Julie Burow - Ein Lebenstraum

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"Ein Lebenstraum" beginnt wie ein klassisch-romantischer Roman: Die Helden werden idealisiert zu fehlerlosen Musterbildern des männlichen und weiblichen Geschlechts, auch die Sprache scheint einem heutigen Leser zunächst schwer verdaulich. Dann aber entfaltet sich eine komplexe Familiengeschichte, die bei aller Zuspitzung nicht unrealistisch wirkt.

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»Wer zum Teufel, Justizrat, ist das hübsche Mädchen, das dort eben mit dem Baron von Kandern walzt? Die dort rechts, mit dem Rosenkranz und dem Füßchen, das man wie einen jungen Vogel in der hohlen Hand halten könnte.«

»Freut mich, dass sie Ihnen gefällt, Herr Ober-Inspektor, es ist niemand anders als die Nichte meiner Frau, Leonore Arnold«, entgegnete der Gefragte mit einem eigentümlichen Lächeln.

»Was, was, na unmöglich, doch nicht die Tochter von Ihrer Frauen Schwester, die mit dem Schauspieler Arnold davonging? Na unmöglich! Mir ist, als wenn die Geschichte, die die ganze Welt halb toll machte, erst gestern geschehen wäre. Ah, ein Sakkermentskerl war der Arnold, und ihre Schwägerin war ein hübsches Ding zu ihrer Zeit.«

»Sie ist ihre Tochter«, entgegnete der Justizrat mit einigem Ernst, »und wir haben sie seit sechs Wochen zu uns genommen, weil sie in den Umgebungen, wo sie aufwuchs, wahrscheinlich zugrunde gegangen wäre. Die Mutter starb vor sechs Jahren. Damals schon wollten meine verstorbenen Schwiegereltern das Kind haben, aber der Vater verweigerte es ihnen! Jetzt hat er sich anders besonnen. Er schrieb selbst an uns und trug uns das Mädchen an. Er hat zum zweiten Mal geheiratet, die Stiefmutter ist auch Schauspielerin, Prima-Donna einer in der Mark irgendwo vagabundierenden Truppe, und mag die erwachsene Tochter als keine sehr angenehme Zugabe betrachtet haben. Wir nahmen sie natürlich, wir sind kinderlos, meiner Frau ist die Gesellschaft und gelegentliche Aushilfe des Mädchens bei häuslichen Arbeiten angenehm, und meiner Schwiegermutter letzter Wunsch geht in Erfüllung; denn sie starb, indem sie uns bat, das Kind ihrer ältesten Tochter nicht aus den Augen zu lassen.«

»Ich habe sie gekannt! Ich habe sie gekannt, die wackere alte Dame«, sagte der Ober-Inspektor mit trübem Kopfnicken. »Sie hat es nie vergessen können, dass ihre Älteste, ihr Stolz, ihres Herzens Liebling sich zu einem Gespött gemacht hatte. Und der Oberst, der ehrliche Haudegen! Wissen Sie, Justizrat, ich war noch halb und halb ein Junge, kaum zwanzig Jahre alt, als Anna von Korff den Teufelsstreich machte, aber Gott strafe mich, ich habe geweint, als ich den alten Soldaten sah, dem man sein Bestes, sein Kind, geraubt hatte.«

»Kannten Sie den Schauspieler Arnold, Herr Ober-Inspektor?«

»Hm ja! So halb und halb, hab’ ihn auf dem Theater gesehen, auch ein paarmal in der Weinstube drüben! Er spielte Heldenrollen und so die – wie nennt man sie – die Schändlichen, die in den Stücken vorkommen. Es war nichts Besonderes an dem Kerl zu sehen, er hatte nicht einmal eine rechte Figur, ich bin wenigstens gute zwei Zoll größer als er, aber reden konnte er wie ein Buch.«

»Vielleicht auch aus einem Buch«, sagte der Justizrat mit seinem gewöhnlichen Lächeln, das zwei Reihen blendender sehr großer Zähne entblößte.

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Zweites Kapitel.

Das junge Mädchen, die Veranlassung dieses Gesprächs, stand während desselben am obern Ende des Saales neben ihrem stattlichen Tänzer.

»Sie sind zum ersten Mal in dieser Gesellschaft, mein Fräulein?« fragte derselbe, seinen hübschen Kopf zu ihr neigend.

»Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Ball.«

»Und doch eine so graziöse Tänzerin!«

»Ich weiß nicht, ob ich das bin, mein Herr, aber ich denke, das wäre kein besonderer Vorzug; tanzen mein’ ich, kann jeder, der Atem holt und noch vieles, was das nicht einmal tut; tanzen doch Ball und Kreisel und das Geldstück oder der Knopf, den Sie auf dem Tisch einmal drehen, und wie heißt’s in dem Liedchen:

›O – der unnennbaren Seligkeit

Unter der Hörner Getön

Traulich in süßer Umschlungenheit

Sich wie die Sphären zu dreh’n!‹«

Baron Kandern warf einen erstaunten Blick auf das glühende Angesicht seiner Tänzerin. Wo in aller Welt hatte das junge Geschöpf mit den Sternenaugen das anstößige Zitat her? Aber in diesen Augen lag nichts, nichts als vollständige Unschuld und eine leuchtende funkelnde Freude, die seltsamerweise für den Beobachter etwas Rührendes, fast Schmerzendes hatte.

