Denise Remisberger - Das ausgewanderte Kreuz

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Das ausgewanderte Kreuz: краткое содержание, описание и аннотация

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Pfarrer Jacques, Leiter einer Frauensinggruppe in Zürich, will ein heiliges Knochen-Kreuz in Italien stehlen, das aber bereits von einer presbyterianischen Pfarrsekretärin entführt worden ist. Darum muss er, in unfreiwilliger Begleitung der Punkerin Mirabelle, nach Duns in Schottland reisen, um das ersehnte Objekt für eigene Zwecke zurückzuholen. Durchkreuzt werden seine Pläne vom russischen Profikiller «Gorki», der eigentlich nur einen vertragsbrüchigen Schweizer umbringen sollte und natürlich vom Pfarrer der italienischen Kirche, der die Reliquie zurückhaben will.

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«Ich will jetzt halt lieber mit denen ins Bett als mit diesen hier.»

«Wenn Herr Strand und Herr Punk von ihren Schauspielrollen runterkommen, meine Liebe, dann sind sie vielleicht genau die Gleichen wie die hier vor deiner Nase.»

«Ach, sicher nicht. Die sind bestimmt auch privat total erotisierend.»

«Du meinst vierundzwanzig Stunden am Tag?»

«Ja, klar.»

«So ein Unsinn.»

«Na, ihr beiden, wovon redet ihr denn?», mischte sich der heranschlendernde Potz ein, sein Spitzbärtchen zwirbelnd.

«Von einem Strand-Kommissar und einem Punk-Kommissar», erklärte Mirabelle.

«Und wer soll das sein?»

«Hast du immer noch keinen Fernseher, Potz?»

«Nein.»

«Dann kennst du die natürlich nicht.»

«Es handelt sich nicht um TV-Installateure, Potz», warf Renate dazwischen.

«Um Schauspieler?»

«Genau, Potz.»

«Wie könnt ihr bloss auf die reinfallen? Da hätte ich doch eine viel bessere Idee. Jacques», rief Potz und winkte jemanden heran, der gerade die Treppe heraufkam – mit Schwung. «Darf ich euch zurück in die Realität holen, Mädels, und euch jemanden vorstellen?»

«Wenn’s sein muss», stellte Mirabelle ihre Prioritäten klar.

«Mirabelle, Renate, Jacques.»

«Du bist ja ein Pfarrer», lachte Renate verwundert, während sie an Pfarrer Jacques’ Beffchen zog.

Der hielt ihre Hand fest, schmunzelte und schaute ihr mit funkelnden Augen direkt in die ihrigen.

«Jetzt bin ich wirklich erstaunt», tat Renate der umstehenden Menge kund und liess sich von diesem Funkeln in höhere Dimensionen tragen.

Nachdem Potz Pfarrer Jacques in einen anderen Raum entführt hatte, standen Mirabelle und Renate immer noch auf dem gleichen Fleck, allerdings nicht mehr ganz so griesgrämig wie zuvor.

«Stell dir vor, ein Pfarrer», schwärmte Renate.

«Stell dir vor, ich würde jetzt mit Punk-Kommissar wild knutschen, dort auf dem grünlichen, abgefuckten Sofa», schwärmte Mirabelle nicht minder begeistert.

Die beiden Frauen lachten ungeniert und holten sich endlich ein Bier an der Bar.

5

Pfarrer Jacques war heilfroh, als er den mulmigen Gotthardtunnel hinter sich lassen durfte und das Tessiner Dorf Airolo in seinem Augenwinkel auftauchte. Jetzt ging es bergab.

Nach den gut besuchten weihnachtlichen Feierlichkeiten fand er es sehr schön, ganz alleine in seinem Camper Richtung Süden zu fahren. Das Risiko lockte ihn. Diesmal würde er sich keinem unfallgefährdeten Dieb anvertrauen wie letztes Jahr, sondern das «Unbekannte Kreuz» selber stehlen. Verkleidet, versteht sich.

Kleine, verschiedenfarbig getünchte Häuser zogen an ihm vorüber, die Zollgrenze Chiasso/Como, riesige Werbeplakate hinter den Leitplanken, die Metropole Mailand, Autobahnmauthäuschen und die flache Weite der Poebene.

Kurz vor Bologna nahm er eine Ausfahrt, um sich in einem kleinen caffè mit einem doppelten Espresso und einem grossen Stück Ciambella zu stärken.

Nachdem Jacques Bologna passiert hatte, wendete er seinen Camper in Richtung Adriaküste, liess Ravenna links liegen, kam an Cesenatico und Rimini vorbei und landete schliesslich in der Nähe der unscheinbaren Kirche, die, nichts Böses ahnend, das heilige Kreuz «Croce Sconosciuta» beherbergte.

Der diebische Pfarrer checkte unbehelligt auf einem fast leeren Campingplatz direkt am Meer ein, parkte unter einer hohen Pinie und begrüsste die deutschen Nachbarn, Vater und Sohn, die trotz dünner Dezembersonne und recht kühlem Wind oben ohne an einem Klapptischchen hockten und Starkbier tranken.

