Michael Nolden - SAVANT - Flucht aus Niger 2

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SAVANT - Flucht aus Niger 2: краткое содержание, описание и аннотация

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Nathalie Pagnol, ihre Kinder Pascale, Claude und César, die Pflegeaffen, Ix, Vau und Zet sowie der UN-Mitarbeiter Eddie Trick und sein langjähriger Freund Bertrand Forbach befinden sich weiter auf der Flucht. Am zweiten Tag der Reise ziehen sie heimlich unter der Führung befreundeter Tuareg durch das Aïr-Gebirge, als die kleine Karawane, noch in der Nacht, aus dem Hinterhalt angegriffen wird. Über ihr Ziel lassen die Fremden keinen Zweifel. Ihr Auftrag lautet, einen der Jungen zu entführen. Aber keiner der Flüchtigen ist bereit aufzugeben…

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Die Geschwindigkeit, mit der die Affen den Gefangenen umschwirrten, auf ihm herumkletterten, ihn malträtierten, bissen und rissen, hatte etwas von einem Bienenschwarm.

Die schwarzen Knopfaugen des Anubispavians lagen unter einem schmalen Überaugenknochen. Sehr langsam bleckte der Affe die Zähne, gewaltige Hauer, natürliche Krummdolche, inmitten einem in einer theatralischen Pose geöffneten Maul. Speichelfäden zogen sich zwischen den Zahnreihen in die Länge, bis sie spritzend zerplatzten. Sein Blick war auf die Jungen hinter mir gerichtet. Ich drehte mich zu meinen Söhnen um. Seite an Seite standen sie nahe des Bettes und weitaus weniger ängstlich, als ich angenommen hätte. Unsere drei Affen, eng an sie gedrängt, zitterten unmerklich und mussten doch unter einer enormen Anspannung bei all den Ausdünstungen in der Luft stehen.

Es gab und gibt keinen fassbaren Beweis für meine Vermutung, wie ich sie jetzt nenne. In diesem Moment erkannte ich eine Verbindung meiner Jungen mit ihren ständigen Begleitern, dem von mir zusammengewürfelten Primatentrio. Und ich erkannte, dass sie ihm, dem Alphamännchen draußen, befahlen, dieses grausige Werk zu verrichten.

Einem Impuls folgend wedelte ich mit der flachen Hand vor ihren Augen herum. Die Kinder bemerkten mich nicht. Ich machte Antoine auf sie aufmerksam. Der schüttelte nur ratlos den Kopf, ehe ihn der nächste grauenhafte Laut zusammenzucken ließ. Ich stellte mich vor meine Söhne, kniete mich schließlich hin, umarmte sie alle drei auf einmal, verdeckte mit meinem Körper ihre Sicht auf das Massaker. Die Geräusche waren unbeschreiblich geworden. Ich kenne nichts Vergleichbares, noch will ich jemals wieder etwas wie in jener Nacht hören. In meiner Panik versuchte ich den Kindern die Ohren zuzuhalten. Jede neue Wunde am Körper des Mannes steigerte die Schreie in eine unerträgliche Sirene. Bald lag keine Pause mehr in seinem Schreien. Auf dem Gipfel der Marter, als ich wünschte, es würde endlich aufhören, vernahm ich eine Unterbrechung im Wüten der Paviane. Ich konnte nicht anders – meine Augen suchten die Szene auf dem Dorfplatz, wo das gewaltige Männchen einen Satz in den Pulk seiner Artgenossen tat. Bitte, dachte ich, rief nach diesem Gott, bitte, mach ein Ende. Aber nicht Gott ging dem Mann an die Kehle und zerfetzte sie. Es war ein rasch ausgeführter Biss, klammerartig, wie es Raubtiere machen, damit die Beute in jedem Fall stirbt, indem die Reißzähne die Luftzufuhr unterbrechen. Je mehr Ruhe in die Horde einkehrte, desto vernehmbarer war das Schnaufen des Alphatiers. Maul, Nase, Kinn und Mähne glänzten vom Blut des getöteten Menschen. Ich wollte die Jungen in einen Winkel der Hütte drängen. Von dort aus hätten sie das Gemetzel nicht sehen können. Doch es gelang mir nicht, sie auch nur einen Millimeter zu bewegen.

[Eddie Trick]

Wer soll bei dem schiffsähnlichen Geschaukel schlafen? Die Nacht lädt zum Schlaf geradezu ein. Es ist friedlich. Ein Hollywood-Regisseur könnte das Himmelszelt über mir inszeniert haben, prächtig strahlend, diamantenhaft funkelnd über einem Drittewelt-La-La-Land. Als kleiner Bub besaß ich ein Kaleidoskop, das diesen Ausblick vorweg nahm. Der hier ist zweifelsohne schöner. Genießen kann ich ihn nicht. Diesen Totentanz auf einem Kamelrücken!

»Psst!« Bertrand hebt die linke Hand.

Samir, nur wenige Schritte vor uns, dreht sich herum, sieht zuerst den Franzosen an, dann mich, der – wie er höchstwahrscheinlich denken wird – erneut verdammt quengelig aus der dreckigen Wäsche schaut.

Bertrand fuchtelt herum; das sehe ich aus dem Augenwinkel. »Psst!« Das Zischen klingt dringlicher. Nein, ich will mich nicht damit befassen.

