Jan Schreiber - Dirndlgate

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Betrunken, die Brust entblößt … Im Netz waren schlimmere Fotos unterwegs, doch Staranwältin Jessica Scheffold kann gerade jetzt inmitten einer Ehekrise und eines wichtigen Prozesses kein Negativimage gebrauchen. Soll sie behaupten, dass das Foto ein Fake ist oder soll sie dazu stehen?
Jessica kämpft um ihren guten Ruf und gefährdet damit nicht nur sich selbst, sondern auch einen Menschen, dem sie viel zu verdanken hat.

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„Zu Recht“, fuhr Heck auf. „Welche anständige Frau tut so etwas? Das kann man sich doch gar nicht vorstellen!“

Heck schleuderte die Sätze heraus, und dann schien es, als wäre er selbst über die Heftigkeit erschrocken. Er fuhr sich mit dem Taschentuch über die schweißnasse Stirn und schaute zu Boden. Das Publikum war still. Zum ersten Mal an diesem Abend blieben sogar die Kameramänner ruhig stehen.

Michael hatte seinen Kopf nach oben genommen. Er lächelte jetzt.

Erst nach einem deutlichen Moment sagte Trové: „Ein gutes Beispiel.“ Wieder ein Punkt. Jessica schaute ins Publikum und versuchte zu lächeln.

„Genau das meine ich“, sagte sie jetzt ruhig. „Wenn wir schon im Gesetzestext in Bezug auf eine Handlung Frauen und Männer ungleich bewerten, brauchen wir uns nicht zu wundern, dass es in der Gesellschaft zu noch größeren Ausgrenzungen kommt.“

„Das ist doch Unsinn“, attackierte Heck. „Sie wissen doch selbst, was es für ein Aufwand ist, ein Gesetz zu ändern. Da müssen wir uns doch zu Recht fragen, ob sich der Aufwand lohnt, nur weil es einmal in hundert Jahren vorkommt, dass eine Frau ohne Slip durch den Stadtpark läuft. Lächerlich das Ganze!“

„Äh“, von Ackern fasste sich ans Kinn, „liegen uns Zahlen vor? Häufigkeit Exhibitionismus im Vergleich Frauen und Männer?“

„Geht es wirklich darum?“, antwortete Jessica. „Auch dieses Thema haben zahlreiche Leser auf meinem Profil kommentiert. Ich finde es wichtig zu zeigen, und das habe ich auch so geschrieben: Vor Gericht sind alle gleich. Das sollte sich natürlich auch im Gesetzestext widerspiegeln, was aber bis jetzt nicht der Fall ist. Paragraf 183 ist ein altes Gesetz aus dem Jahr 1870. Also es geht auf meinem Profil um solche Themen, und für mich als Juristin ist es sehr interessant zu erfahren, wie meine Leser darüber denken.“

Jessica hörte jetzt deutlichen Beifall der Gäste.

„Weiter so, Frau Scheffold“, hörte Jessica eine Frau rufen.

Heck schien zu spüren, dass sie die Oberhand gewonnen hatte. Er ereiferte sich: Alte Gesetze müssten nicht zwangsläufig schlecht sein, und wenn schon so eine Diskussion, dann sei ein Facebook-Profil kein geeigneter Ort, um diese auszutragen. Arnold und Trové hielten dagegen und folgten Jessicas Meinung. Noch einmal brandete die Diskussion lebhaft auf, dann schaltete sich von Ackern ein.

„Liebe Zuhörer und Gäste! Leider muss ich hier unterbrechen, unsere Sendezeit ist vorbei. Allerdings dürften wir alle gemerkt haben: Es besteht zu diesem Thema noch Redebedarf. Ich würde mich also freuen, könnten wir recht bald eine Fortsetzung der heutigen Talkrunde hinbekommen. Viele Grüße an den Sender.“ Der Moderator stand auf. „Ich danke der Regie und meinen Gästen: Steffen Arnold, Henning Trové, Dr. Jürgen Heck und Frau Dr. Scheffold.“

Der Applaus schwoll noch einmal an, als von Ackern Jessicas Namen nannte. Michelle kam über das Podest und streckte ihr einen Strauß Rosen entgegen. Jessica stand ebenfalls auf, nahm die Blumen und winkte mit dem Strauß dem Publikum.

Gewonnen, dachte sie. Sieg nach Punkten. Dank Steffen Arnold war es auch nicht schwer gewesen, auf das Buch hinzuweisen. Der Verlag würde das wohlwollend registrieren. Alles gut.

