Emmi Ruprecht - Drei Jahre später

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Vor drei Jahren reisten sie schon einmal nach Italien. Dem Zauber des Urlaubsortes konnte sich keiner entziehen, aber auch nicht den Fragen, die sich ihnen weit entfernt vom Alltag plötzlich stellten. Die Reise veränderte ihr Leben!
Heute kommen einige von ihnen wieder und treffen an diesem Ort in Italien auf altbekannte und auf neue Gesichter. Dabei bricht manch überwunden geglaubter Konflikt wieder aus und manch neue Lebensaufgabe zeigt sich. Wieder kann niemand ausweichen, jeder muss sich seinem Schicksal stellen – freiwillig oder nicht.
Was ist aus Elli, Matthias, Monika, Carola und den anderen geworden? Und wie geht es weiter, drei Jahre später?

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Sie fährt sich mit der Hand über das Gesicht. Tränen steigen ihr in die Augen. Jetzt bloß nicht weinen! Wer weiß, wie lange sie hier alleine ist. Es geschieht ja immer im ungünstigsten Moment, dass plötzlich jemand um die Ecke kommt, und das wäre jetzt ein ganz blöder Einstieg in den Urlaub!

Julie versucht sich zu beruhigen und ihre Gefühle zurückzudrängen. Doch plötzlich ist alles wieder da. Plötzlich fühlt sie sich fast genauso wie vor drei Jahren, wie eine Außenseiterin, eine, die nicht dazu gehört. Doch dieses Mal ist der Grund nicht, dass sie etwas Schlimmes getan hat, sondern dass sie vielleicht etwas tun muss, was sie sich möglicherweise kaum verzeihen kann.

Sie schaudert. Sie weiß nicht, was sie tun soll, und sie kann mit niemandem darüber reden. Wer sollte sie verstehen? Außerdem fürchtet sie sich gewaltig davor, am Ende von irgendwem zu irgendetwas überredet zu werden, was sie am Ende bereut. Nein, diese Sache muss sie alleine durchstehen. Da kann ihr niemand helfen! Wie auch?

Kurze Zeit später drückt sie ihre Zigarette aus und zündet sich gleich darauf eine zweite an. Zur Beruhigung. Sie beschließt, dass sie an diese Sache keinen Gedanken mehr verschwenden wird – vorerst – wenn diese Zigarette zu Ende geraucht ist. Sie wird sich nichts anmerken lassen, einfach nur ihren Urlaub verbringen und am Ende der Woche wissen, was sie tun wird. Einfach so. Dann wird sie eine Entscheidung treffen, und zwar die, die sich für den Moment am besten anfühlt. Mehr kann sie nicht von sich erwarten. Doch bis dahin wird sie alles tun, um nicht mehr daran zu denken.

Nach ein paar Minuten fühlt Julie sich fast wieder im Gleichgewicht. Sie erhebt sich nach einem abschließenden Blick auf das Tal – was für ein wunderschöner Ort das hier doch ist! – dreht sich um und schlendert die Treppenstufen hinauf. Die Essecke unter den beiden Platanen liegt immer noch verlassen da, nur eine grau getigerte Katze hat es sich jetzt auf dem Mauervorsprung zwischen zwei gelb und weiß blühenden Gewächsen in ausrangierten Kochtöpfen bequem gemacht. Julie kann nicht widerstehen, ihr weiches Fell zu streicheln und damit das pelzige Tier bei seiner vorabendlichen Siesta zu stören. Doch nach einer kurzen Irritation der Katze darüber, dass jemand sie aus Morpheus‘ Armen reißt, lässt sie sich die leichte Nackenmassage dann doch gefallen und leckt Julie mit ihrer rauen Zunge kurz über die Hand.

Plötzlich hört Julie, dass sich in einiger Entfernung eine Tür öffnet. Neugierig hebt sie den Blick und lässt ihn über den großen Platz hinter dem Haupthaus gleiten, an dessen gegenüberliegender Seite ein zweistöckiger Turm steht, an den sich ein flacheres Gebäude schmiegt. Der Turm ist an zwei Seiten umgeben von einer gemütlichen Veranda, unter deren Dach sich eine kleine, unscheinbare Holztür befindet, die zum Musikraum führt. Aus dieser Tür tritt nun ein hochgewachsener, sehr schlanker Mann mit blonden, etwas struppigen Haaren, einem lässigen olivgrünen T-Shirt und ebensolchen dunkelgrauen kurzen Hosen zu groben, schon etwas ausgelatschten Schuhen. Julie kennt ihn und kann es kaum fassen: Das ist Josh! Wie um alles in der Welt kommt er hierher?

„Josh!“, ruft sie, lässt die Katze im Stich und läuft erfreut quer über den Platz auf ihn zu.

