Norbert Bertelsbeck - Miteinander statt gegeneinander-Partnerschaftliches Problemlösen

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Miteinander statt gegeneinander-Partnerschaftliches Problemlösen: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Leben in Gruppen, und somit auch zwischenmenschliche Kontakte, haben für uns eine überragende Bedeutung. Und trotzdem sind wir schlecht ausgerüstet, mit Problemen von anderen, unannehmbarem Verhalten und Konflikten gut umzugehen. Wie man es besser machen kann, hat Thomas Gordon in seinen zahlreichen «Beziehungskonferenzen» zum Ausdruck gebracht. Die vorliegende Aufsatzsammlung stellt zunächst das Partnerschaftliche Beziehungskonzept in allgemeiner Weise dar. Darüber hinaus wird dieses durch handlungstheroretische Überlegungen und Elemente ergänzt. Weitere Kapitel widmen sich dem Vergleich mit anderen anwendungsorientierten Konzepten, die sich auf die Bereiche familiäre Erziehung, Schule, Paar-Beziehungen und Beruf beziehen. Jedes Kapitel beginnt mit einer ausführlichen Einleitung und endet mit einer übersichtlichen Zusammenfassung, die dem Leser die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal vor Augen führt. Im Schlusskapitel erfolgen Ausführungen hinsichtlich der Erweiterung des Partnerschaftlichen Beziehungskonzeptes von Thomas Gordon. Das Buch wendet sich einmal an Leser, die ihr Verhalten insgesamt partnerschaftlich ausrichten möchten, und zum anderen an solche (Eltern, Erzieher, Lehrer, Vorgesetzte, Lebenspartner), die in bestimmten Beziehungsbereichen ihr Verhalten als unbefriedigend wahrnehmen und es deshalb verbessern möchten. Darüber hinaus werden Personengruppen angesprochen, die von Berufs wegen im familiären, Schul-, Berufs- oder Partnerschaftsbereich arbeiten.

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Neben den genannten Auswahlkriterien lässt sich dabei eine Handlungsauswahl auch von Wertvorstellungen leiten.

Wenn ich in einem Geschäft bin, um ein begehrtes Kleidungsstück zu bekommen, so könnte ich versuchen, in einem unbeobachteten Moment dieses Teil an mich zu nehmen und damit unverzüglich das Geschäft zu verlassen. Ich entschließe mich jedoch, es zu bezahlen, da ich es wichtig finde, für eine Leistung eine Gegenleistung zu erbringen.

Hierauf weist im Rahmen der Soziologie insbesondere Talcott Parsons hin, u. a. Parsons, Talcott et al: “Toward a General Theory of Action”. In der psychologischen Handlungstheorie im Sinne der Wert- Erwartungstheorie sind Werte Bestandteil verschiedener Motivtheorien, jedoch nicht eigenständiges Element der allgemeinen Theorie (vgl. z. B. Heckhausen, „Motivation und Handeln“, 1980).

So werden Werte u. a. als wirksam angesehen beim Hilfehandeln oder aber auch beim Konsum von bestimmten Lebensmitteln in bestimmten Kulturen.

Wissenschaftliche Theorien zur Veränderung von Verhalten orientieren sich an der Wirksamkeit von Methoden (vgl. in diesem Sinne u. a. die Klassische Verhaltenstherapie, die sich u. a. orientiert an der Skinnerschen Verhaltenstheorie). Nachrangig ist dabei die Beschäftigung mit der Frage, ob bestimmte Methoden bestimmten Werten entsprechen. Im partnerschaftlichen Beziehungskonzept von Thomas Gordon hingegen hat die Begründung der Methodenauswahl durch Werte eine Priorität. Gleichwohl unterstellt er, dass seine Methoden auch wirksam sind, keine höheren Kosten als andere Interventionen verursachen und zudem ein zusätzlicher Nutzen im Sinne einer erhöhten Beziehungsqualität entsteht.

Thomas Gordon vergleicht häufig seinen partnerschaftlichen Stil der Problemlösung in Beziehungen mit einem machtorientierten und zieht bei diesem Vergleich Wirksamkeits-, Nutzen- und Kostenüberlegungen mit ein. Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass der partnerschaftliche Stil in allen vorgenannten Dimensionen dem machtorientierten überlegen ist (vgl. insbesondere Gordons „Neue Familienkonferenz“).

Wertaussagen macht Gordon einmal direkt in Bezug auf Problemlösungsmethoden, zum anderen lassen sich diese erschließen über die verwendeten Methoden.

So sind Werte wie Hilfsbereitschaft, Eigenständigkeit, Einfühlungsvermögen, Offenheit, Rücksichtnahme, Vertrauen, Gerechtigkeit, Toleranz, Selbstkontrolle, Gleichberechtigung, Verantwortlichkeit und Respekt Bestandteile des Beziehungskonzepts. Hierzu nun einige Präzisierungen:

- Personen sollen bei der Befriedigung ihrer Bedürfnisse auch diejenigen von anderen Personen achten.

- Probleme sollen gelöst werden unter Beachtung der Selbstbestimmung von Personen: Bereitet mir jemand ein Problem mit seinem Verhalten, so soll ich ihm die Freiheit lassen, sein Verhalten zu ändern. Im Vordergrund steht damit die Selbstkontrolle des Verhaltens im Vertrauen darauf, dass der andere schon sein Verhalten ändern wird, wenn ihm seine Bedürfnislage dies ermöglicht. Gleichzeitig gilt jedoch: So wie ich dem anderen die Freiheit lasse, sein Verhalten zu ändern, muss er mir ebenfalls zugestehen zu entscheiden, ob seine Problemlösung für mich angemessen ist. Die Selbstkontrolle des Verhaltens ist auch Thema, wenn andere ein Problem haben und ich nur dabei behilflich sein soll, dass der andere sein Problem selbst löst.

