Socheat Chorn, Franz Roither - Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha

Здесь есть возможность читать онлайн «Socheat Chorn, Franz Roither - Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dieses für den deutschsprachigen Raum fast unikale Buch enthält die frei nacherzählten Inhalte kambodschanischer Märchen und Sagen. Ein Großteil der Geschichten wurde ausführlich nacherzählt. Ein Teil der Mythen wurde in zusammenfassender Form inhaltlich wiedergegeben. Jeder Geschichte ist ein landeskundlicher Teil vorangestellt, der zwar nur in loser Verbindung zu den nachfolgenden Inhalten steht, im Zusammenhang mit den Märchen- und Sagentexten jedoch ein besseres Bild von den Eigenheiten Kambodschas ergibt.

Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Hier lebte ein recht gebildeter Mann namens Thon Chej ziemlich glücklich und zufrieden. Aber der Wind des Schicksals sollte ihn bald in den kalten Norden wehen. Irgendwie scheint unser Held Thon Chej den Unwillen des Khmer-Königs erregt zu haben. Auf jeden Fall war er so verärgert, dass er Thon Chej aus seiner schönen warmen kambodschanischen Heimat ins kalte chinesische Exil schickte. Thon Chej war natürlich einige Zeit lang sehr traurig und litt in der Fremde unter fürchterlichem Heimweh, aber langsam legte sich sein Schmerz und er begann, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Thon Chej war nicht nur ein gebildeter Mann sondern auch ein guter Koch. Und so begann er mit der Produktion und dem Verkauf von Num Banh Chok. Was das ist? Das sind kambodschanische Nudeln. Fadennudeln, um genau zu sein. Und so etwas kannte man damals gar nicht im chinesischen Reich. Jawohl, Thon Chej hatte mit seiner scharf-würzigen Num Banh Chok-Suppe eine Marktlücke entdeckt und den Geschmack der chinesischen Massen getroffen. Warum dem so war? Dazu müsst ihr wissen, dass Beijing vor allem im Winter bitter kalt werden kann… und Thon Chej’s raffiniert arrangierte Suppen weckten in den Beijingern die Erinnerung an den Sommer, an laue Mondnächte und an generell bessere Zeiten. Und so war es kein Wunder, dass man in ganz Beijing nur in den höchsten Tönen über das Aroma, den Geschmack und die Finesse der Thon-Chej-Suppen sprach.

Doch kehren wir zurück zu unserem traurigen Kaiser Wu. Sein Hundekopf hatte ihn bewogen, den Befehl auszugeben, dass niemand, aber auch gar niemand seinen Hundekopf sehen dürfte. Die Geschichten rund um den Kaiser Wu kamen natürlich auch unserem berühmten Nudelkocher zu Ohren. Anfangs gab er nichts auf das Geschwätz seiner Kunden, aber in einer besonders bitterkalten Beijinger Nacht wurde der Wunsch, in sein Heimatland Kambodscha zurückzukehren, übermächtig… und ein waghalsiger Plan reifte in ihm…

Da traf es sich gut, dass Kaiser Wu, Wu mit dem Hundekopf, in einer besonders traurigen Phase wütend nach neuen Essensgenüssen rief, um seinen Weltschmerz wenigstens ein wenig zu betäuben. Und drohend rief er seinen vor ihm herumkriechenden Untertanen zu, dass Blut, viel Blut, fließen würde, wenn nicht ein wenig Ab­wechslung auf den Tisch käme. Unsere tausend Köche liefen wie aufgescheuchte Hühner durch die Kochhallen, wälzten dicke Bücher, schlugen sich gegenseitig verwegene Rezepte vor… um sie anschließend als sinn- und nutzlos zu verwerfen und versanken schlussendlich in eine erschöpfte Resignation… sich den bevorstehenden Tod in den buntesten Farben ausmalend. Es wird wohl eine einfache Küchenmagd oder ein Heizbube gewesen sein, der die Kochprofis auf die in China bisher komplett unbekannten Fadennudeln des Thon Chej aufmerksam machte. Und da keiner der tausend China-Köche Num Banh Chok zubereiten konnte, so war es nur natürlich, dass Thon Chej persönlich in den Verbotenen Palast kommen musste, um ihnen das Nudelrezept von Nudeln, die die Erinnerung an den Sommer, an laue Mondnächte und an generell bessere Zeiten wachzurufen vermochten, zu verraten. Ob Kaiser Wu irgendwann bessere Zeiten hatte? Wir können nur hoffen, dass ihn zumindest seine Mutter geliebt hatte.

Doch zurück zu Thon Chej. Der konnte sein Glück kaum fassen, als er von der Einladung in den Palast und seiner Aufgabe hörte, dem Kaiser eine Nudelsuppe zu kochen. Denn nun konnte er seinen gewagten Plan in die Tat umsetzen. Aber was war sein Plan? Er wollte den Kaiser so sehr beleidigen, dass der ihn, so wie der Khmer-König, des Landes verweisen würde. Er durfte Kaiser Wu aber auch nicht so sehr beleidigen, dass der ihn einen Kopf kürzer zu sehen wünschte. Eine gefinkelte Sache also. Außerdem war unser Thon Chej ein ziemlich neugieriger Kerl und wollte wissen, wie so ein Mensch mit einem Hundekopf aussehen würde.

Und so kam es, dass unser vorwitziger Kambodschaner den China-Köchen das Märchen erzählte, dass nur er, und nur er, in der Lage sei, Kaiser Wu die Suppe so zu verabreichen, wie es im fernen Khmer-Reich üblich sei.

