ein einziges Mal eine Glaskanne aus der Hand fallen möge.

Es gefiel mir, daß mich Freunde und Verwandte besuchen kamen mit Blumensträußen, Keksen und Schokolade, daß sie um mein Bett herumstanden und mich bemitleideten und bedauerten.

Doch es gab nicht nur die rosige Seite des Krankenhausaufenthaltes, denn da waren ja auch noch die Verletzungen, die mir Probleme bereiteten: Die Wunde am linken Oberarm, die sich entzündet hatte und schlecht heilen wollte, die Abschürfungen und Prellungen, und vor allem das gebrochene Bein. Manchmal waren die Schmerzen fast unerträglich, und auch das dauernde 'Auf-dem-Rücken-liegen' setzte mir zu, weil ich mich gern, wie zu Hause, eingerollt hätte wie eine Katze.

Ich mochte die Ärzte und Schwestern, denn sie waren freundlich und fürsorglich, und mit der Zeit waren sie für uns Patienten fast schon vertraute Freunde geworden. Wir alle waren wie eine große Familie, die auf Gedeih und Verderb miteinander auskommen mußte. Rosi, die Schülerin hatte ich besonders gern, und von den Ärzten war mir Dr. Ahrweiler, unser Stationsarzt, am liebsten, weil er auf alle Fragen eine Antwort wußte. Petra schwärmte sogar ein bißchen für ihn und fand ihn 'süß'. Und ja, irgendwie konnte ich sie verstehen.

Obwohl mir meine Cousine Lilo, eine alte Leseratte, eine Tasche mit Büchern brachte, kam ich kaum dazu, mich damit zu beschäftigen, weil mir Petra nur selten Ruhe ließ. Neben ihrem Geplapper löste ich Kreuzworträtsel und Sudokus, und der Fernseher lief fast den ganzen Tag. Dennoch war mir oft langweilig, weil ich nicht aufstehen konnte. Und so sehnte ich den Tag herbei, an dem Prof. Jonas endlich seinen Segen zum Beginn der Physiotherapie und somit zu meinen ersten Gehversuchen geben würde und ich, wenn auch nur mit Hilfe von Krücken, wieder beweglicher wäre und die Umgebung erkunden durfte.

Doch dann kam alles anders. Ich begriff recht bald, daß es kein gewöhnlicher Bruch war, den ich mir zugezogen hatte, und ich mußte mich damit abfinden, daß der Krankenhausaufenthalt wohl oder übel ein bißchen länger dauern würde, als man zunächst angenommen hatte. Das Schienbein war zersplittert gewesen, und es war schwierig, es zu richten, zu nageln und wieder in Ordnung zu bringen. Dennoch war mir nie in den Sinn gekommen, es könnte unvorhergesehene Komplikationen geben. Im Gegenteil, - nach zwei Wochen hatte ich den Kopf schon wieder voller Pläne und freute mich auf das, was ich zu Hause alles würde tun können, bevor ich wieder zurück ins Büro mußte.

Umso härter traf es mich, als ich erfuhr, daß eine zweite Operation notwendig war. Aufgrund einer neuen Röntgenaufnahme war festgestellt worden, daß der Bruch nicht richtig zusammenwachsen wollte. Ich war erschrocken, damit hatte ich nicht gerechnet.

Bei der Visite setzte sich Prof. Jonas auf meine Bettkante, tätschelte meine Hand und versuchte, mir so ausführlich wie möglich zu erklären, was schiefgelaufen war und was bei einer neuen Operation anders gemacht werden sollte. Doch es fiel mir schwer, es wirklich zu verstehen. Frau Dr. Bergeiner schob mir ein Formular und einen Kugelschreiber zu und wartete auf meine Unterschrift, mit der ich mein Einverständnis für die neue OP erklären sollte. Ich zögerte. Warum war denn bloß noch immer nicht alles in Ordnung? Wie hatte das passieren können? Was, um Himmelswillen, hatten sie falsch gemacht? - Hatte ich nicht geduldig alles ertragen und all ihre Anweisungen befolgt?

Ich sah Dr. Ahrweiler an, als sei er der einzige, der mir Antworten geben konnte, die ich auch verstand. Zumindest war er der einzige, dem ich vertraute, weil er bisher immer ehrlich zu mir gewesen war. Im Grunde vertraute ich ihm sogar mehr als dem Professor.

Er fing meinen Blick auf und hielt ihm stand. Er schaute nicht betreten zu Boden, wie die anderen, sondern nickte mir aufmunternd zu, als wollte er sagen: 'Kopf hoch. Wir schaffen das schon.' Allein dadurch machte er mir Mut und gab mir das Gefühl, nicht allein zu sein mit meinen Sorgen, - jemanden hinter mir zu wissen, mit dem ich jederzeit rechnen konnte.

"Also gut, in Ordnung", sagte ich leise und unterschrieb, und der Professor war erleichtert und glaubte, seine Erklärungen hätten mich überzeugt und seien der Grund dafür gewesen, daß ich zustimmte. Er stand auf, tätschelte noch einmal meine Hand, und schon wandte er sich Frau Neubert zu. Der Fall Nowak war soweit er ledigt, - startklar zur OP Nr.2.

Dr. Ahrweiler blieb noch einen Augenblick länger an meinem Bett stehen, lächelte und zwinkerte mir zu, bevor auch er sich der weißbekittelten Gruppe wieder anschloß.

"Bist du wirklich so cool und hast keine Angst?", fragte mich Petra, als das Ärzte-Team wieder fort war. "Oder versuchst du nur, stark zu sein?"

"Ich hab schon Angst", gab ich zu.

"Ich meine nicht, Angst vor der Operation, sondern davor, daß du vielleicht nie mehr richtig laufen kannst."

Ich schaute sie verdutzt an. An diese Möglichkeit hatte ich noch gar nicht gedacht. "Aber..., warum sollte ich denn nie mehr richtig laufen können?"

"Ich meine, du könntest vielleicht eines Tages hinken müssen, weil das kranke Bein kürzer bleibt, als das gesunde, oder daß..." Sie sah meinen erschrockenen Blick. "Jetzt reg dich bloß nicht auf. Ich dachte nur, weil dein Bruch so kompliziert ist. Das merkt man ihnen doch an, daß sie sich Sorgen machen. Und das muß doch einen Grund haben. Ich habe jedenfalls oft Angst gehabt, daß ich nie wieder richtig turnen kann. Was hätte ich dann noch vom Leben...?"

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