Marie Wendland - Rapsblütenherz

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Rapsblütenherz: краткое содержание, описание и аннотация

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Nicht noch eine Geschichte über einen Neuanfang!
Denn Johanna findet, dass Neuanfänge etwas für Loser sind. Deswegen tut sie ehrgeizig alles dafür, dass bei ihr alles nach Plan läuft: Ein Job als Projektmanagerin, eine Hamburger WG mit der besten Freundin der Welt und ein Freund, mit dem sie den Rest ihres Lebens verbringen möchte.
Leider ist ein perfektes Leben aber vor allem eins: Anstrengend. Als Johanna am Ende ihrer Kräfte ist, bleibt ihr nichts anderes übrig, als doch einen Neuanfang zu wagen. Statt als Aussteigerin an einem paradiesischen Strand landet sie aber nur eine Stunde außerhalb von Hamburg auf dem Dorf.
Dort lernt Johanna, dass sie ein ungeahntes Talent hat: Das Springreiten. Sie und die neurotische Stute Carrie werden ein unschlagbares Team und schon bald verfolgt Johanna wieder mit aller Kraft ein ehrgeiziges Ziel: Die Teilnahme am Hamburger Springderby.
Aber ist es das, was sie wirklich will?
Zum Glück findet sie in ihrem neuen Leben auch neue zwei- und vierbeinige Freunde, die ihr helfen, das herauszufinden.

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Allein in der Fahrstuhlkabine nutzte sie die kurze Fahrt, um sich Milchschaum von der Oberlippe zu wischen, den Kragen ihrer Bluse zu richten und Volumen in ihr Haar zu schütteln, das nach dem allmorgendlichen Glätten mal wieder ganz platt am Kopf lag. Sie betrachtete das Ergebnis kritisch im Spiegel, bevor sie den Aufzug im fünften Stock verließ.

Schwungvoll betrat sie die Räume der Unternehmensberatung Stegmann & Partner, was die Empfangsdame dazu brachte, hektisch ihren HSV-Kaffeebecher hinter dem Bildschirm zu verstecken. „Ach Hanna, erschreck‘ mich doch nicht so“, maulte die blonde Frau.

„Dir auch einen schönen guten Morgen, liebe Nana“, grüßte Johanna sie fröhlich und entfernte diskret einige Brötchenkrümel von dem ansonsten vollkommen makellosen Tresen. Bei Stegmann & Partner war das Äußere alles. Um den Kunden Professionalität und fachliche Überlegenheit zu vermitteln, sagte ihr Chef immer. Passend zur Oberflächlichkeit und Verlogenheit des Geschäftsmodells, sagten die Mitarbeiter immer. Die Geschichte der Firma war schnell erzählt: Es waren einmal zwei ehrenhafte Hanseaten, die eine kleine, aber feine Unternehmensberatung gründeten: Fischer & Jahnke. Als Jahnke altersbedingt ausschied (oder weil er schlicht keine Lust mehr hatte, das war nicht genau überliefert) wurde daraus Fischer & Partner. Einer dieser Partner, ein gewisser Hans-Joachim Stegmann, tat sich als besonders geschäftstüchtig hervor, was zu Stegmann, Fischer & Partner führte (man beachte die Reihenfolge). Dann schied auch noch Fischer aus (ganz sicher, weil er keine Lust mehr hatte) und es blieb Stegmann & Partner (mit sehr klein geschriebenen Partnern).

Nana grinste Johanna jetzt an: „Sag‘ mal, hast du da etwa ein Franzbrötchen in der Tüte?“ Sie deutete mit ihrem manikürten Finger auf Johannas Tasche. Ihre dunkelroten Gelnägel waren fast furchterregend lang.

„Schon möglich. Aber hattest du nicht gerade schon ein…“ Johanna fischte einen letzten Krümel von der glänzenden Oberfläche und begutachtete ihn. „…Nutellabrötchen?“

„Ja, aber ich muss heute noch drei Flüge für Napoleon buchen, da brauche ich doch Nervennahrung.“ Das war zweifellos wahr und da das Franzbrötchen bei Nana, die im Gegensatz zu Johanna essen konnte, was sie wollte, sowieso besser aufgehoben war, gab diese nach.

„Ok, aber nur die Hälfte!“

„Danke“, flötete Nana ihr hinterher, als sie durch eine weitere Glastür in ein helles Großraumbüro ging, das durch halbhohe Wände und exotische Kübelpflanzen, die nur ein Dienstleister gießen durfte, da sonst die Garantie erlosch, in mehrere Nischen unterteilt war. Am Ende des langen Raums trennten Glaswände ein großzügiges Einzelbüro ab, das dadurch starke Ähnlichkeit mit einem Aquarium hatte. Allerdings beobachtete man hier nicht das, was sich im Aquarium befand, sondern wurde durch die Glasscheiben beobachtet. Heute war der Glaskasten jedoch noch leer und unbeleuchtet, was Johanna aufatmen ließ. Napoleon war noch nicht auf der Bildfläche erschienen.

Auf Grund seiner hervorstechenden Eigenschaften (klein und drahtig, selbstsüchtig und machthungrig) wurde Hajo Stegmann von seinen Mitarbeitern „Napoleon“ genannt. Natürlich nur hinter seinem Rücken, denn der Spitzname war keinesfalls als Kompliment gemeint.

