Wolf Wrobel - Hinter Der Bühne
Здесь есть возможность читать онлайн «Wolf Wrobel - Hinter Der Bühne» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Hinter Der Bühne
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Hinter Der Bühne: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Hinter Der Bühne»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Hinter Der Bühne — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Hinter Der Bühne», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Ja, er hatte mit „Herr der Ringe“ auch wirklich ein paar nette Melodien zustande gebracht, die allerdings in unseren Augen schließlich durch ein fatales Arrangement das letzte bisschen Besonderheit und jeglichen Drive einbüßten. Schmissige Shownummern – ja, es gab wirklich eine – wurden so zu belanglosen Fiddel-Songs.
Er hatte die Choreographin damals in Wien kennengelernt und für sein Projekt erwärmt. Er wollte sie als Choreographin und Regisseurin. Darum bat er sie jedenfalls und erläuterte ihr sehr bildhaft seine Vision. Das hat er wohl ziemlich gut gemacht, denn sie erwiederte, wenn er so genaue Vorstellungen habe, solle er doch selbst die Regie übernehmen. Sie meinte allerdings wohl mit ihrer Hilfe. Das hatte ihm anscheinend so gut getan, dass er sofort auch der Meinung war, allein die Regie übernehmen zu können.
Die einzelnen szenischen Proben waren von Beginn an sehr langsam, ungenau und nicht besonders vertrauenerweckend. Und eines war sehr deutlich. Er hatte keine blasse Ahnung von Regie, Schauspiel, oder Theater. Auch eine „Vision“ konnte das nicht wettmachen. Er sprach „Vision“ im Englischen immer wie „Wision“ aus. Auf Deutsch: „Uischn“. Das Englisch des österreichischen Deutsch- und Musiklehrers war eher vermeidenswert. Kundige zuckten zusammen. Jede Rolle wurde einem mit kindlichen Grimassen und enormen körperlichen Verrenkungen „vorgespielt“, wie man sie sich vorzustellen hat. Und natürlich auch, wie man sie spielen soll. Für unsere Englisch sprachigen Kollegen: „You have to makin' it like siss way!“
Aber wir dachten trotzdem, das wird hoffentlich noch. Er war wirklich interessiert. Allerdings eher an den Darstellerinnen, vor allem den Akrobatinnen, als an den Szenen. Einige stellten deswegen nach diversen Telefonanrufen vorsorglich ihre Mailbox an.
Immerhin bekamen wir einen Zettel mit den Eigenschaften der Rollen. Das Wissen über den „Herr der Ringe“ hatte er und mit ein wenig Neid muss ich ihm auch zugestehen, dass es eine ganz schöne Leistung ist, so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Mit welchen Mitteln, sei dahin gestellt.
Er hatte eine sehr prägnante Eigenheit fremde Ideen, nach einer Zeit von ein paar Wochen bis einem Monat, voller Stolz und Überzeugung als die seinen zu präsentieren, die ihm gerade eingefallen waren: Beispielsweise das Stück in einem Zelt spielen zu lassen.
So eine Eigenheit verlässt einen wohl ein Lebtag lang nicht.
Der Enthusiasmus der Darsteller nahm inzwischen ständig ab, da jeder früher oder später feststellte, mit was für einem Dilettanten wir es zu tun hatten. Aber er war immerhin ein guter Blender. Und je länger es dauerte, um so größer wurde seine Leidenschaft für die Macht, die er sich mit Hilfe der Geschäftsleitung selbst gab. Ein Wiener Bekannter, der Licht Designer der Produktion, erhielt in der Probenzeit für ein paar Tage tagsüber sogar Zeltverbot. Widerspruch wird eben nicht geduldet. Ich denke, schließlich glaubte er wirklich Gott zu sein. Ob Gott wohl eine Brille trägt und nie zum Friseur geht?
Man hörte oft Äußerungen wie: „… Wenn sie nicht tut was ich sage, dann feuere ich sie eben …“
Es schien ihm Spaß zu machen. Und so hatte er auch keinen Sinn für Objektivität. Er glaubte allen Ernstes, es werde ein großer Erfolg werden. Wurde es leider nicht.
Aber eigentlich, so er selbst später, war er ja gar nicht daran schuld. Wir haben aufrichtiges Mitleid und erteilen keine Absolution, denn es war natürlich die Mafia! Ganz klar!
Ein sehr erfahrener Darsteller aus dem Ensemble übernahm zu Anfang Improvisationen zu den einzelnen Figurengruppen. Wie verhalten sich Orks, wenn sie auf Zwerge treffen. Das war sehr interessant und nützlich, aber es wurde vom Regisseur weder gewürdigt noch bewusst eingesetzt. Und so wand man sich durch Szenen, an denen überhaupt nicht gearbeitet wurde, die schlecht gestellt waren und dramaturgisch lieber nicht kommentiert werden sollten.
