Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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Das erstere konnte er nicht, weil er, außer vom Grundbesitz, keine anderen Einkünfte hatte. In den Staatsdienst wollte er nicht treten, anderseits aber hatte er bereits luxuriöse Lebensgewohnheiten angenommen, von denen er sich nicht mehr freimachen zu können glaubte. Und es hätte auch keinen Zweck gehabt, da er nunmehr weder jene Kraft der Überzeugung, noch jene Entschlossenheit, noch jenen Ehrgeiz und Wunsch besaß, andere in Erstaunen zu setzen, die er in der Jugend hatte.

Das zweite aber, — sich von den Begründungen der Unrechtmäßigkeit des Grundbesitzes, die er damals aus Spencers Sozialer Statik geschöpft hatte und deren Bestätigung er viel später in den Werken Henry Georges gefunden hatte, sich davon lossagen, — das konnte er unmöglich.

Und daher war ihm der Brief des Verwalters unangenehm.

Viertes Kapitel

Nachdem Nechljudow Kaffee getrunken hatte, ging er in sein Kabinett, um im Vorladungsschreiben nachzusehen, zu welcher Zeit er im Gericht sein müsse, und um der Prinzessin zu antworten. Ins Kabinett mußte er durch sein Atelier gehen. Im Atelier stand auf einer Staffelei ein angefangenes Bild, das umgekehrt war, und hingen an den Wänden Studien. Der Anblick dieses Bildes, an welchem er sich zwei Jahre lang abgemüht hatte, der Studien und des ganzen Ateliers — alles erinnerte ihn an das, in letzter Zeit besonders stark zum Bewußtsein gekommene Gefühl des Unvermögens, in der Malerei fortzuschreiten. Er erklärte sich dieses Gefühl durch ein zu fein entwickeltes ästhetisches Empfinden, aber immerhin war ihm diese Erkenntnis sehr unangenehm.

Vor sieben Jahren hatte er den Staatsdienst aufgegeben, in der Meinung, ein Talent zur Malerei zu haben. Und von der Höhe seiner künstlerischen Thätigkeit hatte er mit gewisser Verächtlichkeit auf alle anderen Berufsarten hinabgesehen. Jetzt zeigte es sich nun, daß er dazu kein Recht gehabt. Und darum war ihm jede Erinnerung daran unangenehm. Mit einem drückenden Gefühl betrachtete er die luxuriöse Ausstattung des Ateliers und betrat in nicht besonders heiterer Stimmung sein Kabinett, ein großes, hohes Zimmer, mit allen erdenklichen Einrichtungen, Bequemlichkeiten und Schmuckgegenständen ausgestattet.

In der Schublade des großen Tisches fand er unter der Rubrik »Terminsachen« sogleich das Vorladungsschreiben, in welchem es hieß, daß er um elf Uhr im Gericht sein mußte. Dann setzte Nechljudow sich, um der Prinzeß einen Brief, des Inhalts, daß er danke und sich bemühen werde, zu Mittag zu erscheinen, zu schreiben. Aber als er den Brief geschrieben hatte, zerriß er ihn wieder, denn er schien ihm zu intim. Der zweite Brief war wieder zu kalt, beinahe beleidigend; er zerriß auch ihn und drückte auf den Knopf an der Wand. Ein nicht mehr junger Lakai mit finsterem Gesichtsausdruck, rasiertem Kinn und Kotelettes, in einer grauen Kalikoschürze, trat ein.

»Bitte, schicken Sie nach der Droschke.«

»Zu Befehl.«

»Und sagen Sie, — hier wartet jemand von Kortschagins, — ich ließe danken und würde mich bemühen zu kommen.«

»Jawohl.«

»Höflich ist’s ja nicht, aber ich kann nicht schreiben. Ich sehe sie doch noch heute«, dachte Nechljudow und ging, um sich anzukleiden.

Als er angekleidet auf die Freitreppe hinaustrat, erwartete ihn schon seine ständige Droschke auf Gummirädern.

»Und gestern waren Sie eben vom Fürsten Kortschagin weg, als ich angefahren kam«, sagte der Kutscher, seinen braungebrannten, feisten Hals im weißen Hemdkragen halb umwendend, »der Portier sagte mir: »»eben durchgegangen.««

Sogar die Droschkenkutscher wissen von meinen Beziehungen zu Kortschagins«, dachte Nechljudow, und jene ungelöste Frage, ob er die Kortschagina heiraten sollte, stand wie fast immer in letzter Zeit, wieder vor ihm. Und wie die meisten Fragen, die sich ihm in dieser Zeit entgegenstellten, ließ sie sich auf keine Weise, weder so noch so, entscheiden.

