Michael Kornas-Danisch - KISHOU I

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Die heutigen phantastischen Geschichten unterscheiden sich im wesenntlichen von den Sagen und Mythen unserer Vorväter vornehmlich dadurch, daß ihre Geschichten nur noch «Geschichten» sind. In alten Zeiten waren sie in den verschiedenen Kulturen das probate Medium zur Vermittlung oder Begründung des kosmischen Weltganzen oder deren Teile.
Der hier nun vorliegende 4-teilige High-Fantasy Roman greift auf die alte Tradition der prosaisch-gleichnishaften Verschlüsselung archetypischer Erfahrungen zurück, und versucht sie in eine unterhaltsame Fantasy-Geschichte einzuweben.
Die Hauptpersonen des Romans sind die «Sippe der Chemuren». Hinter ihnen verbergen sich die personifizierten Götter der griechischen Mythologie. Sie sind allerdings hier – personifiziert als «Individuen» und damit herausgerissen aus ihrer eigentlich überpersönlichen Symbolik, und letztlich dem Unterhaltungswert der Geschichte dienend – entsprechend überzeichnet.
Ihnen gegenüber steht ein in diese mythische Welt geworfenes, anfänglich sehr junges und anscheinend ganz normales Mädchen, das auf einer abenteuerlichen Odyssee, und in der Auseinandersetzung mit diesen mythischen Mächten heranwächst, und dabei nach und nach ihre Welt und deren Zusammenhänge erfährt – und letztlich sich selbst.
Die Geschichte erzählt also scheinbar entgegen seinem Genre (Fantasy) etwas über die reale Welt des Lesers – genauer: über das, was wir als «Wirklichkeit» bezeichnen – indem es diese «Wirklichkeit» in symbolhafte Figuren, Handlungen und Lebensräume gleichnishaft verschlüsselt, um dessen Grundlagen erkennbar werden zu lassen.
Bei aller persönlicher Faszination gegenüber den Erkenntnisssen unserer antiken Vordenker, war ich allerdings immer bemüht, vor allem eine unterhaltsame und augenscheinlich phantastische Geschichte aufzuschreiben, die nach einer gewissen Einlesezeit zu allererst einmal Spaß und Spannung für Hirn und Herz bereiten sollte.
Der Autor

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Ohnmächtig vor Zorn schrie er in sie hinein. Er rief nach Suäl Graal, streckte sein schweres Schwert hoch gegen den Himmel und forderte die Gottheit auf, sich nicht feige hinter den Wolken zu verbergen ...

Mujie Saii sah, wie unter dem Schlag eines heftigen Donners der gleißende Blitz herabfuhr, und den Himmel geradewegs mit dem Schwert Halem Saiis verband. Die Luft um ihn herum glühte blendend hell auf – als im selben Moment noch ein zweiter Blitz in die Spitze seines Schwertes schlug.

Ohne einen Laut von sich zu geben, brach Halem Saii in sich zusammen.

Die Lautlosigkeit des Todes Halem Saiis wurde ersetzt durch den gellenden Aufschrei der Schwester. Fast besinnungslos vor Schmerz sprang sie die letzten Schritte auf die Ebene, um sich über ihren Bruder zu werfen. Sie schrie und trommelte mit ihren Fäusten auf seiner Brust herum – aber es war kein Leben mehr in ihm.

Bald Ermattet und schluchzend lag sie eine lange Zeit auf seinem leblosen Körper, bis auch sie still wurde.

Es war noch einmal eine lange Zeit vergangen, als sie wieder ihren Kopf hob. Langsam richtete sie sich auf, und ebenso langsam schritt sie zum Rand des Abgrundes. Lange blickten ihre leeren Augen in die graue Welt hinein. Irgendwann zog ihre Hand die Schleuder aus dem Gürtel, um nach einem Moment des Verharrens mit ihr schlaff herab zu sinken. Vom Stöhnen der Winde übertönt, fiel sie lautlos neben ihren Füßen auf den Fels – und ohne auch nur einmal zu wanken, neigte sich ihr Körper langsam über seinen Schwerpunkt hinaus, und kippte still in den Abgrund.