***

Die anderen Talkgäste hatten genau wie Michael und Jessica im Berghotel in unmittelbarer Nähe zum Studio eingecheckt, und zu Jessicas Überraschung fanden sich alle nach und nach in der Bar ein. Sogar der Moderator Harald von Ackern kam im Moment hereingeschlendert, kurz drauf setzte er sich mit einem Whiskyglas zu Trové, der von Ackern auf die Schulter klopfte. Steffen Arnold schien besonders froh, den Auftritt hinter sich zu haben. Er bestellte sich schon ein drittes Pils und einen Booster-Energy-Drink. Jetzt rückte er an Jessica heran und präsentierte ihr die Homepage seines Shops. Michael berührte sie an der Schulter und deutete mit einer Hand zum Eingang. Jessica drehte sich um und sah Heck. Ihre Blicke begegneten sich. Heck zögerte kurz, machte kehrt und lief wieder davon. Genau jetzt wäre es möglich, Heck zu fragen, was das eigentlich sollte. Er hatte während der Sendung weder Trové noch Arnold beachtet, sondern war ausschließlich auf Jessica fixiert gewesen. Das ließ sich kaum noch mit der Rivalität zwischen ihrem Chef und Heck erklären. Zumal Jessica wusste, wie brillant Heck reden konnte, wenn es darauf ankam. Sie schwenkte ein Bein über den Barhocker, spürte aber Michaels Hand am Unterarm.

„Komm, lass es gut sein!“

Jessica zögerte, nickte dann und wandte sich wieder Arnold zu. Er hielt ihr sein Tablet unter die Nase. Gerne hätte Jessica mehr über seine Arbeit für die Onlinegewerkschaft erfahren. Insgesamt fand sie, dass Arnold während der Sendung ein bisschen zu kurz gekommen war. Lag das vielleicht daran, dass sie so viel geredet hatte? Jessica schaute Arnold kurz an. Er griff mit einer Hand nach seiner Brille, und mit der anderen wischte er über das Display. Er schien stolz zu sein, ihr die Fotos zeigen zu können. Allerdings konnte Jessica kaum noch verstehen, was er zu den Bildern sagte. Er hatte zu viel getrunken.

„Komm, lass uns gehen“, flüsterte ihr Michael von der anderen Seite ins Ohr.

„Hast du alle Pilssorten durch?“

„Ja, und das eine oder andere Craft Beer. Ich bin nicht so konsequent wie du.“ Er deutete auf Jessicas Aperol-Glas.

„Das Einzige, was mir schmeckt“, gab Jessica zu.

„Komm schnell, Arnold ist wahrscheinlich auf die Toilette.“ Michael zeigte auf den leeren Platz. Jessica hatte gar nicht mitbekommen, dass Arnold gegangen war.

Sie verließen die Bar. Trové hob ihnen sein Whiskyglas entgegen und nickte freundlich. Im Hotelflur kam ihnen Steffen Arnold doch noch entgegengeschlurft.

„Frau Scheffold, ich bin auch gut mit Sprachen“, rief er laut und überschwänglich.

„So“, antwortete Jessica und lachte.

„Ja. El Natter – die Schlange, Aqua Miserable – das Mineralwasser und, und …“ Arnold hielt sich kurz die Hand vor den Mund und rülpste, „… der Busch – la Bouche.“

„Das sind ja mindestens zwei Sprachen auf einmal.“

Jessica spürte Michaels Hand im Rücken.

„Herr Arnold“, sagte sie, „wir müssen leider gehen. Morgen ist zwar Sonntag, aber wir sollten sehr früh los.“

„Oh, wie schade.“

„Ja, das finde ich auch. Also, auf Wiedersehen.“

Kurz darauf lief sie mit Michael die Treppen zum ersten Stock nach oben, und er hakte sich bei ihr ein. Jessica staunte, wie vertraut sich sein Arm anfühlte.

Michael sah im Grunde immer noch so aus wie während ihrer gemeinsamen Studienzeit. Meistens trug er eine recht gute Hose, zu der aber das Jackett nicht passte und schon gar nicht die Baseballkappe. Er sah immer noch danach aus, als könne er die ordnende Hand einer Frau gut vertragen, dabei war er seit Langem verheiratet und hatte drei Kinder. Bevor Jessica mit Alexander zusammengekommen war, hatte sie mit Michael eine kurze Affäre gehabt. Das lag aber lange zurück.

Vor der Zimmertür angekommen, drehte sich Jessica zu ihm um, und er sagte: „Komm, lass uns noch etwas trinken.“

Jessicas Blick fiel auf den Stoffbeutel, den er in einer Hand hielt. „Diskussionsrunden im Radio, Interview hier, Pressekonferenzen da … aber ein Fernsehauftritt zur besten Sendezeit …“, Michael kratzte sich am Kinn, „… meinst du nicht, dass deine Arbeit und damit unsere Zusammenarbeit einen neuen Höhepunkt erreicht hat?“

Jessica nickte. Dieser Abend konnte tatsächlich der Beginn eines neuen Lebensabschnitts sein. Sie dachte kurz an Alexander und hoffte gleichzeitig auf eine gute Resonanz der Sendung, die sich hoffentlich auf die Vorbestellungen des Buchs auswirken würde. Ihr Blick lag noch immer auf dem Stoffbeutel, aus dem eine Flasche mit dem typisch blauen Drehverschluss und dem golden geschwungenen A herausschaute.

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