Wolf Wrobel - Hinter Der Bühne

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Wolf Wrobel gibt in seinem Buch sehr persönliche Einblicke in eine gescheiterte deutsche Musical Produktion 1998-1999 in Berlin. Die Produktion Herr Der Ringe wurde in einem Zelt in Berlin als Weltpremiere aufgeführt. Blicke hinter die Kulissen lassen den Leser hautnah an den Höhen und Tiefen der Produktion teilhaben. Ein Muss für jeden Darsteller und Theater Interessierten!

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Wir trainierten damals im TdW während „30 60 90° Durchgehend geöffnet“ jeden Tag. Im Stück gab es eine „Gang“, die einen Waschsalon unsicher machte. Zusätzlich zu Gesang und Tanz kümmerten sich so zwei Stuntmen speziell um uns Gangmitglieder. Wir trainierten mit ihnen Kämpfen, Fallen, Schlagen, Akrobatik und die Arbeit mit richtigen Waffen, wie Butterfly Messer, Totschläger, Wurfsterne, … Mit anderen Worten: Wir waren gut im Training und ziemlich hart im Nehmen. Ich weiss nicht wie ich auf die damals nahe Zukunft reagiert hätte, wäre ich frisch von der Schule da hineingerutscht.

Die erste Audition für „Herr der Ringe“ in Berlin war am 16. April 1998. Die Ankündigung einer Weltpremiere und vor allem einer Weltpremiere „Der Herr der Ringe“ lockte viele Darsteller in den Ballettsaal der damals leerstehenden Freien Volksbühne. Unglaublich viele. Wir konnten deswegen beim Lernen der Tanzkombinationen kaum etwas sehen. Man musste sich entweder nach vorne kämpfen um etwas zu erspähen, oder gross sein, oder flink taktisch in Bewegung bleiben, um von einer Sichtlücke zur nächsten zu springen. Und ein verdammt rutschiger Boden machte dabei das Tanzen zur höchst interessanten Herausforderung.

Die Choreographin war streng, wusste was sie wollte und teilte auch schon mal das eine oder andere harte Wort aus. Hart sein ist o.k., persönlich verletzend dagegen nicht. Wir bekamen den Eindruck, sie suche Fonteyns und Baryshnikovs. Aber wer ist das schon. Eine ganze Menge Darsteller gingen nach dem Tanzen verbittert und genervt nach Hause, da sie glaubten, schlecht behandelt worden zu sein.

Auch die Sänger litten, denn sie mussten lange, bis zu 6 Stunden warten. Gleich ob mit, oder ohne Termin.

Die Auditions in Wien, Köln und Hamburg verliefen ähnlich, obwohl der Musical-Buschfunk, der sehr schnell funktioniert, meldete, es sei inzwischen gemäßigter. Darsteller kamen aus England, Irland, Österreich, Australien und sogar aus den USA und das, obgleich sie den Flug auch selbst bezahlen mussten, nur um sich für diese Produktion vorzustellen. Und dennoch, so etwas spricht sich per eben diesem Musical-Buschfunk schnell herum, hatten sie noch nicht viele Darsteller gefunden.

Dann folgten die Callbacks. Das war um den 30. April 1998.

Und wer daraufhin ein Angebot bekam, und sei es „nur“ für das Ensemble, wurde unter Kollegen mit Bewunderung bedacht. „Du kannst Dir was darauf einbilden, wenn Du den Job nach diesen Auditions bekommen hast“. Und das haben wir, die es geschafft haben, uns dann auch ein wenig. Doch wer hätte das nicht. Man fühlt sich schon etwas privilegiert, wenn man durch ein hartes Auswahlverfahren läuft und in Konkurrenz mit vielen hundert anderen bestehen kann.

Am 21. Mai 1998 erhielt ich endlich meinen Vertrag. Genauer gesagt, die Einverständniserklärung, was wohl in Amerika einem Vorvertrag entsprechen soll. Die angebotene Gage war nicht berauschend, Handeln war auch nicht drin. Bis die eigentlichen Verträge kamen, bedurfte es noch vieler Telefonate und noch mehr Geduld. Aber wir waren alle guter Dinge und voll Vertrauen.

An das Warten hätten wir uns besser jetzt schon gewöhnen sollen.

Seltsamerweise hatte ich kein gutes Gefühl, als ich erfuhr, dass ich den Job habe. Eher so ein eigenartiges Ziehen im Bauch, das sich nur schwer erklären lässt. Doch wer hört schon auf sein Bauchgefühle, seinen Instinkt? Wir schieben ihn erstmal beiseite. Ist ja auch bequemer so. Denn die Aussicht an etwas Neuem teilzuhaben war einfach zu verlockend: Eine andere Art von Theater zu schaffen, etwas zwischen Theater und Zirkus, neue Figuren mit Leben, eigenen Ideen und Eigenheiten zu erfüllen und viel mehr Möglichkeiten zu haben, als das „normale Theater“ bieten kann.

