Tina Glockenbach - Pausenbrot und Tintentod

Здесь есть возможность читать онлайн «Tina Glockenbach - Pausenbrot und Tintentod» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Pausenbrot und Tintentod: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Pausenbrot und Tintentod»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Autorin lebt mit ihrer Familie im Herzen Münchens und setzt die Grundschulzeit ihrer Tochter auf humorvolle und sarkastische Weise in Szene. Die Geschichte beginnt am ersten Schultag ihrer Tochter und endet mit dem Übertritt auf die weiterführenden Schulen, stets gewürzt mit einer Prise Ironie und einem Schuss Münchner Lebensart.
Eine kabarettistische Lektüre für Eltern, die sich in dem Buch wiederfinden werden, sobald ihr Nachwuchs eingeschult wird.

Pausenbrot und Tintentod — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Pausenbrot und Tintentod», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Das einzige Mädchen aus ihrer Klasse, die auch den Hort besucht ist die Nelly. Die restlichen Mitschüler sind entweder in einem anderen Hort oder in der Übermittagsbetreuung untergekommen. Nelly wird im Laufe des Schuljahres Julias beste Freundin werden. Da sich Julia dort anscheinend wohl fühlt, ist das Thema für Hannes vorerst erledigt.

Wir marschieren wieder ab, diesmal zum Italiener, Mittagessen. Gegen 15 Uhr holen wir Julia vom Hort. Die Kinder sitzen im lauschigen Innenhof. Dort befindet sich immerhin ein kleiner Spielplatz und es werden Weintrauben angeboten. Julia bedankt sich artig für die Trauben und greift zu. Sandy schaut verwirrt und nuschelt: „Also bei uns braucht hier keiner extra danke zu sagen.“ Zum Glück hat der Hannes das jetzt nicht mitbekommen.

Zu Hause feiern wir noch ein wenig mit der Gerti. „Die Frau Herzig meinte, ich habe mein Kleid verkehrt ʼrum an,“ meint die Julia. Gerti schaut auf. Das Kleid sieht vorne und hinten gleich aus, nur auf der Vorderseite hat es Taschen.

„Das passt so, die Taschen gehören nach hinten, wie bei einer Jeans, so ist der Trend, den kennt die Frau Herzig noch nicht, weil Lehrerinnen sind nicht trendy.“, beschwichtige ich, bevor die Gerti merkt, dass ich ihrer Enkeltochter am ersten Schultag tatsächlich das Kleid verkehrt herum angezogen habe.

Julia muss als erste Hausaufgabe ihre Schultüte zeichnen. Sie findet allerdings keine Ruhe, möchte lieber Kuchen essen und mit der Gerti spielen. Sie hat übrigens noch nie besonders gerne gezeichnet, vermutlich weil ich es als Illustratorin in ihren Augen eh besser kann und hat daher auch absolut keine Lust.

„Das geht ja schon gut los“, denke ich mir.

Gerti gelingt es schließlich, sie zu ermutigen, es wenigstens zu versuchen. Selbstverständlich gebe ich als Illustratorin auch noch meinen Senf dazu: „Eine weiße Schultüte auf einem weißen Papier ist aber nicht gerade plakativ. Schneide die doch aus und klebe sie auf ein farbiges Papier, das ist viel effektvoller.“ Gesagt, getan und das Ergebnis lässt sich durchaus sehen. Julia gibt es dann aber am nächsten Tag doch nicht ab, weil sie findet, ihre Zeichnung passe gar nicht zu den anderen. Als einzige auf blauem Untergrund, das würde zu sehr herausstechen und genau das war ihr peinlich. Stattdessen erzählt sie der Lehrerin, sie hätte die Hausaufgabe vergessen.

Pausenbrot und Tintentod - изображение 2

ABC

Am folgenden Tag sind wir bereits zum ersten Elternabend geladen. Ich bringe die Zeichnung der Schultüte mit und erklärte Frau Herzig die prekäre Situation. Sie soll ja nicht gleich denken, dass unsere Julia eine Schlamperliesl ist. Weil wenn man schon am Anfang so einen unguten Eindruck hinterlässt, dann hängt einem der am Ende ewig nach.

Als feinfühlige Pädagogin zeigt sie natürlich vollstes Verständnis. Die Zeichnung hängt nun bei den anderen Schultüten und ist auch von der letzten Schulbank aus betrachtet noch sehr plakativ.

Der Elternabend verläuft so weit ganz gemütlich, einige Leute kennt man bereits aus dem Kindergarten. Wir bekommen mitgeteilt, dass wir bitte unsere drei Schulbücher beschriften sollen. Zum Glück gibt es auch noch keine Ansage was man mit den Kindern alles so üben soll. Frau Herzig ist nämlich der Meinung, in den ersten beiden Schuljahren soll man die Kinder bitte komplett in Ruhe lassen und rein gar nichts zusätzlich üben, damit ihnen für die Dritte und Vierte genügend Kraft bliebe. Das käme alles noch früh genug mit dem Übertrittsstress, nicht dass den Kindern vorher schon die Lust an der Schule vergeht. Rasch werden noch die Elternsprecher gewählt, es finden sich zum Glück gleich zwei Freiwillige, die wahrscheinlich hoffen, als Elternsprecher hätte ihr Kind sicherlich irgendwelche Vorteile, vielleicht bekommt es sogar den Übertrittsschein gratis und man verabschiedet sich.

