Jan Schreiber - Dirndlgate
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Jessica kämpft um ihren guten Ruf und gefährdet damit nicht nur sich selbst, sondern auch einen Menschen, dem sie viel zu verdanken hat.
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Während des Prozesses um die Hübners hatte die Kanzlei im engen Kontakt zur Bundesregierung, vor allem zum Außenministerium, gestanden. Auch jetzt noch, zwölf Jahre nach diesem Fall, vertraten sie oft Mandanten, die allerhöchste Positionen bekleideten. Sebastian und Jessica hatten es geschafft, den Status der Kanzlei noch weiter auszubauen. Sie konnten sich vor Mandatsanfragen nicht retten. Bis jetzt hatten sie alle Schwierigkeiten und Herausforderungen gemeistert und waren daran gewachsen.
Bis jetzt.
Sebastian nahm die Sache mit den Fotos nicht auf die leichte Schulter. In den letzten Minuten hatte er ein paar Mal „da hier“ gesagt, eine Wortkombination, die er vor Gericht nie verwandte und die ihm nur entwischte, wenn er emotional aufgeladen war und sich in vertrauter Umgebung wusste. Sebastians Büro war so ein Ort. Hier hatten sie all die wichtigen Entscheidungen getroffen, hier roch es nach Arbeit. Er blieb vor Toni stehen, musterte sie kurz und setzte seinen Weg fort. Er will wissen, wie sie darüber denkt, dachte Jessica.
Sebastian löste Anspannung gern durch Bewegung, manchmal bekam er auch einen Wutanfall und warf den Telefonhörer durch den Raum. Im Gegensatz zu ihm verfiel die große, schwere Toni unter Druck in eine Art körperliche Starre, und genau das war jetzt der Fall. Sie hielt die Hände an der Hüfte, schaute zu Jessica hinüber und stand still.
„Bevor du wählst“, sagte Sebastian, „mach langsam. Lass mich noch einmal die Dinge zusammenfassen. Nur damit ich alles richtig verstehe.“
Sebastian ging zum Schreibtisch und griff nach dem Foto, das Jessica ausgedruckt hatte.
„Ich sehe eine attraktive Frau. Okay, die Frau hat offensichtlich getrunken. Sie hat keinen BH an und ich sehe ihre Brüste. Das Bild strahlt eine natürliche Selbstverständlichkeit aus, also es ist nicht provokativ, noch ist die Frau scheu im Umgang mit Nacktheit, so als wäre der Fotograf gar nicht dabei. Sie zieht ein Dirndl an. Eine private Umkleideparty vielleicht, die etwas zu sehr entartet ist? Ich mein, jeder von uns kennt das und hat das schon einmal erlebt: Man trinkt viel zu viel, und am Ende hat man eine Klobrille um den Hals und sagt Dinge, die man besser nicht gesagt hätte. Das Erwachen kommt dann am nächsten Morgen, nicht wahr? Ist es nicht so? Es ist genau so ein Bild. Was ist daran schlimm?“
Toni trat zu Sebastian. Wieder einmal hatte er Toni ganz gekonnt aus ihrer Starre befreit, und das war etwas, das Jessica an ihm mochte. Dieses gründliche Abwägen von Für und Wider, ganz ohne Starallüren.
Toni griff nach dem Foto. Sie kaute auf der Unterlippe. Obwohl Jessica die beiden gut kannte, war es ihr unangenehm, dass sie das Foto so intensiv betrachteten. Jessica verschränkte die Arme und hielt dabei den Telefonhörer in der Hand.
„Jessica ist Deutschlands bekannteste Expertin für Sexualstrafrecht“, sagte Toni. „Sie hat einen enormen Ruf, und jetzt haben wir dieses Foto. Was, wenn es an die Öffentlichkeit kommt? ‚Berghotel München: Expertin für Sexualstrafrecht in Sexorgien verwickelt.‘“ Toni zeichnete die Schlagzeile mit den Händen in die Luft.
„Wieso Hotel?“, fragte Sebastian nach einem Augenblick, und Jessica fiel sein Zögern auf.
„Schau doch das Foto an. Siehst du nicht das Handtuch mit dem Schriftzug? Ist nicht ganz zu sehen, aber hier an der Wand, genau der gleiche Schriftzug. Das Foto wäre ein harmloses Bild, wäre Jessica irgendeine Frau. Das ist sie aber nicht. Denk mal an den konservativen Heck. Was passiert, wenn er das Foto sieht? Denk an Marco Rauch von der Bürgerwehrgruppe. Denk an die zerstochenen Reifen deines BMWs und die Schmierereien an unserer Fassade. Weißt du nicht mehr, was da gestanden hat? Da stand Huren…“
„Schon gut“, unterbrach Sebastian und nahm seinen Weg wieder auf.