»Verflucht!« Der Grandseigneur verliert die Beherrschung. »Bist du taub?! Willst du mich verärgern?!«, hallt der gepresste Ruf über die Karawane für Arme hinweg.

Ob ich ihn ver-ärgern will, fragt er mich. Frenchy, der Benimmspaßvogel!

Die Targi nehmen den Franzmann ernst und bremsen den bockigen Amerikadeutschen – mich – auf seinem Dromedar aus. Samir verhehlt seinen Unmut über Bertrands Ausbruch nicht. Sein Kamel muss es ausbaden und fängt sich einen ungeduldigen Hieb mit einer Reitgerte ein.

»Bin ich der einzige, der das hört?« Bertrand reißt die Arme hoch, in unbestimmte Richtungen, gen Himmel, hinaus aus unserem kleinen Tal, in dem wir seit einer Weile unterwegs sind.

Ich horche widerwillig. »Da ist nichts.«

»Habe ich als einziger hier Ohren?!«, zetert der Franzose nun ungehemmt los. Ein vielfaches Echo knallt auf uns runter. »Samir!« Die zweite Silbe schwillt hysterisch an. »Hörst du nichts?«

Mittlerweile reckt jeder unserer Reisegesellschaft das Kinn lauschend in die Höhe. Der blinde Junge hingegen nicht. Er schwenkt den gesenkten Kopf herum und erinnert mich an eine altmodische Radarschüssel auf der Suche nach Resonanz. Ich höre immer noch nichts, aber ich will mich versöhnlich geben. »Nein. Da ist nichts, Bertrand. Was soll denn zu hören sein?«

Wütend starrt mich mein französischer Freund an. »Ein Geräusch! Ein fremdes Geräusch. Wie von – Trommeln.«

»Trommeln?« Bei dem trommelt's woanders, schießt es mir durch den Kopf. Die Schlussfolgerung erspare ich ihm. Aus Respekt. Das Alter darf von Zeit zu Zeit ausrasten oder Mist plappern.

»Trommeln?« Samir ist frecher und grinst Bertrand dreist mitten ins Gesicht.

Ol' Blue Eyes setzt einige Schimpfwörter ab, ohne dass ich sie genauer verstehen kann. Alles hört sich besser auf Französisch an, es mag also angehen, dass er sich ein wenig abreagiert. Samir zieht Bertrands Kamel am Zügel weiter.

»Halt! Sofort anhalten!«, ruft die weiße Frau. »Wartet!« Der Blinde ergreift ihre Hand. »Mein Junge hört es – hat es – aber wusste nicht, was es ist –« Er flüstert ihr ein paar Worte zu. »Es ist – muss ein –«

Kein Trommeln! Im nächsten Augenblick wissen wir alle, um welches Geräusch es sich handelt: Das Rotorengeräusch eines Hubschraubers. Die drei Targi gehen mehrere Schritte und postieren sich außerhalb der Gruppe, so dass sie die Eckpunkte eines fast gleichseitigen Dreiecks bilden. Sie sehen in die Höhe. Kurz darauf zeigt einer in die Richtung, die ich für Westen halte.

[Nathalie Pagnol]

Wir haben uns, die Kinder, Antoine, sein Schwager Guillaume und ich, mehr schlecht als recht unter den Felsvorsprung gekauert. Er ist nicht sehr tief; ein notdürftiges Versteck. Wir hocken nebeneinander. Leider kann ich so nicht zu allen Jungen den gleichen Kontakt halten. Ich muss mich strecken, sonst erreiche ich Césars Haarschopf nicht. Mein Streicheln soll ihn beruhigen; es wird ein nervöses Zupfen daraus. Zwei der Targi sind mit reiterlosen Kameln weitergezogen, das Tal entlang im Bogen nach Osten, weg von dem konsequent nahenden Geräusch. Nur Samir ist bei uns geblieben. Ich mache mir keine Illusionen darüber, wer so spät in der Nacht die Mittel hat, einen Hubschrauber in die Wüste zu entsenden – auf der Suche nach – ich will mich – uns, die Kinder und mich, nicht in den Mittelpunkt der Welt stellen. Es kann durchaus eine Militärpatrouille sein.

»César?« Mein Sohn sieht mich an. Er ist viel nervöser als die anderen. Ix bemuttert ihn sehr, ein deutliches Merkmal dafür, dass mit dem Jungen etwas nicht in Ordnung ist. »Keine Angst«, flüstere ich. »Wir überstehen das. Unsere Freunde helfen uns. Sag es auch Claude.«

César nickt müde. Seine Gestik ist nicht mehr so geschwind wie noch am Tage. Claude verfolgt die Zeichen seines Bruders, in Ermangelung von ausreichender Beleuchtung nur über den Handrücken gestrichen. Seine versteinerten Züge versprechen mir eine stoische, hoffentlich ungespielte Tapferkeit. Claude drückt sich enger an die Felswand in seinem Rücken.

Das Rotorengeräusch erzeugt einen hohlen Widerhall im Tal. Nur Pascale scheint immer noch genau zu wissen, woher der Originalton uns erreicht. Er hat den Zeigefinger ausgestreckt und folgt mit ihm dem Knattern wie eine Kompassnadel einer magnetischen Feldstärke. Wenn das Geräusch für ihn hörbar näher ist, hebt er die andere Hand.

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