Michael Nolden - SAVANT - Flucht aus Niger -

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Nathalie Pagnol leitet für ein Schulprojekt der UNFPA (United Nations Population Fund) eine kleine Einrichtung in Agadez, Niger. Während sie die einheimischen Kinder unterrichten hilft, betreut sie gleichzeitig ihre eigenen Adoptivsöhne, von denen nur wenige eingeweihte Personen wissen.
Die drei Jungen, allesamt anderer Nationalität, im Alter von 12, 11 und 10 Jahren, sind Autisten und besitzen außerdem eine sogenannte Inselbegabung, eine Fähigkeit, die sie zu etwas ganz Besonderem macht.
Für die Pflege, auch um den «Gefühlspanzer» zu durchdringen, den die Jungen instinktiv aufgebaut haben, wurden drei Affen angelernt, ein Anubispavian, ein Bonobo und ein Schwarzer Kapuziner. Jeder Junge hat seinen ganz persönlichen Helfer.
Eddie Trick, ein Mitarbeiter des UNEP (United Nations Environment Programme), soll sich in Niger ein Bild von den Auswirkungen des Uranabbaus auf die ansässige Bevölkerung und die Arbeiter machen.
Mitten im Gespräch mit seinen ersten Kontaktpartnern bei den Tuareg wird er durch die Sicherheitsleute eines der hauptverantwortlichen Konzerne entführt. Sein ursprünglicher Ansprechpartner dort, Bertrand Forbach, ein langjähriger Bekannter, hatte ihn bereits vor dubiosen Machenschaften in der jüngsten Zeit gewarnt. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht.
Auch Nathalie Pagnol und ihre Kinder geraten in Gefahr. Der jüngste ihrer Söhne, César, befindet sich nicht rechtmäßig in Nathalies Obhut. Man hatte dem Vater glauben machen wollen, sein Sohn sei verstorben. Nun hat er die Wahrheit erfahren. In der Befürchtung, Césars Talent werde ohne Rücksicht auf Leib und Leben des Jungen von dessen Vater ausgenutzt werden, tritt Nathalie mit ihrer kleinen Familie und der Hilfe einiger Freunde die Flucht an.
Im Aïr-Gebirge treffen sie auf Eddie Trick und Bertrand Forbach … in spätestens drei Tagen müssen sie das Land verlassen haben.

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Auf Französisch sagt der Mann zu mir: »Geben Sie mir Ihre Papiere!«

Ich gehorche, mache es respektvoll wie der Asiate, lege meinen Reisepass und meine UN-Papiere auf die Holzplatte. Eine Beamtenhand holt mit einem Stempel so weit aus, als wolle sie dem Ausweis einen linken Haken verpassen. Ich denke, er hätte dem Hausa lieber eine gescheuert und die völlig verschmierte Seite in meinem Pass muss es nun ausbaden. Die Dokumente, die mich als Angestellten der Vereinten Nationen legitimieren, will er gar nicht sehen. Für ihn ist die Sache erledigt.

»Kommen Sie!«, befiehlt mir der Fahrer.

Ich gehorche wieder, was sonst? Am Wagen angekommen, blafft der Mann etwas Unverständliches. Ich improvisiere, indem ich mir mit meinen Sachen im Fond der Limousine einen Platz suche, irgendwo zwischen flach gesessenen Zigarettenschachteln, leeren Plastikflaschen und zerknüllten Getränkedosen, augenscheinlich allesamt von Ausländern auf der rissigen Lederrückbank entsorgt.

»Hat Bertrand Forbach Sie geschickt?«, frage ich elektrisiert vom Eindruck der durchdrehenden Vorderreifen.

»Ich soll einen langen UNO-Mann holen!«, ruft mir der Fahrer munter zu. Erst als der Flughafen im Rückspiegel nicht mehr zu sehen ist, gewinnt er die Kontrolle über das schleudernde Fahrzeug vollends zurück.

