Michael Nolden - SAVANT - Flucht aus Niger 2

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SAVANT - Flucht aus Niger 2: краткое содержание, описание и аннотация

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Nathalie Pagnol, ihre Kinder Pascale, Claude und César, die Pflegeaffen, Ix, Vau und Zet sowie der UN-Mitarbeiter Eddie Trick und sein langjähriger Freund Bertrand Forbach befinden sich weiter auf der Flucht. Am zweiten Tag der Reise ziehen sie heimlich unter der Führung befreundeter Tuareg durch das Aïr-Gebirge, als die kleine Karawane, noch in der Nacht, aus dem Hinterhalt angegriffen wird. Über ihr Ziel lassen die Fremden keinen Zweifel. Ihr Auftrag lautet, einen der Jungen zu entführen. Aber keiner der Flüchtigen ist bereit aufzugeben…

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Ich schaue an mir herab, sehe die aufgesetzten Taschen auf Ober- und Unterschenkeln und reiße diese nacheinander ab. »Die sollten brennen. Haben wir einen Stock oder so?«

Der Hausa drückt mir den aufgeriffelten Gürtel in die Finger. »Nicht weit weg war ein vertrocknetes Gebüsch.« Daraufhin verschwindet er talabwärts in der Nacht.

Ein Schluchzen erreicht uns aus dem Bodenspalt.

»Nathalie«, sagt Antoine leise. »Claude schafft das.« Der ausgerollte Turban und der Stoffrest werden von ihm sorgsam miteinander verbunden. Probehalber zieht er an dem Ergebnis. Auf einen Wink von ihm reiche ich aus der Hocke Gürtelseil und die abgerissenen Taschen zu ihm hinab. Er und Nathalie verfallen in einen schnellen Dialog. Ein neuerliches Klopfen treibt die beiden an.

»Das ist zu schwach. Das reißt doch, wenn Claude daran hängt.«

»Nathalie. Zuerst Vau. Wenn wir mit dem Seilende auf uns aufmerksam machen? Wir ziehen Vau nach oben. Als Test?«

»Und wenn das Provisorium nur den Test übersteht?«

Meine Finger graben sich in die trockene Erde.

Samir will nicht länger zusehen. »Kann hier nichts helfen«, meint er. Die ungewohnte Unruhe in seiner Stimme jagt mir einen gehörigen Schrecken ein. Ich hielt ihn mit seinem Gegrinse für den Joker der Wüste. Nun steht er da wie ein verlorenes Wüstenkind. »Ich mag das nicht. Wir brauchen die Kamele. Die Ausrüstung.«

Steinchen lösen sich nicht weit hinter uns. Guillaume hastet wackelig auf dem lockeren Untergrund heran, einen Strauß krummer Hölzer auf den Armen. »Äste!«, jammert er enttäuscht, »bloß morsche Äste!« Samir macht ein ernstes Gesicht. »Dachte ich mir. Ich muss meine Brüder zurückholen. Bei den Kamelen finde ich besseres. Ich eile!« Spricht er und jagt in die Dunkelheit davon.

Bertrand bewegt sich auf Knien zu mir. Er faltet die Hände ordentlich auf den Oberschenkeln. »Wir müssen weiter«, betet er den befürchteten Satz herunter. Leise, bestimmt natürlich, nach Gutsherrenart.

»Wir haben keine Wahl. Bertrand, wir können hier nicht weg.« Ich imitiere seinen Tonfall, augenscheinlich besser, als ihm lieb ist. Der arrogante Zug um seinen Mund zerknittert ordentlich. »Ganz gleich, was oder wer das in dem Hubschrauber war, wir können diese Leute nicht im Stich lassen.« Beinahe höre ich mein eigenes heiseres Flüstern kaum.

Ausgesuchte Hölzer werden von Guillaume zu einem Strauß zusammengebunden. Antoine hat ihm ein paar Riemen des Gürtels gegeben. Ein Ärmel seines Hemdes bildet am langen Ende der knorrigen Stöcke das Nest für die spätere Fackelflamme.

»Es redet keiner von Im-Stich-Lassen. Die Leute benötigen nicht alle Kamele. Und nicht alle Targi als Führer.« Ol' Blue Eyes redet immer leiser. »Wir können uns aufteilen. Wenn wir jetzt noch Samir folgen –« Seine Überredungstirade wird im schönsten Konzernsingsang unterbrochen.

»Die Männer wollen gehen!«

Guillaume entzündet die Fackel mit dem Feuerzeug. Die Flamme ist mickrig, aber tröstlich.

Der blinde Junge beugt sich schaukelnd vor. Der Pavian raunzt in Richtung meines französischen Freundes, der sofort eine Handbreit zurückweicht. »Die Männer wollen gehen!«, wiederholt das Kind. Die Fackel leuchtet Bertrands Gesicht an. Er sieht überrascht aus. Ein Lächeln schafft es nicht, den Grimm in Guillaumes Miene zu entkräften. Ich halte mich raus.

»Das hast du falsch verstanden, Junge«, sagt Ol' Blue Eyes schauspielerisch durchaus ansprechend. »Wir wollen nicht gehen.«

Blinde Augen richten sich auf den Franzosen aus. »Lüge!«, höre ich die gezischte Anklage. Zugleich entblößt der Pavian langsam die Eckzähne, vor schummriger Lichtquelle in Alien-Manier, in Zeitlupe geifernd. Dracula würde vor Neid noch blasser. Oh, ja! Da soll sich Bertrand definitiv schön allein herausreden!