«Feiern Sie Silvester auch im Ausland, Herr Pfarrer?», rief der Vater und hob seine Bierdose. «Setzen Sie sich doch zu uns. Wir haben noch mehrere volle Kisten davon» – er zeigte dabei auf die Bierdose – «im Kofferraum.»

Die beiden Stuttgarter waren mit Auto und Wohnwagen unterwegs, beides schon etwas älter.

Pfarrer Jacques setzte sich zu den Herren und plauderte fröhlich, als ob er hier nur Urlaub machen würde.

6

«Ach, Pfarrer Selri», echauffierte sich Sabine Pfau, das Gesangsbüchlein fest zwischen ihren violett lackierten Krallen. «Wo bleibt denn unser lieber und heiss verehrter Pfarrer Jacques?»

«Wohl eher heiss begehrt, in deinem Fall, liebe Sabine», giftete eine korpulente Dame dazwischen, in braunem, langem Wollkleid mit sowohl in Farbe als auch in Struktur dazu passendem Schal.

«Liebes Mariechen», lächelte Sabine süffisant in Richtung Marie Krug, «wenn ich schon so lange verheiratet wäre wie du, und immer mit demselben Mann, würde ich auch alles, was nur ansatzweise an Anziehung erinnert, überinterpretieren.»

«Anziehung?», giftete die rot angelaufene Marie zurück, «du glaubst doch wohl nicht im Ernst, zwischen dir und unserem Pfarrer Jacques gäbe es auch nur den Hauch einer Anziehung.»

«Meine Damen, bitte, beruhigen Sie sich», tupfte sich Pfarrer Selri, immer unfreiwilligerer Ersatz für die Leitung der evangelischen Frauensinggruppe Kreis Fünf, mit einer Ecke seines Beffchens den Schweiss von der Stirn. «Pfarrer Jacques kommt bald wieder. Spätestens im Februar, meine Damen.»

«Was, so lange noch?», kreischte Sabine Pfau jetzt hemmungslos.

«Ja, das ist wirklich eine Ewigkeit», stimmte ihr sogar Marie Krug zu.

7

Renate arbeitete im «Wollkorb», einem Geschäft, das Handarbeitsartikel verkaufte, während Mirabelle, ihre beste Freundin, Geschichte an der Universität Zürich studierte.

Mirabelle sass zuhause, machte sich Notizen zu Bismarcks Bündnispolitik und ass gleichzeitig ein mit Tofu und Salat belegtes Brötchen.

Im «Wollkorb» war heute viel los.

«Ich brauche dringend ein Garnknäuel», fuchtelte eine kleine runde Frau in dunkelblauem Jackenkleid vor Renates Gesicht herum.

«Welche Farbe und welche Dicke?»

«Egal, einfach Garn.»

«Aber …»

«Nix aber», eilte es der Dame, die noch ganz ausser Atem war.

«Wofür brauchen Sie denn das Garn?»

«Für morgen.»

«Ja, aber, um was damit zu tun?»

«Na, um ein Geschenkknäuel für den Strumpf der Befana zu wickeln.»

«Welcher Befana?»

«Es gibt doch nur eine!»

«Und was bewirkt die Eine?»

«Viel, sehr viel. Sie bringt den Kindern, beziehungsweise in meinem Fall der Enkelin, Geschenke. Wissen Sie, ich befestige lauter kleine Sachen wie Bonbons in buntem Papier, Schokoladentäfelchen in glänzendem Papier, ein goldenes Armkettchen mit Sternen und zwei dazu passende Ohrringe an dem Garn, indem ich es abwickle, alles in den Faden einbinde und das Knäuel wieder aufwickle, sodass die Geschenke im Garnknäuel versteckt sind, welches Graziella, meine Enkelin, dann, eins nach dem andern, wieder abwickeln kann.»

«Dann nehmen wir ein goldfarbenes, sehr dickes Garn, schön strapazierfähig», folgerte Renate und holte es aus einer tiefen Schublade hervor.

«Ja, das ist genau das Richtige», strahlte die Grossmutter und hastete schnell nach Hause, um ihre Wickelarbeit zu beginnen.

8

Um sieben Uhr abends trafen sich Mirabelle und Renate in der «Safari-Bar» auf ein Bier mit Potz, der seinen Kollegen Pascal mitbrachte. Beide waren als Tontechniker beim Schweizer Fernsehen angestellt.

«Mirabelle, was für eine schöne Kette du an deiner Jacke trägst», meinte Pascal euphorisch.

Mirabelle verdrehte die Augen: «Pascal, diese Kette hast du schon hundertmal gesehen.»

«Ach ja? Weisst du, ich finde sie immer wieder, sozusagen von Neuem, begehrenswert, äh, ich meine anziehend, also, ich wollte sagen, toll.»

«Danke, Pascal, danke», atmete Mirabelle huldvoll aus, während Renate die Hand vor den Mund hielt, um ihr Gegrinse zu verstecken und Potz nicht wirklich verstand, worum es hier gerade ging. Er hatte seit Jahren eine feste Freundin. Derlei Liebesbekundungen wie eben kannte er nicht. Er war leidenschaftslos versorgt, und das würde auch so bleiben.

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