In den Sitz zurückgelehnt, blicke ich hinaus in das nächtliche Maradi. Es geht langsam auf 1:00 Uhr zu. Ich bin über menschenleere Landstriche geflogen, und hier leben gut eine Viertelmillion Leute in einer Stadt zusammen. Die Sanddünen werden irgendwann an Maradi knabbern. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Trotzdem wollen die hier leben, Geld verdienen. Die Zeiten der großen Salzkarawanen durch die Ténéré, die gewaltige Wüste im Osten von Niger, sind lange vorüber. Wirtschaftlich ist längst der Bergbau die Haupteinnahmequelle des Landes. Darum bin ich nach Niger gekommen.

Der Job hat mich nicht gerade gelockt. Weil er Gefahr geradezu schreit. Gefahr! Tod! Nicht gehen! – Scheiße! Vor drei Jahren, also im Sommer 2006, hatte mein Amtsvorgänger Jason Rickles einen Versuch unternommen, sich mit Konzernhilfe in Arlit, nahe des Tagebaugebiets, ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Auf Anfragen der UNEP, des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, meiner Behörde, waren – nennen wir es – verhaltene Reaktionen erfolgt, zudem hatte man versucht, Rickles hinzuhalten, sich dann aber nach Monaten bereit erklärt, einen Besuch von ihm nach besten Kräften zu unterstützen. – Und wie sie das taten! Die Einreise nach Niger führte Rickles zu Beginn des Jahres 2007 mitten hinein in einen Aufstand der Tuareg. Obwohl man es seitens der Begleiter Rickles' hätte besser wissen müssen, – denn einer sorgfältigen Analyse der Lage bedurfte es kaum, ein verfickter Schwachmatikus hätte die Zeichen erkannt – brach eine kleine Gruppe zur Besichtigung des Umlandes von Arlit auf. War es ein Test von Landminen gewesen, wie sie in den folgenden Monaten im dichter besiedelten Westen und Süden des Landes zum Einsatz kommen sollten? Oder ein verschissener Zufall? Das Resultat bleibt so oder so. Jason Rickles und zwei seiner Begleiter, ein Hausa und ein Franzose, verteilten ihre Eingeweide und den ganzen blutigen Rest auf der Wüstenstraße. Muss eine deftige Explosion gewesen sein! Ihr Wagen brannte völlig aus.

Wochen vergingen. Endlich fand sich ein an der Grenze zur Idiotie enthusiastischer Eddie Trick, – nämlich ich – aus Deutschland in die Vereinigten Staaten eingewandert, der bei den Vereinten Nationen in New York gearbeitet hatte und sich von seiner neuen Arbeitsstelle in Nairobi Abenteuer und einen Karrieresprung erhoffte. – Aber keinen verdammten Freiflug in die Hölle!

»Mein Name ist Boukari«, erklärt der Fahrer laut gegen den Motorenlärm. Sein Französisch klingt wie über ein Reibeisen gezogen. »Ich arbeite für Bertrand Forbach, wenn er in Maradi ist.« Boukari steuert die Limousine in Schlenkern durch einen mit vielen Schlaglöchern demolierten Straßenabschnitt. »Bin der beste Fahrer in Maradi. Sie können rauchen, wenn Sie wollen.«

Ich schubse eine der Zigarettenschachteln von meinem Oberschenkel weg. Mein Vertrauen in den Mann hält sich in Grenzen. Ich nicke dennoch dem dunklen Augenpaar im Rückspiegel zu.

Seitwärts wirbelt roter Sand vom brüchigen Asphalt hoch. Ein staubiger Geschmack belegt die Zunge. Minuten nach unserem Wortwechsel erreichen wir den Norden der Stadt. Nach der turbulenten Fahrt tritt Boukari in Schüben auf die Bremse und bringt den Wagen sanft, beinahe zärtlich vor einem weiß getünchten, zweistöckigen Gebäude zum Stehen.

