Jan Schreiber - Dirndlgate

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Betrunken, die Brust entblößt … Im Netz waren schlimmere Fotos unterwegs, doch Staranwältin Jessica Scheffold kann gerade jetzt inmitten einer Ehekrise und eines wichtigen Prozesses kein Negativimage gebrauchen. Soll sie behaupten, dass das Foto ein Fake ist oder soll sie dazu stehen?
Jessica kämpft um ihren guten Ruf und gefährdet damit nicht nur sich selbst, sondern auch einen Menschen, dem sie viel zu verdanken hat.

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Der Moderator nickte und wandte sich Heck zu.

„Handelt es sich bei dem Foto um eine geschickte Inszenierung? Das ist unsere Ausgangsfrage gewesen.

Ich stelle sie deshalb noch einmal, weil jeder meiner Studiogäste eine andere digitale Präsenz mitbringt. Steffen Arnold ist gefühlt dauerpräsent im Internet. Von der Kanzlei Heck finden wir im Internet lediglich eine Landingpage und sonst nichts. Herr Heck, warum keine digitale Präsenz?“

„Nein, wir halten nichts davon. Vielleicht sind unsere Brötchen etwas kleiner, aber abgesehen davon müssen wir uns nicht, wie das Frau Dr. Scheffold so gerne tut, im Internet präsentieren wie eine polierte Weihnachtsbaumkugel. Überhaupt handelt es sich ja um komplexe juristische Zusammenhänge, und um diese darzustellen, ist Twitter nicht der geeignete Ort.“

Heck drehte seinen Kopf ruckartig Jessica zu. Das Foto war immer noch auf dem Studiobildschirm zu sehen, was Jessica störte. Bloß nicht provozieren lassen.

„Ich bin nicht auf Twitter“, antwortete sie bestimmt, aber ruhig.

„Das ist doch alles das Gleiche.“

Jessicas Blick schweifte kurz in die Zuschauerreihe. Michael hatte seinen Kopf runtergenommen und sah auf seine Beine.

„Nein“, antwortete Trové. „Die Plattformen unterscheiden sich deutlich. Außerdem ist es auch ein Unterschied, ob man sein Privatleben im Internet ausbreitet oder ob man über sein Fachgebiet schreibt.“

„Okay, ich habe verstanden“, sagte Steffen Arnold.

„Herr Arnold“, nahm von Ackern Trovés Hinweis auf.

„Digitale Präsenz – für Sie unerlässlich?“

„Ja, unbedingt. Wir müssen mit unserem Shop immer am Ball bleiben, sonst fahren wir Verluste ein. Allerdings kann man unser Business auch nicht unbedingt mit dem von Frau Dr. Scheffold vergleichen. Bio-Produkte online zu verkaufen ist ja ein ganz anderes Ding. Gleich ist vielleicht die mega Begeisterung und der Wille, etwas erreichen zu wollen. Ich schlafe nur am Monatsende.“

Von Ackern rang sich ein Lächeln ab und sagte: „Okay. Aber was halten Sie von Frau Scheffolds digitaler Präsenz?“

„Was Frau Dr. Scheffold da macht, ist eine starke Leistung. achtzehntausend Follower sind eine ordentliche Hausnummer. Ich habe auch mal Jura angefangen zu studieren, allerdings nach drei Semestern abgebrochen. Aber was Frau Scheffold schreibt, kann ich verstehen, und ich würde sogar ihr Buch kaufen.“

„Das Buch“, nahm von Ackern den Ball auf, „heißt Das Recht in der digitalen Welt und erscheint … wann, Frau Scheffold?

„Hoffentlich noch in diesem Jahr.“

„Genau“, antwortete Heck barsch. „Darauf habe ich gewartet. Selbstdarstellung und Werbung.“

Er schaute demonstrativ weg. Kurz drauf starrte er Jessica wieder an. Sein Gesicht hatte rote Flecken bekommen.

„Reine Präsentationswut. Wie ein Model, das jeden Tag Spinat fotografiert, um der Welt zu zeigen, wie gesund sie sich ernährt. Handfeste Fakten sind doch viel wichtiger, als so einem Trend hinterherzurennen.“

Jetzt in keinen offenen Schlagaustausch mit Heck geraten! Von Ackern mochte solche Situationen. Jessica wusste das. Allerdings hatte sie auch keine Lust, sich von Heck den Einstieg in ihr neues Leben vermasseln zu lassen.

