Daimon Legion - Deadman's Hostel
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Die zuständigen Sektionen für Wasserleitungen, Heizungsrohre und Elektronikversorgung waren vor ihren Übergriffen sicher. Teils aus Desinteresse, aber auch eben wegen des Schlosses.
Im mittleren Areal traf sie auf eine große Halle, die scheinbar als Garage und gleichzeitig Werkstatt diente. Neben einer Werkbank, verschiedenen Werkzeugen, Benzinkanistern, zwei Mülltonnen, alten Ersatzreifen, einem metallischen Schrank, einem Bohrer und vielen anderen technischen Gerätschaften, von denen sie wenig Ahnung hatte, fand sie ein blaues Motorrad (laut Aufschrift eine Yamaha Super Sport), das unter einer Abdeckplane abgeschlossen stand.
Dass die Maschine Ace gehörte, nahm sie stark an: Auf dem Tank klebte ein Pik-Sticker. Sie war im guten Zustand, ihr trunksüchtiger Besitzer musste sie erstaunlich gewissenhaft pflegen – was die Ölflecken von gestern erklärte. Bevor der aber später ihre Fingerabdrücke auf dem glänzenden Lack entdecken würde, lenkte Sheryl ein Geräusch ab.
Am anderen Hallenende öffnete sich quietschend eine Tür.
Verwundert ließ sie die Plane wieder über das Motorrad fallen und näherte sich dem Durchgang, der in einen weiteren, zwielichtig beleuchteten Abschnitt führte. Das Mädchen untersuchte kurz das Schloss und vermutete einen kleinen Defekt, gepaart mit einem Luftzug. Nach einem seichten Schulterzucken lief sie durch das Dunkel.
Der Korridor brachte sie bald zum interessantesten Raum des ganzen Hostels: dem Lagerbereich.
Mehrere hohe Regale standen dort herum und beinhalteten alles, was sie für ihre eigene Wohnung brauchte. Das meiste waren konservierte Lebensmittel in Dosen- und Glasform, aber auch abgepacktes Trockenfleisch. Teigwaren und Fertiggerichte konnte man schnell mit heißem Wasser in Essbares umwandeln. Aus einem Getränkedepot holte sie sich eine Flasche Limonade, deren Inhalt ein Segen war für ihre Kehle.
Ein anderer Teil des Inventars bestand aus unterschiedlichen Haushaltsgegenständen wie Geschirr, Kochutensilien, Hygieneartikeln und Schreibwaren. Dazu gab es Bücher, Bücher und noch mehr Bücher. Lesen schien die einzige Freizeitbeschäftigung im Deadman’s Hostel zu sein. Gut, vielleicht auch Schreiben und Malen, wenn man denn dazu Talent besaß. Sheryl seufzte und besah sich die bunten Buchrücken, die mehr oder weniger von Benutzung sprachen. Der Welt der Buchstaben gegenüber war sie zwar nicht abgeneigt, doch bisher hatte sie ihre Tage anderweitig verbracht. Das würde sich nun ändern müssen …
Sie griff nach einer der leeren Pappstiegen, die sich seitlich stapelten und nahm, was sie benötigte aus den Fächern. Im hinteren Bereich des Lagers fand sie sogar einen Kühlraum für Tiefgefrorenes. Da dieser aber abgesperrt war, begnügte sie sich mit dem Gebotenen.
Vorsichtshalber schrieb das Mädchen auf einem Zettel eine Liste aller Dinge, die sie entnommen hatte, und wollte diese später Ace geben, damit der über ihren „Einkauf“ Bescheid wusste.
Ace goss sich das Glas bis zum Rand voll und trank einen kräftigen Schluck.
Bisher wurde er von fünf Personen gestört, die ihn darauf aufmerksam machen wollten, dass Sheryl sich im Haus herumtrieb. Er überlegte, ob er nicht ein Schild aufstellen sollte. „Achtung, frei laufende Göre!“, oder so.
„Hat sie was angestellt?“, war seine einzige Gegenfrage, doch offenbar hielt sich die Kleine an seine Vorgaben. Dass sie sich im Lager rumtrieb, beruhigte ihn. Somit versorgte sie sich selbst, statt bei ihm angekrochen zu kommen und weinerlich um Hilfe zu betteln. Er hatte genug zu tun und wollte sich nicht auch noch um sie kümmern.
Was seine Kunden betraf, so sollten die sich an die dauerhafte Anwesenheit des Mädchens gewöhnen. Sheryl würde vorerst bleiben. Ob die Leute wollten, oder nicht.
Was ist mit den Anderen?
Er atmete rauchend aus und trank noch einen Schluck.
Na, erst mal sehen. Die müssen es ja nicht wissen …
Der Kühlschrank brummte.
