Emmi Ruprecht - Drei Jahre später

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Vor drei Jahren reisten sie schon einmal nach Italien. Dem Zauber des Urlaubsortes konnte sich keiner entziehen, aber auch nicht den Fragen, die sich ihnen weit entfernt vom Alltag plötzlich stellten. Die Reise veränderte ihr Leben!
Heute kommen einige von ihnen wieder und treffen an diesem Ort in Italien auf altbekannte und auf neue Gesichter. Dabei bricht manch überwunden geglaubter Konflikt wieder aus und manch neue Lebensaufgabe zeigt sich. Wieder kann niemand ausweichen, jeder muss sich seinem Schicksal stellen – freiwillig oder nicht.
Was ist aus Elli, Matthias, Monika, Carola und den anderen geworden? Und wie geht es weiter, drei Jahre später?

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Julie läuft quer über den Platz zu einer kaum hüfthohen Mauer, die nur wenig Schutz vor dem dahinter liegenden, abschüssigen Gelände bietet. Der recht steil abfallende Hang ist – bis auf ein paar herausragende Felsen – von undurchdringlich erscheinendem Gestrüpp überwuchert, das sich scheinbar nur mit Mühe auf den kärglich mit Erde und Flechten bedeckten Felswänden halten kann. Aber von dort aus hat sie eine herrliche Aussicht über das Tal und die dicht bewaldeten Hänge, die nur ab und zu einen Blick auf ein paar ziegelrote Dächer oder aus grauem Stein erbaute Hausmauern freigeben. Die sonnengelben Tupfer von Ginsterbüschen komplettieren die Idylle, die sich vor ihr bis hin zum Horizont erstreckt.

Ein Ausblick, der fast nicht von dieser Welt zu sein scheint! Und dazu diese herrliche Ruhe!

Julie schließt für einen Moment die Augen und lauscht in die spätnachmittägliche Stille. Der weiche Wind bewegt ganz zart die Blätter einiger Bäume in der Umgebung, ein Brummer surrt an ihr vorbei und von Ferne vernimmt sie das melodische Klingen von Glocken, die auf das Vorhandensein einer Ziegen- oder Kuhherde schließen lassen.

In diesem Moment wird sie erobert von einem großen Glücksgefühl. Es breitet sich von ihrem Herzen aus und erfüllt sie schließlich ganz. Julie breitet ihre Arme aus, als würde sie auf diese Weise den Moment festhalten können. Sie öffnet ihre Augen und genießt die ganze Pracht dieses wunderbaren Ortes. Warum kann es nicht immer so sein? Warum kann die Welt nicht immer so schön sein, so friedlich und so herrlich sorglos? Warum ist es leider meistens anders?

Seufzend fährt sie sich durch ihre dichte, kastanienfarbene Lockenpracht und dreht sich langsam im Kreis, um ihre Umgebung in Augenschein zu nehmen. Sie schaut über die große, sanft abfallende Wiese zu ihrer Linken, die ganz hinten von einer riesigen Eiche überschattet wird. Den Platz darunter mit den in einem Halbkreis aufgestellten Holzbänken erinnert sie gut: Meistens fand dort der Gitarrenunterricht statt. Noch ein Stückchen weiter links entdeckt sie im dichten Gras ein paar Felsbrocken. Auch dort hat sie gerne gesessen, um zu proben, alleine für sich oder mit den anderen. Von da aus hatte sie einen fantastischen Blick auf das Bergmassiv im Norden, dort wo die Straße – oder besser die Schotterpiste – entlangführt, auf der man dieses Anwesen erreicht.

Sie lächelt bei der Erinnerung an die Stunden, die sie mit ihren Mitstreitern dort verbracht hat. Was wohl aus ihnen geworden ist? Zumindest Elli und Monika wird sie gleich wiedersehen – und natürlich Matthias! Auf seine neue Freundin ist sie besonders gespannt, richtig neugierig sogar! Was er wohl für einen Frauengeschmack an den Tag legt? Sie denkt nach. Bislang konnte sie nicht wirklich ein System bei seiner Wahl erkennen: Damals war er erst von Elli sehr beeindruckt gewesen, bis er sich dann, nach diesem denkwürdigen Nachmittag, an dem sie sich auf einem der Felsen sitzend gegenseitig ihre tiefsten Geheimnisse anvertraut hatten, mehr für Julie zu interessieren schien. Allerdings war das rein platonisch gewesen! Damals hatte er Julie von Tine, seiner Exfreundin erzählt, und die wiederum schien seiner Beschreibung nach weder mit Elli noch mit ihr selbst irgendwelche Gemeinsamkeiten zu haben – weder vom Aussehen noch vom Charakter oder der Lebenssituation her!

Nun ja, es wird nicht mehr lange dauern, dann wird sie Ulla selbst kennenlernen. Bestimmt ist sie nett! Zu Matthias passt eigentlich nur eine nette Frau, so gutmütig, wie er selbst ist!

Julie beschließt, ihren Rundgang fortzusetzen. Bald schon werden die nächsten Gäste da sein und dann ist für eine Woche an so etwas wie Ruhe und Besinnung nicht zu denken!

