Kathrin Brückmann - Halbe-Halbe, einmal und immer

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Halbe-Halbe, einmal und immer: краткое содержание, описание и аннотация

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Sophie Schatz wird demnächst Dreißig. Ihr Leben ist nicht gerade interessant, aber das ist es ja für fast niemanden. Sophie hat auch nicht wirklich viel vor. Ein Winterurlaub in der Karibik, das wäre mal ganz schön … mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren, einen besseren Job finden … und ihren langjährigen Freund heiraten und Kinder bekommen, bevor es zu spät ist.
Aber das Schicksal hat eigene Pläne mit ihr. Erst wirft es Sophie eine Erbschaft vor die Füße, und statt in der sonnigen Karibik landet sie in der hinterletzten, tief verschneiten ostdeutschen Provinz. Dann geht für sie erst einmal alles schief, was schief gehen kann. Doch es gibt nichts Schlechtes, das nicht auch für irgendetwas gut wäre.
Allein und auf sich selbst gestellt lernt Sophie, dass eine gute Idee, eine wagemutige Entscheidung, Vertrauen in die eigene Kraft und in einen Fremden mit einem festen Händedruck und schönen Augen mehr und bessere Belohnungen mit sich bringen, als der tollste Urlaub und der beste Job.

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Währenddessen verabschiedeten sich nach und nach diejenigen von Sophies Kollegen, deren Abteilungen am neuen Standort schon funktionierten und die hier nicht mehr gebraucht wurden, in den vorzeitigen Weihnachtsurlaub. Eine Entrümpelungs- und Umzugsfirma räumte die frei gewordenen Büros aus. Jeden Abend standen mehr Türen offen und gaben den Blick auf leere Räume frei. Jeden Morgen hallten Sophies Schritte lauter in den Fluren, auf denen sie fast nur noch die Männer traf, die die Büromöbel bewegten.

Die formlose Auflösung des Betriebs und der Belegschaft schlug sich auf die Stimmung bei der letzten Weihnachtsfeier nieder. Sie geriet zur rührseligen Abschiedsparty und lief ziemlich aus dem Ruder. Es wurde mehr getrunken als ohnehin üblich, und es fanden berauschte Verbrüderungen von Leuten statt, die sich bisher kaum gekannt oder vorher nie hatten leiden können. Es gab zahlreiche betrunken-feierliche Versprechen, einander nicht aus den Augen zu verlieren, auch wenn man nicht mehr miteinander arbeitete, und gelallte Liebesgeständnisse wie sonst nur an Fasching. (Werner: Schliebedisch, Sophie, schabedischonimmer … (Schluckauf); Sophie: Aber Werner, du bist doch verheiratet …) Nach Mitternacht kam es auf den Toiletten zu einigen unappetitlichen Eruptionen, wo sich Männer gegenseitig stützten und Frauen einander abwechselnd die Haare zurückhielten. Jens kam nicht zur Weihnachtsfeier von Sophies Firma mit, weil er, wie er sagte, in der Gesellschaft von besoffenen tätowierten Fernfahrern nicht feiern wollte. So musste Sophie nüchtern bleiben, um selbst heimfahren zu können, und obendrein fiel ihr dann auch noch die Aufgabe zu, morgens gegen drei eine Handvoll fahruntüchtiger Kollegen zu ihrem jeweiligen Zuhause zu bringen. Ihr Auto roch auch am nächsten Tag noch wie eine Kneipe.

Die Weihnachtsfeier von Jens’ Bank hatte dagegen fast den Charakter eines Balls und versammelte die Belegschaft aller Filialen in der Stadt. Sophie ging wie jedes Jahr gern mit. Es störte sie nicht, dass Jens sie als seine Partnerin sozusagen vorführte, weil er glaubte, dass Singlemänner bei seinem Arbeitgeber schlechtere Aufstiegschancen hatten. Sie freute sich einfach über die Gelegenheit, sich einmal festlich aufzubrezeln, ein Kleid zu tragen, Make-up und Schmuck, und zu tanzen – denn eine Dreimann-Band spielte auf der Feier richtige Tanzmusik. Jens konnte zwar tanzen, tat es aber nur widerwillig, sodass Sophie sich an seine Kollegen halten musste. Vor allem unter den Älteren von ihnen gab es hervorragende Tänzer, und sie hatte eine Menge Spaß, obwohl die allgemeine Stimmung nicht gerade ausgelassen war. Als der Abend früh endete, war niemand offensichtlich betrunken; keiner versuchte, jemand anderen zu umarmen oder gar jemandem an die Wäsche zu gehen, und alle konnten selbst nach Hause fahren.

Sophies letzter Arbeitstag war der vierundzwanzigste Dezember, und sie arbeitete bis spätnachmittags. Zu Hause angekommen nahm sie ein Bad und telefonierte dann im Bademantel und mit einem Handtuchturban um ihre feuchten Haare eine halbe Stunde mit ihrer Mutter. Carmen Schatz war einige Zeit nach dem Tod ihres Mannes, als Sophie die Ausbildung abgeschlossen hatte und berufstätig wurde, zusammen mit ihren Eltern nach Spanien gezogen und betreute die alten Leute dort. Sophie hatte Mutter und Großeltern in den ersten Jahren nach ihrem Umzug dreimal besucht und einen vierten Besuch dann so lange verschoben, bis er sich nicht mehr richtig anfühlte. Währenddessen wurden die Telefongespräche immer seltener. Irgendwann war Sophies Mutter dann so lange in Spanien, dass sie einen Akzent bekam und spanische Worte in ihre deutschen Sätze einbaute. Sie sprachen nie über Sophies Vater, und Sophie wollte nicht wissen, ob ihre Mutter vielleicht einen neuen Mann kennengelernt oder sogar noch einmal geheiratet hatte.

