Marc Rybicki - Graue Pfote, Schwarze Feder

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Vor langer Zeit im Yellowstone Tal: Die Familien der Wölfe und der Raben trennt ein erbitterter Streit. Gegen alle Widerstände wächst zwischen dem kleinen Raben Thor und dem Wolfsmädchen Wild-wie-der-Wind eine zarte Freundschaft. Als Indianer den alten Leitwolf entführen, schmieden die beiden einen gefährlichen Plan, um ihn zu retten und ihren Völkern den Frieden zu bringen…
"Graue Pfote, Schwarze Feder" ist eine Fabel über die Macht der Freundschaft, die alle Grenzen sprengt und Hass und Vorurteile überwindet.

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Nachdem Thor aus seiner Eierschale gekrochen war, veranstalteten die Raben ein großes Fest, zu dem alle Verwandten eingeladen wurden. Der Ahornbaum war geschmückt mit bunten Fäden, die Opa Jakob in einem Garten der Menschen stibitzt hatte. Außerdem gab es frische Beeren aus dem Wald, für jeden so viel, bis er beinahe platzte. Jakob war das Schlitzohr der Familie und wusste lustige, aber auch spannende Geschichten zu erzählen. Seine Frau Hedwig war die einzige, die ihn dabei immer ermahnte.

„Du und deine Geschichten. Deine Fantasie ist einfach zu groß“, pflegte sie zu sagen. Aber wenn Jakob zu sprechen begann, wurde auch sie von seinen Schilderungen mitgerissen und war insgeheim sehr stolz auf ihren Mann. Zugegeben hätte sie es niemals, da sie ihrer Rolle als strenge Oma und Älteste der Sippe gerecht werden wollte. Ihrer Meinung nach musste jemand für Zucht und Ordnung sorgen, sonst würden sich am Ende alle gegenseitig auf der Nase herumtanzen.

Insgesamt waren zwanzig Raben zur Feier des Tages im Ahornbaum versammelt und - фото 3

Insgesamt waren zwanzig Raben zur Feier des Tages im Ahornbaum versammelt und begrüßten den kleinen Thor in ihrer Gemeinschaft. Alle gratulierten Freya und Odin zu ihrem ersten Küken und versprachen, bei der Aufzucht zu helfen. Denn solch einen jungen Raben großzuziehen, bedeutete viel Arbeit und konnte sehr anstrengend sein. Der Hunger des Kleinen würde unersättlich sein und die Eltern mussten Tag und Nacht auf die Jagd nach Beeren und Insekten gehen. Jede Hilfe war deshalb willkommen. Gemeinsam würden sie es schon schaffen. Das Geburtstagsfest dauerte einen ganzen Tag und eine ganze Nacht lang. Es wurde gesungen, gegessen und den Geschichten von Opa Jakob gelauscht.

Nach ein paar Wochen, in denen die Eltern und Verwandten fleißig Futter für den kleinen Raben gesammelt hatten, war Thor prächtig gewachsen. Der weiche Babyflaum war verschwunden und die ersten richtigen Federn kamen zum Vorschein, die schwarz im Sonnenlicht glänzten. Doch was war das? An einem klaren Morgen, als Freya den kleinen Thor in einer Pfütze badete, entdeckte sie eine mausgraue Feder an seinem linken Flügel. Voller Schreck rief sie nach Odin: „Komm schnell her, da stimmt etwas nicht!“

Es dauerte keine Stunde, bis sich unter den Raben herumgesprochen hatte, dass Thor kein komplett schwarzes Federkleid hatte – wie es sich für einen Nachfolger des Clanchefs eigentlich gehören sollte.

„Er ist ein Kuckuckskind“, rief Freyas Schwester voller Entsetzen.

„Ist er überhaupt ein Rabe?“, fragte Thors neidischer Cousin.

