Marc Rybicki - Graue Pfote, Schwarze Feder

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Graue Pfote, Schwarze Feder: краткое содержание, описание и аннотация

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Vor langer Zeit im Yellowstone Tal: Die Familien der Wölfe und der Raben trennt ein erbitterter Streit. Gegen alle Widerstände wächst zwischen dem kleinen Raben Thor und dem Wolfsmädchen Wild-wie-der-Wind eine zarte Freundschaft. Als Indianer den alten Leitwolf entführen, schmieden die beiden einen gefährlichen Plan, um ihn zu retten und ihren Völkern den Frieden zu bringen…
"Graue Pfote, Schwarze Feder" ist eine Fabel über die Macht der Freundschaft, die alle Grenzen sprengt und Hass und Vorurteile überwindet.

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Der Wolf-Junge wurde kreidebleich. „Ich bin dafür, dass wir sofort nach Hause gehen!“, rief er.

Stopft-sich-voll nickte und trieb die Welpen vor sich her. „Mit Indianern ist nicht zu spaßen. Man darf nicht in ihre Nähe kommen und muss ihnen so weit wie möglich aus dem Weg gehen“, betonte er.

Das Mädchen blickte sich noch einmal verstohlen zu den Rauchzeichen um. Sie seufzte leise. Auch wenn ihr Onkel und ihr Bruder ängstlich waren – sie hätte doch zu gerne mal einen dieser Feuer machenden Indianer aus der Nähe betrachtet.

Die Wochen zogen ins Land und die Wölfchen lernten eine Menge. Aber etwas fehlte den Zweien noch. Und was? Genau: Ein Name!

„Warum haben wir keine Namen?“, fragte das Mädchen eines Morgens seine Mama.

„Weil es bei uns Wölfen üblich ist, dass wir unsere Namen nicht von Geburt an haben, sondern sie uns erwerben müssen. Durch ein besonderes Merkmal. Das kann unser Aussehen sein, unser Benehmen oder eine Fähigkeit“, erläuterte Nachtschatten. „Bei mir war es die Farbe meines Fells, das schwarz ist wie ein Schatten in der Nacht. Euer Vater hat als junger Wolf allein mit einem Büffel gerungen und ihn erlegt. Fortan nannte man ihn Büffeltöter. Onkel Stopft-sich-voll heißt natürlich so, weil kein Leckerbissen vor ihm sicher ist. Euer Bruder Brautschauer war kaum vier Monate alt, da ist er schon ausgebüxt auf die gegenüberliegende Seite des Flusses. Dort leben andere Wölfe, die entfernt mit uns verwandt sind. Brautschauer ist ihren Töchtern hinterher gelaufen. Als ob er schon eine Braut zum Heiraten suchen würde.“

„Verstehe“, meinte das Mädchen. „Dann habt ihr Falkenauge so getauft, weil er dauernd grimmig guckt wie der alte Herr Bussard, der auf der knorrigen Kiefer wohnt.“

Nachtschatten lachte. „Nein, mein Schatz. Falkenauge bekam diesen Namen wegen der Schärfe seines Blicks. Er kann selbst im Dunkeln viel besser sehen als jeder andere von uns. Es gibt kein Tier, das Falkenauge nicht über Meilen ausfindig macht.“

Das Mädchen fand das sehr interessant. Doch anstatt weitere Familiengeschichten zu hören, wollte es jetzt auch endlich einen Namen bekommen. Ihrem Bruder ging es genauso.

„Also schön. Wir berufen den Rudel-Rat ein und stimmen darüber ab“, sagte die Wolf-Mama.

Alle kamen vor der Höhle zusammen und setzten sich im Kreis um die Welpen. „Welchen Namen soll der Kleine haben?“, fragte Büffeltöter. Die Entscheidung fiel nicht schwer. Da der Junge tollpatschig und schon oft über seine Pfoten gestolpert war, tauften sie ihn auf den Namen Stolpert-über-seine-Pfoten.

„Oh weh, das klingt nicht gerade toll“, seufzte er.

„Es ist der passende Name für einen Idioten“, raunte Falkenauge. Stopft-sich-voll boxte ihn in die Seite. „Sei ruhig, du Griesgram. Und du mein Junge, hör nicht auf deinen ollen Bruder. Mir gefällt dein Name. Er ist lustig. Wie meiner. Wenn man über seine kleinen Schwächen lachen kann, ist das viel wert und zeigt, wie klug man ist.“

„Ehrlich?“, fragte Stolpert-über-seine-Pfoten fröhlich. „Na, wenn das so ist, gefällt er mir auch.“

„Und ich und ich und ich?!“, schrie das Mädchen und hüpfte wie ein Floh in die Luft. „Wie heiße ich?“

„Wie wär`s mit: Die-uns-auf-die-Nerven geht?“, schlug Falkenauge hämisch grinsend vor.