Weihnachtsabend und Silvester verbrachten Sophie und Jens wie jedes Jahr bei Jens’ Eltern. Die beiden mochten Sophie, und besonders Jens’ Mutter fand, dass sie die richtige Partnerin für ihren Sohn war. Sie hielt Sophie für fleißig, geduldig und fürsorglich und hatte ihr irgendwann einmal (unter vier Augen) die Aussage entlockt, dass sie gern Kinder haben wollte (was stimmte). Spätestens seit diesem Zeitpunkt gehörte Sophie zur Familie. Sophie fand Jens’ Eltern nett, langweilte sich aber immer ein wenig in ihrer Gesellschaft und auch auf gelegentlichen Familienfeiern mit Jens’ weiterer Verwandtschaft. Doch weil das nur selten vorkam, hielt sie es aus, und war das nicht überhaupt normal? Jede Familie ist eine Welt für sich, nicht entzifferbar und deshalb uninteressant für Außenstehende. Spannende Familien gibt es nur im Kino und in Romanen.

In der Silvesternacht morgens um zwei, als die Knallerei größtenteils vorüber war, bestand Jens darauf, noch in einen Club zu gehen. Weil sie mit Jens’ Wagen zu seinen Eltern gefahren waren, musste Sophie wohl oder übel mitkommen. Sie war müde, hatte sich einen Abend lang gelangweilt und das Silvesteressen, das Jens’ Mutter aufgetischt hatte, lag ihr schwer im Magen. Im flackernden Licht, der Hitze und dem monotonen Lärm des überfüllten Clubs verdichtete sich ihr Unwille zu einem starken Unbehagen. Es hatte Zeiten gegeben, in denen sie sich nach einer banalen Arbeitswoche bedingungslos den Beats aussetzte und unterstützt von Alkohol und gelegentlich einer Pille bis zu Erschöpfung tanzte. In dieser Silvesternacht gelang ihr das nicht; stattdessen bekam sie Kopfschmerzen. Sophie kam sich deplatziert vor unter all den Mädchen in Partyklamotten. In ihrem Pullover war ihr zu warm, der Bund ihrer Hose spannte unangenehm, und sie fühlte sich alt und fett. Sie sandte Jens, den sie aus den Augen verloren hatte, eine Nachricht und verließ den Club. Draußen in der kalten Nacht brauchte sie zehn Minuten, um sich ein Taxi zu erobern, aber immerhin ließen währenddessen ihre Kopfschmerzen nach. Zu Hause spielte sie mit dem Gedanken, den Finger in den Hals zu stecken, um ihr Abendessen loszuwerden und leichter zu schlafen, entschied sich dann aber dagegen. Trotz ihrer Müdigkeit lag sie lange wach, lauschte ihrem aufgebrachten Magen, und ihre Gedanken wanderten ziellos. Dass sie einschlief, bemerkte sie nicht, und sie hörte auch Jens nicht kommen. Am nächsten Morgen lag er wie immer neben ihr.

4 – Während der Feiertage

und zwischen den Jahren vergaß (oder verdrängte) Sophie fast vollständig, dass sie arbeitslos war. Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres stand sie zusammen mit Jens auf, bereitete Frühstück für beide und hörte zu, wie er sich für den Tag fertigmachte: die Dusche, den Föhn und die elektrische Zahnbürste, das Geräusch von Schranktüren, das Klappern von Absätzen. Ein kurzer Abschiedsgruß über die Schulter gesprochen, die Wohnungstür … und dann war Stille. Die Stille war so still, dass Sophie das Blut in ihren Ohren singen hörte. Sie war allein in der kleinen Wohnung und hatte nichts zu tun.

Wie es anfühlen würde, arbeitslos zu sein, das hatte sie sich nie ausgemalt, darüber hatte sie sich nie Gedanken gemacht. Seit Jahren, eigentlich schon immer, lebte sie mit dem Blick auf die Uhr. Arbeitszeiten strukturierten ihre Tage und Wochen. Es gab immer Wege, die sie zu gehen, und Verpflichtungen, die sie zu erfüllen hatte, Termine, die es einzuhalten, und Aufgaben, die es abzuarbeiten galt. Es war nicht vorgesehen, dass das einmal enden würde. Leben war Routine. Urlaube und Wochenenden, Sonntage, an denen sie bis mittags im Bett lag, das waren nur überschaubare Atempausen mit der Aussicht auf die unvermeidliche Wiederkehr des Immergleichen.

Nun kam es Sophie so vor, als hätte ihr Leben plötzlich angehalten. Das machte sie ratlos. Natürlich, sie wusste, es ging weiter, immer ging es irgendwie weiter … sie würde einen neuen Job suchen, finden und ihn auch antreten, aber das war Zukunft. Nichts, das sie an einem kalten, dunklen Wintermorgen in einer kleinen vollgestopften Wohnung im siebenten Stock sinnvoll beschäftigte.

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