Betty Paessler - Aus dem Schatten meines Borderliners

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Lange Zeit sprach man hinter vorgehaltener Hand über psychische Erkrankungen. Niemand gab sie zu, niemand wollte über sie sprechen. Die Angst 'ertappt' zu werden, drängt viele Menschen in die soziale Isolation. 'Darüber' spricht man nicht. So was hat man nicht. Die daraus resultierende Einsamkeit umgibt Betroffene schnell mit einer undurchdringlichen Dunkelheit. Durch sie dringt kaum noch der Sonnenschein des Lebens. Ich möchte mit meiner eigenen Geschichte Betroffenen Mut machen. Mut, sich Hilfe zu holen. Mut, sich der Krankheit zu stellen. Mut, sich so zu mögen, wie man ist.
Ja, ich bin Borderliner und trotzdem bin ich glücklich. Denn mit der Unterstützung durch Fachärzte, Therapeuten und einem fantastischen Menschen an meiner Seite war es mir möglich, meinen Borderliner in einen komatösen Zustand zu versetzen. Allein hätte ich das niemals geschafft.
Nun ist er nicht mehr als ein Schatten …

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An dieser Stelle möchte ich auch meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass er sich mit mir und meiner Erkrankung so sehr auseinander gesetzt hat.

Umgib dich mit Menschen,

die dir guttun

und wirklich wichtig sind.

Alle anderen sind Energiefresser.

(unbekannter Verfasser)

3 Meine Kindheit Meine Jugend Ich erinnere mich dass wir zu der Zeit als - фото 6

3

Meine Kindheit Meine Jugend

Ich erinnere mich, dass wir zu der Zeit, als sich das Erlebnis zutrug, von dem ich nun erzählen möchte, Sexualkundeunterricht in der Schule hatten. Mir war dieses Thema unglaublich peinlich und ich schämte mich im Unterricht immer sehr, wenn ich Bilder oder besser gesagt Zeichnungen von nackten Menschen sah.

Merkwürdig... jetzt hier beim Schreiben fällt mir noch eine andere Begebenheit ein, die ich völlig verdrängt hatte. Von ihr möchte ich zuerst berichten:

Meine Eltern sind gebürtige Berliner und mit meinen Schwestern kurz vor meiner Geburt in eine neu angelegte Siedlung, der Gropiusstadt, im Süden West-Berlins gezogen. Das war schon eine Besonderheit: Neubau, zudem Hochhaus, eigene Garagen, Müllschlucker auf jeder Etage, Gemeinschaftsräume, und riesige Grünanlagen. Wir bewohnten eine 3-Zimmer-Wohnung in der 13. Etage. Damals gab es noch eine richtige Hausgemeinschaft und jeder kümmerte sich um jeden. Man kannte sich und die Kinder wuchsen alle gemeinsam auf.

Eine Freundin meiner Mutti lebte mit ihrer Familie in der 10. Etage. Wir verbrachten damals viel Zeit miteinander. Mit Claudia, der jüngsten Tochter war ich befreundet und ich glaube, für meine Leute war das damals auch sehr angenehm, da ich im Haus blieb und nur mit dem Fahrstuhl unterwegs war. Mein Vater hatte eigens für mich jeweils einen Haken in den beiden Fahrstühlen befestigt, an dem ein Stock hing, mit dem ich die oberen Knöpfe drücken konnte.

Claudia hatte noch einen Bruder, der – so meine ich – ein Jahr älter war als ich. Ich kann mich an kaum mehr erinnern, als dass er kleiner war als ich. Ach, und sie hatte noch eine Schwester, die so vier oder fünf Jahre älter war als ich. Aber an sie und an den Vater der dreien habe ich kaum eine Erinnerung. Doch an ihre Mutter denke ich gerne zurück. Der Gedanke an sie durchströmt mich noch heute mit einem sehr liebevollen Gefühl. Sie hat mich oft in den Arm genommen; ich glaube, ich tat ihr nach dem Tod meiner Mutti einfach leid. Auch sie hat damals unter ihrem Verlust lange gelitten, da die beiden Frauen miteinander befreundet waren und sich schon lange vor dem Einzug kannten.

Jedenfalls hatte ich mit Claudia dieses unkomplizierte Verhältnis, wie es nur Kinder miteinander haben können. Frei von Wertung. Nach einem Streit war man nicht nachtragend und konnte sofort wieder miteinander Lachen.

Sie war schon als Kind sehr sozial; immer für andere da. Ich erinnere mich an sie als ein immer freundliches Mädchen. Nicht launisch, immer lachend, liebenswert und direkt. Was sie dachte, sagte sie. Wir sind oft zusammen mit den Hunden der Nachbarn spazieren gegangen und haben uns so manche Tafel Schokolade damit verdient. Wenn ich mich recht erinnere, hatte sie in ihrem Zimmer neben dem Stundenplan für den Unterricht auch einen Plan, in dem die Zeiten eingetragen waren, wann sie mit welchem Hund Gassi ging.

Da wir nicht auf die gleiche Schule gingen, konnte ich nicht immer mit ihr mitgehen. Sie ging auf eine 'normale' Grund- und später Hauptschule und ich war auf einer Gesamtschule, weshalb ich an den Nachmittagen nicht zu Hause war. Aber auch dazu später Näheres.