Noch bevor von Ackern etwas sagen konnte, antwortete sie:

„Ich weiß nicht genau, was Sie meinen – falls Sie sich auf mein Profil beziehen: Frei weg von der Leber kann ich sowieso nicht schreiben, schon gar nicht über aktuelle Fälle, weil ich ja als Anwältin an die Schweigepflicht gebunden bin. Entweder die Mandanten haben mich davon befreit, sind gestorben, oder die Fälle liegen lange genug zurück. Auch wenn ich auf dem Profil nur anonyme Fallbeispiele nennen kann, wird doch der Sachverhalt ziemlich genau deutlich. Und den größten Vorteil sehe ich tatsächlich darin, einen gewissen Gegenpol zur Staatsanwaltschaft schaffen zu können. Was soll schlecht daran sein?“

„Es ist überflüssig“, bellte Heck. „In diesem Zusammenhang, sage ich es gerne noch einmal: Auch die von Ihnen angestoßene Nein-heißt-Nein-Debatte und die damit verbundene Änderung des Paragrafen 177 – völlig überflüssig. Sie müssen doch endlich mal einsehen, dass sich die Rolle der Frau von den Fünfzigern bis heute ganz entschieden gewandelt hat.“

Einige Zuschauer applaudierten lautstark. Was war nur mit diesem Land los? Angesichts des schnellen Internets gab es offenbar viele Menschen, die sich nach bewährten Strukturen sehnten, und genau dafür stand Heck. Jessica sah mit einem Blick zur Studiouhr: Sie hatte nicht mehr ewig Zeit. Das Kräfteverhältnis zwischen ihr und Heck schien eher ausgeglichen. Sie konnte versuchen, seine Argumente für sich arbeiten zu lassen. Jessica richtete sich auf. Der Moderator wollte etwas sagen.

„Stopp, Herr von Ackern! Es stört mich schon, dass ich immer wieder auf das gleiche Thema reduziert werde.“ Jessica deutete kurz auf den Studiobildschirm. „Es hätte eine Reihe anderer Bilder gegeben als das mit Richter Falkenberg.“

Hecks Hand sauste wieder durch die Luft. Jessicas Gedanken rasten.

„Herr Heck“, sagte sie schnell. „Vielleicht meinen wir sogar das Gleiche? Als Juristin geht es mir natürlich um handfeste Fakten. Auf der anderen Seite sehen wir uns immer öfter mit den Phänomenen Vorverurteilung und Hasskommentare konfrontiert.“

„Nein“, schoss Heck sofort zurück. „Wir meinen gar nicht das Gleiche. Nur, weil jemand etwas tut, muss ich nicht auf gleicher Ebene zurückschlagen und ebenfalls ein Facebook-Profil aufmachen.“

Von Ackern wiegte den Kopf und schaute abwechselnd Jessica und Heck an. Wem spielt er jetzt den Ball zu? Jessica umfasste die Sessellehnen fest.

„Jedenfalls ist die Debatte ins Rollen gekommen“, sagte von Ackern. „Sehr wahrscheinlich schon ein Zeichen dafür, dass sie notwendig war beziehungsweise immer noch notwendig ist.“ Er schaute Jessica interessiert und offen an.

Heck sah wieder weg. Gut so! Punkt!

„Natürlich ist die Debatte notwendig gewesen, das steht ja hoffentlich außer Frage. Zum Glück haben wir die Gesetzesänderung jetzt im November. Außerdem wäre es zu früh, das Engagement hier einzustellen. Ungleichheiten zwischen Mann und Frau gibt es immer noch.“

„Ich frage mich bloß, wo“, ereiferte sich Heck sofort. „Wir müssen doch als Männer jetzt schon aufpassen, nicht ins gesellschaftliche Abseits zu geraten, was durch Scheidung und Unterhaltszahlungen schnell passieren kann.“

Wieder hörte Jessica einige Zuschauer klatschen, kurz schweifte ihr Blick zu Michael. Er schaute immer noch auf seine Knie.

Ihr fehlte der entscheidende Satz. Eine der Kameras kam wie ein großes Auge auf sie zu. Plötzlich hatte sie eine Idee, allerdings käme sie damit dem laufenden Heinrich-Prozess sehr nahe. Sie musste es wagen.

„Es bringt uns doch nichts, Facebook und Co zu verteufeln. Wir müssen uns eher fragen, warum die Gefahr öffentlicher Vorverurteilungen so gestiegen ist. Hetze, Hass und haltlose Debatten beruhen auf gewissen Wertevorstellungen. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Ein Satz, den wir nicht aus den Augen verlieren dürfen.“

Heck hob beschwörend die Hände. „Lassen Sie mich raten: Sie sind jetzt wieder bei der armen unterdrückten Frau.“

Gut. Heck hatte den Köder geschluckt.

„Also gut, ich nenne Ihnen ein Beispiel: Nehmen wir einen Mann, der abends im Stadtpark die Hose runterlässt und sich nackt zeigt. Nehmen wir an, es käme zu einer Anzeige, da sich jemand durch diesen Mann bedroht fühlte. Nach Paragraf 183 StGB kann der Mann hier entsprechend bestraft werden. Was aber, beginge eine Frau genau die gleiche Handlung? Im Zusammenhang mit Exhibitionismus ist im Gesetzestext nur von einem Mann die Rede. Wenn wir konsequent weiterdenken, ist die Handlung im Fall des Mannes eine Straftat, aber wie würde das Gericht bei einer Frau entscheiden? Auf Ordnungswidrigkeit? Wenn ja, würde das Gericht eine gleiche Handlung ungleich bewerten, ein Verstoß gegen Artikel drei des Grundgesetzbuches. Mir ist schon klar, dass es Vorstöße gab, diesen Paragrafen zu ändern, aber erfolglos.“

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