Eines Nachmittags sitze ich gemeinsam mit anderen Eltern im Eislaufstadion. Julia fährt nämlich im Eiskunstlaufverein. Nicht professionell, sondern rein hobbymäßig. Weil bei den Leistungssportlern muss man täglich stundenlang trainieren und sitzt Sommer wie Winter mit überehrgeizigen, vorwiegend russischen Müttern im Stadion. Natürlich holen die Russinnen oft die Goldmedaille, das kann man mit Bayern überhaupt nicht vergleichen. Dort herrschen ganz andere Prioritäten. Sport ist Karriere und die Schule läuft nebenher. Gerade der Eiskunstlaufsport wird ja heutzutage immer abartiger. Die Mädchen immer jünger, die Sprünge immer höher, die Pirouetten immer schwieriger, die Mütter immer stolzer und wofür? Da widmen die Kinder ihr komplettes Leben dieser einen Sache und sitzen bei der Olympiade weinend auf dem Bankerl, nur weil sie einmal verkanten oder womöglich vor der ganzen Welt auf dem Allerwertesten landen und folglich die Enttäuschung ihrer Eltern, des Präsidenten, ihres ganzen Landes und der Welt fürchtend. Hinfallen tut ja fast jede zweite bei der Kür wegen der Nerven, ich kann es gar nicht mit anschauen. Hinterher fließen dann die Tränen, weil es wieder mal zu wenig Punkte gab. Also sparen wir uns das gleich von vornherein und begnügen uns mit dem einstündigen Wochenprogramm. Für Bayern tuts das schon.

Neben mir sitzt ein vielbeschäftigter Vater. Seit einer halben Stunde sehe ich ihn aus dem Augenwinkel schwungvoll hantieren. Schick ist er nicht, also kann er schon mal kein Geschäftsmann sein, vielleicht ist er gar ein Autor, wenn er so viel schreibt, oder ein Lehrer, weil er nachmittags Zeit hat hier zu sitzen und nicht im Anzug daherkommt wie ein BWLer? Neugierig lure ich zu ihm hinüber und erkenne, dass er in einem Erstklass- Schreibübungsheft wie wild herumradiert und misslungene Buchstaben ausbessert. Das kann kein Lehrer sein, der würde mit dem Rotstift korrigieren, nicht mit dem Radierstift. Alles, was über die Linie hinausläuft, wird akribisch eliminiert.

So einen Radierstift benutzen eigentlich nur Künstler, aber auf die Idee bin selbst ich jetzt noch nicht gekommen, die ersten Schreibübungen meines Kindes damit in eine Reinzeichnung zu verwandeln. Ich kann mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Der Mann fühlt sich gleich ermuntert und spricht mich an:

„Ja, das muss er schon ordentlich machen!“

Mit „ er “ ist sein Sohn gemeint.

„Ja, ER aber doch nicht SIE !“, entgegne ich schmunzelnd.

Da erzählt er mir stolz, dass sie täglich gemeinsam überlegen, welche Gegenstände sie in sein Buchstabenheft zeichnen und dass er hinterher alles Korrektur liest. So ein Buchstabenheft geht von A bis Z und bei jedem Buchstaben zeichnet man diverse Begriffe, die mit dem jeweiligen Buchstaben beginnen. Also A wie Affe, man zeichnet einen Affen und verschiedene andere Dinge mit A und schreibt die Begriffe daneben. Auch hier radiert er drumherum und verbessert sogar die Rechtschreibung. Ich frage mich schon länger, jetzt sind die meinetwegen erst beim Buchstaben E angelangt, wie kann man dann in dem Stadium das Wort Ente selbständig schreiben, wenn die restlichen Buchstaben offiziell noch gar nicht dran waren?

Jetzt muss man erwähnen, dass die Kinder heutzutage ganz frei von Rechtschreibregeln die Freude am Schreiben entdecken sollen und wenn die Eltern da mitmischen und korrigieren, ist das negativ für das Selbstwertgefühl und man verdirbt denen den ganzen Spaß. So hat es uns die Frau Herzig jedenfalls erklärt, damit wir uns da ja nicht einmischen!

Ich sehe ihn jeden Mittwoch Nachmittag radieren, mit ernster Miene, äußerst konzentriert immer sehr beschäftigt mit den Hausaufgaben, während sein Sohn Pirouetten trainieren muss bis er speibt.

Keinesfalls möchte ich auch nur annähernd so sein wie dieser Herr im Stadion, daher halte ich mich weitgehend raus. Selbst als die Julia beim Buchstaben P eine scheinbar überdimensionale Weißwurst quer über die Doppelseite kritzelt.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Pausenbrot und Tintentod»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Pausenbrot und Tintentod» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Pausenbrot und Tintentod»

Обсуждение, отзывы о книге «Pausenbrot und Tintentod» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x