Johanna bog in die zweite Nische auf der linken Seite ab, in der sich zwei Schreibtische gegenüberstanden, und ließ ihre Tasche auf den unbesetzten fallen. „Guten Morgen, Mareck“, begrüßte sie ihren Kollegen, dessen Hände bereits konzentriert über seine Tastatur flogen. In den sieben Monaten, die sie inzwischen hier arbeitete, war es noch nie vorgekommen, dass sie vor ihm da war. Mareck Praski war Anfang sechzig und arbeitete bereits seit Anbeginn der Zeit in der Firma. Er hatte immer ein amüsiertes Lächeln auf dem Gesicht und trug zu jeder Gelegenheit Jeans, Hemd und extravagante Gürtel und Sneaker, die bestimmt teurer waren als die meisten maßgeschneiderten Anzüge. Überhaupt hatte Johanna das Gefühl, Mareck würde nur noch zum Spaß arbeiten. Wobei sie den Spaß an der Sache noch nicht entdeckt hatte. Wenn sie es sich leisten könnte, würde sie nicht hier sein. Oder doch, sie würde trotzdem jeden Tag wieder kommen. Schließlich sollte Napoleon doch nicht auch diese Schlacht gewinnen.

„Hallo Hanna!“ Mareck wandte sich vom Bildschirm ab und sah ihr zu, wie sie ihren Schreibtisch sorgfältig für den Arbeitstag einrichtete. „Hast du gestern noch ein Geburtstagsgeschenk für deinen Freund gefunden?“ Es war zum Ritual zwischen den beiden geworden, dass vor Arbeitsbeginn (zumindest bevor auch Johanna mit der Arbeit anfing) erstmal geklönt wurde.

„Ne, noch nicht. Ich hab‘ noch nicht die richtige Idee“, erwiderte Johanna schulterzuckend und versuchte die Schuldgefühle beiseite zu schieben, dass sie auch eigentlich gar keine Lust hatte, darüber nachzudenken.

„Ein bisschen Zeit hast du ja auch noch“, tröstete Mareck sie. „Und ich kann ja auch noch mal überlegen.“

„Danke dir!“ Johanna lächelte ihren Kollegen an. Als sie im letzten Jahr frisch von der Uni in die Arbeitswelt gestolpert war, hatte er sie nicht nur in ihre Aufgaben eingearbeitet, sondern ihr auch gezeigt, wie der Hase lief - im Berufsleben im Allgemeinen und in diesem Unternehmen im Besonderen. Ohne ihn hätte sie keine drei Wochen durchgehalten.

Nachdem die Mannschaft den Vormittag über, motiviert durch gelegentliche Späße und einen kleinen Tratsch am Wasserspender, friedlich vor sich hin gearbeitet hatte, hörte Johanna gegen 11:00 Uhr eine ungehaltene Stimme im Empfangsbereich, gefolgt von Nanas hektischen Erklärungsversuchen. Sofort verstummte jede Unterhaltung und alle Augen richteten sich starr auf ihre Bildschirme. Wenig später rauschte Napoleon grußlos durchs Büro und verschwand in seinem Aquarium. Wie jeden Tag trug er ein weißes Hemd, das immer einen Knopf zu weit aufgeknöpft war, und einen Anzug, dessen Hose trotz oder gerade wegen seiner durchtrainierten Figur zu eng saß. Johanna hatte nicht hören können, worüber Hajo sich dieses Mal geärgert hatte, aber eigentlich war es auch egal. Irgendeinen Grund gab es immer.

„Neuer Auftrag! Ich hab‘ gewusst, dass der Alte anbeißt!“ Hajo hatte die Zähne zu einem triumphierenden Grinsen gebleckt, als er wenig später wieder vor seine Mitarbeiter trat. „Schnell wachsendes, mittelständisches Unternehmen, viele neue Leute, viele neue Projekte und jetzt knirscht es an allen Ecken.“

„Mareck!“, warf Paul ein. Er machte nie viele Worte, aber eigentlich war damit auch alles gesagt.

„Genau“, stimmte Johanna ihm mutig zu, „Mareck ist absolut der Richtige, wenn es um Kulturwandel geht. Außerdem hat er die meiste Erfahrung.“

„Ach, Kulturwandel wird überbewertet. Ein paar neue Meetingregeln hier, einige Kennzahlen da und zum Schluss ein teures Firmenevent und die Sache ist erledigt“, sagte Hajo mit einer wegwerfenden Geste. Ja, für Stegmann & Partner war die Sache damit erledigt, überlegte Johanna, wie es für den Kunden aussah, war eine andere Frage. Aber das sollte hier ja niemanden mehr interessieren, sobald die Rechnung beglichen war. „Außerdem fühlt unser Mareck sich im Büro am wohlsten“, wischte Hajo den Vorschlag nun endgültig vom Tisch. „Ihr werdet das irgendwann auch noch merken, dass man in einem gewissen Alter nicht mehr in der ersten Reihe stehen muss.“ Mareck lächelte nur weiter sein unergründliches Lächeln und sagte gar nichts. Dabei war natürlich auch ihm die Scheinheiligkeit, die aus Hajos Worten triefte, nur allzu bewusst. So sehr Johanna ihn auch für seine Gelassenheit bewunderte, konnte sie manchmal nicht verstehen, warum er sich nie zur Wehr setzte. Er hätte schon vor Jahren das Zeug zum Partner gehabt und war Hajo fachlich haushoch überlegen. „Dirk fährt mit zum Kunden“, verkündete Napoleon jetzt und unterbrach damit ihre Überlegungen.

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