„Der Heinrich-Prozess hat viel Staub aufgewirbelt“, fuhr Toni fort. „Wir haben nicht nur Heck gegen uns, sondern auch Marco Rauch und seine Kumpane sowie immer noch Teile der Feministinnengruppe. Die alle zusammen warten nur auf einen Fehltritt, auf eine Schwachstelle. Bisher haben sie nichts gefunden, aber das Foto könnte genau diese Schwachstelle sein. Von jetzt an müssen wir jeden unserer Schritte genau überlegen. Der Heinrich-Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Der letzte Termin …“ Toni zeigte auf den Wandkalender, „… ist in vierzehn Tagen. Bei diesem Fall kommt so vieles zusammen … Jessicas Gespür, was es mit Heinrichs Zeigelust auf sich hat. Dass er aus diesem Grund für die Vergewaltigung nicht infrage kommen konnte, obwohl es durch die angebliche DNA-Spur ja sehr danach aussah. Also die ganze Auseinandersetzung mit Staatsanwalt Jung.“
„Zurückzurudern ist nicht gerade Steven Jungs Stärke“, sagte Sebastian.
„Eben! Das Foto könnte diesem guten Verlauf aber sehr schaden. An dem Bild hängt Jessicas Glaubwürdigkeit. Wir sollten auch nicht vergessen, mit wem wir es zu tun haben. Heck hat die Verteidigung des Exhibitionisten abgelehnt, und dann kommt ausgerechnet eine Frau, um sie zu übernehmen.“
„Ja.“ Sebastian lächelte.
„Das muss Heck vorkommen, als wäre unten plötzlich oben und umgekehrt. Sein Vater hat hier am Gericht noch Homosexuelle wegen ihrer Handlungen verurteilt.“
„Wieso weiß Toni etwas über Heck, was ich nicht weiß?“, fragte Jessica.
„Ach, Jess, wenn du an einem Fall bist, bekommst du nur mit, was du willst. Ich hatte versucht, mit dir über Heck zu reden.“
„Schon gut. Aber das erklärt natürlich einiges. Dennoch können wir Hecks Vater noch nicht mal einen Vorwurf machen, der Paragraf ist zu dieser Zeit geltendes Recht gewesen.“
„Das schon, Jess“, sagte Sebastian. „Aber du weißt: Es gibt immer Spielraum. Nicht wahr? Hecks Vater war ein Hardliner durch und durch, und Heck entstammt genau dieser Tradition. Trotzdem, das sind doch alles mehr oder weniger Gefühlsduseleien. Selbst wenn das Foto an die Öffentlichkeit kommt, das ändert doch die Beweislage vor Gericht nicht. Ich sehe den Zusammenhang nicht, Toni.“
„Steven Jung muss sich vor Gericht nur einmal mit beiden Händen an die Brust fassen und schon hätte er Jessica vorgeführt, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Säße Marco Rauch im Saal, hätte er seine wahre Freude an dieser Geste.“
„Toni hat recht“, sagte Jessica. „Sie können jederzeit meine Autorität untergraben, und sogar die der Kanzlei.“
Sebastian winkte ab, verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und drehte sich von Jessica weg.
„Konkret müssen wir uns fragen“, sagte Toni, „wie reagieren Jochen Heinrich, unser Mandant, und seine Frau darauf? Sollte er erfahren, dass seine Anwältin nackt und betrunken in der Zeitung zu sehen ist?“
„Käme er darauf, Jessica das Mandat zu entziehen“, antwortete Sebastian und drehte sich wieder um, „ist ihm nicht zu helfen. Das kann ich mir nicht vorstellen.“
„Im ersten Moment vielleicht nicht, vor allem jetzt nicht, weil wir unter uns sind und das Bild betrachten. Sobald aber die Masse davon erfährt, hat die ein Druckmittel, auch gegen Heinrich.“
Jessica ließ sich in den Stuhl vor den Schreibtisch fallen, legte den Telefonhörer ab und hielt die Hände vors Gesicht.
Sie dachte an Maria, Heinrichs Frau.
„Frau Scheffold, wir haben drei Töchter“, hatte Maria gesagt. „Die älteste kam zu früh, die mittlere war in ihrer Entwicklung langsam und die kleine ein Schreikind. Mein Mann war immer für uns da. Bei ihm beruhigten sich die Mädels sofort, in seiner Nähe sah immer alles hoffnungsvoll aus. Dann erfahre ich von dieser Neigung, und es fühlte sich für mich an, als hätte er mich betrogen und verraten, und im Grunde hat er das auch. Dann habe ich aber gemerkt, dass ich die drei Jahrzehnte mit ihm nicht auslöschen kann. Er ist immer noch mein Mann, und gerade jetzt stehe ich zu ihm. Heißt es nicht so, Frau Scheffold, in guten wie in schlechten Zeiten? Bitte helfen Sie uns. Ohne Sie müssten wir wegziehen, einen anderen Namen annehmen, die Kinder würden von ihren Freunden weggerissen.“
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