Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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Alles das befand sich im vorderen Teil des von einem Gitter durchquerten Saales. Der hintere Teil war ganz mit Bänken besetzt, die, immer höher aufsteigend, bis an die Rückwand reichten. Im hinteren Teile des Saales saßen nicht weit von der Barriere vier Frauen, etwa Fabrikarbeiterinnen oder Mägde, und zwei Männer, ebenfalls Arbeiter. Sie waren offenbar erdrückt von der großartigen Ausstattung des Saales und flüsterten darum nur schüchtern miteinander.

Bald nach den Geschworenen trat der Gerichtskommissar mit seinem einseitigen Gang mitten in den Saal hinaus und verkündete mit lauter Stimme, als wollte er die Anwesenden erschrecken, das übliche:

»Das Gericht!«

Alle erhoben sich von den Plätzen und auf dem Podium erschienen die Richter.

Zuerst kam der Präsident mit den muskulösen Armen und dem prächtigen Backenbart.

Dann kam das finstere Gerichtsmitglied mit der goldenen Brille. Es sah jetzt noch finsterer aus, denn kurz vor der Sitzung hatte er seinen Schwager, den Gerichtsamtskandidaten getroffen, der ihm mitteilte, daß er bei der Schwester gewesen sei und sie auch ihm erklärt hätte, daß es heute kein Mittagessen gäbe.

»Wir werden also in irgend ein Lokalchen fahren müssen«, sagte lachend der Schwager.

»Dabei ist nichts Lächerliches«, meinte das finstere Gerichtsmitglied und wurde noch finsterer.

Und endlich erschien das dritte Gerichtsmitglied, derselbe Matwej Nikititsch, der immer zu spät kam; er war ein bärtiger Mann mit großen, zu Boden gesenkten, gutmütigen Augen. Er litt an einem Magenkatarrh und hatte mit dem heutigen Morgen, auf Anraten des Arztes, ein neues Regime begonnen. Und dieses neue Regime hatte ihn heute noch länger als gewöhnlich zu Hause aufgehalten. Jetzt, als er auf das Podium hinauf stieg, hatte er ein konzentriertes Aussehen, da er nämlich die Gewohnheit besaß, in allen Fragen, die er sich stellte, auf jede erdenkliche Weise das Orakel zu befragen. Jetzt hatte er mit sich aus gemacht, daß, wenn die Anzahl der Schritte von der Kabinettthür bis zu seinem Lehnstuhl durch drei teilbar sein wird, ihn sein neues Regime vom Katarrh befreien wird, geht aber drei in der Zahl nicht auf — dann nicht. Es kamen sechs und zwanzig Schritte heraus, aber er machte noch ein kleines Schrittchen und setzte sich genau nach dem sieben und zwanzigsten in den Lehnstuhl.

Die Gestalten des auf dem Podium erschienenen Präsidenten und der Mitglieder waren in ihren goldgestickten Uniformen sehr imposant. Sie fühlten das selbst und beeilten sich alle drei, mit gesenkten Lidern, als wären sie durch ihre Großartigkeit er drückt, sich auf ihre hinter dem grünen Tisch befindlichen Sitze niederzulassen. Auf dem Tische prangten ein dreieckiges mit einem Adler gekröntes Instrument, der s. g. »Gerichtsspiegel«, und zwei Vasen, wie sie auf den Kredenzen der Restaurants, mit Konfekt gefüllt stehen; ferner stand da ein Tintenfaß und lagen frisch angespitze Bleifedern von verschiedener Länge sowie weißes Papier. Mit den Richtern zugleich war auch der Staatsanwaltsadjunkt eingetreten. Er schritt ebenso schnell, mit dem Portefeuille unter dem Arm und mit der Hand fuchtelnd, auf seinen Platz am Fenster zu, und versenkte sich sogleich in das Durch blättern und Lesen der Akten, indem er jede Minute zur Präparation auszunutzen suchte. Dieser Staatsanwaltsadjunkt führte die Anklage erst zum vierten Mal. Er war sehr ehrgeizig und hatte den festen Vorsatz, Karriere zu machen, weswegen er es für unerläßlich hielt, in jedem Prozeß, in welchem er die Anklage vertrat, auch eine Verurteilung zu erwirken. Das Wesentliche des Giftmordprozesses kannte er in allgemeinen Umrissen und hatte den Plan zu seiner Rede bereits entworfen, aber er brauchte noch einige genauere Daten und die exzerpierte er sich jetzt eilig aus den Akten.

Der Sekretär saß am entgegengesetzten Ende des Podiums und sah, nachdem er alle, vor kommenden Falles nötigen Papiere bereit gelegt hatte, einen verbotenen Aufsatz durch, den er gestern erhalten und gelesen hatte. Er hatte die Absicht, wegen dieses Aufsatzes mit dem Gerichtsmitglied mit dem großen Barte, das seine Ansichten teilte, zu sprechen und wollte sich nun, vor der Unterhaltung, den Aufsatz wieder ins Gedächtnis rufen.

Achtes Kapitel.

Der Präsident durchblätterte die Akten, stellte einige Fragen an den Gerichtskommissar und den Sekretär und ordnete, nachdem seine Fragen bejaht worden waren, die Vorführung der Angeklagten an.

