Regan Holdridge - Der Ruf des Kojoten

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Der Ruf des Kojoten: краткое содержание, описание и аннотация

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Als die Autorin eine Freundin in Kalifornien besucht, um für ein neues Buch zu recherchieren, hat sie zunächst keine genaue Vorstellung, was sie dort erwartet. Schnell wird sie jedoch von der faszinierenden Schönheit und Wildheit dieses Landes und seiner Bewohner in den Bann gezogen. Immer tiefer dringt sie ein in die Geschichte der Rancherfamilie McCullough, die in den Weiten der Prärie die Coyote Canyon Ranch bewirtschaftet. Die Vergangenheit holt die Familie immer wieder ein, sie bestimmt ihr Handeln bis in die Gegenwart. Das Leben ist geprägt vom dominanten Vater und dem frühen Verlust der Mutter, von der unerschütterlichen Liebe zu dem eroberten Land und der Leidenschaft für Pferde. Für jedes der vier Geschwister wird diese Verbundenheit zu ihrem Glück, Schicksal und Fluch zugleich.
Die Autorin findet sich zwischen den Welten der Vergangenheit und der Gegenwart, in der sie sich mit den beiden jüngsten Nachkommen der McCulloughs verstrickt, bis hin zu dem Punkt, an dem sie selbst nicht weiß, wohin ihr eigener Weg sie in Zukunft führen wird.

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Myrtle holte mich vom Flughafen ab. Wir verbrachten zuerst noch einige Tage bei ihr in San Francisco, wo sie mir jeden Tag andere Sehenswürdigkeiten und Museen zeigte. Wir besuchten eine Vorstellung in einem alten Kino aus den 50er Jahren, die nur Streifen aus der goldenen Nachkriegsära zeigten. An diesem Abend ritten die glorreichen Sieben in Übergröße an uns vorbei – was für ein Unterschied zu dem kleinen Fernsehbildschirm Zuhause! Horst Buchholz, mein Landsmann, damals noch jung und schön, neben dem nicht minder attraktiven, glatzköpfigen Yul Brynner. Mir wäre die Entscheidung zwischen den beiden schwergefallen.

Schließlich kam der Tag, an dem ich von Myrtles Haus auf die Ranch ziehen sollte. Ich hatte in der Nacht zuvor kaum schlafen können und ständig verfolgte mich das Gefühl, irgendetwas in Deutschland vergessen zu haben, was ich nun dringend brauchen würde. Mein dickes, noch fast leeres Notizbuch und mehrere Kugelschreiber lagen bereit. Die ersten Seiten hatte ich mit allerlei Informationen aus dem Wells-Fargo-Museum bekritzelt. Nun wollte ich auch noch auf einer Postkutsche mitfahren, was bei Myrtle lediglich Kopfschütteln auslöste.

„Davon kann ich dir keine besorgen. Die fahren nicht mehr und die paar wenigen, die noch irgendwo herumgeistern, sind maximal im Schritt unterwegs für die Touristen, aus Sicherheitsgründen.“

„Mist! Ich wollte unbedingt einmal wissen, wie das ist, wenn man da oben im Galopp mitfährt.“

Myrtle starrte mich einen Moment an, als hielte sie mich für verrückt.

„Damit du dir den Hals brechen kannst? Nein, nein! Ich werde dafür sorgen, dass du heil und gesund nach deinem Abenteuer da draußen wieder zurückfliegen kannst! Deine Familie köpft mich sonst!“

„Ach, Unsinn! Die kennen mich! Die würden dir nie die Schuld dafür geben, wenn ich von einer Postkutsche falle!“

„Dann kann ich mich ja mal erkundigen...“

Ich schlurfte meinen Kaffee, während meine Freundin vier Toastscheiben im Toaster versenkte.

„Ich sollte dich vielleicht lieber gleich vorwarnen...“

„Wozu? Ich kann mich im Sattel halten, auch auf verrückten Pferden. Ich habe weder Angst vor Rindviechern, noch vor Grizzlybären oder Pumas, auch nicht vor Spinnen, Mäusen oder anderem Viechzeug. Und schießen lernen wollte ich schon lange!“

„Davon bin ich ausgegangen. Nein, das ist nicht der Punkt. Es geht um einen der Juniorrancher dort.“

„Was ist mit ihm?“

„Nun ja, du musst wissen, er ist einer der begehrtesten Junggesellen weit und breit. Alle Frauen in der Gegend sind hinter ihm her!“

Ich prustete in meinen Kaffee und verschüttete dabei die Hälfte über den ganzen Tisch. „Du willst mich nicht ernsthaft wegen eines Mannes warnen?!“

Myrtle fummelte an ihrer zerknüllten Serviette und tunkte damit den verschütteten Kaffee auf. „Nur zu deiner Sicherheit! Du bist ja bloß ein paar Monate hier und ich will nicht, dass du in irgendetwas hineingerätst...“

Ich beugte mich ein wenig nach vorn, näher zu meiner Freundin, die sich eifrig bemühte, den Toaster zu bedienen. „Glaub mir, nach dem, was ich mit Männern hinter mir habe, werde ich ganz sicher kein weiteres Mal so dumm sein!“

„Ja, ich weiß. Ist die Scheidung schon durch?“

„Bedauerlicherweise nein.“ Ich schenkte mir neuen Kaffee ein. „Jedenfalls habe ich nach diesem Desaster verstanden, dass man als Frau nur alleine durchs Leben kommt, garantiert nicht mit einem Klotz wie einem untreuen Mann am Bein.“