„Hi Julie!“, grüßt er lächelnd zurück und kommt ihr raschen Schrittes entgegen. „Schön, dich zu sehen!“

„Ich hätte nicht erwartet, dich hier wiederzutreffen. Bist du extra aus Neuseeland angereist?“

Julie ist überrascht. Natürlich – vor drei Jahren hatte er auch schon vom anderen Ende der Welt bis hierher finden müssen, sonst hätten sie sich nicht kennengelernt. Außerdem weiß sie, dass er familiäre Verbindungen nach Europa hat: Seine Mutter ist Deutsche und sie lebt – oder lebte zumindest damals – wieder in ihrer alten Heimat. Trotzdem erstaunt es sie, dass der Mann den weiten Weg noch einmal auf sich genommen hat, um an diesem abgelegenen Ort aufzuschlagen. Ob er den Urlaub auch dieses Mal mit einem Besuch bei seiner Mutter verbindet? Warum nicht? Vielleicht hat Josh ein weniger angespanntes Verhältnis zu seinen Eltern als sie es hatte. Es soll ja sogar Leute geben, die ihre eigenen Eltern mögen!

„So sieht das wohl aus“, grinst Josh. „Es ist ganz hübsch hier“, ergänzt er mit einem nonchalanten Lächeln.

Seltsam! Wenn es nicht der immer coole Josh wäre, dann hätte Julie sich jetzt einbilden können, dass er ein wenig verlegen wirkt. Doch verlegen zu sein, passt definitiv nicht zu Josh!

In diesem Moment spürt Julie, wie etwas weich an ihr Knie stupst. Sie schaut an sich herunter und sieht, dass ein großer braun-schwarz gefleckter Hund ihre Aufmerksamkeit sucht und vermutlich gekrault werden will.

„Lucky! Dich gibt es ja auch noch!“, ruft sie begeistert und beugt sich sofort zu dem Tier hinab, um ausgiebig das dicke Fell zu kraulen. Dabei umschmeichelt sie den Vierbeiner unermüdlich mit Komplimenten darüber, was für ein feiner Hund er sei und so ein lieber Kerl und vieles mehr.

Josh ist erleichtert. Er kennt es absolut nicht von sich, dass er verlegen wird. Aber er muss zugeben, dass genau das gerade passiert ist! Es ist ihm tatsächlich unangenehm, auf den Grund seines Hierseins angesprochen zu werden. Dabei ist doch gar nichts dabei, wenn er hier Urlaub macht. Warum soll er es nicht tun? Andere machen das schließlich auch!

Dennoch weiß er, dass das nicht ganz dasselbe ist. Er muss ehrlicherweise zugeben, dass er – so großartig dieser Ort in Italien auch ist – vermutlich nicht hier wäre, wenn Elli nicht angekündigt hätte, hierherzukommen. Aber selbst dann, wenn Elli ein Grund für seine Reise hierher ist, warum hat er das nicht einfach gesagt? Warum hat er Julie nicht ganz cool geantwortet: „Du wusstest vielleicht nicht, dass ich kommen würde, aber ich wusste, dass du hier sein würdest – von Elli.“ Was ist schon dabei? Sie haben sich hier kennengelernt und nun treffen sie sich wieder hier! So what?

Aber genau das konnte er eben nicht einfach sagen. Er hätte das Gefühl gehabt, etwas erklären zu müssen. Deshalb hat er geschwiegen und er ist dem Hofhund Lucky sehr, sehr dankbar dafür, dass dieser die Situation gerettet hat und Josh nicht in die Verlegenheit kam, irgendetwas erläutern zu müssen!

Dankbar schaut Josh zu dem Hund hinunter, der sich mittlerweile auf ein gemütliches Wellnessprogramm eingerichtet zu haben scheint und sich zu Julies Füßen austreckt, um ihre Zuwendungen in maximal entspannter Position genießen zu können.

Als Josh sich unbeobachtet fühlt, blickt er hoch, den Schotterweg entlang, der zwischen dem Haupthaus zur Linken und einer Schafwiese zu Rechten zum Parkplatz führt und von dort zu einer von Zypressen gesäumten Allee wird, die an Büschen, Gemüsebeeten und Stallungen vorbei nach ungefähr hundert Metern im Wald verschwindet. Von dort werden in nicht allzu ferner Zukunft Elli und auch die anderen Gäste mit ihren Autos anreisen.

Elli! Ein bisschen aufgeregt ist er schon, dass er sie gleich wiedersehen wird. Sie ist ihm nicht gleichgültig, keineswegs! Er mag sie, sehr sogar, wie er sich eingestehen muss. Die Zeit, die sie damals, nach der gemeinsamen Urlaubswoche hier, miteinander in Deutschland verbracht hatten, war wunderschön gewesen. Dennoch war für ihn immer klar gewesen, dass ihre Beziehung keine auf Dauer sein kann. Wie auch, wenn sein Lebensmittelpunkt in Neuseeland liegt und ihrer in Deutschland?

Doch warum ist er dann hier? Was will er von ihr und wie soll er sich ihr gegenüber verhalten?

Diese Frage stellt er sich, seit er die Reise gebucht hat. Bis heute hat er allerdings keine Antwort darauf gefunden. Sucht er vielleicht doch unbewusst nach einer festen Partnerin und will herausfinden, ob Elli das sein kann? Würde sie das überhaupt wollen?

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