Inga Berg - Wo Anders

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Maike ist 10 Jahre alt, etwas zu groß für ihr Alter, und ihrer Meinung nach zu dick. Sie wächst in der wohlhabenden Gesellschaft Heidelbergs der 70er Jahre auf. Die Familie von Hochfelden lebt in einer repäsentativen Villa. Der Vater Victor von Hochfelden, ist ein erfolgreicher und anerkannter Rechtsanwalt für Scheidungsrecht.
Doch Maike sieht Abend für Abend das wahre Gesicht ihres Vaters. Maike wünscht sich in eine Zeit, in ein anders Leben. Immer tiefer gerät sie in die Schattenwelt der Fantasie und der Träume, taucht darin unter und findet damit eine Möglichkeit, sich vor Schmerz und Enttäuschung zu schützen, entflieht so der Realität.
Unter dramatischen Ereignissen gerät Maike immer tiefer unter den Einfluss der alles umgebenden schwarzen Macht, der sie sich bedingungslos hingibt…

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Plötzlich ein Raunen, ein Rauschen, das an Intensität schnell zunahm. Blitze zuckten und beleuchteten den sich windenden und sich beugenden mächtigen Baum. Irgendwo schlug eine Tür zu, fiel etwas scheppernd um. Und immer wieder kurze Momente der unerträglichen Helligkeit. Der Donnerhall wurde lauter, die Blitze kamen nun in immer kürzeren Abständen. Regen setzte ein, trommelte auf meine Fensterbank, verschmolz mit dem Rauschen des Windes, verstärkte ihn gar. In den kurzen Augenblicken der lichtdurchzerrten Dunkelheit sah ich meine Vorhänge verzweifelt gegen den aufbrausenden Wind kämpfen. Immer wieder wurden sie durch das offene Fenster hinausgezogen, um kurz darauf zurückgeworfen zu werden. Regen und Wind griffen nach dem feinen, durchsichtigen Stoff, warfen ihn hin und her, trieben ihr Spiel mit ihm, bis er nass und erschöpft an der Hauswand kleben blieb. Das Gewitter war inzwischen genau über uns. Entlud sich mit all seiner Herrschaft. Weit entfernt durch das Dunkel der Nacht und das Toben der Natur drang ein mutloses und klagendes Martinshorn in mein Zimmer, sprang kurz durch meine Gedanken und ließ mich dann wieder los, allein unter meiner Bettdecke und in meiner Angst.

Da war niemand, der mich schützen würde, mich retten kam, wenn unser Haus in Flammen aufging. Hier in meinem Zimmer, unter meiner Bettdecke würde ich dem sicheren Tod ins Auge blicken. Nein ich würde nicht schreien, den Gefallen würde ich ihnen nicht tun. Sie würden meine verkohlte Leiche Tage später erst unter den Trümmern finden. Und Tristan müsste all meine Spielsachen in mein Grab legen, mein Kummertier ganz zu oberst!

Wieder so ein grelles Blenden und kurz darauf ein übermächtiges Donnern. Ein drohender, hallender Schlag gegen die Feste der Himmel. Ein zweites Mal war ein Martinshorn zu hören, das durch den Regen schoss, um irgendwo einem Unglück den Schrecken zu nehmen, Hoffnung zu geben und zu retten, was zu retten war.

„Ich will nicht sterben“, schrie es in mir, und noch in diesem Gedanken, zwischen Blitz und Donner war ich unter meiner Decke hervor und aus meinem Bett aufgesprungen. Schnell war ich an der Zimmertür, als ich erneut einen Donnerschlag meinen Körper, meine Gedanken, meinen Mut durchfahren spürte.

„Ich will nicht sterben!“, noch einmal schrie ich gegen meine Angst an, dann wurde es still. Zusammengekauert, klein und elend saß ich vor meiner Zimmertür mit Blick auf das offene Fenster. Angestrengt sah ich in das Dunkel des Raumes und immer wieder durch das Fenster direkt auf meinen Baum. Die Straßenlaternen waren wieder an und mein großer Freund bewegte sanft seine majestätischen Äste in der abgekühlten, regennassen Luft.

In der Weite, der sich dem Ende zuneigenden Nacht war noch ein tiefes, inniges Grummeln zu hören, nichts, wovor man sich zu fürchten brauchte. Ein letztes Aufzucken, ein letztes Grollen und zurück blieb ein sanftes, melodisches Trippeln und helles Singen der übrig gebliebenen Regentropfen, wenn sie von der Regenrinne in das darunter liegende Regenfass fielen. Gehört hatte mich auch diesmal keiner und selbst wenn sie mich gehört hätten, gekommen wären sie nicht und ich hätte nicht zu ihnen gelangen können. Das Schlafzimmer meiner Eltern war nachts immer abgeschlossen, keiner kam hinein, keiner kam hinaus. Maikefreie Zone. Ich war dort nicht erwünscht, nicht einmal bei Lebensgefahr.

„Das Kind ist alt genug und kann mit seinen Ängsten alleine fertig werden“, hörte ich meinen Vater herrschaftlich durch meinen Gedanken schreiten.

