Inga Berg - Wo Anders

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Maike ist 10 Jahre alt, etwas zu groß für ihr Alter, und ihrer Meinung nach zu dick. Sie wächst in der wohlhabenden Gesellschaft Heidelbergs der 70er Jahre auf. Die Familie von Hochfelden lebt in einer repäsentativen Villa. Der Vater Victor von Hochfelden, ist ein erfolgreicher und anerkannter Rechtsanwalt für Scheidungsrecht.
Doch Maike sieht Abend für Abend das wahre Gesicht ihres Vaters. Maike wünscht sich in eine Zeit, in ein anders Leben. Immer tiefer gerät sie in die Schattenwelt der Fantasie und der Träume, taucht darin unter und findet damit eine Möglichkeit, sich vor Schmerz und Enttäuschung zu schützen, entflieht so der Realität.
Unter dramatischen Ereignissen gerät Maike immer tiefer unter den Einfluss der alles umgebenden schwarzen Macht, der sie sich bedingungslos hingibt…

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Wieder hörte ich dieses höhnische Lachen, das durch mein Ich tobte. Aufbrausend, erniedrigend, demütigend. Mich wollte hier keiner. Ich gehörte einfach nicht dazu. Die Welt war in Ordnung. Alle zufrieden mit sich und dem, was geschah, warum sollte mich da irgendjemand beachten. Ich wurde nicht gebraucht. Vielleicht war es auch besser so. Wieder brach ein tosender Kampf zwischen türkisgrüner Wut und der dunklen, bewegungslosen Resignation in mir aus. Ich schrie, ich tobte, ich brach zusammen und heulte bitterlich – unsichtbar.

Noch immer stand ich in einem der Rundbögen neben einem der Tee-Kübel und anscheinend den durstigen Mit-Zeltlager-Bewohnern im Weg. Unsanft wurde ich in Richtung Essenstische, in Richtung Tellergeklapper und Löffelgeschöpfe, in Richtung wildes Geschnatter und fröhliches Miteinander geschubst. Und ehe ich es mich versah, stand ich neben Esther, die mir einen Platz an ihrer Seite frei gehalten hatte. Erwartungsfroh sah sie mich an und ich… kämpfte nicht mehr, setzte mich.

Da schob sie mir ihren Becher, vollgefüllt mit kaltem Pfefferminztee, hin und bot mir auch ihren Teller mit köstlich duftender Nudelsuppe an. Mein Magen krampfte sich zusammen und meine Kehle fühlte sich rau und trocken an. Wie gerne hätte ich den Tee angenommen, egal ob mein Becher oder ihrer, und den salzig, würzigen Geschmack der Suppe hatte ich bereits auf der Zunge, als ich mich dabei beobachtete, wie ich den Becher zurückschob und den mir hingehaltenen Löffel abwies. Wut stieg in mir auf. Was sollte das alles hier?

Ich wollte nicht hier sein, wollte keine Freundin haben, wozu auch?

Sollte Esther sich doch eigene Freunde suchen unter ihresgleichen und mich in Ruhe lassen mit ihrer ewigen Freundlichkeit und ihren drei Kieselsteinen. Ich jedenfalls wollte nicht ihre Freundin sein. Ich hatte meinen eigenen Teller, meinen eigenen Becher und sogar eine noch viel schönere Kuscheldecke als die schöne Katharina. Nur eben nicht hier.

Und das war es überhaupt. Esther war auf meine Sachen scharf. Meine Mutter hasste es, wenn ich so sprach, aber sie war ja nicht da!

„So eine Scheiße“ fauchte ich Esther an „behalt doch dein Essen für dich, ich bin nicht scharf darauf, diesen Fraß in mich `rein zu quälen“ - stand auf und ließ eine völlig verdutzte Esther zurück.

Ich spürte, wie sich mir während meines Temperamentausbruches sämtliche Blicke zugewandt hatten. Augenblicklich waren die Gespräche an den Tischen verstummt. Sogar Katharina vergaß einen Moment lang, wie wichtig sie war und schenkte mir ihre Aufmerksamkeit und ein bisschen Bewunderung lag in ihrem Blick!

Ich triumphierte und marschierte hoch erhobenen Hauptes hinaus in das helle Sonnenlicht!

Meine Würde war wieder hergestellt. Mein Status hervorgehoben. Ich war nicht käuflich.

So schnell, wie ich das Interesse aller auf mich gelenkt hatte, so schnell ging mein Stern auch wieder unter. Jedes der vielen Augenpaare, die mich gerade noch voller Neugier beobachtet hatten, wendete sich nun wieder ihrer vorherigen Aktivität zu. Aber mein Abgang war spektakulär gewesen, das musste man mir schon lassen.

Als die Geräuschkulisse im Speisesaal wieder anschwoll und ich mir gewiss war, dass mir keinerlei Beachtung mehr geschenkt wurde, drehte ich mich vorsichtig um.