Schon bald verschlang das Grau der feuchten, schweren Luft Mujie Saii. Und es war noch eine Zeit – die Letzte – bevor ihr Körper auf das harte Wasser aufschlug.

~*~

1.Buch

Wandlung

Und so Mujie Saii NICHT war

War sie EINS

Und so Mujie Saii EINS war

War sie wahrhaftig

Und so Mujie Saii wahrhaftig war

War sie

NICHT

Denn das WAHRHAFTIG

Das ohne WIDERSPRUCH

Das IST NICHT

Und so Mujie Saii NICHT war

Und so Mujie Saii EINS war

War da nichts AUßER Mujie Saii

War da nichts außer MUJIE SAII.

Und so da nichts AUßER Mujie Saii war

Und so da nichts außer MUJIE SAII war

So war

ALL.

Und so sie All war

SOWOHL ALS AUCH

JENE als auch DIESER

SCHWARZ als auch WEIß

Doch nichts zu gleichen Teilen

Doch nichts in Harmonie

Doch nichts das kam zur Deckung

So war eine GROßE BEDRÄNGNIS

Und so eine große Bedrängnis war

Und so da ein Drängen war

des EINEN entgegen dem ANDEREN

Da war EINS NICHT MEHR

Da war WIDERSPRUCH

DA WAR EIN SCHEIDEN

Da war SCHÖPFUNG

Da war wiedergeboren die

Die als Mujie Saii erkannt werden wollte

Doch daran konnte sie sich nicht mehr erinnern ...

Erinnerung

Reflexartig ließ sie sich hinter der Mauer des Brunnens fallen. Der schwere Wassereimer, den sie gerade heraufgezogen hatte, plumpste neben ihr auf den Boden und ergoss seinen Inhalt über den Saum ihres Kleides. Ihr Herz raste, und etwas schien ihr die Luft nehmen zu wollen. Ihre Finger kratzten unkontrolliert an ihrem Bäuchlein herum, und es dauerte diesmal sehr viel länger als sonst, bis sie sich wieder einigermaßen gefasst hatte. Es gelang ihr durchzuatmen.

Vorsichtig schob sie ihren jungen Körper an den groben Steinen des Brunnens entlang, bis ihre Augen das Ziel fanden. Unweit vor ihr, im hohen Schilf des kleinen Teiches war etwas – nicht ,etwas’ – ,Jemand’ … Sie hatte es erst bemerkt, als es sich bewegte – und war sofort abgetaucht. Jetzt war es nicht mehr da – wie immer, wenn sie danach suchte.

Sie versuchte den dicken Kloß in ihrem Hals herunter zu würgen. Ihre Augen sprangen von Halm zu Halm, während sie wieder einmal angestrengt versuchte, sich an die Erscheinung zu erinnern. Doch auch dieses Mal gelang es ihr nicht. Zu schnell reagierte sie immer mit ihrer Flucht. Genauer: Irgend etwas in ihr reagierte zu schnell. Sie hatte keine Gewalt darüber.

Langsam begann sie sich zu beruhigen. Sie richtete sich vorsichtig auf und ließ den Blick durch den großen Garten kreisen. Alles schien, wie sie es gewohnt war. Irgendwelche Bewegungen und Geräusche waren immer da. Es war ein sehr großer Garten, dessen weite Begrenzung, die aus einer hohen und undurchdringlichen Hecke bestand, von hier aus nicht zu sehen war. Viele Bäume, Strauchwerk und hohes, wildes Gras ließen die Augen von diesem Platz aus nicht bis zu dessen Grenze vordringen.

Unzählige kleine Tiere teilten sich dieses Anwesen mit ihr. Einige von den Größeren kannte sie bereits sehr gut und spielte mit ihnen ... Es war immer etwas zu sehen oder zu hören an diesem Ort. Doch jenes Wesen gehörte nicht hierher – was immer es sein mochte.