Kaiser Wu hatte es seinen Untertanen ja leicht gemacht, dass sie sein Hundegesicht nicht sehen konnte. Er saß tagein-tagaus auf ein­em unendlich hohen Thron, dem sich die Diener und Dienerinnen nur kriechend und mit dem Kopf nach unten nähern durften. Thon Chej ließ den Kaiser nun wissen, dass seine Nudeln nur folgendermaßen gegessen werden durften, wollte man die gesamte Geschmacksbreite und alle ihre Nuancen erfahren. Zuerst müsse sich der Esser nach hinten beugen, den Kopf so weit wie nur möglich in den Nacken legen und den Mund bis zum Anschlag aufreißen. Dann würde er, und nur er, die von ihm zubereiteten Nudeln aus der Schüssel fischen und sie langsam von oben in den sperrangelweit offenen Mund gleiten lassen. Dann wäre es wünschenswert, dass der liebliche Kaiser, so sprach Thon Chej schelmisch lächeln, maximal drei Mal kauen würde, bevor er, Thon Chej, einen Löffel Suppe nachschütten würde und Kaiser Wu dann endlich schlucken dürfe. So, und nur so, würde Num Banh Chok in seiner Heimat von den höchsten Herrschern zu sich genommen werden.

Wie wir uns alle vorstellen können, war Kaiser Wu von der Vorstellung gar nicht angetan, dass er sich vor einem ihm fremden Menschen so füttern lassen solle… und noch weniger behagte ihm die Vorstellung, dass nach Jahrzehnten wieder einmal ein anderer Mensch sein Hundeantlitz sehen solle.

Lange überlegte Kaiser Wu hin und her, aber schlussendlich siegte seine Neugier, wie denn diese wundersame Nudelsuppe schmecken würde, dass er den Forderungen von Thon Chej zustimmte.

Wir alle haben natürlich schon begriffen, dass Thon Chej diese Geschichte nur erfunden hatte, um einen ausgiebigen und genauen Blick in das Hundegesicht werfen zu können… und um eine Beleidigung auszusprechen, die ihn wieder in seine geliebte Heimat bringen würde.

Endlich war der Moment gekommen, dass Thon Chej in den kaiser­lichen Palastküchenhallen seine berühmte Nudelsuppe zubereitete, sie in eine Porzellanschüssel gab, zwei Stäbchen und einen Porzellanlöffel dazulegte und sich vor den kaiserlichen Thron begab. Kaum sah Kaiser Wu unseren wagemutigen Koch, da legte er sich im Thron weit zurück, warf den Hundekopf in den Nacken, riss den Mund weit auf… und wartete auf die himmlischen Genüsse, die da kommen sollte. Thon Chej kletterte den kaiserlichen Stuhl hinauf und konnte sich ein Lachen kaum zurückhalten. Der dicke Kaiser sah aber auch zu komisch aus, wie er da im Thron lag und seinen Mund wie ein Verdurstender weit aufriss. Leider kam unser armer Kaiser Wu nicht in den Genuss der himmlischen Nudeln, denn kaum stand Thon Chej neben ihm, da murmelte er so laut, dass es Wu einfach hören musste: „Der Kaiser von China hat ja einen Hundekopf – ganz im Gegenteil zum Khmer-König, der ein so wunderbar lächelndes Gesicht wie ein Vollmond hat!“

Als Kaiser Wu das hörte, da wurde er furchtbar wütend, schlug dem Koch die Schüssel aus der Hand und brüllte in seinem seelischen Schmerz: „Gefängnis! Ins Gefängnis! Ins kälteste Gefängnis Beijings mit diesem Hund! Er hat es gewagt ins kaiserliche Gesicht zu blicken und mich zu beleidigen! Ins Gefängnis!“

Tja, der Plan von Thon Chej war wohl gescheitert… und eine Rück­kehr ins ferne Kambodscha wohl für den Rest seines Lebens ausge­schlossen. Er saß nun in einem Gefängnis, in dem es bitter kalt war. Um nicht zu erfrieren, ärgerte Thon Chej seinen Mitgefangenen immer wieder so sehr, bis sich dieser auf ihn stürzte und beide miteinander zu ringen begannen. So konnten sie sich so warm halten, dass sie der Kälte nicht erlagen.

Der handwerklich sehr geschickte Thon Chej nutzt außerdem seine Zeit, um kleine Tonfiguren anzufertigen. Baumaterial hatte er ja genug, denn sein Zellenboden bestand ausschließlich aus gefrorener Erde. Dazu musste er aber auf sein Material urinieren, um es formbar zu machen. Die so gefertigten Statuen gab er durch die Gitterstäbe einem kleinen chinesischen Jungen, der sie gegen Bambusstücke und ein wenig rotes Papier eintauschte. Und aus diesen Materialien baute sich der arme und frierende Thon Chej einen Khleng Ek – einen kambodschanischen Musikdrachen. Diesen Drachen zwängte er nun jede Nacht durch die kalten Gitterstäbe seines Gefängnisses hindurch und ließ ihn in den nächtlichen Winterhimmel über dem kaiserlichen Palast steigen, wo der Drache sein trauriges Lied von einem Leben in wärmeren Gefilden anstimmte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha»

Обсуждение, отзывы о книге «Mythen, Märchen und Legenden aus Kambodscha» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x