- Auch wenn das Verhalten des anderen für mich unannehmbar ist, sollte ich ihn achten. Damit scheiden bestimmte Formen der Auseinandersetzung aus wie beleidigen, beschämen, bedrohen etc. Jedoch gilt zugleich: Ist mir ein Verhalten von anderen unannehmbar, so soll ich dies in aller Offenheit mitteilen.

- Ich sollte mir und anderen gegenüber bei Problemen einfühlsam sein, d. h. mir klar darüber werden, was in mir und im anderen vorgeht.

- Hat der andere ein Problem, so sollte ich ihm helfen, sofern er es wünscht und ich zur Hilfe fähig bin.

- In Beziehungen sollten die Partner gleichberechtigt sein: Hieraus folgt dann z. B., dass zu einer Konfliktlösung die Zustimmung aller am Konflikt Beteiligten erforderlich ist.

- In Beziehungen sollte Gerechtigkeit vorherrschen. Hieraus folgt dann z. B., dass eine für alle Konfliktparteien zufriedenstellende Lösung anzustreben ist.

- In Beziehungen sollten die Partner andere Einstellungen und Werte akzeptieren. Dies hat dann zur Folge, dass bei Vorliegen von Wertkonflikten nur bestimmte Lösungsmöglichkeiten in Betracht kommen.

Einige wesentliche Wertvorstellungen von Thomas Gordon finden sich in seinem Beziehungs-Credo (siehe u. a. Gordon, „Die neue Beziehungskonferenz“, 12 f.).

Vergleich des Partnerschaftlichen Beziehungskonzepts mit der Klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie

Wie schon erwähnt ist Carl Rogers der Vater der Gesprächspsychotherapie und Thomas Gordon ein Rogers-Schüler. Es liegt deshalb nahe, die vorgenannte Therapieform mit dem partnerschaftlichen Beziehungskonzept zu vergleichen.

Gegenstand

Die Gesprächspsychotherapie ist eine Gesprächsmethode, die unter Wahrung der Selbstbestimmung des Klienten und mittels bestimmter Therapeutenhaltungen (siehe hierzu im Einzelnen weiter unten) versucht, die für eine Person als belastend angesehenen Personenmerkmale zu verändern. Erwähnt seien hier geringe Selbstachtung, ungünstiges Selbstkonzept, geringes Selbstvertrauen, Angst, Neigung zur Selbstbestrafung und starke Abhängigkeit vom Urteil anderer (vgl. u. a. Tausch, Gesprächspsychotherapie). Das partnerschaftliche Beziehungsmodell stellt schwerpunktmäßig, d. h. mit Ausnahme der Veränderung der Umwelt, Gesprächsmethoden zur Verfügung und vermittelt Haltungen, die es Personen ermöglichen sollen, unter Wahrung der Selbstbestimmung von Interaktionspartnern,

- Einfluss auf das Verhalten von Dritten zu nehmen, das als unannehmbar angesehen wird,

- wechselseitig als problematisch angesehenes Verhalten zur Zufriedenheit aller Beteiligten zu verändern,

- Dritten bei der Lösung von deren Problemen zu helfen.

Die mangelnde Selbstverwirklichung als gemeinsames Thema

Eine allgemeine Zielsetzung von Rogers ist die freie Entwicklung von Menschen. In der Sozialisation wird dieses durch Erzieher verhindert, so wenn Eltern Kindverhalten, das nicht in Übereinstimmung mit ihren Wertvorstellungen steht, missbilligen und ein nachfolgendes Elternverhalten mangelnde Empathie, Wertschätzung, Akzeptanz und ein erhebliches Ausmaß an Dirigierung aufweist. Dies führt dann dazu, dass Elternwerte vom Kind verinnerlicht werden. Auf diesem Hintergrund erfolgt dann ein Leugnen von Körper-/Sinneserfahrungen, die im Widerspruch zu elterlichen Werten stehen und damit auch eine unzureichende Bedürfnisbefriedigung zur Folge haben (vgl. hierzu Rogers, „Die klientenzentrierte Gesprächspsychotherapie“). Im Rahmen des partnerschaftlichen Beziehungskonzepts machen Adams/Lenz auf den Sachverhalt aufmerksam, dass Personen sich ihrer Bedürfnisse nicht bewusst sein müssen und dass solche, die bewusst sind, ggfs. nicht befriedigt werden, weil eine motivationale Orientierung an Dritten erfolgt, u. a. im Sinne von Belohnung und Bestrafung (Adams/Lenz, „Beziehungskonferenz“, Kapitel 1-3). Auf die Beeinflussung durch Dritte mittels Belohnung und Bestrafung verweist auch Gordon (vgl. hierzu u. a. Gordons „Neue Familienkonferenz“). Derartige Machtstrategien führen dann dazu, dass Bedürfnisse des Machtunterlegenen unzureichend befriedigt werden. Wird in beiden Konzepten die mangelnde Selbstverwirklichung von Personen negativ bewertet, so ergibt sich hieraus die gemeinsame Zielsetzung, dass zu verwendende Methoden zu einer Selbstbestimmung führen sollen.

Das Herbeiführen von Veränderungen im Rahmen der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie und des partnerschaftlichen Beziehungskonzepts

Bei der Gesprächspsychotherapie werden folgende Beratereinstellungen als notwendige und hinreichende Bedingungen für eine helfende Beziehung erachtet (u. a. Rogers, „Therapeut und Klient“):

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