Lew Tolstoi - Auferstehung

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Die Handlung thematisiert die Läuterung der Protagonisten durch moralisches Handeln. Ein adliger Gutsherr, als Geschworener bei Gericht, erkennt in einer angeklagten Prostituierten ein von ihm verführtes Mädchen wieder, verführt in einer Osternacht, dem Fest der Auferstehung Christi. Er fühlt sich mitschuldig an ihrem Schicksal und bemüht sich um eine Urteilsrevision. Er erfährt die ganze Unvollkommenheit des damaligen Rechtssystems und folgt ihr schließlich in Zwangsarbeit und Verbannung. Eine Ehe mit ihm schlägt sie aus, obwohl oder eher weil sie ihn liebt. Sie hat vor, einen anderen Häftling zu heiraten.

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»Es ist nicht möglich«, fuhr Nechljudow fort sich einzureden. Trotzdem aber wußte er jetzt ohne alle Zweifel, daß sie es war, dasselbe Mädchen, Ziehkind und Stubenmagd, in welches er eine Zeit lang verliebt, richtig verliebt gewesen, es dann in einem wahnsinnigen Taumel verführt und verlassen hatte. Später hatte er niemals mehr an sie gedacht, weil die Erinnerung daran zu qualvoll war, ihn zu deutlich überführte und ihm zeigte, daß er, der so stolz auf seine Anständigkeit und Korrektheit war, diesem Weibe gegenüber sich nicht nur unkorrekt, sondern geradezu niederträchtig und gemein benommen hatte.

Ja, sie war es. Er sah jetzt deutlich jene exzeptionelle, geheimnisvolle Besonderheit, die den einen Menschen vom andern unterscheidet, ihn zu etwas Apartem, Einzigem, Unwiederholbarem macht. Trotz der unnatürlichen Blässe und Fülle des Gesichts befand sich jene aparte, liebe Besonderheit in dem Gesicht, in den Lippen, in den etwas schielenden Augen und namentlich in diesem naiven, lächelnden Blick und in dem Ausdruck der Bereitwilligkeit, der nicht nur im Gesicht, sondern auch in der ganzen Figur lag.

»So hätten Sie gleich sagen sollen«, sagte wieder ganz besonders weich der Präsident. »Ihr Vatername?«

»Ich bin — eine Uneheliche«, stammelte die Maslowa.

»Doch, wie nannte man Sie nach dem Taufvater?«

»Michajlowa.«

»Und was konnte sie verbrochen haben?« fuhr unterdes Nechljudow, schwer atmend, zu denken fort.

»Wie ist Ihr Familienname, Ihr Zuname?« fragte der Präsident weiter.

»Nach der Mutter wurde ich Maslowa genannt.«

»Ihr Stand?

»Kleinbürgerin.«

»Rechtgläubig?«

»Rechtgläubig.«

»Ihr Beruf? Womit beschäftigten Sie sich?«

Die Maslowa schwieg.

»Womit beschäftigten Sie sich?« wiederholte der Präsident.

»Ich war in der Anstalt«, sagte sie.

»In welcher Anstalt?« fragte streng das Mitglied mit der Brille.

»Sie wissen es ja selbst«, sagte die Maslowa lächelnd und begann, nachdem sie einen schnellen Blick um sich geworfen, wieder den Präsident gerade anzusehen.

Es lag etwas so Ungewöhnliches in ihrem Gesichtsausdruck, etwas so Fürchterliches und Trauriges in der Bedeutung ihrer Worte, ihres Lächelns und des schnellen Blickes, mit dem sie dabei den ganzen Saal überschaut hatte, daß der Präsident seine Augen senkte und im Saal auf einen Augenblick tiefe Stille entstand. Diese Stille wurde nur durch das Gelächter irgend eines der Zuschauer unterbrochen. Ein anderer fing an zu zischen. Der Präsident erhob das Haupt und fuhr fort zu fragen.

»In Untersuchung und vorbestraft waren Sie nicht?«

»Nein«, antwortete die Maslowa leise mit einem Seufzer.

»Haben Sie die Kopie der Anklageschrift er halten?«

»Jawohl.«

»Setzen Sie sich«, sagte der Präsident.

Die Angeklagte hob ihren Rock hinten mit der Bewegung auf, mit welcher geputzte Frauen ihre Schleppe zurückzuschlagen pflegen, und setzte sich, die kleinen Hände in den Ärmeln des Schlafrocks bergend, die Augen unverwandt auf den Präsidenten gerichtet.

Es folgte die Überzählung und Abführung der Zeugen, die Verhandlung bezüglich des medizinischen Sachverständigen und seine Vorladung in den Gerichtssaal. Dann stand der Sekretär auf und begann die Verlesung der Anklageschrift. Er las vernehmlich und laut, aber so schnell, daß seine Stimme, die die Laute L. und R. fehlerhaft aussprach, in ein ununterbrochenes, einschläferndes Getöne zusammenfloß.

Die Richter stützten sich bald auf die eine, bald auf die andere Armlehne, bald auf den Tisch, bald auf die Rücklehne, bald schlossen sie die Augen, bald öffneten sie sie und warfen sich flüsternde Bemerkungen zu. Ein Gendarm hielt mehrere Mal einen beginnenden Gähnkrampf zurück.

Unter den Angeklagten bewegte Kartinkin unaufhörlich seine Wangenmuskeln, während die Botschkowa sich aufrecht und vollständig ruhig hielt, und nur von Zeit zu Zeit sich den Kopf unterm Tuch mit dem Finger kratzte.