Sogleich öffnete sich die Thür hinter dem Gitter und zwei Gendarmen in Czapkas, mit gezogenen Säbeln, traten ein. Hinter ihnen her kam zuerst ein Angeklagter, ein rothaariger Mann mit Sommersprossen, und dann zwei Frauen. Der Mann war mit einem für ihn zu weiten und langen Arrestantenschlafrock bekleidet. Als er den Gerichtssaal betrat, hielt er seine Hände mit ausgespreizten Daumen krampfhaft an die Hosennähte gedrückt, um so das Herabhängen der zu langen Ärmel zu verhindern. Er blickte, ohne die Richter und das Publikum anzusehen, aufmerksam auf die Bank, um die er herumging. Nachdem er sie umgangen, ließ er sich vorsichtig auf dem äußersten Ende nieder, um den anderen Platz zu geben. Dann heftete er seine Augen auf den Präsidenten und fing an, die Muskeln seiner Wangen, als ob er etwas flüsterte, zu bewegen.

Nach ihm trat, ebenfalls im Arrestantenschlafrock, ein nicht mehr junges Weib ein. Um den Kopf hatte sie ein Arrestantentuch, das Gesicht war grauweiß, ohne Brauen und Augenwimpern, aber mit geröteten Lidern. Das Weib schien vollständig ruhig zu sein. Als sie zu ihrem Platz hindurchging, hakte der Schlafrock irgendwo ein; sie machte ihn sorgfältig und ohne Eile wieder los und setzte sich nieder.

Die dritte Angeklagte war die Maslowa.

Kaum war sie eingetreten, als sich sofort die Augen aller im Saal anwesenden Männer auf sie richteten und lange konnten sie sich von ihrem weißen Gesicht mit den schwarzen, feuchtglänzenden Augen und von der unter dem Schlafrock hervortretenden üppigen Brust nicht losreißen. Sogar der Gendarm blickte sie, während sie an ihm vorbeiging, unverwandt an und fuhr dann, als sie sich gesetzt hatte, wie über sein Vergehen erschreckend, zusammen, kehrte sich schnell weg und begann auf das vor ihm liegende Fenster zu stieren.

Der Präsident wartete, bis die Angeklagten sich gesetzt hatten und wandte sich, als die Maslowa Platz genommen, an den Sekretär.

Es begann die gewöhnliche Prozedur: das Aufrufen der Geschworenen, die Verhandlungen wegen der Nichterschienenen, die Belegung derselben mit Pön, die Entscheidung über diejenigen, die um Urlaub baten, und die Kompletierung der Fehlenden durch Ersatzmänner. Darauf legte der Präsident die Lose zusammen und schüttete sie in die Glasvase. Nachdem er seine gestickten Ärmel etwas in die Höhe gezogen hatte, wobei er seine stark behaarten Arme entblößte, begann er die Lose einzeln, mit den Gesten eines Kunststückmachers herauszuholen, aufzurollen und auszurufen. Dann strich er die Ärmel wieder zurück und bat den Geistlichen, die Geschworenen zu vereidigen.

Der Geistliche war ein alter Mann, mit auf gedunsenem, blaßgelben Gesicht, in einem braunen Talar, mit goldenem Brustkreuz und irgend einem kleinen, an der Seite angehefteten Orden. Langsam unter dem Talar seine geschwollenen Beine bewegend, schritt er zu dem Betpult, das unter dem Heiligenbilde stand.

Die Geschworenen erhoben sich und drängten ebenfalls zu dem Betpult hin.

»Ich bitte«, sagte der Geistliche, mit der dicken Hand an seinem Brustkreuz rührend, und wartete, bis alle Geschworenen herangetreten waren. Dieser Geistliche bekleidete sein Priesteramt schon seit sechs und vierzig Jahren und wollte nach drei Jahren sein Jubiläum feiern, wie es der Domprobst neulich gefeiert. Im Bezirksgericht aber diente er seit Eröffnung der neuen Gerichte und war sehr stolz darauf, daß er bereits so und so viele Tausende vereidigt hatte. Auch daß er, trotz seines vorgerückten Alters fortfuhr, zum Wohle der Kirche, des Staates und seiner Familie, der er außer einem Hause ein Kapital von dreißig tausend Rubel hinterlassen konnte, zu arbeiten, er füllte ihn mit Genugthuung. Daß aber seine Arbeit im Gericht, die darin bestand, die Leute auf das Evangelium, in welchem der Eid ausdrücklich verboten war, schwören zu lassen, eine schlechte Arbeit war, war ihm niemals in den Sinn gekommen. Und diese Beschäftigung fiel ihm nicht nur nicht schwer, sondern war ihm zu einer lieben Gewohnheit geworden, die ihm zu mancher angenehmen Bekanntschaft verhalf. Jetzt eben hatte er mit Vergnügen die Bekanntschaft des berühmten Advokaten gemacht, der ihm dadurch, daß er für den einen Prozeß der alten Dame mit den großen Blumen zehntausend Rubel erhalten hatte, ganz besonderen Respekt einflößte.

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