Mehr und mehr wurde er zu Gollum.
Die Choreographin
Eine tolle Frau aus New York und als Gillian Lynne‘s Assistentin und frühere Ballettmeisterin und Choreographin am Theater des Westens für das Staging aller „Phantom der Oper“-Produktionen in den USA zuständig. Sie erhoffte sich sicherlich den Durchbruch mit dieser Produktion.
Die Choreographien, unorganisch und altertümlich – über Geschmack kann man streiten – waren gesetzt und relativ genau. Die Assistenten gaben sich die größte Mühe alles auf einen Nenner zu bringen. Details würden dann schließlich im Zelt gearbeitet.
Sie hatte in den ersten Wochen noch versucht bei den szenischen Arbeiten des Regisseurs einzugreifen, gab dann aber leider wohl aus persönlichen Differenzen klein bei und ließ ihn gewähren. Man kann sagen: Konfliktscheu. Obwohl es später ziemlich „gekracht“ haben muss, denn er verbot ihr für ein paar Tage die Teilnahme an den Proben. So hatte man dann nicht einmal mehr jemanden, der etwas von Theater verstand und Szenen ändern konnte. Sie hatte verständlicherweise aber wahrscheinlich auch nicht mehr den Willen, wirklich Verantwortung zu übernehmen. Sie verließ uns nach der Premiere und war bestimmt froh, endlich fort zu sein.
Die Probenzeit
Der erste Probentag Tag war der 31. August 1998. Wir wurden mit einem T-Shirt auf unserem Stuhl – damals durfte sich jeder noch einen aussuchen – einer Mappe mit Info-Material und einem Notizblock mit dem Logo bedacht. Das Logo war zweifellos sehr schön und hatte wahrscheinlich auch eine Stange Geld gekostet. Es wurde angeblich von einem der Top-Airbrushkünstler Englands entworfen. Bei so vielen Superlativen stumpft man irgendwann ab.
Ein T-Shirt von einer Produktion ist eine schöne Sache. Schön war auch, dass auf der Rückseite ein Aufdruck mit der Tickethotline zu sehen war. Damals war der Premierentermin laut Vertrag noch für den 5. November vorgesehen. „Bitte tragt es bei dem Fototermin morgen.“ Ich hätte mir bereits etwas denken können, dass es damals schon mit einer besonders „persönlichen“ Behandlung anfing. „Jeder muss morgen sein T-Shirt tragen …, dass es keiner vergisst!“
Begrüßung mit gegenseitigem Kennenlernen in der Freien Volksbühne und damit war der Tag fast wieder gelaufen. Aber schon gab es die erste Überraschung: Die musikalische Leitung lag nicht mehr in den Händen von Cameron Macintoshs Assistentin, sondern in bisher unbekannten neuen.
Ein wenig gesungen haben wir dann auch. Eine Stimmenaufteilung wurde gemacht; wobei der neue Musikalische Leiter plötzlich feststellte, dass es bei den Herren eigentlich nur Tenöre gab. So bat er einige Herren sich zu opfern und die Baritonstimmen zu übernehmen, die für einen Tenor ziemlich tief waren. Bei den Damen war das nicht viel anders.
Die erste Woche verbrachten wir damit, die musikalischen Nummern zu proben. Danach fing jeder Tag mit einem Tanz- und Vokal-Aufwärmen an; in den ersten Wochen übten wir sogar besondere Gangarten der verschiedenen Wesen. Wie gehen Orks, Zwerge, Elben und Hobbits? Die Hobbits waren auf jeden Fall am bequemsten. Ein wenig den Hintern herausgeschoben, die Brust raus und leicht getrippelt, das war‘s. So ähnlich wie ein Entengang. Solche Einzelheiten machten uns Glauben, dass alles gut vorbereitet war. Sie wurden nur nicht fortgeführt.
Das Bizarre war, dass in den ersten Wochen jeder zum täglichen Aufwärmen kommen musste, egal ob man direkt darauf eine Probe hatte, oder erst später am Tag. Es wurde nach hitzigen Auseinandersetzungen mit einer eigentlich recht plausiblen Erklärung begründet: „Wir wollen ein Gemeinschaftsgefühl und damit ein Ensemble schaffen“.
Witzig daran ist, dass also anfangs mit allen Mitteln versucht wurde ein „Gemeinschaftsgefühl“ durchzusetzen. Auch mit Verwarnungen, für die der Stage Manager verantwortlich zeichnete. Später allerdings wurde es entweder völlig über Bord geworfen, oder im genauen Gegensatz dazu gehandelt.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Hinter Der Bühne»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Hinter Der Bühne» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Hinter Der Bühne» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.