Leon Grüne - Die Grenze

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Kris lebt als Arzt mit seiner Frau und seinem Sohn in Dulingen ein glückliches, aber auch typisch eintöniges Leben. Bis zu dem Zeitpunkt, als der mysteriöse Tod einer seiner Patienten die Geister seiner Vergangenheit heraufbeschwört und ihn immer weiter in den Selbstzweifel treibt. Doch neben seiner Vergangenheit scheinen die zunehmenden Todesfälle noch etwas anderes heraufbeschwört zu haben: Immer wieder wird Kris von einem alten Mann im Schlafanzug heimgesucht, der nicht nur ihn, sondern auch das Leben seiner Familie bedroht.

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Mit leichtem Unbehagen nahm er seinen Koffer und seine Jacke und verließ die Praxis. Unruhig machte er sich auf den Weg zu seinem Auto, das er zwei Straßen weiter geparkt hatte. Seine Gedanken kreisten seit gestern Abend immer wieder um den Mann im Schlafanzug, den er heute bereits zum zweiten Mal gesehen hatte. Auch das Ereignis am Morgen war noch nicht genug gewesen. Nachdem er während seiner Sprechstunde kurzzeitig den Raum verlassen hatte, um die Toilette aufzusuchen, klebte bei seiner Rückkehr an seinem Bildschirm ein gelber Zettel mit einer Notiz.

„Doktor Aeterna Somnum bittet morgen um 7:30 zur Sprechstunde. Seien Sie pünktlich!“, lautete die Schrift auf dem gelben Post-it, den er aus seiner Hosentasche kramte und fragend betrachtete. Kopfschüttelnd bog er um die Straßenecke. Neben die Nachricht hatte jemand mit einem schwarzen Edding einen Sichelmond mit geschlossenen Augen und Mütze gemalt und symbolisierend den Buchstaben Z in mehrfacher Ausführung über ihn gekritzelt. Er betrachtete ihn noch ein paar Sekunden, dann warf er ihn in die Hecke des Grundstücks, an dem er vorbeiging. Der Wind wird ihn verschwinden lassen, dachte er sich und verdrängte den Gedanken an das kleine beschriebene Stück Papier. Er würde jetzt zu seinem Auto gehen, und dann würde er seinen Sohn von der Kita abholen.

Alles ist in Ordnung. Du bist nicht verrückt, also benimm dich auch so!

So einfach war das. Keine Männer in Schlafanzügen und keine halb überfahrenen, schreienden Babys. So einfach und verständlich, denn das war die Realität meistens auch, und genauso sollte sie sein. Zumindest ließ sie sich dann am leichtesten ertragen.

Immer noch etwas zerstreut, atmete er einmal tief durch, bevor er in sein Auto stieg und zu der Kita fuhr, die sein Sohn besuchte.

Eine Viertelstunde später kam er mit seinem Wagen auf der kleinen Parkfläche vor dem alten, flachen Holztor der Kita zum Stehen. Müde schaute er auf seine Uhr. Es war bereits halb vier geworden. Gerade als er sich abschnallen und aus dem Auto aussteigen wollte, sah er, wie sein Sohn lächelnd auf ihn zugelaufen kam. Er trug immer noch die blaue Regenjacke, die Juleen ihm, trotz Protest seinerseits, heute Morgen angezogen hatte. Gelassen öffnete Kris die Tür. Leichter Schwindel überkam ihn, als er das Auto verließ.

„Papa“, quietschte er glücklich und stürmte in seine offenen Arme.

„Na, mein Großer. Hast du dich gut benommen?“, fragte Kris und hob ihn hoch. Die Wärme, die von seinem kleinen Körper ausging, hatte etwas Beruhigendes und Zufriedenstellendes an sich. Sie brachte den Eisblock, der Kris‘ Psyche beschwerte, ein wenig zum Schmelzen. Erhielt den Atem an als er sein Kind an sich drückte und schloss in einem Moment der Zufriedenheit die Augen.

„Guten Tag, Herr Doktor“, begrüßte ihn Charlene, die Erzieherin, und blieb lächelnd im geöffneten Holztor stehen. Ein wenig traurig, dass sein Augenblick von seelischem Frieden vorbei war, öffnete Kris die Augen und erwiderte die Begrüßung mit einem aufgesetzten Lächeln. Charlene hatte Merlin schon des Öfteren mit nach draußen gebracht, wenn Kris ihn abholte. Er versuchte, sich nichts darauf einzubilden, aber ihre Blicke sprachen häufig eine andere Sprache, als dass es nichts wäre. Zwar war er verheiratet, aber es schmeichelte ihm ungemein, dass er scheinbar immer noch eine Anziehung auf andere Frauen hatte. Besonders, wenn es eine Frau wie Charlene war. Sie war etwas kleiner als Kris, Mitte 20 und ihre weiblichen Rundungen ließen sich auch von dem Pulli, den sie trug, nicht verstecken. Manchmal spielte Kris mit dem Gedanken, wie es wohl wäre, mit ihr im Bett zu sein. Wäre sie ein Mauerblümchen oder verbarg sich unter der Maske der sympathischen und kinderliebenden Erzieherin in Wahrheit eine lüsterne Nymphomanin? Der Gedanke, dass Charlene in Wirklichkeit alles andere als harmlos und unschuldig war, erregte ihn. Manchmal machte er sich Vorwürfe, wenn er darüber nachdachte, aber was könnte er gegen den ältesten Trieb des männlichen Geschlechts schon ausrichten?