Auf jeden Fall gab es bei uns im Haus im Erdgeschoss ein weibliches Pärchen, die zusammenlebten. Zu ihnen gehörte ein kleiner Mischlingshund, den Claudia und ich sehr mochten und den sie regelmäßig am Nachmittag ausführte, wenn die beiden Frauen in der Arbeit waren. Claudias Mutter kannte eine von ihnen schon länger, so dass es nicht weiter verwunderlich war, dass Claudia einen Wohnungsschlüssel hatte, um den Hund aus der Wohnung zu holen. Dieser Umstand spielt für mein Erlebnis eine ganz entscheidende Rolle.

An diesem Tag, auf den ich hier eingehen möchte, war ich zufällig zu Hause und Claudia nahm mich mit in die Wohnung. Bis dahin ging sie immer alleine hinein. Aber dieses Mal war sie sehr aufgeregt und bestand darauf, mich mitzunehmen. So folgte ich ihr. Ich kannte mich sofort darin aus, da sie spiegelverkehrt zu unserer war. Claudia zog mich ins Schlafzimmer und holte aus einem Regal einen großen Karton mit Fotos. Nacktfotos von den beiden Frauen. Sehr intime Fotos, von denen ich heute sagen würde, dass es pornografische Aufnahmen waren, denn die Frauen waren nicht einfach nur nackt. Der Intimbereich war ebenso oft zu sehen, wie sehr spezielle Körperhaltungen. Sehr viele von den Fotos zeigten beide Frauen beim Sex. Heute weiß ich, dass diese Aufnahmen eine dritte Person gemacht haben muss.

Bei dem Gedanken an diesen Moment der direkten und völlig unerwarteten Konfrontation mit diesen befremdlichen und mir damals sehr unangenehmen Bildern, bekomme ich noch heute rote Wangen. Es war abstoßend und anziehend zugleich. Irgendwie ekelten und faszinierten sie mich. Fluchtartig habe ich die Wohnung verlassen und habe sie auch nach diesem Tag nie wieder betreten. Gesprochen habe ich darüber mit niemandem.

Damals spürte ich zum ersten Mal dieses Hin- und Hergerissen sein zwischen wegschauen und hinsehen müssen gleichzeitig. Noch oft musste ich an diese Bilder denken und ich spürte schon damals dieses Kribbeln in mir, das mich so sehr verunsicherte. Gleichzeitig war aber auch diese starke Abneigung in mir und ich hasste mich selbst dafür, dass in mir ein solches Durcheinander herrschte.

Doch offen gestanden faszinieren mich noch heute Liebesszenen zwischen Frauen. Angefangen von zärtlichen Küssen bis zum hingebungsvollen Streicheln und Liebkosen. Wie ich damals auf Fotos von nackten Männern reagiert hätte, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Meinen Vater hatte ich bis zu diesem Tag noch nie nackt gesehen und alles 'Schmuddelige' hielt schon meine Omi von mir fern. Der Sexualkundeunterricht in der Schule bereitete mir großes Unbehagen.

Aus dieser Zeit heraus ist auch meine erste Erinnerung daran, dass ich mich im Spiegel angesehen habe und mich selbst im Intimbereich berührte. Ich wollte das, was ich auf den Fotos gesehen hatte, selbst erleben. Ich wollte dieses Gefühl, das diese Bilder in mir ausgelöst haben, noch einmal spüren.

Annähernd zur gleichen Zeit hatte ich dann ein sehr schreckliches Erlebnis, deren Auswirkungen mich lange Zeit 'begleiteten'. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich war auf dem Weg zur Schule. Unterwegs wollte ich – wie immer – meinen Klassenkameraden Christian abholen, um den restlichen Weg mit ihm gemeinsam zu laufen.

Christian war und ist ein sehr ruhiger Mensch, der in meiner Erinnerung um einiges größer war als ich. Auf Klassenfotos ist zwar zu sehen, dass wir damals annähernd gleich groß waren, aber für mich wurde er nach diesem Tag zu einem Riesen.

Mein Weg führte allmorgendlich durch eine Einkaufspassage in der Gropiusstadt, deren viele Geschäfte naturgemäß zu dieser frühen Stunde noch geschlossen waren.

Heute steht dort ein riesiges Einkaufsforum (die Gropiuspassagen) und durch die überall installierten Überwachungskameras wäre ein solcher Vorfall auch undenkbar. Damals jedoch war alles viel kleiner und gedrungener, mit einem Bruchteil an Geschäften.

Zwar war der eigentliche Weg zur Passage offen und weitläufig, jedoch höher gelegen, so dass man entweder mit der Rolltreppe oder aber über eine Treppe hinaufmusste. Von der Straße aus war die Passage nicht einsehbar. Um zu Christian zu kommen, musste ich also durch eben diese Einkaufspassage. Das Haus, in dem er mit seiner Familie wohnte, lag nur ein paar Schritte von der Passage entfernt und durch eine blickdichte Hecke von ca. 2 Metern Höhe getrennt.

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