»Sie sind in dieser Gegend nicht heimisch?« begann er von Neuem zu fragen, doch Leonore deutete mit dem Finger auf das ihnen vortanzende Paar, das sich eben zur neuen Tour anschickte; Kandern legte seinen Arm um ihre feine Taille und dahin flogen sie; mit ihrer Tour war auch der Tanz beendet, Leonore musste ihrem Tänzer die Antwort auf seine Frage schuldig bleiben. – – –

Eine Nacht des Vergnügens verfliegt wie Champagner-Schaum, auch Lorchens erste Ballnacht war vorüber, sie hatte jenen unruhigen, von Tanzmusik durchbrausten, von Träumen durchwebten Schlaf gehabt, der einer solchen zu folgen pflegt, und stand bleich und mit abgespannten Nerven am Fenster ihres kleinen Stübchens. Der Schnee wirbelte in dichten großen Flocken um die Giebel und Dächer der Häuser, die sie von dort sehen konnte. Es war ein Teil der Hinterfronte der Hauptstraße, und wie anders sah sie aus als ihre Vorderseite. Blinde Fenster ohne Gardinen, Hoftüren, aus der schlumpige Mägde den Kehricht gleich an die baufällige Treppe geworfen, um sich den Weg bis zur Düngergrube zu sparen, die wenige Schritte davon entfernt, jetzt vom Schnee mit einer zarten Decke überwebt wurde. Ställe, aus denen Vieh hervorbrüllte und rechts dicht neben ihr, der Hof eines Schlächters, in dem eine Blutlache noch rot durch den Schnee schimmerte und an Leinen und Stäben in hässlichen Girlanden, die Gedärme verschiedener Tiere aufgehängt waren. Es lief ein Grauen durch des jungen Mädchens Glieder bei diesem Anblick.

»O wie unangenehm«, dachte sie, »sieht doch das ganze Leben von seiner Kehrseite aus, und wie viel wahrer ist die eigentlich, als die vordere. Hier zeigen sich die Menschen, wie sie sind, dort, wie sie uns scheinen wollen. An jedem Hofe sieht man, was für Leute das Haus bewohnen. Pfui, wie garstig! So garstig wie – der Tag nach einem Ball.«

Sie setzte sich matt auf den Stuhl am Fenster und stützte den Kopf in die Hand.

Er war wüst und brannte.

»Kann man sich noch auf einen Ball freuen, wenn man weiß, wie hässlich einem den Tag darauf zumute ist? Gewiss, ich möchte niemals mehr tanzen, niemals! Wie ein Spuk kommt mir die gestrige Aufregung und Luft vor.«

Sie wandte sich vom Fenster ab. Auf der Kommode ihres Stübchens lag der Rosenknospenkranz, der ihr gestern so ausnehmend gefallen.

»Rotgefärbte Zeugläppchen und grünes Papier«, flüsterte sie vor sich hin, »die schlechtesten Lappen, die es gibt, kann man zu Blumen der Art verarbeiten. Ja! eine Rose, eine wirkliche Rose! Die ist schön, sie duftet, sie lebt, und eine Hand voll Veilchen! Ha, wer die jetzt hätte! Blauveilchen, Kinderaugen des lieben Waldes, wann werdet ihr euch wieder öffnen und mich anlächeln?«

In diesem Augenblick klopfte man an ihre Tür und auf ihr: »Herein!« erschien ein Diener in grauer silbergestickter Livree und fragte:

»Hab’ ich die Ehre, Fräulein Leonore Arnold vor mir zu sehen?«

»Ja«, entgegnete die Kleine ziemlich betreten.

»Eine Empfehlung an Sie, mein Fräulein, ich habe den Befehl, das hier abzuliefern.«

Er setzte dabei einen Zentifolienstock, dessen Knospen sich eben röteten, ein über und über blau blühendes Töpfchen Winterveilchen und eine Anthemis, deren Sternblumen von geschlagenem Golde zu sein schienen, an das Fenster und war verschwunden, ehe Lorchen auch nur hätte fragen können, wer ihn beauftragt und für wen diese schönen Blumen bestimmt? Sie standen vor ihr, in aller Pracht ihrer natürlichen Schönheit, als ob die Feen sie auf ihren Wunsch hergesandt. O die Veilchen! Die herzigen Veilchen! Lorchen hätte in lauten Jubel ausbrechen mögen über ihren Frühlingsduft und ihr Maigrün und das Blau ihrer Blütchen.

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