Sheryl stopfte dessen bislang leere Fächer mit Eistee, Limonade, Butter, Toastbrot, Salami, Käse und Marmelade voll. Im Küchenschrank lagerte sie ein paar Konservendosen und Nudelgerichte. Zumindest für die nächsten Tage sollten diese Vorräte reichen. Ihre „Einkaufsliste“ legte sie auf dem Beistelltisch bereit. Laut Uhr war jedoch noch sehr viel Zeit, eh Ace Feierabend hatte.
Also setzte sie sich in den Sessel und nahm eines der Bücher zur Hand, welches ihr interessant genug schien, gelesen zu werden. Es handelte sich um einen tragischen Liebesroman. In der Schule hatten viele ihrer Freundinnen von dieser Geschichte geschwärmt, seit sie mit Starbesetzung verfilmt im Kino lief. Ein gut aussehender, doch leidgeplagter Junge – etwa in ihrem Alter –, der sich nach Anerkennung sehnte und verzweifelt versuchte, das Herz des schönsten Mädchens der Stadt zu erobern.
Nachdem Sheryl eine Stunde lang gelesen hatte, legte sie das Buch beiseite. Es tat ihr nicht gut, von einem Schulalltag und Familienleben zu lesen, das sie niemals mehr so erleben würde. Keine Treffen auf dem Schulhof. Kein Anstehen in der Kantine. Keine verliebten Zweisamkeiten mit Gleichaltrigen. Keine heimlichen Blickkontakte. Keine Gute-Nacht-Küsse.
Diese zerrissene Romanze erschien ihr fast schon abgedroschen gegenüber der Tragödie, die sie hier am eigenen Leib erlebte. Ein junges Mädchen in der sexuellen Gewalt eines alkoholkranken Mannes, der ihr für gewisse Dienste Leben und Freiheit schenkte. Sollte sie jemals aus dieser Wüste herauskommen und ein ordentliches Leben führen, würde sie wahrscheinlich ihre Geschichte an einen Autor verkaufen.
Schweiß lief ihr über die Stirn. Im Zimmer war es unerträglich warm.
Sie öffnete die Tür und ließ die kühle Luft vom Korridor herein.
Und obwohl das Buch sie nur mäßig unterhielt, zwang sich das Mädchen dazu, weiterzulesen. Mehr konnte Sheryl im Hostel derzeit nicht tun.
4
Der Geruch von verbranntem Tabak weckte sie.
Irritiert stellte das Mädchen fest, dass sie im Sessel eingeschlafen war und inzwischen war der Tag vergangen. Die Nacht zwinkerte ihr durch die Jalousielamellen zu. Das Buch war aus ihrer Hand gerutscht und lag mit umgeknickten Seiten am Boden.
Die Erschöpfung von der langen Reise musste sie stärker getroffen haben als angenommen. Mit Kraft hatte Sheryl nie prahlen können.
„Ist nach elf …“, informierte sie eine raue Stimme über die Uhrzeit.
Im Stockdunkeln vor ihr lehnte Ace im noch immer offenen stehenden Türrahmen. Seine große Gestalt wirkte beklemmend und faszinierend zugleich, wie der Anblick eines schwarzen Monolithen. Die Glut seines Glimmstängels erhellte beim Zug rot das kantige Gesicht. Mit finsteren Augen, die ihr wohl ewig einen Schauer über den Rücken jagen würden, starrte er zu ihr in das Zimmer hinein.
„Musst du im Haus rauchen?“, beschwerte sie sich zurückhaltend über den Gestank.
„Würd selbst im Tod noch rauchen“, feixte er frech. Sein Atem roch scharf nach Alkohol. Die eckige Flasche Bourbon, die er bei sich trug, war bis auf wenige Schlucke geleert. Wie bereits gestern Abend war er sturzbetrunken.
Seufzend schüttelte Sheryl über seine Unvernunft den Kopf.
„Hab mit dem Boss geredet, Kleines“, murmelte er und hatte sofort ihre volle Aufmerksamkeit. „Meint, kannst bleiben … solang du tust, was ich dir sag. Kein Schnüffeln, kein Nerven, kein In-die-Quere-komm’. Unser Deal ist ihm egal – Hauptsache, der Job leidet nicht drunter. Mehr interessiert den nicht.“
Was für ein komischer Boss , dachte sie misstrauisch. Das klang so, als ob seine Angestellten mit allem durchkommen könnten – vorausgesetzt sie erfüllten auch weiterhin ihr Pensum. Das warf die Frage auf, wer von beiden unmoralischer war: Ace oder sein Chef? Am Ende akzeptierte der sogar Mord, solange die Zahlen stimmten. Ob das Hostel der Mafia gehörte?
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