„Papperlapapp“, sagte Opa Jakob bestimmt, „Thor ist ein waschechter Rabe und Freya und Odin sind seine richtigen Eltern. Hört auf mit dem Gerede, nur weil ihr eifersüchtig auf sein Erbe seid.“

Nur um sicherzugehen, dass mit Thor wirklich alles in Ordnung war, riefen die Eltern den Rabenarzt Ole Einar zu Hilfe. Dieser schaute sich die mausgraue Feder genau an und sagte beruhigend: „Euer Piepmatz ist kerngesund und ihr braucht euch keine Sorgen zu machen. Thor ist etwas ganz Besonderes und wird einmal große Taten vollbringen. Die graue Feder wird ihm dabei helfen, sich in der Waldgemeinschaft durchzusetzen“.

Damit waren die Eltern und alle Verwandten beruhigt, auch wenn der Cousin immer noch seine Zweifel hegte.

Kapitel 3, in dem die kleinen Wölfe ihre Höhle verlassen und erste Regeln lernen

Acht Wochen nach ihrer Geburt durften die Wolfskinder zum ersten Mal den Schutz ihres Baus verlassen. Büffeltöter und Nachtschatten waren der Meinung, dass ihre Jungen nun reif genug seien, ein Stückchen der Welt zu erkunden. Wie richtige Wölfe sahen die Zwerge noch nicht aus. Eher wie dicke Teddybären mit spitzen Ohren und kurzen Beinen. Tapsig liefen sie durch das hohe Gras, das vor ihrer Höhle wuchs. Später, als erwachsene Wölfe, würden ihre Beine lang und ihr Herz und ihre Lunge groß und kräftig sein. Dann wären sie so gute Langstreckenläufer wie ihre Eltern, die an einem Tag 50 Kilometer weit traben konnten. An derart gewaltige Ausflüge war jetzt allerdings noch nicht zu denken.

Es genügte, wenn die Welpen rund um die Höhle stapften oder ein Stück in den Kiefernwald oder zum Fluss hinunter liefen.

Obwohl die beiden Zwillinge waren, unterschieden sie sich sehr voneinander. Das Fell des Jungen war völlig grau von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Wären da nicht seine schwarze Nase und die blauen Knopfaugen gewesen, hätte man ihn leicht mit einem Stein verwechseln können. Wenn er vor einem Felsen stand, erkannte man ihn kaum. Das Mädchen hingegen hatte weißes Haar, das von einem schwarzen Streifen verziert wurde. Er begann an einem Punkt zwischen ihren Ohren und lief über den Rücken wie eine Welle auf dem Meer. Ihre Augen schauten leuchtend braun und wissbegierig in die Welt. Überhaupt war das Mädchen sehr neugierig und als Erste zur Stelle, wenn es etwas Neues zu erforschen gab. Nie bewegte sie sich langsam, vielmehr schien sie es immer unglaublich eilig zu haben. Bald sprang und hüpfte sie wie ein Gummiball von einem Fleck zum anderen. Ihr Bruder war zaghafter, vorsichtiger, ja sogar ein bisschen ängstlich. Außerdem ziemlich ungeschickt, wie sich herausstellte. Eines Tages hatte er einen Fischreiher entdeckt, der ein Stück weit in der Wiese am Ufer stand und sich putzte. Ins Gras geduckt schlich der Wolf-Junge auf Zehenspitzen heran, um den Reiher mit einem gewaltigen Sprung zu erschrecken. Der Vogel aber hatte den Kleinen längst bemerkt und beobachtete jede seiner ungelenkigen Bewegungen aus dem Augenwinkel. Als der Wolf-Junge zum Sprung ansetzte, flog der Reiher graziös und mit einem krächzenden Lachen davon. Der Welpe schaute verdutzt in die Luft. Rasch wollte er dem Reiher hinterherlaufen. Aber seine kurzen Beine blieben an einer Wurzel hängen. Rumms – landete er platt auf dem Bauch. So erging es ihm häufig. Es gab keinen Tag, an dem er nicht über seine Pfoten stolperte und auf die schwarze Nase plumpste.