Schuld war etwas, das Philosophen und andere Theoretiker diskutieren sollten.

Aus diesem Grund arrangierte er sich mit seinem stillen Gedankengang und versuchte, dessen Präsenz bestmöglich zu unterdrücken.

„Ich hab dir ein Bild gemalt, Papa“, erzählte Merlin ihm und hoppelte leicht auf seinem Arm auf und ab. Kris schenkte ihm ein ehrliches Lächeln und küsste ihm die Wange.

„Das ist aber lieb. Hast du Mami denn auch eins gemalt?“, fragte Kris und sah Merlin in die Augen. Sie waren eisblau und ein nahezu perfektes Spiegelbild zu seinen. Aufgeregt begann er zu nicken.

„Da wird sie sich bestimmt drüber freuen“, sagte er und öffnete die Tür zur Rückbank. In aller Seelenruhe setzte er ihn auf seinen Kindersitz hinter dem Fahrersitz und schnallte ihn an. Als er ihn anschnallte, fiel ihm auf, dass die Ärmel seiner Jacke zu kurz waren und seine Arme bereits mehr aus den Öffnungen herausschauten, als sie eigentlich sollten. Innerlich machte er sich eine Notiz, dass er am Wochenende mit ihm und Juleen in die Stadt fahren müsste, um eine Neue zu besorgen. Vielleicht würde er seiner Frau dann auch ein kleines Geschenk kaufen. Er hatte ihr schon länger nichts mehr einfach so geschenkt. Wahrscheinlich gehörte das zu den Dingen, die, wie man so schön sagte, mit der Ehe immer weniger wurden. Doch Kris wollte nicht das Standardbild des immer weniger fürsorglichen und aufrichtigen Ehemanns sein, denn er liebte seine Frau immer noch über alles. Auch seine gelegentlichen Gedankenspiele, die sich um Merlins attraktive Erzieherin drehten, änderten nichts daran.

„Ich bin sofort da, okay?“, versicherte er ihm und bückte sich in den Wagen hinunter.

„Okay“, antwortete er knapp und untersuchte neugierig die Taschen seiner Jacke.

„Ich liebe dich“, sagte er lächelnd, doch erhielt keine Antwort, da Merlin von der kleinen Superheldenfigur, die er gefunden hatte, so fasziniert war, dass er ihn gar nicht hörte. Leise schlug er die Autotür zu und wandte sich Charlene zu, die mit dem Rucksack von Merlin in der Hand am dunklen Holztor stand.

„Harter Tag?“, fragte sie freundlich und reichte ihm den gelb-blauen Kinderrucksack.

„Kann man so sagen“, erwiderte er und nahm ihr dankend den Rucksack aus der Hand. Ihr Dior-Parfum stieg ihm in die Nase. Nichts Billiges, so viel stand mal fest. Es war ein Weihnachtsgeschenk ihres Ex-Freundes gewesen, der als Bankier arbeitete und sie während der Arbeitszeit mit einer seiner Kundinnen auf der Angestelltentoilette betrogen hatte, weswegen sie schlussendlich die Beziehung für beendet erklärt hatte.

„Kann ich mir gut vorstellen“, sagte sie und schmunzelte verlegen, da sie merkte, dass die Chance, ein richtiges Gespräch zu beginnen, gerade in den Minusbereich sank.

„Wie macht Merlin sich? Gibt es irgendwelche Probleme mit ihm?“, fragte er höflich, um ihr die Verlegenheit ein wenig zu nehmen.

„Er ist ein lieber Junge, und er hat eine unglaubliche Fantasie. Aber er ist oft alleine und findet keinen richtigen Anschluss, weil er sich lieber mit seinem eigenen Kopf beschäftigt als mit anderen“, erzählte sie ihm und sah den Jungen durch die Scheibe hindurch leicht bemitleidend an.

„Er ist ein Träumer. Das sind die meisten Kinder in dem Alter.“

„Ich hoffe, dass sich das schnell legen wird“, erklärte Kris und sah betreten den Asphalt unter seinen Füßen an.

„Ich hoffe nicht“, seufzte sie.

„Wieso?“, fragte er ein wenig beleidigt. Er war kein großartiger Fan von Widersprüchen. Seine ganz eigene Arroganz ließ etwas wie Gegenwehr oder andere Meinung nicht gerne zu, weswegen er ziemlich ungern Diskussionen über Themen führte, zu denen es vielfältige Meinungen gab, wovon er den meisten nichts abgewinnen konnte. Zustimmung war für ihn das höchste Gut, das er erhalten, aber nur sehr selten abgeben konnte.

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