Die Maslowa saß bald unbeweglich, dem vorlesenden Sekretär unverwandt zuhörend, bald fuhr sie auf und schien etwas einwenden zu wollen; dann wieder wurde sie rot und seufzte schwer auf, änderte die Lage der Hände, blickte umher, um ihre Augen von neuem auf den Vorleser zu heften.

Nechljudow saß in der ersten Reihe auf seinem hohen Stuhle und blickte, ohne daß Pincenez abzunehmen, auf die Maslowa. In seiner Seele ging eine komplizierte und qualvolle Arbeit vor sich.

Zehntes Kapitel.

Die Anklageschrift lautete: »Am 17. Januar des Jahres 188 . verstarb im Hotel »Mauritanien« plötzlich der angereiste Kurganskische Kaufmann 2. Gilde Ferapont Emeljanowitsch Smeljkow.«

»Der Polizeiarzt des 4. Bezirks stellte fest, daß der Tod durch Herzschlag erfolgt sei, hervorgerufen durch übermäßigen Genuß alkoholischer Getränke.«

»Der Leichnam Smeljkows wurde der Erde übergeben.«

»Nach Verlauf einiger Tage brachte der aus St. Petersburg zurückgekehrte Landsmann und Freund des verstorbenen Smeljkow, der Kaufmann Timochin, zur Anzeige, daß er auf Grund der Umstände, unter welchen der Tod Smeljkows erfolgt sei, den Verdacht hege, daß man seinen Freund zum Zwecke der Beraubung vergiftet habe.«

»Dieser Verdacht fand eine Bestätigung durch folgende Ergebnisse der eingeleiteten Voruntersuchung:

1. Kurz vor seinem Tode erhielt Smeljkow an der Bank dreitausend achthundert Rubel Silber. Während dessen wurden bei der zwecks Sicherstellung des Nachlasses des Verstorbenen angestellten protokollarischen Aufnahme in barem Gelde nur dreihundert und zwölf Rubel auch sechzehn Kopeken vorgefunden.

2. Den ganzen vorhergehenden Tag und die ganze Nacht vor seinem Tode verbrachte Smeljkow in Gesellschaft eines Ljubka genannten Mädchens (der Jekaterina Maslowa), zum Teil bei ihr, zum Teil in dem Hotel »Mauritanien«, wohin auch, in seinem Auftrage zwar, jedoch in seiner Abwesenheit, die vorgenannte Jekaterina Maslowa von ihrem Hause aus hinfuhr, um für den Smeljkow Geld zu holen, welches sie seinem Koffer entnahm, nachdem sie denselben mit dem ihr vom Eigentümer übergebenen Schlüssel geöffnet, und zwar in Gegenwart der im Hotel »Mauritanien« Bediensteten: Jewfimia Botschkowa und Simon Kartinkin. In dem Koffer Smeljkows sahen die seiner Eröffnung durch die Maslowa und nachherigen Verschließung durch ebendieselbe beiwohnenden vorgenannten Botschkowa und Kartinkin mehrere Pakete von Hundertrubelscheinen.

3. Nachdem Smeljkow zusammen mit der Ljubka in das Hotel »Mauritanien« zurückgekehrt war, gab diese auf Anraten des Korridorbedienten Kartinkin dem Smeljkow ein Glas Kognak zu trinken, in welches sie ein vom letztgenannten Kartinkin erhaltenes weißes Pulver hineingeschüttet hatte.

4. Am anderen Morgen verkaufte die Ljubka (Jekaterina Maslowa) ihrer Wirtin, der Zeugin Rosanowa, den Brillantring des Smeljkow, welchen sie angeblich von diesem zum Geschenk erhalten haben wollte.

5. Das Korridormädchen des Hotels »Mauritanien«, Jewfimia Botschkowa, machte auf ihre laufende Rechnung in der örtlichen Kommerzbank eine Einzahlung von tausendachthundert Rubel Silber.«

»Durch die gerichtsärztliche Totenschau, Obduktion und chemische Analyse der Eingeweide des Smeljkow wurde festgestellt, daß sich in dem Organismus des Verstorbenen zweifellos Gift befinde, welcher Umstand die Schlußfolgerung gestatte, daß der Tod Smeljkows durch Vergiftung herbei geführt sei.«

»Die vor die Anklage gestellten mehrgenannten Maslowa, Botschkowa und Kartinkin bekannten sich nicht für schuldig und erklärten:

Die Maslowa, daß sie in der That von Smeljkow in das Hotel »Mauritanien« geschickt worden war, um dem Kaufmann Geld zu holen. Daß sie dort, nachdem sie mit dem ihr vom Kaufmann übergebenen Schlüssel den Koffer geöffnet, demselben, wie es ihr gesagt worden war, vierzig Rubel Silber, aber nicht mehr Geld entnommen hätte, welches die Botschkowa und Kartinkin, die bei dem ganzen Vorgang zugegen gewesen wären, bezeugen könnten. Ferner sagte sie aus, daß sie, als sie zum zweiten Mal in das Hotel kam, dem Smeljkow auf Veranlassung Kartinkins wirklich irgend ein weißes Pulver in Kognak zu trinken gab. Sie that dieses in der Meinung, es handele sich um ein Schlafpulver, damit der Kaufmann einschliefe und sie früher nach Hause gehen könnte. Den Ring habe ihr Smeljkow selbst geschenkt, nachdem er sie geprügelt und sie von ihm weggehen wollte.«

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