Simone Wiechern - Fliegende Teppiche

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Nassibuk – Schicksal, sagen die Beduinen und meinen damit: Alles wird kommen, wie es kommen muss.
Das gesamte Leben ist in einem großen Buch verzeichnet und man kann seiner Bestimmung nicht entkommen.
Stimmt das?
Wenn ich heute daran zurückdenke, war es eine knappe Stunde, in der ich mich entschied, mein gesamtes bisheriges Leben vollkommen über den Haufen zu werfen.
Eine Teilbiografie über das Leben einer jungen Frau, die beschließt, ihr weiteres Leben als Beduinin zu führen.
Eine wahre Geschichte die wie ein Märchen beginnt…

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»Weißt du mittlerweile, welches Fach du noch studieren willst, um einen Magisterabschluss machen zu können?«, wollte Klaus wissen.

»Ja, ich bin mir aber noch nicht ganz sicher«, entgegnete ich.

»Ich kann dir nach wie vor Politik empfehlen, die Professoren und Angebote sind wirklich hochinteressant an der Freien Universität. Außerdem können Axel und ich dir dann immer mit Rat und Tat beistehen. Dann kannst du dich vielleicht demnächst etwas mehr an unseren nächtlichen Debatten beteiligen, ohne dass wir dir immer die Hintergründe erläutern müssen.«

›Politik verstehen‹, fragte der Zweifel in mir, ›geht das überhaupt?‹

Putativ gingen mein Freund und sein Bruder, der mit uns auf 40 qm lebte und ebenfalls Politik studierte, davon aus.

›Wäre ja mal eine Herausforderung‹, sagte die Kühnheit.

Ich nahm mir erst einmal ein Brötchen, weil es erstens zu früh war, ständig verbal zu reagieren und zweitens, weil meine Gefühle plötzlich anfingen wild durcheinanderzureden. Obwohl ich meinte, noch nicht wach zu sein, waren sie schon putzmunter. Kaum fiel das Wort Debatte, schon fühlten sie sich aufgefordert loszulegen:

›Politik? Brotlose Kunst, für jemanden mit weichem Kern‹, spuckte der Selbsterhaltungstrieb seine Worte verächtlich aus.

›Und doch hoch interessant, würde ich sagen‹, konterte die Faszination.

›Finde ich auch. Einfach nur auf Demos rennen, ohne die genaue Problematik zu verstehen, ist Kinderkacke‹, sagte die Intelligenz ziemlich resolut und mit einem Vokabular, das sehr untypisch für sie war. Sie war wohl etwas beleidigt, auf diesem Gebiet nicht glänzen zu können.

›Ganz meine Meinung. Ihr bekommt ja mit, dass sie sich selber nie wohlfühlt, wenn sie mit den Jungs zusammensitzt und dem Gespräch nicht ganz folgen kann. Mir geht es dabei auch nicht gut‹, sagte die Zufriedenheit.

›Tatsächlich? Ist mir noch gar nicht aufgefallen‹, neckte die Ignoranz, ›mich interessiert das Weltgeschehen nicht im Geringsten.‹

›Was interessiert dich schon?‹, motzte die Intelligenz recht überheblich.

›Mich interessiert es auch gerade nicht‹, meldete sich der Hunger energisch. ›Müsst ihr schon beim Frühstück solche Diskussionen führen? Lasst sie doch erst mal einen Happen essen.‹

Ich biss in mein Brötchen, das ich mir während des Kopfradios geschmiert hatte und kaute langsam. Ich biss ein weiteres Mal ab und trank einen Schluck Kaffee, der mit dem Brötchen zusammen etwas erträglicher schmeckte. Klaus anschauend antwortete ich auf seine Frage:

»Ich werde mich am besten in die Grundschulpädagogik einschreiben. Mit Kindern verstehe ich mich eindeutig besser als mit Politikern. Politik kann ich als Wahlpflichtfach nehmen. Dann könnten wir einige Kurse gemeinsam belegen und uns die Nächte weiterhin mit euren endlosen Diskussionen um die Ohren schlagen. Die Hauptsache für mich ist, ich schaffte das alles neben der Arabistik. Die ist mir wirklich wichtig. Je mehr ich über die Kultur und Sprache der Araber erfahre, desto neugieriger werde ich.«

Ich leckte mir den heruntergelaufenen Tropfen Marmelade vom Finger und ergänzte mit verschmitztem Gesicht:

»Wer weiß, vielleicht lasse ich mich ja später einmal in einem arabischen Land nieder, dann finde ich als Lehrerin bestimmt immer einen Job. Womöglich bei einem Ölscheich, dessen 27 Kindern ich Privatunterricht gebe.«

»Klar, der nimmt dich sicher gern in seinen Harem auf«, foppte mich Klaus.

»Was steht denn heute Abend an?«, lenkte ich das frühe Gespräch in leichtere Bahnen.

