„Abby, der nette junge Mann auf dem Sofa ist Nate, Beth’ Freund. Und dies hier...“ Sie deutete in die Richtung des Typen zu meiner Linken. „... ist Kent. Sie gehen auch auf die Sinners High School. Du wirst dich schnell einleben, jetzt, wo du schon Beth, Nate und Kent kennst. Sie werden dich schon unter ihre Fittiche nehmen.“ Sie wandte sich an die Jungs. „Nicht wahr, Jungs?“
„Klar doch, Mrs Duncan. Abby ist bei uns in den besten Händen“, versprach Kent mit einem anzüglichen Funkeln in seinen dunklen Augen.
„Keine Sorge, Mrs Duncan. Abby wird keine Probleme haben. Dafür sorgen wir schon“, versprach Nate im selben Moment, als Beth mit einem Tablett voller Erfrischungen den Raum betrat. Die Gläser auf dem Tablett klirrten und für einen Moment befürchtete ich, sie würde das Tablett fallen lassen, doch sie fing sich schnell wieder und lächelte honigsüß.
„Du kannst dich auf uns verlassen, Mom“, versprach sie, doch der Blick, den sie mir zuwarf, war voller Gift.
Der Tag hattesich schmerzlich in die Länge gezogen. Zum Glück waren Beth und die beiden Jungs irgendwann abgehauen, um sich einen Film anzuschauen. Tante Claire hatte versucht, mich zu überreden, mich den dreien anzuschließen, doch ich hatte Müdigkeit vorgeschoben. Jetzt lag ich hier im Bett in meinem neuen Zimmer und starrte an die Decke. Meine Finger zuckten mit dem Verlangen, eine Klinge in mein Fleisch zu pressen, doch bis jetzt hatte ich es geschafft, den Drang zu kontrollieren. Ich wollte meine Tante nicht misstrauisch machen und nach einem Rasierer fragen. Ich musste mir dringend ein paar Klingen besorgen, wenn ich allein war. Nach dem Abendessen hatte Tante Claire mich überrascht, als ich mich auf der Toilette übergeben hatte. Zum Glück hatte sie nicht gesehen, wie ich zuvor meinen Finger in den Hals gesteckt hatte. Ich hatte ihr vorgelogen, dass ich vor Kummer kaum Essen bei mir behalten konnte. Nun, im gewissen Sinne war das ja gar nicht gelogen. Essen machte mich wirklich krank. Nur wenn ich es ausgekotzt hatte, fühlte ich mich besser. Dass ich nachhelfen musste, um das Essen wieder loszuwerden, musste niemand wissen. Das Letzte, was ich gebrauchen konnte, war, dass Tante Claire mich zu einem verdammten Psychiater schickte. Aus mir unerfindlichen Gründen wanderten meine Gedanken zu Kent. Die Art, wie er mich angesehen hatte. Ich hatte nie zuvor Schmetterlinge in Gegenwart eines Jungen gehabt. Im Gegenteil. Sie widerten mich an. Manche jagten mir Angst ein. Kent war ein Typ, der beides in mir auslösen sollte. Widerwillen und Angst. Doch aus irgendeinem Grund war das nicht der Fall. Das beunruhigte mich. Machte mich nervös. Beth’ Freund Nate hingegen jagte mir Angst ein. Er hatte eine Dunkelheit an sich, die mir eiskalte Schauer über den Rücken laufen ließ. Ich würde mich nicht wundern, wenn der Kerl kleine Welpen zum Vergnügen folterte. Er und Bethany schienen so gar nicht zusammen zu passen. Auch wenn sie beide offensichtlich reich und oberflächlich waren. Bethany war die typische Barbie. Alles aus Plastik. Ich war mir sicher, dass ihre Möpse vom Chirurgen stammten. Ihre Lippen schienen auch viel zu voll, um echt zu sein. Und dann diese unmöglichen, falschen Wimpern und Acrylnägel. Ihre Bräune war zu gelb, was mich vermuten ließ, dass sie aus der Sprühflasche kam. Ja, Kerle fanden sie sicher attraktiv. Die interessierten sich wahrscheinlich weder dafür, ob die Schönheit natürlichen Ursprungs war, noch, ob die Barbiepuppe eine Seele oder ein Herz besaß. Oder Gehirn. Ich hatte meinem Leben mit Tante Claire und Bethany mit Unwohlsein entgegen gesehen, doch nicht nur hatte sich mein schlechtes Gefühl bestätigt, es schien sogar noch schlimmer zu sein, als ich mir ausgemalt hatte. Ich konnte nur hoffen, dass die Zeit bis zu meinem achtzehnten Geburtstag schnell vergehen würde, dann konnte ich von hier verschwinden. Ich mochte zwar so gut wie mittellos sein, doch ich würde schon irgendwie über die Runden kommen. Und wenn ich als Kellnerin in einem dreckigen Diner arbeiten und in einer Bruchbude hausen musste. Wenigstens wäre ich dann auf mich selbst gestellt.
