Hans Ostwald - Das Zille Buch

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Heinrich Zille war Grafiker, Maler und Fotograf. In seiner Kunst bevorzugte der «Pinselheinrich» genannte Zille Themen aus dem Berliner Volksleben, das er ebenso lokalpatriotisch wie sozialkritisch darstellte. Doch hinter dem «Pinselheinrich» versteckte sich noch ein anderer, introvertierter Zille, den nur seine intimsten Freunde kannten und zu schätzen wussten. Jenseits aller Komik und allen Gelächters schirmte er diese Privatsphäre vor neugierigen Blicken ab. In dieser privaten Welt entstanden die unbekannt gebliebenen Zeichnungen und Radierungen, die nie in Zille-Bände Einzug hielten: regungslos wartende, auf Brosamen hoffende Hausiererpaare, auf deren Schultern das ganze Unrecht der Gesellschaft zu lasten scheint; alte Reisigsammlerinnen, die gebückt und von Gram gebeugt noch eine andere Last als die ihrer Kiepen mit sich schleppen; dann gibt es zahlreiche Aktstudien von Arbeiterinnen aus der Zeit nach der Jahrhundertwende, in denen nichts von Zartheit zu finden ist, sondern robuste Leiblichkeit. Das vorliegende Zillebuch vom Erzähler und Historiker Hans Ostwald ist mit 223 S/W-Abbildungen illustriert.

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Heinrich Zille fand auch den richtigen Weg, dem Volk die großen Kriegserlebnisse mit Humor zu würzen.

Seine Bilderreihe »Vadding in Frankreich – Vadding im Osten« brachte fast zweihundert heitere Erlebnisse eines Landsturmmannes und seines Freundes »Korl« während des Weltkriegs. Nie kamen auf diesen Blättern blutige Ereignisse vor. Zille wusste sie stets zu umgehen und dem in allen Lebenslagen, selbst im Granattrichter noch aufleuchtenden Humor des Volkes gerecht zu werden.

11. Een kleener Berliner Dickkopp.

Nach dem Original zum 1. Mal veröffentlicht .

Den schönsten Grund zur Liebe, mit der ihn das Volk umgibt, legte er aber durch die Schilderungen des Volkslebens und durch die Darstellung der Stadtgegenden und der Häuser und Winkel, in denen das Volk wohnte und wohnt. Er brachte naturgetreue Wiedergaben aus dem Scheunenviertel, aus dem baufälligen »Alt-Berlin«, aus Hinterhäusern und Höfen, wie sie in Neukölln wie am Wedding, in Moabit wie in Schöneberg, eben in allen Volksgegenden sich finden. (Siehe »Studien« und »Milljöh«.)

Er brachte gewissermaßen die Landschaft, in der das Volk lebt.

Das Volk fand sich und seine Umgebung durch die Arbeit eines überaus gutherzigen Künstlers auf den Blättern von Heinrich Zille wieder. Und das vergalt es dem Künstler.

Kaum eine Ausstellung wurde so besucht, wie die Zille-Ausstellung zu seinem siebzigsten Geburtstag im Märkischen Museum. Der Bau an der Waisenbrücke, sonst kaum beachtet, hatte seine großen Tage. Des gewaltigen Andranges wegen musste er oft geschlossen werden. Monatelang konnte man vor dem Eingang die Besucher in langen Schlangen anstehen finden – als gäbe es dort wichtige Lebensmittel. In vielen Familien sind Zeichnungen gesammelt oder wenigstens einzeln an die Wand genagelt worden. Und bei fast allen Gewerbetreibenden und in unzähligen Arbeiter- und Angestellten-Haushaltungen wird irgendein Zille-buch wie ein kleines Heiligtum aufbewahrt und von Zeit zu Zeit vorgeholt, um die Herzen zu erquicken und zu erfrischen.

Wie er selbst zum Volke steht, drückte er einmal in einer kurzen, sehr treffenden Zeitungsplauderei aus:

»Immer hab' ich mit den kleinen Leuten gelebt, mit denen ich aufgewachsen, die für mich die Großen waren: – Volk – die Armen. Die den Besitz und die Wohlhabenheit weniger müssen erhalten, vermehren und sich selbst mit Brosamen sollen abfinden. Ich versuchte mit Bild und Wort die Vergessenen zu bannen, so nach und nach kam ich in die Zeitungen, illustrierten Zeitschriften, in die Witzblätter und wurde so der ›Arme-Leute-Maler‹ – leider Witzblätter – es tut weh, wenn man den Ernst als Witz verkaufen muss.

Der Verschönerungsrat, der Barbier, der mich betreute, hielt vielen Zeitschriften zur Unterhaltung seiner Kunden, aber auch zu seiner eigenen Belehrung. Er legte mir schmunzelnd immer die neuesten Journale mit Zille-Bildern vor und sagte: ›Großartig!‹ Er kannte mich aber nicht.

Ich fragte mal, wie sich das Publikum, seine Kunden, über die Bilder aussprechen. ›Großartig! Sie könn' jarnich erwarten, jeder will die Zeitung oder das neue Buch haben – aber es sin ooch Jegner dabei, die da sagen: Berlin würde dadurch beleidigt, verschandelt! Da hab' ick ihn' jesagt: ›Meine Herren – det verstehn Se wohl nicht – det is eben Zille sein Milljöh – und aus sein Milljöh kann er eben nich mehr raus!‹ –

Und ich sagte: ›Er will es auch nicht.‹«

Z.