Sie hob den leeren Eimer vom Boden auf, und hängte ihn erneut an den Haken des Taues, der ihn in der Tiefe des Brunnens sichernd begleitete. Ihre Hände bearbeiteten die quietschende und immer wieder hakende Kurbel der Winde, aber ihre Aufmerksamkeit galt ungebrochen ihrer Umgebung. Wieder versuchte sie sich zu erinnern …

Es ist schon eine gute Zeit her, als es das erste Mal geschah. Etwas verschwand um die Ecke ihres kleinen Heims, als sie gerade aus der Tür trat. Es war sehr groß … aber das war auch alles, was sie erinnern konnte. Es hatte keine Farbe und keine Gestalt – zumindest wusste sie keine zu benennen. Sie sprang sofort wieder zurück ins Haus, während ihr irgendetwas die Luft zu nehmen schien – dann war es vorbei. In dieser Art war es immer, doch die zeitlichen Abstände zwischen diesen Vorfällen wurden offenbar von Mal zu Mal kürzer.

Sie vernahm das leichte Aufsetzen des Eimers auf das tiefe Wasser, und das Seil erschlaffte. Sie wartete die Zeit, die der Eimer brauchte, um endgültig abzutauchen, und begann ihn wieder hinauf zu kurbeln.

Das geschah, wie immer, nicht ohne Mühe. Sie war noch sehr jung. Ihr noch schmaler, doch durchaus kräftiger Körper, der in einer leichten Wölbung ein kleines Bäuchlein verriet, beugte sich über den Brunnenrand, um den Bügel des Eimers zu fassen. Einen Augenblick lang schaute sie nach unten und vermochte in der Tiefe sich selbst zu erblicken. An frohen Tagen konnte sie viel Zeit damit verbringen, ihr Spiegelbild dort unten zu betrachten. Es war nicht Eitelkeit, es war vielmehr ein Staunen über das, was sie dort sah – und eigentlich nicht recht verstand. Zuweilen gab es kleine Wellen in der Tiefe des Brunnens, dann bewegte sich ihr Abbild und es schien ihr, als wäre die dort unten jemand Anderes – aber das konnte natürlich nicht sein.

Das Antlitz der Kleinen war in der Art, dass die sie umgebende Natur wohl ihre eigene Unvollkommenheit darin entdecken musste. In ihren großen, dunklen Augen, so schien es, konnte man all ihre durchwanderten Universen entdecken. … Doch es war keinerlei Erinnerung in ihr – sie wusste ja nicht einmal, dass es überhaupt etwas zu erinnern gab. Alles was ihr Nachsinnen füllte, stammte von diesem kleinen und vertrauten Ort.

Doch in diesem Moment hatte sie keinen Sinn für die Verwunderlichkeiten einer Spiegelung in der Tiefe. Sie zog fast hastig den überschwappenden Eimer auf die Brüstung, während ihre Augen einmal mehr versuchten, die hohe Hecke des Gartens durch all die Bäume und dem Gestrüpp zu erkennen. Doch es gelang ihr nicht.

Vielleicht kam dieses Wesen von dort draußen?

Sie hatte noch niemals auch nur einen Blick hinter diese Hecke getan. Ihr Bäuchlein signalisierte ihr unmissverständlich, dass es sich davor zu bewahren galt. Es gab wohl immer wieder Momente, in denen sie sich fragte, was hinter dieser undurchdringlichen grünen Wand lag, aber es blieben immer nur Momente. Eine unerklärliche tiefe Angst, die sie von Anfang ihrer Erinnerung an in sich trug, stillte immer sehr schnell die aufkeimende Neugier in ihr. Niemals hatte sie sich gefragt, warum sie allein war in diesem Garten – umgeben von einer unüberwindlich anmutenden Hecke – die seltsamerweise immer so aussah, als wäre sie gerade frisch beschnitten worden …

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