Mit flotten Schritten eilt sie über den Platz, am Haupthaus vorbei und auf die Südseite des Gebäudes zu, wo unter zwei mächtigen Platanen ein einfacher langer Holztisch, Bänke und Stühle aufgebaut sind. Julie ist entzückt: Hier hat sich nichts verändert! Dieser Platz, wo sie die Mahlzeiten eingenommen haben, sieht noch genauso aus, wie sie ihn in Erinnerung hat! Sogar die ausrangierten, zu Blumentöpfen umfunktionierten Töpfe auf der Mauer am Rande der Essecke meint sie unverändert wiederzuerkennen. Und aus der Küche, hinter der nur einseitig geöffneten zweiflügeligen Holztür, vernimmt sie die vertrauten Klänge von eifrigen Handgriffen, die sicherlich das Abendessen vorbereiten. Kurz ist Julie versucht hineinzugehen und Edith und vielleicht auch Sandra zu begrüßen, die sie beide noch nicht gesehen hat. Aber dann entschließt sie sich, es sein zu lassen. Da drinnen wird man alle Hände voll zu tun haben, für die ganze Truppe zu kochen, und wenn sie dabei ständig von eintreffenden Gästen gestört werden, ist das vermutlich mehr lästig als angenehm!

Einen Moment noch bleibt Julie unschlüssig stehen, dann läuft sie am Tisch und den Bänken vorbei ein paar langgezogene, in den Fels gehauene breite Stufen hinab. Auf den Platz dort unten hat sie sich besonders gefreut!

Mit jedem Schritt, den sie sich abwärts bewegt, treten Bäume und Büsche an den Seiten zurück und geben den Blick frei auf eine Terrasse, die, im Halbrund angelegt, mit den weit in die Breite gezogenen Stufen anmutet wie ein Amphitheater. Jenseits der kleinen Mauer, die vor dem Abhang dahinter schützt, beginnt die Kulisse des Theaters, diese einzigartige, komplett unverstellte Aussicht über das Tal, das ganz weit in die fast unberührt scheinende Bergwelt hinausführt. Auf der großzügigen Terrasse angekommen hat man fast das Gefühl, allein auf einem hohen Berg zu stehen, die Welt zu seinen Füßen. Sich eine schönere Aussicht vorzustellen, erscheint fast unmöglich!

Unwillkürlich seufzt Julie tief auf vor Entzücken. Langsam schreitet sie über den Platz und lässt sich schließlich auf der Mauer nieder. Von diesem Blick in die Ferne hat sie oft geträumt und jetzt ist er Wirklichkeit!

Sie greift in ihre Hosentasche, zieht ein Päckchen und ein Feuerzeug hervor und steckt sich eine Zigarette an. Genüsslich inhaliert sie den Rauch und blickt in die Ferne. Dabei denkt sie zurück an den ersten Abend, damals vor drei Jahren, als sie auch hier auf der Aussichtsterrasse saß, ungefähr so wie jetzt. Es war bereits dunkel gewesen und von der oben liegenden Essecke war das fröhliche Geplauder und Gelächter der anderen bis zu ihr herunter gedrungen. Sie hatte allein hier unten gesessen und sich irgendwie ausgeschlossen gefühlt, obwohl sie das Alleinsein selbst gewählt hatte. Sie hatte gemeint, wegen ihrer dunklen Vergangenheit nicht zu denen gehören zu können, die ein „normales“ Leben lebten, eines, das nicht so verkorkst war wie ihres.

Ausgerechnet Matthias, dieser unreife Bengel, hatte ihr damals zu einer anderen Sicht auf die Dinge verholfen. Seitdem hat sich einiges geändert. Vor allem hat sie sich geändert! Sie ist offener geworden, vertraut sich manchmal sogar anderen Menschen an und sieht sich weniger als Außenseiter als früher. Dennoch: Über die schlechten Zeiten in ihrem Leben spricht sie immer noch mit niemandem. Matthias war und ist der Einzige, der Bescheid weiß. Es muss es auch keiner wissen. Es reicht, wenn sie selbst ihre Vergangenheit irgendwann verwinden kann.

Julie bläst stoßartig den Rauch ihrer Zigarette aus, fast ist es ein Stöhnen, was ihr unwillkürlich entgleitet.

Sie hatte wirklich gedacht, dass sie es verwunden hat, dass sie endlich in einer neuen Welt angekommen ist und ihre Vergangenheit nicht mehr zählt. Damals, kurz nach ihrem Urlaub, hatte sie es sogar fertig gebracht, das Grab ihrer Eltern zu besuchen. Sie hat versucht, sich posthum mit ihnen zu versöhnen – nicht um ihrer Eltern willen, denn die hatten nichts davon und zumindest ihrem Vater wäre es vermutlich auch ziemlich egal gewesen. Aber um ihrer selbst willen wollte sie mit ihrer Vergangenheit abschließen und sie hatte das Gefühl gehabt, dass dieser Besuch auf dem Friedhof dazugehörte. Ein paar Tage später hatte sie dann gemerkt, dass sie sich leichter fühlte, befreit, und dass sie nicht mehr so oft an das denken musste, was war und was sie getan hatte. Sie hatte geglaubt, sie sei über den Berg, sie hätte es geschafft, ihre Vergangenheit zu akzeptieren. Doch dann …

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