Franz-Wilfried Jansen - Memoiren eines Pennälers

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Ein Schuljubiläum; Eine Frau, die selbst Schülerin an dieser Grundschule war, an der sie heute unterrichtet, bittet den Autor, der im Kokon seines Schiffsrumpfs an der französischen Mittelmeerküste in die Arbeit an seinen neuesten Karibikgeschichten vertieft ist, Anekdoten aus seiner Schulzeit zum 50. Schuljubiläum zu schreiben.
Das Thema stimuliert Situationen herauf, die immer schon einmal aufgeschrieben werden wollten.
Der Schlüsselreiz der Anfrage öffnet die verrosteten Stahltore einer Zeitmaschine.
Der Autor schlüpft hinein und fühlt sich in seine ersten vier prägenden
Schuljahre zurückversetzt. Das ist die Ausgangssituation der 12 Kurzgeschichten Fünfzig Jahre später – Memoiren eines Pennälers. Mit seinem Bewusstsein des Sechsundfünfzigjährigen, gelingt es dem Autor, die Fröhlichkeit des spielenden Schulkinds, das er einmal war, zu reanimieren. Selbstironische Reflektionen, Gefühle, Verletzungen, Triumphe, sind einmal die des Sechsjährigen, bei seinen Versuchen sich in die Spielregeln des Lebens einzufinden.
Jedoch unvermittelt schlägt das Jojo der Erzählhaltung in die Griffelspitzenanalytik
des Autors um. Selbstanalytisches Heraufbeschwören von Schlüsselerlebnissen, im
ersten Gegenüber mit Religion, Schulpflicht, Sozialisation, Liebe und Gewalt, eröffnen den Einblick in die Konstituenten einer sich bildenden Kinderseele.
Gesellschaftspolitische, ökonomische, religiöse, philosophische Strömungen der
beginnenden sechziger Jahre fließen durch die Geschichten und verankern den
unverkennbaren Charakter der erzählten Episoden im festen Grund der Zeitgeschichte.
Diese Kindergeschichten für Erwachsene und für Kinder öffnen Schlagbäume zwischen den Generationen.

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Widmung

Der ersten Frau in meinem Leben

Vorwort

Ein Schuljubiläum; Eine Frau, die selbst Schülerin an dieser Grundschule war, an der sie heute unterrichtet, bittet den Autor, der im Kokon seines Schiffsrumpfs an der französischen Mittelmeerküste in die Arbeit an seinen neuesten Karibikgeschichten vertieft ist, Anekdoten aus seiner Schulzeit zum 50. Schuljubiläum zu schreiben.

Das Thema stimuliert Situationen herauf, die immer schon einmal aufgeschrieben werden wollten.

Der Schlüsselreiz der Anfrage öffnet die verrosteten Stahltore einer Zeitmaschine.

Der Autor schlüpft hinein und fühlt sich in seine ersten vier prägenden Schuljahre zurückversetzt. Das ist die Ausgangssituation der 12 Kurzgeschichten Fünfzig Jahre später – Memoiren eines Pennälers. Mit seinem Bewusstsein des Sechsundfünfzigjährigen, gelingt es dem Autor, die Fröhlichkeit des spielenden Schulkinds, das er einmal war, zu reanimieren. Selbstironische Reflektionen, Gefühle, Verletzungen, Triumphe, sind einmal die des Sechsjährigen, bei seinen Versuchen sich in die Spielregeln des Lebens einzufinden.

Jedoch unvermittelt schlägt das Jo-Jo der Erzählhaltung in die Griffelspitzenanalytik des Autors um. Selbstanalytisches Heraufbeschwören von Schlüsselerlebnissen, im ersten Gegenüber mit Religion, Schulpflicht, Sozialisation, Liebe und Gewalt, eröffnen den Einblick in die Konstituenten einer sich bildenden Kinderseele.

Gesellschaftspolitische, ökonomische, religiöse, philosophische Strömungen der beginnenden sechziger Jahre fließen durch die Geschichten und verankern den unverkennbaren Charakter der erzählten Episoden im festen Grund der Zeitgeschichte.

Diese Kindergeschichten für Erwachsene und für Kinder öffnen Schlagbäume zwischen den Generationen.

Großes Dankeschön an:

Frau Marlene Narizek für die Initialzündung des Projekts,

Frau Claudia Storms-Übachs für das bereit gestellte Forum.

Allen Protagonisten der Kurzgeschichten, tot oder lebendig, für ihr Verständnis, dass die Erinnerung auch von der künstlerischen Freiheit durchwachsen ist.

Dank im Voraus an den Heimatverein, der sicherlich wertvolle Ergänzungen, Korrekturen und sprachliche Feinheiten in der „platten“ Muttersprache hätte einfließen lassen, wenn es die knappe Zeit bis zur Drucklegung erlaubt hätte, seine Mitglieder zu konsultieren. Vielleicht beim nächsten Projekt?