*

12. »Det is mein Auto janz alleene!«

Nach dem Original zum 1. Mal veröffentlicht.

Zur Vollendung seines siebzigsten Lebensjahres wurde eine große Übersicht über seine Werke von der Stadt Berlin im Märkischen Museum veranstaltet. Große Eröffnungsfeier. Der Oberbürgermeister – Stadträte – Stadtväter – mancherlei wichtige Personen aus der Staats- und Stadtverwaltung.

Der Oberbürgermeister hält eine gründliche Rede auf Zille und sein Werk. Würdigt sein Wirken. Durch seine Arbeit sei das Berliner Volk in allen seinen Nöten und in seinem humorvollen Wesen erst so richtig in die Kunst eingeführt worden. Ihm sei es zu verdanken, wenn das Berliner Volk nun auch ebenbürtig sei in der großen Kunst. Durch sein Medium habe er es verklärt und habe auch seine scheinbaren Schattenseiten überwunden und auch die Elendesten dem Herzen der andern Schichten näher gebracht. Zille aber, der sich nicht wohl fühlte, dachte:

»Die Brust schmerzt, als wenn sie mich sprengen wollte.«

Und als auch der Direktor des Museums ihm bei anderer Gelegenheit Ähnliches sagte, da bedankte sich Heinrich Zille und wies mit einer Geste auf die Zeichnungen hin, auf denen das Berliner Volk in seiner ganzen ungeschminkten Art erscheint:

»Das gilt ja nur dem Volk. Sie wollen in mir nur das Volk streicheln. ...«

Die Feiern machte er vielleicht nicht ganz ungern mit. Aber bei allem Wohlgefühl, das er über seine Popularität empfand, war es ihm oft im Kreise der ihn umringenden Gratulanten und Standespersonen höchst ungemütlich. Ja, bei der öffentlichen Feier seines Geburtstages, inmitten von mehr als hundert hohen Beamten und andern Prominenten, plagte ihn sein Alter und sein Altersleiden, die Zuckerkrankheit. Und bei den langen Reden dachte er: Wenn's doch zu Ende wäre!

*

Am schlimmsten wurde Zille von seinen Verehrern bedrängt, als er durch die Feier seines siebzigsten Geburtstags in der Öffentlichkeit, in allen Zeitungen, in vielen Reden und bei allen möglichen Gelegenheiten genannt wurde. Er nahm alle die ihm überreich gespendeten Gaben gern an. Sein langer Arbeitstisch war mit Feinkostkörben und Blumentöpfen und Sträußen gefüllt. Nur über die Blumen war er nicht ganz begeistert. Am wenigsten über die weißen, großblumigen Chrysanthemen, von denen ihm mehrere gebracht worden waren. Er sah sie über seine Brillengläser hinweglugend an und meinte leise abwehrend:

13. Zurück zur Natur.

Aus: »Rund ums Freibad«, Verlag Dr. Selle-Eysler A.-G. Bilder aus den Freibädern.

»Die haben was Totes an sich, wie weißes Papier. Ohne Farbe ... Das ist ja, wie wenn sie mich schon beerdigen wollen!«

*

Und eine junge Dame, die gar zu gern doch ein Zille-Autogramm haben wollte und mit einem großen eingehüllten Blumentopf sich durch die Tür hineingezwängt hatte in Zilles Arbeitszimmer, reichte schüchtern und wortlos dem Meister ihren Blumentopfgruß hin, den er schon mit stillem Grausen in die Hände nahm:

Richtig – wieder eine weiße Chrysantheme!

Er stellte sie zu den übrigen – sah mit gerunzelter Stirn zu der angstvoll Harrenden hin – und ging dann doch auf sie zu, ihre Hand zwischen seine Hände nehmend:

»Na – Kindchen – Sie wollen gewiss auch meine Unterschrift haben? ... Und schönen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! ...«

*

Aber er erlebte nicht nur die Schattenseiten des Berühmtseins. Er weiß auch von den heiteren Erlebnissen zu berichten, die ihm begegneten:

»Einmal habe ich mich doch gefreut. Da kam es raus, wie bekannt ich bin. Ich bekam eine Postkarte, auf der nichts als ein Kahn 3auf der Adressenseite gezeichnet war.

*

Der Postbote gab sie mir:

›Det können Sie doch bloß sein!‹

*

14. Vadding in Frankreich. Weihnacht 1914.

»Wenn ick man blot wüßt, wat ›Stille Nacht, heilige Nacht‹ uf französisch heet! Ick möcht de Lütt mal een dütsches Wihnachtslied vorsingen.«

Ulk 1914.

»Neulich musste ich mir'n Auto nehmen, um nach Hause zu fahren. Und als ich nun meine Straße und Hausnummer sagte, nickte der Schofför und sah mir so komisch prüfend an, dass mir ordentlich bange wurde. Und als wir dann durch den Tiergarten kamen, da stoppte er'n bisschen.

Nanu, denke ich, was soll das werden?

Da dreht er sich um und fragt lächelnd:

›Sie sind doch Zille, der Maler Zille?‹

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