Langsam stellte ich mich auf meine immer noch wackeligen Knie und kam bei dem Versuch des ersten Schrittes zurück zu meinem Bett ins Straucheln. Ein dumpfer, pochender Schmerz zwang mich zum inne halten und instinktiv fuhr ich mit der Hand an das lädierte Knie. Das Gewitter hatte den Schmerz übertönt, doch nun, da es wieder still war und altbekannte Gestalten und luftige Wesen ihren Schabernack mit meinen Sinnen trieben und lustig durch mein Zimmer sprangen, jetzt, wo alles wieder so war wie immer, jetzt zwang mich mein Knie zurück in das Wirkliche, in das Körperliche, in das Hier.

Vorsichtig tasteten meine Finger die dick geschwollene Körperstelle an meinem Bein ab. Heiß fühlte es sich an und krustig verklebt. An Belastung oder gar laufen war nicht zu denken. Jede Bewegung wurde mit einem pulsierenden Brennen quittiert. So schleppte ich mich humpelnd gerade noch zu meinem auf Rollen gelagerten Schreibtischstuhl. Ein leiser Windhauch strich über meinen in ein dünnes Nachthemd gekleideten Körper und verursachte eine Gänsehaut, die über meine Kopfhaut meinen Rücken bis hinunter zu den Fußspitzen lief.

Vorsichtig zog ich mich, immer noch auf meinem Rollstuhl sitzend, an das offene Fenster. Leise, ganz leise zog der Morgen herauf und erfüllte die Luft mit Vogelgezwitscher, während die Welt noch in tiefer Ruhe verharrte. Der Gehweg war übersät mit heruntergefallenen, gewaltsam entrissenen, nassen Blättern. Dunkelgrünen Edelsteinen gleich schillerten sie, mit den sich in den Bäumen verirrten Regentropfen, in der aufgehenden Sonne um die Wette. Wieder versprach es ein herrlicher Sommertag zu werden und auch schon in wenigen Stunden wären dunkelgrüne Blattedelsteine und diamanten schillernde Baumspitzen der flirrenden Hitze des Tages gewichen. „Was machst du da?!“, hörte ich die empörte Stimme meiner Mutter. Erschrocken fuhr ich auf und plumpste unsanft zwischen Schreibtisch und Stuhl auf den harten Parkettboden. Ich hatte sie nicht kommen hören, hatte das Tönen meines allmorgendlich aufschreienden Weckers nicht wahrgenommen. Vorsichtig und noch etwas benommen lugte ich unter meinem Schreibtisch hervor.

„Komm da raus!“ forderte mich meine Mutter ungeduldig auf. Willig folgte ich ihrem Befehl, doch bei dem Versuch, mich auf meinen rechten Arm aufzustützen, um über mein schmerzendes Knie hinweg auf die Füße zu kommen, gab dieser nach, als ob er keinerlei Knochen und Muskeln hätte. Wieder wurde ich dem Boden meines Kinderzimmers gefährlich nahe gebracht, vor allem meine Nase entging nur knapp einer verhängnisvollen Berührung. „Nun komm da endlich vor!“ die Stimme meiner Mutter klang nichts Gutes verheißend.

Vorsichtig setzte ich mich auf. Rieb meinen Arm, der nun scheußlich zu kribbeln anfing. Er war eingeschlafen, genau wie ich. Durch die lustig schimmernden Lichtreflexe und die sanft einschläfernde Tropfenmelodie hatte ich mich dem bleiernen Gefühl der aufkommenden Müdigkeit nicht mehr widersetzen können und war, auf die Fensterbank gelehnt, einfach eingeschlafen. Mein Arm, auf dem ich gelegen haben musste, hatte mir das übel genommen und rächte sich nun an mir, indem er mir den Dienst versagte. Ich kroch unter dem wuchtigen, kirschbaumfarbenen Schreibtisch hervor und richtete mich vor meiner mit dem Fuß wippenden Mutter auf. Diese hielt in ihrer nervösen Bewegung inne und starrte mich an. Nein, sie hielt ihren Blick nicht gebannt auf mein Gesicht oder meinen tauben Arm. Mein Knie lag im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. Langsam folgte ich ihrem erstarrten, erschrockenen Blick hinunter zu dem pulsierenden, blau unterlaufenen Etwas, das da zwischen Ober - und Unterschenkel dick angeschwollen war.

„Ach du meine Güte“, rief meine Mutter entsetzt aus, schob mich vorsichtig zu meinem Bett und verschwand so plötzlich wie sie gekommen war. Alle Spannung aus meinem Körper weichend ließ ich mich auf mein Bett fallen. Aufgefangen von weichen Kissen und einer federleichten Zudecke wollte ich mich gerade der Schwere meiner Gedanken hingeben, als sie erneut vor mir stand. Diesmal mit einem ganzen Arsenal an Verbandmull, Salben und Pflastern. Immer mehr seltsamfarbene Cremes und Tinkturen holte sie wie aus dem Nichts hervor und schmierte sie mir auf mein Knie, das nun zu dem dumpfen Schmerz auch noch anfing zu brennen. Dann begann sie die alte, meiner Meinung nach gute Verkrustung mit irgendeinem Wässerchen zu lösen, um die jetzt wieder blutende Wunde mit Jod zu versorgen, wie sie ankündigte. Kaum gesagt, rückte sie mir auch schon mit dem rostorangenen Wattebausch zu Leibe.

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