[Nathalie Pagnol]

Die Nacht rennt davon. Guillaume hat mir die Fackel angereicht. Im düsteren Schein der zappelnden Flamme zeigt mir meine Uhr, dass es auf 3:30 Uhr zurast. Oben streiten der Franzose und der Amerikaner kurz. Pascale hat sie zuvor belauscht. Sie wollten ohne uns weiter. Sollen sie! Ich brauche sie nicht. Wir brauchen sie nicht! Meine Freunde sind Antoine und Guillaume. Auf sie ist Verlass. Auf Samir noch dazu. Nach Antoines Worten zu urteilen. Die beiden Fremden da brauchen wir nicht! Vom eigenen Groll bestärkt krieche ich an den Rand des schmalen Schachts. Das Feuer beleuchtet eine Öffnung im Gestein, in die nur ein Kind hineinpasst. Und ein Affe. Kleine Fetzen des brennenden Stoffs lösen sich, fallen entflammt ein paar Zentimeter und verpuffen zu Asche und Rauch. Ich muss aufpassen, damit sich die Fackel nicht über dem Schacht vollends in ihre Bestandteile auflöst. Weiterhin ist nichts zu sehen, doch unten muss den beiden das Licht aufgefallen sein. Es klopft und Vau schickt ein leises – sehr leises – Kreischen in die Höhe.

»Vau?«

Wir haben diese Situation nicht mit ihm geübt. Wem von uns wäre etwas derartiges in den Sinn gekommen? Er ist dort unten an der Seite meines Sohnes, und ich – ich rufe: »Traumkind!« Ich schreie: »Traumkind!« Ich stoße dieses eine Wort aus und weiß doch nicht, was ich so erreichen will? Hier gibt es keine Tür zu öffnen! Über mir ersterben die Wortfetzen. »Traumkind!« Das Wort hallt in die Tiefe, halb Hilferuf, halb Wunschformel. »Traumkind! Hörst du nicht? Traumkind!« Ich warte. Kein Klopfen zur Antwort, aber auch sonst kein Geräusch schallt aus der Tiefe. An Aufgabe ist nicht zu denken, und ich rufe: »Traumkind!«

Vau antwortet. Es klingt merkwürdig dumpf. Als würde er seinen Standort verändern. Sie dürfen die Stelle, an der sie sich befinden, nicht verlassen! Habe ich Claude nicht beigebracht, wie er sich verhalten soll, wenn einmal der Kontakt verloren geht? Warten. Ausharren und warten. Ich komme ihn holen! Immer!

»Vau? Vau! Vau! Antworte!«

Der Platz neben mir ist dürftig, aber Antoine quetscht sich zwischen den Fels und mich, packt meine Schultern. »Vorsichtig, Nathalie.« In der Enge unseres miserablen Verstecks höre ich seine Stimme neben meinem Ohr. »Du würdest im Schacht stecken bleiben. Das wäre –«

»Du musst nicht weitersprechen«, erwidere ich nahezu tonlos. Nach einem Kopfschütteln drücke ich Antoines Hand. So will ich Zuversicht übermitteln.

Oben klatscht Haut gegen Haut. Eine Ohrfeige? Es hört sich danach an. Eine zweite folgt. Lauter. Diesmal begleitet von einem empörten Stöhnen des Franzosen.

»Was ist da oben los? Hallo? Sprecht mit uns!«

»Gar nichts«, antwortet der Amerikaner, »ein kleiner Disput. Hat sich erledigt. Bertrand bleibt!«

Der – nach eigener Aussage – UN-Kollege beugt sich kniend mir entgegen. Winzige Lichtflecke sausen an seinem Kopf vorbei. Keiner erhellt ihn richtig, und ich will nicht näher mit der Fackel an ihn heran, weil Antoine das Licht benötigt. Mein Freund rollt das Seil um seinen Unterarm auf und behält das Ende samt einer locker geknoteten Schlinge in der Hand. »Was?«, frage ich den Amerikaner, obwohl mich das Theater über uns nicht interessiert.

»Sie müssen es dem Jungen ausreden?«

»Was soll ich?« Perplex versuche ich hinter seinem Schweißgeruch ein Gesicht, eine Mimik oder wenigstens ein Paar Augen zu sehen.

»Mama?« Ein abgrundtief traurig gehauchtes Wort inmitten all der Geräusche, von denen jedes in meinen Ohren wie ein Überschallknall rauscht. »Mama?«

»Ja, César, Schatz, was ist?«, frage ich, und eine Ahnung beschleicht mich.

[Eddie Trick]

Der Junge tickt nicht richtig, mit dieser Idee jetzt um die Ecke zu kommen! Politisch nicht korrekt formuliert, aber das ist mir scheißegal. Das ist nicht das Schlimmste an der Sache! Es macht mich fassunglos, dass diese Frau, diese Nathalie, den wahnwitzigen Plan eines Kindes umsetzen will. Für jedes andere Kind wäre es eine halsbrecherische Angelegenheit, für das hier ist es einfach unverantwortlich. Ach, was rede ich mir ein?! Die Frau hat drei halbwüchsige Jungen in die Wüstenei geschleppt, tagsüber Glutofen, nachts Gefrierfach. Die Frau hat ein ganzen Satz Schraubenschlüssel locker!

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