»Axel kocht frische Spaghetti, um den Parmesankäse zu würdigen, den Muttern mit der Kiste Hauswein geschickt hat. Wann kommst du heim?«

»Ich denke, ich arbeite nach der Uni noch bis circa sechs Uhr und komme dann.«

Wieder einmal wurde mir durch den kurzen Wortwechsel bewusst, wie verschieden Klaus und ich waren. Er, ein Sohn aus sehr reichem Haus, einer, dem alle Türen offenstanden und der seid jeher von seinen Eltern und Verwandten gefördert und gepuscht wurde.

Ich dagegen war in einem kleinen Hotel groß geworden, konnte mir nie irgendeinen Luxus erlauben und Zeit hatte auch selten jemand für mich gehabt.

Ich liebte Klaus, aber immer war da etwas, das mir ganz deutlich sagte, dass jeder von uns über kurz oder lang seine eigenen Wege gehen würde. Vor allem die klare und immer wieder betonte Aussage von ihm, dass er nie heiraten und ganz sicher keine Kinder haben wollte, machte für mich jegliche Zukunftsplanung mit ihm zunichte.

Ich war in dieser Hinsicht das genaue Gegenteil; wollte sogar mehrere Kinder. Dazu gehörte für mich allerdings ein Mann, der mir das Versprechen gab, mit mir durch gute und schlechte Zeiten zu gehen. Ich war selber mehr oder weniger ohne meinen Vater groß geworden, der über 350 km entfernt lebte und den ich höchstens einmal im Jahr sah. Ich vermisste ihn immer sehr und wünschte mir als Kind nichts sehnlicher als eine heile Familie. Für meine eigenen Kinder wollte ich so einen Zustand nicht. Ich brauchte nicht unbedingt einen Trauschein, aber immer kinderlos bleiben?

Klaus und ich waren jetzt über vier Jahre zusammen und sein Standpunkt hatte sich eher verstärkt, anstatt sich, wie ich insgeheim gehofft hatte, irgendwann in einen Kompromiss umwandeln zu lassen. Ein Leben ohne Kinder war für mich nicht vorstellbar und so versuchte ich schon seid einiger Zeit, eine nötige emotionelle Mauer um mich herum zu errichten.

Nach dem Tutorium und einer Vorlesung in arabischer Geschichte ging ich in die Bibliothek, um an meiner Hausarbeit über die Geschichte des Sinai zu arbeiten.

Die Bibliothek war eines meiner liebsten Gebäude in Berlin. Kaum war ich eingetreten, umgab mich Stille. Die Hektik, die draußen herrschte, hatte hier grundsätzlich Hausverbot. Selbst an der Rezeption wurde im Flüsterton gesprochen, um die Ruhe nicht zu stören. Die Geräusche der Schritte wurden von dicken Teppichen aufgesogen und es gab gemütliche helle Plätze, an die man sich mit seinen auserwählten Werken zurückziehen konnte.

Meine nachdenklichen Blicke verfingen sich in den Pflanzen der stilvoll hergerichteten Atrien. Ich hatte schon herausgefunden, dass die Sinai-Halbinsel angeblich seit 9000 v. Chr. besiedelt gewesen sein soll, und die meiste Zeit unter ägyptischer Hegemonie stand.

Schon 3200 v. Chr. wurden von den Pharaonen Arbeiter und Sklaven in die Minen von Manghara geschickt, um dort Türkis abzubauen. Da auch Gold und Kupfer im Sinai zu finden waren, blieb er die gesamte vorchristliche Zeit für die Pharaonen ein Landstrich mit Bedeutung. Im Jahr 106 n. Chr. wurde die Halbinsel zu einem Teil der römischen Provinz Arabia Petrae, bis sie 395 an Ostrom fiel.

640 bis 642 eroberten die Araber den Sinai und seitdem gehörte er zur Arabischen Welt.

Im frühen 6. Jahrhundert wurde durch Helena, die Mutter Konstantins des Großen, das Katharinenkloster gebaut, das bis heute nahezu unverändert besteht. Es hatte die ganzen folgenden Jahrhunderte hindurch eine Sonderstellung.

Herrscher stellten das Kloster unter besonderen Schutz. Der Schutzbrief des muslimischen Propheten Mohammed liegt immer noch gut verwahrt in der historisch bedeutsamen Bibliothek des Klosters, wo Historiker bis heute immer wieder sensationelle Funde machen.

1859 hat zum Beispiel Konstantin von Tischendorf bei Durchsicht der alten Schriftrollen die älteste Handschrift des Neuen Testaments entdeckt. Während seiner nächsten Aufenthalte bei den Mönchen fand er weitere Teile, auch des Alten Testaments, und veröffentlichte sie als Codex Sinaiticus. Viele Touristen besuchen das Katharinenkloster heutzutage, um den brennenden Dornbusch zu sehen, in dem Gott sich Moses als flammende Erscheinung offenbart haben soll, oder um vom nahe gelegenen Berg Mose aus 2285 Metern einen atemberaubenden Sonnenaufgang zu erleben.

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