Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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Nechljudow ging, wie ihm gewiesen worden.

Bei der zweiten Thür links standen zwei Leute und warteten. Der eine von ihnen war ein großer, dicker Kaufmann, ein gutmütiger Mensch, der offenbar soeben ein Gläschen getrunken und gefrühstückt hatte und sich daher in heiterer Gemütsstimmung befand; der andere war ein Kommis jüdischer Herkunft. Sie unterhielten sich über Wollpreise, als Nechljudow sich ihnen näherte und sich erkundigte, wo das Geschworenenzimmer sei.

»Hier, mein Herr, hier. — Also auch einer von uns, ein Geschworener?« fragte mit lustigem Blinzeln der gutmütige Kaufmann.

»Schön, da machen wir also gemeinsame Arbeit«, fuhr er auf die bejahende Antwort Nechljudows fort. »Von der 2. Gilde, Baklaschow«, sagte er, seine breite und weiche, sich nicht zusammenbiegende Hand hinhaltend. »Mit wem also habe ich das Vergnügen?«

Nechljudow nannte seinen Namen und ging in das Zimmer der Geschworenen.

In dem kleinen Zimmer waren etwa zehn verschiedenartige Leute versammelt. Alle waren erst eben gekommen; einige von ihnen saßen, andere gingen umher, musterten einander und machten sich bekannt. Ein Offizier a. D. war in Uniform, andere waren in Salonröcken und Jacketts und nur einer hatte einen langen, volkstümlichen Rock an.

Obgleich viele durch diese Obliegenheit in ihren Geschäften behindert wurden und darüber klagten, so verlieh doch das Bewußtsein der Erfüllung einer wichtigen öffentlichen Pflicht allen den Ausdruck eines gewissen Vergnügens.

Die Geschworenen, die sich zum Teil bekannt gemacht hatten, zum Teil auch nur einer vom anderen vermuteten, wer er sei, unterhielten sich über das Wetter, über den zeitigen Frühling und die bevorstehende Verhandlung. Die, die es noch nicht waren, beeilten sich, mit Nechljudow bekannt zu werden, indem sie sich es offenbar zur besonderen Ehre anrechneten. Und Nechljudow nahm das, wie immer unter fremden Leuten, als etwas auf, was ihm von Rechts wegen zustand. Hätte man ihn gefragt, warum er sich für höher als die meisten anderen Leute hielt, so hätte er darauf nicht antworten können, denn sein ganzes Leben konnte durchaus keine besonderen Verdienste auf weisen. Daß er im Englischen, Französischen und Deutschen eine gute Aussprache besaß, daß er Wäsche, Kleider, Krawatten und Hemdknöpfe von den ersten Lieferanten dieser Waren bezog, das alles, fühlte er selbst, konnte durchaus kein Grund für seine Bevorzugung sein. Trotzdem aber er kannte er seine Überlegenheit vollkommen an, empfing alle ihm erwiesenen Zeichen der Hochachtung, wie etwas Selbstverständliches, und fühlte sich beleidigt, wenn sie ausblieben.

Und gerade jetzt, in dem Zimmer der Geschworenen, mußte er das peinliche Gefühl, welches in ihm durch unterlassene Hochachtungsbezeugung jedesmal erweckt wurde, empfinden. Unter den Geschworenen befand sich ein Bekannter Nechljudows. Es war Pjotr Gerassimowitsch (Nechljudow kannte seinen Familiennamen nicht und renommierte sogar damit ein wenig), der frühere Hauslehrer der Kinder seiner Schwester. Dieser Pjotr Gerassimowitsch war jetzt Lehrer an einem Gymnasium. Nechljudow war er immer unerträglich gewesen wegen seiner Familiarität, seines selbstzufriedenen Lachens und überhaupt wegen seiner ganzen »Communheit«, wie die Schwester es nannte.

»Ah, auch Sie sind also hereingefallen«, empfing ihn mit schallendem Gelächter Pjotr Gerassimowitsch. »Konnten diesmal nicht kneifen?«

»Ich dachte auch gar nicht zu kneifen«, antwortete streng und müde Nechljudow.

»So, das ist ja eine bürgerliche Heldenthat. Warten Sie nur, wenn Sie hungrig werden und nicht schlafen können, werden Sie schon ein anderes Liedchen singen!« lachte noch lauter Pjotr Gerassimowitsch.