Esther saß immer noch regungslos da und starrte mich an. Voller Unverständnis und tief getroffen, aber in keinster Weise anklagend oder gar zornig. Sie saß einfach nur da und sah mich an. Ja, ich hatte meine Stellung klar gemacht und mir die Anerkennung der Meinen zurückgeholt, aber anstatt zufrieden zu sein, fühlte ich mich elend und jetzt noch einsamer als auf dem Kirchplatz heute morgen. Jede Faser meines Seins zog mich zurück in den kühlen Raum, in dem Esther saß und mich noch immer erwartungsvoll ansah. Doch es gab kein Zurück. Wie würde das denn aussehen, wenn ich jetzt zurückging und sie um Verzeihung bitten würde? - Nein, so etwas war einer Maike von Hochfelden, Tochter eines in der Gesellschaft hoch angesehenen Rechtsanwaltes, nicht würdig! Und nötig hatte ich es sowieso nicht. Schließlich hatte sie mir ja ihren angelutschten Löffel hingehalten und ihren halbvollen Becher Tee, aus dem sie bereits getrunken hatte. Sie hatte das alles provoziert und selber Schuld. Und doch, mein Herz krampfte sich zusammen, wenn ich sie so sah. Es tat mir so leid, ich war so dumm gewesen und hatte die einzige Verbündete, die ich hier hatte, so derart vor den Kopf gestoßen. Aber warum war sie auch so nett zu mir gewesen? Was hatte sie damit bezweckt? Wusste sie denn nicht, dass die Welt anders funktionierte?

Trotzig wandte ich mich ab. Der Fall Esther war für mich abgeschlossen.

Mit einer Leere im Kopf, die allmählich hinunter zu meinem knurrenden Magen wanderte, ihn zum Schweigen brachte und sich bis zu meinen zwiespältigen Emotionen ausbreitete, um mich in meine wohlvertraute, alles erstickende Dunkelheit zu hüllen, ging ich in Richtung Zwangsheimat - Zelt, als ich hartnäckig am Arm gezogen wurde.

Instinktiv wehrte ich mich gegen das Gefühl, festgehalten zu werden, riss mich aus dem unfreiwilligen Körperkontakt und ging weiter. Doch erneut wurde ich am Handgelenk umfasst und in meiner Bewegung aufgehalten. Kampfbereit drehte ich mich um.

„Ich mag den Fraß und den Tee auch nicht, “ mit einer abfälligen Handbewegung strahlte sie mich an, „den Tee…den können die selber trinken“. Unwillkürlich schlich sich eine Träne, schmerzhaft in meinen Blick. Schied wie ein dunkler Schatten aus meinen Gefühlen und lief mir über mein Gesicht. Durchdrungen von Sommersonnenhimmelblau löste sich das Schwarz in meiner Seele auf.

Was war das nur? Sie schien einen direkten Zugang zu meinem Sein zu haben. Konnte mich mit einem Blick in ihre Wirklichkeit aus unbeschwerter Kindheit führen. Und ich ging mit, folgte ihr in den hellen Sommertag einer heilen Welt. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, im Schutz einer uralten Linde im warmen Gras zu sitzen und uns Geschichten von tanzenden Schatten, die in alten Bäumen wohnen, und seltsamen Nachbarn mit hübschen Töchtern zu erzählen.

Noch stand die Sonne golden am Himmel, als durch das ganze Lager eine Welle des Aufbruchs rollte. Dem trägen Dahindösen des Nachmittags folgte aufgeregte Bewegung. Hier und da wurden Rucksäcke gepackt, Decken zusammengelegt, Kostbarkeiten eingesammelt. Bis sich schließlich alle Kinder erneut vor dem steinernen Haupthaus versammelt hatten, um dann in genau dem bunten, lebendigen Strom aus den Toren hinaus zu den Bussen zu strömen wie sie am Morgen auf das Ferienfreizeitgelände geschwappt waren. Esther und ich mitten unter ihnen. Fröhlich schwatzend, hüpfend und lachend ging es zurück ins Tal. Und genau wie am morgen standen sie wieder da, die Mütter in ihren geordneten Verhältnissen zueinander. Ihre Sprösslinge erwartend. Wieder öffneten sich die Glastüren des Busses und wieder strömten die Zeltlagerentlassenen hinaus, um den Platz vor der Kirche mit tausend Stimmen und Lachen zu füllen. Schon bei der Auffahrt des Busses auf den mit erwartungsfrohen Eltern gefüllten Platz begannen die Gesichter um mich herum zu glänzen. Der Geräuschpegel wurde nahezu unerträglich und auch Esther neben mir hatte wohl einen ihrer Eltern entdeckt, denn sie begann, unvermittelt zu winken und auf ihrem Sitz hin- und herzuhüpfen.

Ich tauchte ab in den Hintergrund. Ich wusste, dass es für mich Niemanden gab, der auf mich wartete, der mich ungeduldig in Empfang nahm.

Als sich die Türen öffneten, gab es kein Halten mehr. Esther und auch all die anderen schienen geradezu aus dem Bus direkt in die Arme ihrer Lieben zu fliegen. Manch einer ein bisschen verhaltener, aber doch voller Ungeduld und voller Erlebnisse, die es auf der Stelle mitzuteilen galt.

Meine Erlebnisse wollte keiner wissen. Ich war gesund und kam so aus dem Transportgefährt, wie man mich am morgen hinein geschoben hatte. Sogar meinen Rucksack hatte ich wieder. Der Busfahrer hatte ihn mir auf der Rückfahrt gegeben. Man hatte ihn ihm gegeben und auf mich gedeutet. Er jedoch hatte mich und den superschicken, neuen Rucksack in dem ganzen Durcheinander völlig vergessen.

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