Eva Markert - Bizarre Blüten

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In den Kurzgeschichten dieser Sammlung treibt der menschliche Geist seltsame Blüten.
Da wünscht sich zum Beispiel eine Frau nichts sehnlicher, als ihre Beine loszuwerden. Eine andere wird ständig von einem Hund begleitet, den außer ihr niemand sehen kann. Ein Mann vertraut einer alten Kartoffel, die zu seiner Helferin wird.
Freunde, Ehepartner, Eltern, Lehrer und Kinder leben in ungesunden Beziehungen, und stets stellt sich die Frage, wer am Ende Sieger sein und wer besiegt werden wird.

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Der Schreck, der mich durchfuhr, war eisig. Ich konnte kaum weitersprechen. „Ich ... muss dich was fragen“, stammelte ich. „Es klingt makaber – aber ... weißt du, was dein Vater anhat? Im Sarg, meine ich.“

Eine Träne lief Olivers Wange hinunter. Hastig wischte er sie fort. „Ja, das weiß ich“, antwortete er heiser. „Ich habe das Zeug selbst zum Beerdigungsinstitut gebracht. Einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und eine Krawatte.“

„Eine silbergraue?“

Er nickte. „Immer korrekt, wie du siehst, bis zum bitteren Ende.“

Jetzt war ich mir sicher. „Diesen Ring hat mir dein Vater für dich gegeben“, erklärte ich mit fester Stimme.

Fast zärtlich strich Oliver mit dem Zeigefinger über das Wappen. Dann streifte er den Ring über.

„Danke“, sagte er und stand auf.

„Mach’s gut!“, rief ich ihm nach.

„Du auch.“ Damit verschwand er in der Dunkelheit.

***

Ich bin Oliver niemals wieder begegnet.

Manchmal frage ich mich, was aus ihm geworden ist. Hat er einen Lebensweg eingeschlagen, mit dem sein Vater einverstanden wäre? Oder wäre sein Vater mit jedem Lebensweg einverstanden, den sein Sohn gewählt hat?

Ich werde es wohl nie erfahren.

Herrin im Haus

Ich schloss auf und trat ein. Der durchdringende Geruch ihres Parfüms hing noch in der Luft. In der Küche hörte ich ein Klirren.

„Vater?“, rief ich in die Dunkelheit.

Aber er war noch unterwegs. Ich musste mir das Geräusch eingebildet haben.

Als ich die Tür zum Wohnzimmer aufstieß, glaubte ich am Rande meines Blickfeldes eine huschende Bewegung wahrzunehmen. Rechts, wo ihr Sessel stand.

Schnell machte ich Licht.

Natürlich war da nichts! Wie sollte es auch? Schließlich starb sie heute Mittag.

Ich setzte mich aufs Sofa und schlug die Zeitung auf. Gerade wollte ich anfangen zu lesen, als ich hochschreckte. Dieses leise Klacken! Wie wenn sie die Bügel ihrer Brille zusammenklappte.

Ich sah zu dem kleinen Tisch neben ihrem Sessel hinüber. Die Lesebrille lag ordentlich da, so wie Mutter sie immer dort ablegte.

Im gleichen Augenblick kam Vater nach Hause. Endlich! Zum Glück hielt er sich gut, sogar besser, als ich erwartet hatte. Ich wollte ihm die Identifizierung der Leiche abnehmen, aber hatte darauf bestanden, selbst hinzugehen.

Ich lief zu ihm hin, warf meine Arme um seinen Hals und gab ihm einen Kuss.

Er ließ sich von mir zum Sofa führen. Wir setzten uns und ich schmiegte mich an ihn.

„Sie sind sich noch nicht sicher, wie es passiert ist“, erzählte er.

Ich streichelte sein Gesicht.

„Die Bremsen waren jedenfalls in Ordnung.“

„Aber die Straße ist sehr kurvenreich“, warf ich ein. „Ein Augenblick der Unachtsamkeit – und schon ist es geschehen.“

Er blickte mir direkt in die Augen. „Sie haben da was gefunden, an ihrer Schläfe.“

Ein lautes Scheppern draußen ließ uns zusammenfahren. Wir rannten zur Terrassentür. Auf den Fliesen lagen Scherben. Trotz der Windstille musste ein Glas Cola vom Tisch gefallen sein. In der Lache auf dem Boden schwamm eine tote Wespe.

Wir schauten uns an. Vaters linke Augenbraue zuckte, wie immer, wenn er beunruhigt war.

Ich tätschelte seinen Arm. „Das haben wir gleich“, sagte ich und begann die Scherben einzusammeln.

„Vorsicht, mein Liebling“, warnte er mich, „lass mich das lieber machen. Ich möchte nicht, dass du dich verletzt.“

Der Gute! Ich lächelte zu ihm auf. Er war immer so besorgt um mich!

„Ich schaff das schon“, erwiderte ich.