„So wird meine Tochter sicherlich nicht gerufen“, grollte Büffeltöter. Er wandte sich an Heult-in-der-Nacht. „Schwester, du hast mir einst meinen Namen gegeben. So gib ihn auch meinem Kind.“

Die greise Wölfin hob den Kopf. Ein Windhauch kräuselte das weiße, sichelförmige Haar zwischen ihren Augen, während sie zu dem Mädchen sprach: „Du hast viel Temperament und fegst durch das Tal wie eines der jungen Pferde im Grasland. Deine Wildheit ist keine schlechte Eigenart. Es ist ein Zeichen deines Wunsches nach Freiheit. Du willst ungebunden sein wie der Wind in den Weiden. Dich über Grenzen hinwegsetzen. Gegebenes in Frage stellen. Das ist nicht verkehrt. Wenn du älter wirst und begreifst, deine Energie zu nutzen, kannst du viel Gutes damit bewirken.“ Dann verkündete Heult-in-der Nacht feierlich: „Wild-wie-der-Wind. Von heute an ist das dein Name. Wild-wie-der-Wind.“

Kapitel 5, in dem Thor das Fliegen lernt

Es waren einige Wochen vergangen, in denen Thor fast stündlich von seinen Eltern mit Würmern und frischen Beeren gefüttert worden war. Tag und Nacht hatte er gefiepst, gepiepst und nach mehr Futter gerufen. „Essen! Essen! Essen!“

Odin und Freya fanden kaum Zeit zum Schlafen und waren sehr erschöpft. Dann hörten sie eines Tages ein leises, aber sehr klares „Ra Ra Ra“ aus Thors Schnabel. Sein erstes Liedchen! Die Eltern sahen voller Stolz auf ihren Sohn. Alle Mühen hatten sich gelohnt. Er würde ein gesunder und kräftiger Rabe werden.

Ein paar Tage später wackelte Thor unruhig im Nest hin und her. Er wollte unbedingt das Fliegen ausprobieren.

Freya war nicht begeistert von dieser Idee Du bist noch zu klein um zu - фото 6

Freya war nicht begeistert von dieser Idee. „Du bist noch zu klein, um zu fliegen“, meinte sie. Die Rabenmutter hatte Angst, weil die Jungen der Wölfe bereits im Wald herumstreunten. Sie wollte sich nicht vorstellen, was passieren könnte, wenn ihr einziges Kind in die Nähe dieser Bestien geraten würde. Doch Thor hörte nicht auf, zu jammern und zu piepsen und bald darauf wusste der gesamte Clan, dass er seinen ersten Flugversuch wagen wollte. Der missmutige Cousin stänkerte: „Thor wird nie ein guter Flieger werden. Das liegt an seiner grauen Feder!“

Auch die anderen Verwandten hegten ihre Zweifel. „Bestimmt plumpst er direkt aus seinem Nest auf den Boden herunter!“ „Wahrscheinlich wird er glatt auf seinem Schnabel landen!“

„Es reicht!“, rief Odin. „Mein Sohn wird euch schon zeigen, was er kann. Ihr werdet es sehen!“

Daraufhin versammelte sich der gesamte Rabentross am Fuß des Ahornbaums unter Thors Nest und wartete gespannt auf seinen ersten Flugversuch. Odin flüsterte: „Keine Sorge, mein Sohn, ich habe gesehen, wie du in den vergangenen Wochen groß und stark geworden bist. Ich weiß, dass du das schaffst. Zeige allen, was du kannst, und beweise ihnen, dass du mutig bist!“

Opa Jakob setzte sich neben Thor, um ihm etwas Sicherheit zu geben. Thor stellte sich dicht an den Rand des Nestes und schaute auf seine nach oben blickenden Verwandten herunter.

„Ui, wie klein alle auf einmal sind. Der Baum scheint höher zu sein, als ich dachte. Ob ich wirklich bereit bin für den ersten Flug?“ Er taumelte ein bisschen, als er nach unten sah, und machte zögerlich einen Schritt zurück in Richtung des Nestes. Doch Opa Jakob, der die hämischen Blicke der anderen nicht ertragen wollte, gab Thor einen kleinen Schubs nach vorne und der kleine Rabe gab einen leisen Pieps von sich. Ganz automatisch, als hätte er in seinem Leben bisher nichts anderes gemacht, breitete Thor seine Flügel aus und schwebte wie ein König der Lüfte um den Ahornbaum herum. Alle applaudierten und brachen in jubelndes Gekrächze aus.

„Er hat es tatsächlich geschafft“, sagte Oma Hedwig. „Was für ein prächtiger Bursche er doch ist!“

Die Landung war allerdings nicht ganz so elegant wie der Start. Mit einem „Rums“ purzelte Thor in das Nest. Freya war sofort bei ihm. „Hast du dich auch nicht verletzt, mein Piepmatz?“

„Alles in Ordnung, Mama“, sagte er grinsend.

Sein erster Flug war geglückt – und die Landung würde er mit ein bisschen Übung auch hinbekommen. Opa Jakob flüsterte ihm mit seiner poetischen Stimme zu: „Niemals nimmer aufzugeben, das muss sein dein immerwährendes Bestreben. Denn damit kannst du viel erreichen, keine Möglichkeit wird dir entweichen.“

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