„Na, es gibt ja auch Klötze, die nicht nur dein Geld ausgeben und dich als Sklaven halten wollen...“

„Vielleicht, aber ein zweites Mal werde ich das Risiko trotzdem nicht eingehen, wieder an eine solche Pfeife zu geraten.“ Ich schnaufte zornig, in Erinnerung an meine Ehe – die bislang einzige Entscheidung, die ich in meinem Leben bereute und das ziemlich bitter. „Von daher ist es mir gerade recht, wenn dieser Rancher so ein Frauenschwarm ist. Damit kommt er noch nicht einmal in den Dunstkreis der näheren Auswahl!“

Die endlose Straße schlängelte sich über flaches Land und sanfte Hügel, an Wäldern vorbei und über die Brücke eines schmalen Flusses. Ein Stück danach bog Myrtle rechts in einen ungeteerten Weg ab, der uns noch einmal über weite Wiesen brachte, bevor er nach einem Wäldchen scharf rechts abbog. Wenige Meter entfernt erhob sich ein niedriges, langes Holzgebäude. Dahinter stand ein weiteres, jedoch wesentlich größeres und im rechten Winkel dazu befand sich eines, das offensichtlich das Wohngebäude sein musste. Zu dessen linker Hand entdeckte ich eine schmale, einstöckige Holzhütte, die wie ein zu groß geratenes Gartenhaus wirkte und zu dessen Eingangstür jetzt ein junger Mann heraustrat. Ich rutschte schon seit einigen Meilen ungeduldig auf dem Beifahrersitz hin und her.

„Ah“, machte Myrtle und lächelte. „Als hätte er uns kommen hören!“

Ich ließ meinen Blick über die Gebäude gleiten. Sie waren von dunkler, abgewaschener Farbe, genau wie ich es mir immer ausgemalt hatte. Ich seufzte zufrieden. Es kam mir überhaupt nicht vor, als würde ich einen fremden Ort betreten. Etwas Vertrautes umgab das Gelände, als wäre ich schon einmal hier gewesen.

Myrtle parkte ihren Wagen neben dem Ranchhaus und gab mir einen Wink, während sie selbst bereits die Türe aufstieß.

„Randy!“ Ihre Stimme hallte über den Hof.

„Grüß dich, Myrtle!“ Er schlenderte auf seinen schlanken Beinen und der dazugehörigen, schlaksigen Figur zu uns herüber, die Hände in den Hosentaschen seiner schmutzigen Bluejeans vergraben und lachte. Er mochte höchstens Anfang zwanzig sein. Sein halblang geschnittenes Haar war von undefinierbarer Farbe, von haselnussbraun über dunkelbraun mit hellen Strähnen, alles ineinander gemischt.

Höflich erlaubte er meiner Freundin, uns miteinander bekanntzumachen und ratterte in kaum verständlichem Cowboy-Kauderwelsch einen Begrüßungsspruch herunter. Dabei hatte ich Zuhause noch alle Westernserien extra im Original auf Englisch geschaut, um auch gut gewappnet zu sein! Ich verstand kein Wort.

„Du musst ein bisschen Geduld mit ihr haben“, erklärte Myrtle und lachte. „Sie tut sich noch ein bisschen schwer mit unserer Sprache.“

„Oh, tut mir leid!“ Der junge Mann schaute ein wenig ratlos und nach einem kurzen Moment des Schweigens deutete er hinter sich, auf das Wohnhaus. „Es ist leider keiner da. Tante und Onkel sind beide in die Stadt zum Einkäufe erledigen und mein Bruder ist draußen, bei den Rinderherden.“

„Pech gehabt, aber macht ja nichts! Ich kann ihr doch trotzdem gleich alles zeigen?“

„Klar! Du kennst dich ja aus!“ Randy lachte wieder, von einem Ohr zum anderen, wobei er eine Reihe gerader, weißer Zähne zeigte. „Ihr müsst bloß ohne mich auskommen. Ein paar der Schulpferde brauchen neue Eisen und um fünf muss ich Reitstunden geben.“

„Natürlich! Wir wollen dich keinesfalls von der Arbeit abhalten!“

Der junge Rancher entfernte sich, eine Melodie pfeifend, in Richtung der großen, braunen Scheune, deren doppelflügliges Tor weit offenstand und den Blick in ein sauberes, aufgeräumtes Inneres freigab. Meine Augen wanderten umher. Die Welt hier schien auf eigentümliche Weise stehengeblieben zu sein. Nichts erinnerte an den Lärm und die Hektik von San Francisco mit all seinen vielen Menschen. Das hier war anders, völlig verschieden von dem, was ich jemals zuvor erlebt hatte. Erinnerungen drängten sich in mein Gedächtnis: Bilder von einem kleinen Mädchen, das in der Stube des alten Bauernhauses zusammen mit ihrem Großvater auf einem durchgesessenen Sofa hockte. Es roch nach vielen Jahren Geschichte in sämtlichen Räumen des alten Gemäuers, dessen Ställe längst leerstanden und in denen sich Gerümpel, Brennholz und diverse Werkzeuge sammelten. Das Klappern von Omas 50er-Jahre-Nachkriegsgeschirr drang durch den Flur bis in die Stube, wo soeben der magische Knopf von Opas starkem Daumen gedrückt wurde. Das Bild des altertümlichen, mächtigen Fernsehgeräts, das andere Leute längst auf den Sperrmüll geworfen hätten, flackerte und ab und an – wenn nur der Ton zu hören war – brauchte es einen herzhaften Schlag auf das Gehäuse, damit auch ein Bild erschien.

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