Bertrand Forbach sprach in seiner Nachricht von einem Hotel für Ausländer, in dem er auf mich warten würde. Eher handelt es sich um eine Art Bar mit ein paar Zimmern in den Obergeschossen.

Boukari wendet sich zu mir um. »Wir sind da!« Seinem ausladenden Gestus entsprechend wird der Satz als regelrechte Verkündigung vorgebracht. »Da drin ist Bertrand Forbach.« Bilde ich es mir ein, oder ist der Name des Franzosen nicht mehr von derselben freudigen Erregung begleitet? Die Innenbeleuchtung der Limousine lässt Boukaris Augen trüb erscheinen. Der Mann ist einfach scheißmüde. »Er wartet«, sagt Boukari nicht ohne milden Nachdruck.

Ich reiche ihm fünf amerikanische Dollar nach vorne. Er streicht den Schein mit einem unterdrückten Lächeln ein. Wahrscheinlich glaubt er, mich übers Ohr gehauen zu haben, weil er in keiner Weise protestiert und die Angelegenheit über die Bühne bringen will, bevor ich es mir anders überlege. Landläufig betrachtet hat er soeben einen Durchschnittswochenlohn verdient. Ich klopfe ihm ohne jede Überheblichkeit auf die Schulter. »Danke«, sage ich, und meine es auch so.

Anschließend schultere ich meine Umhängetasche und steige aus. Der gesunde Menschenverstand – und die reichlichen, gut gemeinten Ratschläge von Kollegen – rät einem Weißen, sich nachts in einer schwarzafrikanischen Stadt nicht ohne Not auf die Piste zu wagen. Deshalb schaue ich den Rücklichtern des Wagens nur einen Lidschlag lang hinterher. Ich betrete das Gebäude. Ein alkoholisierter Hauch von Kolonialzeit schlägt mir entgegen. Ein Stimmengewirr aus mindestens vier verschiedenen Sprachklängen beherrscht den Raum. Englisch und Französisch erkenne ich sofort. Hausa, eine der wichtigen afrikanischen Sprachen, gelingt mir herauszuhören. Bei den Asiaten bin ich unschlüssig. Ich habe kein Ohr dafür. Es könnte japanisch, chinesisch oder koreanisch sein. Vielleicht alle drei. Keinen von denen hier anzutreffen, würde mich wundern. Die führenden Manager Asiens greifen immer weiter in die Ferne aus und wollen ein Stück vom Urankuchen Nigers abhaben. Erneuerbare Energien?! Das Zauberwort der Weltverbesserer rinnt hier durch die Finger und fällt auf unfruchtbaren Boden.

»Eddie! Eddie Trick!« Bertrand wühlt sich durch die qualmende, fluchend großspurige und saufende Meute, die in dieser Kaschemme Abermillionen hin und her schaufelt.

»Bertrand«, sage ich. »Bertrand Forbach!« Ich werde in einer Umarmung gefangen, danach auf beide Wangen geküsst. Ich beuge mich vor, ansonsten müsste sich der Franzose dazu auf die Zehenspitzen stellen. Er hat sich nicht verändert. Grau melierte Haare hatte er schon damals bei unserer ersten Begegnung in New York. Seine aristokratische Erscheinung, ein in Ehren gealterter George-Hamilton-Dracula aus dem Languedoc, die hagere Gestalt, die hart gemeißelten Gesichtszüge und eine mondäne Hauttönung sorgen dafür, dass der Spezialist für Public Relations unter Dutzenden anderer Menschen gleich ins Auge fällt. Selbst in diesem Haufen. Vor Jahren tingelte er als Lobbyist zwischen Paris, New York, Peking, Berlin, Tokio und Washington D.C. um die Häuser. Afrika bekommt ihm offensichtlich.

»Du bist ganz schön vorlaut geworden«, sagt er.

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