Anonym - Erzählungen aus 1001 Nacht - 3. Band

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Erzählungen aus 1001 Nacht - 3. Band: краткое содержание, описание и аннотация

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Im 3. Band lesen wir die Erzählungen aus der einhundertsiebenten bis einhundertvierneunzigste Nacht.
Die Erzählungen aus Tausendundeine(r) Nacht sind eine Sammlung morgenländischer Texte und zugleich ein Klassiker der Weltliteratur. Typologisch handelt es sich um eine Rahmenerzählung mit Schachtelgeschichten. Aus Sicht der frühesten arabischen Leser hatte das Werk den Reiz der Exotik, es stammt für sie aus einem mythischen «Orient». Das Strukturprinzip der Rahmengeschichte sowie einige der enthaltenen Tierfabeln weisen auf einen indischen Ursprung hin und stammen vermutlich aus der Zeit um 250. So wird zwar ein indischer Ursprung vermutet, aber dass der Kern der Erzählungen aus Persien stammt, kann nicht ausgeschlossen werden. Hinzu kommt, dass zwischen dem indischen und persischen Kulturraum zu jener Zeit enge Beziehungen bestanden.

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Und Schahrazad bemerkte das Grauen des Tages und hielt inne in der verstatteten Rede. Doch als die Hundertundelfte Nacht da war, fuhr sie also fort: »Ich vernahm, o glücklicher König, daß Tadsch al-Muluk bei einem Gang durch die Karawane einen schönen Jüngling erblickte, der von anmutiger Gestalt und sauber gekleidet war, dessen Stirn einer Blüte glich, sein Gesicht aber einem Monde; nur war seine Schönheit verwüstet und seine Wange bedeckt von gelben Flecken, denn er war getrennt von denen, die er liebte; er seufzte und stöhnte, und seinen Lidern entströmten Tränen, derweilen er die Verse sprach:

Lang ist die Trennung, und Sorge und Furcht sind bitter – Nie endende Tränen, o Freund, den Augen entrinnen:

Ja, von meinem Herzen schied ich an jenem Tage – Und ziehe nun hoffnungslos, herzlos von hinnen:

Bleib stehn, o Freund, bei mir, dem Abschied nehmenden – Dein Wort kann helfen, kann mir Heilung gewinnen!

Als nun der Jüngling geendet hatte, weinte er eine Weile und fiel dann ohnmächtig nieder; und Tadsch al-Muluk sah ihn an und staunte. Doch als er wieder zu sich kam, hob er den verstörten Blick und sprach die Verse:

Hütet euch vor ihrem Blick, so rat ich, denn er kann hexen – Niemand entkommt unversehrt der Blicke schießendem Flug:

Wahrlich, die schwarzen Augen mit schläfrig sehnsüchtigen Blicken – Dringen tiefer ins Herz als ein Schwert die Wunde je schlug.

Laß dir die Sinne nicht durch ihre süßen Worte berücken – Gärend tragen ins Hirn und den Geist sie dir Fiebertrug:

Weich sind die Flanken, und drückte auf ihre Haut auch nur Seide – Rotes Blut spräng hervor, sieh selber es an, und mit Fug.

Achtsam hütet die Reize sie zwischen dem Hals und den Knöcheln – Ah! und welch anderer Duft gibt mir der Freuden genug?

Und laut schluchzte er auf und sank in Ohnmacht. Als aber Tadsch al-Muluk ihn also sahe, da war er bestürzt, und er trat auf ihn zu; und als der Jüngling wieder zu sich kam und den Königssohn zu seinen Häupten stehen sah, da sprang er auf und küßte den Boden zwischen seinen Händen. Tadsch al-Muluk aber fragte ihn: ›Weshalb zeigtest nicht auch du uns deine Waren?‹ und er versetzte: ›O mein Herr, unter meinem Vorrat ist nichts, was deiner erhabenen Höhe wert sein könnte.‹ Sprach der Prinz: ›Du mußt mir zeigen, was du hast, und mich bekannt machen mit deinem Schicksal; denn ich sehe dein Auge in Tränen, und das Herz ist dir schwer. Wenn du bedrückt worden bist, so wollen wir deine Bedrückung enden, und wenn du in Schulden bist, so wollen wir deine Schulden bezahlen. Denn mir brennt das Herz bei deinem Anblick, seit mein Auge auf dich fiel.‹ Dann ließ Tadsch al-Muluk die Sitze legen, und man brachte ihm einen Stuhl aus Elfenbein und Ebenholz, belegt mit einem Gewebe aus Gold und Seide; und vor den Füßen breitete man ihm einen seidenen Teppich hin. Da setzte er sich auf den Stuhl und winkte dem Jüngling, sich auf den Teppich zu setzen, und sprach: ›Jetzt zeige mir deinen Warenvorrat!‹ Versetzte der junge Händler: ›O mein Herr, sprich nicht so zu mir, meine Waren sind deiner nicht wert.‹ Erwiderte Tadsch al-Muluk: ›Es muß so sein!‹ Und er befahl den Sklaven, die Waren zu bringen. So brachten sie sie wider seinen Willen; und als er sie sah, da strömten ihm die Tränen aus den Augen, und er weinte und seufzte und klagte; ein Schluchzen lief ihm durch die Kehle, und er sprach die Verse:

Beim Kohl, das deine Augen tändelnd zeigen – Bei deines Leibs geschmeidigem Ebenmaß!