»Dieser Pfaffensohn wird mich gleich zu duzen anfangen«, dachte Nechljudow und drehte sich von ihm mit einem so trübseligen Gesichtsausdruck ab, daß man glauben könnte, er hätte soeben die Nachricht vom Tode seiner sämtlichen Verwandten erhalten. Er näherte sich einer Gruppe, die sich um einen rasierten, hochgewachsenen, repräsentablen Herrn, der lebhaft etwas erzählte, gebildet hatte. Dieser Herr sprach von dem soeben in der Civilabteilung verhandelten Prozeß, wie von einer ihm nahe bekannten Angelegenheit, indem er die Richter und berühmten Advokaten beim Vor- und Vaternamen nannte. Er erzählte von der wunderbaren Wendung, die der berühmte Advokat der Sache zu geben verstanden, infolgedessen die eine der Parteien, eine alte Dame, trotzdem sie vollständig im Rechte war, der anderen Partei für nichts und wieder nichts eine große Summe auszahlen mußte.

»Ein genialer Advokat!« sagte er.

Man hörte ihm mit Achtung zu, und einige versuchten, ihre Bemerkungen einzuschieben, aber er schnitt allen das Wort ab, als könnte nur er allein alles, wie sich’s gehörte, wissen.

Obgleich Nechljudow spät gekommen war, mußte er dennoch lange warten. Der Aufenthalt geschah durch die Verspätung eines der Mitglieder des Gerichtshofes.

Sechstes Kapitel.

Der Präsident war schon früh im Gericht er schienen. Derselbe war ein großer voller Mann mit einem starken, ergrauenden Backenbart. Er war verheiratet, führte aber ein sehr zügelloses Leben, ebenso wie auch seine Frau. Sie störten einander nicht. Heute Morgen hatte er von der Gouvernante, einer Schweizerin, die bei ihnen im Hause im Sommer gelebt hatte, und jetzt vom Süden her nach Petersburg reiste, ein Briefchen erhalten, demzufolge sie ihn heute zwischen 3 und 6 Uhr im »Hotel Italic« erwarten würde. Und deshalb wollte er die heutige Sitzung möglichst früh eröffnen und schließen, um noch vor sechs Uhr Zeit zu einem Besuch bei der rotblonden Klara Wassiljewna, mit der er im vorigen Jahr in der Sommerfrische einen Roman angeknüpft hatte, zu finden.

Nachdem er in sein Kabinett eingetreten war, verschloß er die Thür und holte aus dem Aktenschrank vom untersten Regal zwei Hanteln, mit denen er zwanzig Ausfälle nach oben, nach vorn, seitwärts und nach unten machte, worauf drei gelinde Kniebeugen, mit über dem Kopf gehaltenen Hanteln, folgten.

»Nichts konserviert so gut, wie kalte Abwaschungen und Turnen«, dachte er, während er mit der mit einem Goldring geschmückten Linken den gespannten Biceps der Rechten befühlte. Es blieb ihm noch übrig die »Moulinet« zu machen (er führte diese beiden Übungen jedesmal vor der langwierigen Sitzung aus), als die Thür erdröhnte. Jemand wollte sie öffnen. Der Präsident legte die Hanteln schleunigst zurück und öffnete die Thür.

»Verzeihen Sie«, sagte er.

In das Zimmer trat eines der Mitglieder des Gerichtshofs, ein kleiner Herr, mit in die Höhe gezogenen Schultern, finsterem Gesicht und einer goldenen Brille.

»Matwej Nikititsch ist wieder nicht da«, sagte das Gerichtsmitglied unzufrieden.

»Nein, er ist noch nicht da«, antwortete, seine Uniform anziehend, der Präsident. »Er kommt immer zu spät.«

»Merkwürdig, daß er sich nicht schämt«, sagte das Mitglied und holte, sich ärgerlich setzend, seine Cigaretten hervor.

Dieses Gerichtsmitglied, ein sehr peinlicher Mann, hatte heute Morgen mit seiner Frau einen unangenehmen Konflikt, weil die Frau, noch vor

Ablauf des Monats, das ganze Wirtschaftsgeld ausgegeben hatte. Sie hatte ihn um einen Vorschuß gebeten, während er nicht von seinen Prinzipien abweichen wollte. Es kam zu einer Szene. Die Frau sagte, daß wenn dem so sei, es zu Hause auch keinen Mittag geben würde und er sich nicht heimzubemühen brauchte. Damit war er weggefahren. Und jetzt fürchtete er, daß sie ihre Drohung ausführen würde, denn von ihr konnte man alles erwarten.

»Da soll man nun ein gutes, moralisches Leben führen«, dachte er, den strahlenden, gesunden, heiteren und wohlwollenden Präsidenten anblickend, der, mit auseinanderstehenden Ellbogen, sich mit den schönen weißen Händen den dichten, ergrauen den Backenbart seitwärts vom gestickten Kragen wegstrich; »der ist immer zufrieden und heiter, während ich mich abquälen muß.«

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