Unsere Naivität war groß, der Enthusiasmus riesig und unser rechtliches Verständnis nicht annähernd marginal entwickelt. Von Geld konnten wir uns nicht leiten lassen, denn die finanziellen Aussichten waren nicht rosig, aber wir hätten davon leben können. Man musste sich eben ein wenig einschränken. Die Versprechung: „Wir wollen nicht dieselben Fehler wie Space Dream machen, (ein Musical, das in der Freien Volksbühne zuvor kläglich scheiterte) daher sind wir zu Anfang mit der Bezahlung etwas bescheidener, doch sobald es läuft, können wir für alle vertretbar mit der Gage raufgehen. Hoffentlich“.

Doch wegen der Gage hatte keiner dieses Engagement angenommen. Der Hunger nach etwas Neuem, der Wille etwas Einzigartiges zu schaffen, raus aus dem 8 Vorstellungen pro Woche Brei der großen Stella Produktionen – das war es, was uns antrieb.

Künstler sind ja so einfach zu durchschauen. Ködere sie einfach mit ihrer Lieblingsspeise Kreativität, dann musst Du ihnen auch nichts bezahlen.

Das ist fast, aber leider nicht ganz richtig. Wir üben einen Beruf aus, der uns mit Leidenschaft Spass macht und unser Leben ausfüllt. Ich gehe nicht um 18 Uhr nach Hause und kann abschalten. Ein Künstler arbeitet mit sich selbst. Und in mir arbeitet es weiter. Ich müsste mich um 18 Uhr selbst vor die Tür hängen, um vor mir Ruhe zu haben. Es macht Spass. So viel Spass, dass ich manchmal gefragt werde, was ich denn tagsüber, also hauptberuflich machen würde. Beim ersten Mal war ich regelrecht sprachlos. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich unseren Beruf nicht als richtigen Beruf vorstellen können. „Lern was vernünftiges!“ stimmt. Auch ein Künstler muss seine Miete bezahlen. Manche können es, manche vergessen über ihre Begeisterung hinaus allerdings, dass sie es auch müssen.

Noch nie hatte ich ein so talentiertes Ensemble gesehen. Alle Darsteller wollten sich vollkommen auf dieses neue Projekt konzentrieren. Und es hatte alles so viel versprechend geklungen:

„Der Herr der Ringe“ als Musical. Ein gewagtes Unterfangen, das, gut geplant, grandios sein konnte. Und das Ganze sollte auch noch in einem Zelt stattfinden. Fantastisch! Etwas Neues auf die Beine zu stellen und eine neue Produktion mit zu kreieren ist weitaus attraktiver, als viel Geld zu verdienen.

Mit großem Idealismus, beträchtlicher Energie und letztendlich einer gehörigen Portion Naivität, haben wir uns alle „‘rangeschmissen“ und diesen Vertrag unterschrieben. Die meisten von uns sogar, ohne ihn richtig zu lesen und prüfen zu lassen! Und das sollte nicht ohne Folgen bleiben.

Der Produzent

Der Geschäftsführer einer unabhängigen Finanzconsulting Gesellschaft. Ein Investor und Finanzier von Pharma-Parks. Dies war sein erster Ausflug in die schönen Künste.

Es begann, wie eigentlich alles in Deutschland geschäftlich beginnt: Auf Mallorca.

Ein verschuldeter Schweizer Opernliebhaber bittet seinen Nachbarn, denn beide haben ein Haus auf Mallorca, um Hilfe. Er bräuchte ein wenig mehr Geld für ein sehr viel versprechendes Projekt in Deutschland mit einem österreichischen Autor. „Aha“, denkt sich der Nachbar, „Du hast ja schon Schulden bei mir, was kann das dann wohl sein?“ „Ein Musical soll das werden“ meint der Opernliebhaber. In diesem Moment kommt die Frau des Nachbarn herein. „Was, ein Musical? Ich liebe Musicals …“ Und so nimmt alles seinen Lauf.

So muss es nicht, aber so kann es gewesen sein. Der Nachbar übernimmt seiner Frau zu Liebe die Finanzierung ohne jegliche Ahnung vom Theater zu haben. Dafür bleibt ja der Opernliebhaber, der das eigentlich allein machen wollte. Aber so ist es auch nicht schlecht.

Der Komponist und Regisseur

Ein früherer Deutsch- und Musiklehrer aus Wien. Er hatte schon ein paar Musicals geschrieben, die aber mehr oder weniger in der Versenkung verschwanden. Eines wurde in einem Puff in Wien aufgeführt, noch ein Weihnachtsstück und eines, das aber erstmal zurückgestellt wurde, da der Namenspartner „Space Dream“ in Berlin gefloppt war.

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