Er schaute mich nachdenklich an. „Wieso stand eigentlich ein Glas auf dem Tisch?“, fragte er. „War es deins?“

Er sollte sich keine Gedanken machen. Ich wollte nicht, dass er sich quälte. „Sicher hat Mutter es dort stehen lassen“, antwortete ich.“

„Nie im Leben! Sie hat immer alles sofort weggeräumt.“

Das stimmte. Ihr Sinn für Ordnung, Sitte und Anstand war für uns sehr belastend gewesen. Ständig hatte sie uns damit in den Ohren gelegen.

„Wenn es nicht Mutters Glas war, muss es deins gewesen sein“, stellte ich fest.

„Nein. Bestimmt nicht.“

Langsam wurde es mir zu viel. „Keine Ahnung, woher das verdammte Colaglas kommt“, erwiderte ich unwirsch. „Und es interessiert mich auch nicht.“

Gleich darauf tat es mir leid. Er war sicher mit den Nerven am Ende! Ich durfte nicht so barsch zu ihm sein! Gerade heute nicht.

Ich hatte tatsächlich keine Ahnung, woher dieses Glas kam. Meins war es jedenfalls nicht. Heute Morgen hatte ich zwar mehrere Wespen mit Cola angelockt und gefangen, das Glas dann aber abgedeckt und mitgenommen.

Als Vater und ich uns gerade wieder aufs Sofa setzen wollten, lief jemand mit festen Schritten durch den Flur. Es klang, als ob Mutter nach Hause gekommen wäre. Vater dachte offenbar dasselbe. Er wurde blass.

Ich legte den Finger auf die Lippen, nahm ihn bei der Hand und zog ihn zur Tür. Mit einem Ruck riss ich sie auf und schaltete das Licht ein.

Im Korridor war niemand zu sehen. Nur ein Mantel an der Garderobe schaukelte heftig, als ob ihn gerade jemand angestoßen hätte. Mein Mantel. Während wir noch darauf starrten, glitt er vom Bügel. Wie eine leere Hülle lag er auf dem Boden. Etwas Silbernes war aus der Tasche gefallen. Wir stürzten gleichzeitig darauf zu.

Vater war schneller. „Was ist das für ein Schlüssel?“

Ich zuckte die Schultern.

„Du musst es doch wissen! Schließlich steckt er in deiner Manteltasche.“

Ich dachte kurz nach. „Jetzt fällt es mir wieder ein. Es ist der Zweitschlüssel zu Mutters Wagen. Ich hatte mir das Auto ausgeliehen. Aber bevor ich ihr den Schlüssel zurückgeben konnte ...“ Ich brach ab. Auf meinem Gesicht konnte ich sie förmlich spüren, die heißen Fragen, die in seinen Augen brannten.

Wir brauchten beide Ruhe und beschlossen, früh schlafen zu gehen.

Rastlos wälzte ich mich im Bett. Oft wusste ich nicht, ob ich wach war oder träumte. Ich sah Mutter vor mir, wich im Geiste vor ihrer hageren Gestalt zurück, duckte mich unter ihrer herrischen Stimme. Wie hatten wir darunter gelitten, dass sie unserem Geheimnis auf die Spur gekommen war!

Und dann kam mir diese geniale Idee! Es hatte alles geklappt wie am Schnürchen. Als uns die Nachricht von ihrem Tod erreichte, hätte ich jubeln können.

Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und Licht flammte auf. Vater stand im Türrahmen, die Augen weit aufgerissen. Er stammelte etwas, was ich nicht verstehen konnte.

Ich setzte mich im Bett auf und streckte die Arme nach ihm aus. Er taumelte auf mich zu, ich zog ihn zu mir herunter, küsste und streichelte ihn. Langsam beruhigte er sich.

„Ich habe Mutter gesehen“, wisperte er mir schließlich ins Ohr.

„Du hast geträumt.“

Er machte sich von mir los. „Das war kein Traum. Sie sah merkwürdig fremd aus, und trotzdem habe ich sie sofort erkannt.“ Er stockte. „Sie wollte mir etwas zeigen. Sie deutete immerzu auf ihre Schläfe.“

„Und?“

Vater schaute mich an. Seine Finger spielten unruhig mit dem Bezug der Bettdecke.

„Da war eine rote Stelle“, flüsterte er. „Ein Fleck, verstehst du?“

„Nein.“

Aber das stimmte nicht. Ich verstand ganz genau.

Vaters geflüsterten Worte waren kaum zu verstehen. „Auch der Gerichtsmediziner hat es erwähnt.“

„Was?“

„Den Insektenstich und dass sie allergisch gewesen sein muss.“

„Na und?“, fragte ich.

Vater holte tief Luft. „Dir ist klar, was das bedeutet. Und mir auch.“

Ich schwieg. Was sollte ich dazu sagen? Natürlich wusste ich genauso gut wie er, dass Mutter hysterische Angst vor Wespen gehabt hatte, weil sie allergisch gegen ihr Gift war. Hochallergisch sogar.

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