Wie alle Kinder, so mussten auch die jungen Wölfe sehr viel lernen. Ihre Lehrer waren die Eltern und die Brüder, die Tanten und der Onkel. Jeder gab sein spezielles Wissen weiter. So war Silberfell für den Unterricht in Schönheitspflege und melodischem Gebell zuständig. Heult-in-der-Nacht erzählte von den Geboten des großen Manitu, dem Schöpfer der Erde.

„Seid ehrlich und freundlich zueinander. Helft euch gegenseitig. Lügt nicht, stiehlt nicht, tut dem anderen nicht weh – wenn ihr euch an diese Regeln haltet, wird Manitu fröhlich sein und euch Glück und Freude schenken“, erklärte Heult-in-der-Nacht. Sie zeigte den Welpen auch, was die Sternbilder am Himmel bedeuten und wie man das Wetter am Stand der Wolken voraussagen kann.

Stopftsichvoll kannte sich natürlich am besten mit dem Essen aus und wusste - фото 4

Stopft-sich-voll kannte sich natürlich am besten mit dem Essen aus und wusste, welche Tiere und Früchte genießbar und besonders schmackhaft waren. Von ihrer Mutter Nachtschatten lernten die Wölfchen die Sprache der Wildnis. Denn wer genau hinhörte, bemerkte, dass alle Lebewesen reden konnten. Die Bäume sangen ihre Lieder, wenn der Wind durch ihre Zweige pfiff. Die Vögel trällerten, die Hirsche röhrten und die Fische blubberten. Alle Tiere wussten etwas in ihrer ganz eigenen Sprache zu berichten. Wölfe mussten diese Dialekte lernen, denn sie waren nicht nur als Jäger bekannt, sondern galten ebenso als Herrscher und Hüter des Yellowstone Tales. Ein König aber, der die Sprache seiner Untertanen nicht versteht und sich ihre Sorgen nicht anhören kann, ist ein furchtbar schlechter König. Die hohe Kunst des Jagens und Beutemachens sollten die Kleinen von Büffeltöter und Falkenauge lernen. Später einmal. Noch waren sie für diese Lektion viel zu jung und hatten vor allem eines im Sinn: Spielen, spielen, spielen und noch mal spielen! Das konnten sie den ganzen Tag. Morgens, mittags und am Abend, bevor ihnen übermüdet die Augen zu fielen. Ihr lustiger und zu Streichen aufgelegter Bruder Brautschauer erwies sich als feiner Spielkamerad. Falls er nicht gerade auf Wanderschaft war, um einer Wölfin aus dem Nachbarrudel eines seiner Liebeslieder vorzusingen. Das Spiel „Stöckchen ziehen“ fanden sie am schönsten. Brautschauer hielt mit seinen Zähnen ein Ende des Stocks fest und am anderen Ende zogen der Wolf-Junge und das Wolf-Mädchen. Mal abwechselnd und mal beide gleichzeitig. Es war ein Wettstreit der Kraft und der Ausdauer. Ganz nebenbei lernten die Jungen wichtige Fertigkeiten, die sie als ausgewachsene Wölfe für die Jagd beherrschen mussten: zubeißen und Beute festhalten. In der Regel ließ Brautschauer seine Geschwister gewinnen. Nach einer Weile des Hin- und Herzerrens nahm er den Stock einfach aus dem Maul und gönnte den kleinen Rackern ihren Triumph. Manchmal aber verteidigte er auch den Stock und gab ihn nicht her. Die Wölfchen sollten dadurch lernen, mit Niederlagen und Enttäuschungen umzugehen und die Rangordnung im Rudel zu respektieren. Was einem älteren Mitglied der Familie gehörte, durfte ihm kein Junger wegnehmen.

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