Bei deiner Lippen Honigtau und Wein – Bei deines Geistes Zier, der nie die Huld vergaß!

Dein Anblick, schon im Traum, o meine Hoffnung – Gibt mehr als Rettung mir aus schwerer Schmach Gelaß.

Und der Jüngling öffnete seine Ballen und breitete einzeln, Stück für Stück, seine Waren vor dem Prinzen aus, und unter ihnen war ein seidenes Gewand, mit Gold durchwirkt, das seine zweitausend Dinare wert war. Doch als er es entfaltete, da fiel ein Stück Linnen heraus, das der junge Händler eilig aufgriff und unter seinem Schenkel barg; sein Verstand aber entfloh, und er begann die Verse zu sprechen:

Wann heilt von dir dies Herz, das stets im Wehe wohnt? – Zu Sternen fänd ich wohl, doch nicht zu dir die Stege.

Verbannung, Trennung, Schmerz, Sehnsucht und Liebeslohe – Vertröstung, Aufschub: das sind meines Lebens Wege:

Ich leb im Wiedersehn und sterb im Grame nicht – Find keinen Pfad zu dir, wie ich mich schweifend rege:

Du kennst kein Recht, in dir wohnt das Erbarmen nicht – Ich kenne nicht zu dir, nicht von dir fort die Wege:

Denn Gehn und Kommen ist versperrt durch meine Liebe – Ich finde keinen Pfad, wie sehr ich sinn und wäge.

Ob dieser Verse nun staunte Tadsch al-Muluk, denn er konnte sie nicht begreifen. Als aber der Jüngling nach dem Linnen griff und es unter dem Schenkel barg, da fragte er: ›Was ist mit diesem Linnen?‹ ›O mein Herr‹, erwiderte der Händler, ›dies Linnen hat nichts mit dir zu tun.‹ Sprach der Königssohn: ›Zeige es mir‹; und der Händler: ›O mein Herr, um dieses Stückes Linnen willen weigerte ich mich, dir meine Waren zu zeigen; denn ich kann es dich nicht sehen lassen.‹ – –«

Und Schahrazad bemerkte das Grauen des Tages und hielt inne in der verstatteten Rede. Doch als die Hundertundzwölfte Nacht da war, fuhr sie also fort: »Ich vernahm, o glücklicher König, daß der junge Händler sprach: ›Nur um deswillen weigerte ich mich, dir meine Waren zu zeigen, denn du darfst es nicht sehen.‹ Da entgegnete Tadsch al-Muluk: ›Ich muß und will es sehen‹; und er bestand darauf und wurde zornig. Da zog der Jüngling es unter dem Schenkel hervor und weinte und seufzte, und seufzte und schluchzte nur doppelt und sprach die Verse:

Jetzt schilt mich nicht; denn Schelten bringt nur Schmerz – Ich sprach ihm gütlich zu, doch fand sein Ohr ich nicht:

Schütz Allah meinen Mond, der in dem Tal sich hebt – Aus dem gelösten Kleid, wie er durch Wolken bricht:

Ich ließ ihn, doch hätt mir ein wenig Frieden nur – Die Liebe dort gewährt, noch heut ließ ich ihn nicht:

Wie lange sprach für mich am Trennungsmorgen er – Und Tränen liefen ihm wie mir vom Angesicht:

Straf mich nicht Lügen, Gott: verzeih mir mein Gewand – Das Trennung so zerriß, es flicken, ist mir Pflicht!

Mir blieb kein Lager weich, und liegt er ganz allein – Ein Lager tröstet auch, so weich es sei, ihn nicht:

Mit ihrer Unglückshand griff zwischen uns die Zeit – Ihr Freuden all, wie mir, so ihr auch ihm verblicht,

Hernieder strömt der Schmerz, die Zeit füllt eine Schale – Reicht mir sie, reicht sie ihm: wir trinken den Verzicht.

Und als er geendet hatte, sprach Tadsch al-Muluk: ›Ich sehe in deinem Verhalten nicht Anlaß noch Folge; so sage mir, weshalb du beim Anblick dieses Linnens weinest.‹ Der junge Händler aber seufzte bei der Erwähnung des Linnens und sprach: ›O mein Herr, meine Geschichte ist seltsam und mein Schicksal ungewöhnlich, soweit es zusammenhängt mit diesem Stück Leinen und mit der, von der ich es habe, und der, die diese Figuren und Zeichen gestickt hat.‹ Und er breitete die Leinwand aus, und siehe, man erblickte auf ihr die Gestalt einer Gazelle, in Seide gestickt, und durchwirkt mit rotem Golde, und ihr gegenüber stand eine zweite Gazelle, in Silber gestickt, mit einem Halsring aus rotem Golde, an dem drei Chrysolithenperlen hingen. Als nun Tadsch al-Muluk die Schönheit dieser Gestalten erblickte, da rief er aus: ›Ruhm sei Allah, der die Menschen lehret, was sie nicht kennen!‹ Und sein Herz sehnte sich danach, die Geschichte des Jünglings zu hören, und er sprach zu ihm: ›Erzähle mir dein Erlebnis mit ihr, der diese Gazellen gehörten.‹ Versetzte der Jüngling: ›Vernimm, o mein Gebieter.‹

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