Zu Gunsten der Ehe überhaupt sprach erstens das, daß die Ehe außer den Annehmlichkeiten eines häuslichen Herdes, auch die Möglichkeit eines »moralischen Lebenswandels«, wie er ein solches Familienleben nannte, bot. Zweitens und hauptsächlich erhoffte Nechljudow von der Ehe, daß Familie und Kinder seinem Dasein den inneren Gehalt verleihen würden, den er bis jetzt vermißte. Das alles sprach für die Ehe überhaupt.

Gegen die Ehe aber war erstens die, allen älteren Junggesellen eigene Furcht vor dem Verlust der Freiheit, und zweitens ein unbewußtes Bangen vor dem geheimnisvollen Wesen der Weiblichkeit.

Für die Ehe, mit Missy im besonderen (Prinzeß Kortschagina hieß Marie, hatte aber, wie es in allen Familien ihrer Kreise üblich, einen besonderen Zunamen) — war erstens das, daß sie Rasse hatte und in allem, von der Toilette, bis zu ihrer Manier zu sprechen, zu gehen, zu lachen, sich von gewöhnlichen Leuten unterschied. Dieser Unterschied bestand nicht gerade in etwas Besonderem, Exceptionellen, sondern einfach in ihrer »Anständigkeit«, — er fand für diese Eigenschaft keine andere Bezeichnung und schätzte diese Eigenschaft sehr hoch. Zweitens fiel auch das ins Gewicht, daß sie ihn höher als alle anderen Leute schätzte und folglich, wie er es auffaßte, ihn verstand. Und dieses Verstehen, diese Anerkennung seiner vorzüglichen Eigenschaften, galt Nechljudow als ein Beweis ihres Verstandes und sicheren Urteils.

Gegen die Ehe, mit Missy im besonderen, war erstens die große Wahrscheinlichkeit, daß man ein Mädchen mit noch viel größeren Vorzügen als Missy, ein ihm selbst also auch ebenbürtigeres, finden konnte; zweitens aber, daß sie bereits sieben und zwanzig Jahre zählte und daher wahrscheinlich schon früher Passionen gehabt hatte, und dieser Gedanke war für Nechljudow qualvoll. Sein Stolz konnte sich damit nicht aussöhnen, daß sie, wenn auch nur in der Vergangenheit, nicht ihn geliebt hatte. Sie konnte natürlich nicht wissen, daß sie ihm begegnen würde, aber der bloße Gedanke, daß sie früher jemand anderes geliebt haben konnte, verletzte ihn.

So gab es also ebenso viel Gründe dafür, als auch dagegen; in ihrer Überzeugungskraft wenigstens waren die Gründe vollkommen gleichwertig, und so verglich sich Nechljudow, sich selbst ironisierend, mit Buridans Esel. Und er blieb ein solcher auch in der That, da er nicht wußte, welchem der beiden Bündel er sich zuwenden wollte.

»Übrigens, so lange ich von Marja Wassiljewna, der Frau des Adelsmarschalls, noch keine Antwort habe, kann ich nichts unternehmen«, sagte er sich selbst.

Und dieses Bewußtsein, daß er die Entscheidung aufschieben könne und müsse, war ihm angenehm.

»Übrigens, das alles kann ich auch später über legen«, dachte er, als sein Wagen geräuschlos zur Asphaltrampe des Gerichtsgebäudes auffuhr.

»Jetzt aber muß ich gewissenhaft, wie ich es immer zu thun pflege und es für meine Schuldigkeit halte, meine öffentlichen Verpflichtungen er füllen. Zudem ist das zuweilen auch nicht uninteressant«, und mit diesen Gedanken trat er, an dem Portier vorbei, in die Vorhalle des Gerichts ein.

Fünftes Kapitel.

Als Nechljudow das Gericht betrat, herrschte dort bereits reges Leben.

Die Gerichtsdiener liefen atemlos, die Füße kaum vom Boden hebend, mit schlürfenden Schritten hin und her, besorgten Aufträge, trugen Akten. Die Kommissare, Advokaten und Beamten des Gerichts gingen hierhin und dahin, Supplikanten und die nicht eskortierten Angeklagten schlichen trübsinnig an den Wänden umher oder saßen erwartungsvoll da.

»Wo ist das Bezirksgericht?« fragte Nechljudow einen der Diener.

»Welches wünschen Sie? Wir haben eine Civilabteilung, einen Kassationshof . . . .«

»Ich bin ein Geschworener.«

»Kriminalabteilung. Hätten Sie das gleich gesagt! Hier, rechts und dann die zweite Thür links.«

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