Kapitel 2
Kent
Den ganzen Abendmusste ich mir das Geflenne von Beth anhören. Selbst Nate schien die Schnauze voll zu haben. Warum der Idiot die Schlampe nicht längst abgesägt hatte, wollte mir nicht in den Schädel gehen. Als wenn sie eine goldene Möse hatte. Wahrscheinlich war ihr Mund wie ein Staubsauger, dass Nate es so lange mit ihr aushielt. Ich sollte dem armen Trottel mal klarmachen, dass andere Mädels auch gute BJs gaben. Bonnie zum Beispiel. Best Deep Throat meines Lebens. Die Braut hatte den besten Mund, mit dem Mister D jemals Bekanntschaft gemacht hatte. Wenn sie nur nicht so eine Schlampe wäre, dann hätte ich sie als Freundin in Erwägung gezogen. Doch die Braut könnte ihre Beine nicht zusammen kneifen, wenn ihr Leben davon abhängen würde. Eine Nympho wie sie im Buche stand.
Ich streifte mir die Klamotten vom Leib, während ich zum Badezimmer ging. Ich stellte die Dusche an und stellte die Temperatur ein, ehe ich in die Kabine trat und die Glastür hinter mir schloss. Mit einem Seufzen schloss ich die Augen und legte den Kopf in den Nacken, um das Wasser über mein Gesicht rinnen zu lassen. Mann, ich hatte den ganzen Abend an die Kleine denken müssen. Abigail. An ihr schien alles echt zu sein. An unserer Schule hatten die meisten Weiber seit ihrem sechszehnten Geburtstag Ballon-Titten. Ich wusste schon gar nicht mehr, wie sich Natur-Möpse anfühlten. Und Abby hatte ein Paar, das ich gerne mal abfühlen würde. Klein, aber fest. Welche Farbe ihre Nippel wohl haben mochten? Fuck. Ich sollte nicht an die Kleine denken. Jetzt hatte ich eine schmerzhafte Latte. Ich lehnte mich mit dem Rücken gegen die Fliesen und schloss meine Faust um meine harte Länge. Ein Stöhnen kam über meine Lippen. Ich stellte mir vor, wie eng Abbys Möse sein würde. Wie gut sie sich anfühlen würde, wenn sie meinen Schwanz fest umschloss.
„Fuck!“, knurrte ich, meinen Schwanz fester packend.
Ich begann, meinen Schaft mit festen, beinahe brutalen Bewegungen zu wichsen. Mein Atem kam stoßweise und mein Herz raste wie blöd. Mann, noch nie hatte der bloße Gedanke an ein Mädchen mich so aufgegeilt. Ich knurrte, als ich kurz vor dem Explodieren stand. Ich wichste härter. Schneller. Schmerz mischte sich mit Lust. Ein Kribbeln rann meine Wirbelsäule entlang und meine Bälle zogen sich zusammen, dann kam ich mit einem lang gezogenen: „Fuuuuck!“
Ich kam so hart, dass ich Sterne vor den Augen tanzen hatte und meine Knie nachzugeben drohten. Fuck! Was war das? Ich hatte das Mädchen heute zum ersten Mal gesehen. Dies war absolut lächerlich. Das war nicht ich. Vielleicht sollte ich mir die Kleine mal richtig vornehmen und sehen, ob diese verrückte Obsession mit ihr weg ging, wenn ich sie erst einmal gehabt hatte.
Lunch. Irgendwie hatteich es geschafft, der Neuen nicht über den Weg zu laufen. Und ich hatte auch nicht nach ihr Ausschau gehalten. Okay, vielleicht hatte ich den einen oder anderen Blick in die Runde geworfen. Nur, um sicher zu sein, dass ich ihr aus dem Weg gehen konnte.
Ja, ja, verarsch dich selbst, warum nicht?, warf meine innere Stimme voller Sarkasmus ein.
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