1 Dolle Minnas

Selbstverständlich steht die Kirche, wie zur Zeit meiner Einschulung Anfang der sechziger Jahre, mitten im Dorf, die alte Schule hundert Meter davon entfernt und dazwischen das Gemeindehaus. Schlüsselfiguren des damaligen öffentlichen Lebens residierten im damals imposantesten Backsteinbau des Orts, mit Zentral Entree und, was mich ganz besonders beeindruckte, sogar elektrischem Türöffner. Der Respekt einflößende Summton verströmte eine Mischung aus Fernüberwachung und Hochtechnologie. Allein die Seltenheit der Annäherung an dieses herausragende Gebäude unterstrich jedes Mal einen wichtigen Grund, auf den Klingeltasten seinen Daumenabdruck zu hinterlassen. Links drückte man, wenn man sich beim Dorfpolizisten Mansel für einen ertappten Erdbeerklau auf offenem Feld rechtfertigen musste und zur standrechtlichen Verurteilung ohne Tribunal herbeizitiert worden war. Rechts stand: „Fräulein Louise Jansen und Frau Hannelore Körfer“. Die beiden Lehrerinnen hatten offensichtlich einen unterschiedlichen zivilen Status, wie die Klingelschildaufschrift unterstrich. Aus heutiger Sicht würde ich unterstellen, dass die erstere, meine Grundschullehrerin, noch im jungfräulichen Besitz des Namens ihrer Eltern aus Harzelt ihre Ehelosigkeit dokumentierte und die Zweite eher schon einmal an den Freuden der Namensübernahme eines geehelichten Herrn Körbers genascht hatte. Aus besonderem Grund bekam man Audienz gewährt und durfte sein Anliegen zwischen gereichten Keksen und Obst knapp darlegen. Im Wohnzimmer herrschte eine mädchenhafte Ordnung, die von einem frisches Duftgemisch aus geschälten Orangen, heißem Lindenblütentee und fast verflogenem 4711 Kölnisch Wasser überlagert wurde. Wenn die eingesammelten Kakaogeldzahlungen, Buchbestellungen oder Ausflugsgelder abgerechnet, von Fräulein Jansen überprüft und abgeheftet waren, sprach man noch kurz über die Großeltern in der Gaterstraße und Tante Seefke, die sie häufig zur intellektuellen Erquickung aufsuchte, bis man mit ihrem flinken Blick über die wartenden Korrekturhefte von ihrer liebevollen, kratzigen Stimme verabschiedet wurde. Frau Körfer geleitete mich dann zum Portal, das hinter mir automatisch in das stabile Wilka Schloss fiel und das Geheimnis des Privatlebens dieser beiden, aus dem Rahmen der christlich katholischen Familiendoktrin herausfallenden Frauen, durch einen festen Rums unergründlich hinter mir verschloss.

Die „Dolle Minnas“ in Amsterdam kamen erst gut zehn Jahre später in die Medien. Alice Schwarzer hatte auch noch niemand gelesen, weil sie ihre Bücher erst noch verfassen sollte, aber dennoch halte ich es für wahrscheinlich, dass sich ein Band von Simone de Beauvoir, „Das andere Geschlecht“ oder „Memoiren einer Tochter aus gutem Hause“, in den Bücherregalen der zweiten Birgdener Frauen WG eingenistet hatten. Die erste, mir bekannte Frauenwohngemeinschaft, lebten meine beiden Großtanten, Seefke und Trautche, die in ihren dunklen Rentnerstuben so manchen Faden ihrer sozialpolitischen Errungenschaften während ihrer aktiven Zeit in der Verwaltung der Seidenweberei Schniewind nochmals verspannen. Die beiden WGs kommunizierten, wie bereits oben angedeutet, regelmäßig und intensiv miteinander. Man könnte auch von einem „ think tank“ oder einer Kongregation von „spin doctors“ der Gaterstraße sprechen.

2 Der weiße Neger

Vielleicht hieß er ja Harald Harren und war ein Verwandter von einer meiner angebeteten, ruhigen, schönen Favoritinnen, Annemie Harren. Sei es dahingestellt, wie es um die Verwandtschaftsverhältnisse und den Familiennamen nun wirklich bestellt war. Die Geschichte steht jedenfalls auf zwei soliden Beinen:

Der Vorname ist sicher und meine Verehrung für Anne-Marie ebenfalls.

Die folgende Vorgeschichte ist für den Titel der Haupterzählung recht bedeutend: Im zarten Alter von etwa drei Lenzen besuchte ich, am Händchen meiner Erzeuger, den jährlichen Vogelschuss an Christi Himmelfahrt auf der Obstwiese hinter der Gasstätte Beumers. Wo sonst Herr Kranen und seine Jagdgenossen ihre Strecke begossen, stand der Pfahl mit seinen Querlatten, dem Kugelfang in Form eines solide dahinter genagelten Holzbretts und davor die holzgeschnitzten Vögel, die es zu zerschießen galt. Offensichtlich hatte sich mein Vater Leo noch nicht von der Ächtung der Schützenbrüder vor meiner Geburt erholt und zeigte überhaupt keine Ambitionen, den Vogel abzuschießen und noch einmal Schützenkönig zu werden.

Seine erste Regentschaft hatte ich ihm vermasselt. Nach der Herbstkirmes 1955 war durch die üblichen Dorftratschereien das Gerücht zur sichtbaren moralischen Gewissheit geworden: das unverheiratete Schützenkönigspaar marschierte bereits mit seinem Nachwuchs durch die Schützenfeste und Kirmesveranstaltungen. Dieser skandalöse Umstand konnte auch nicht mehr durch die Hochzeit der beiden Geächteten, knapp fünf Monate vor meiner Geburt wiedergutgemacht werden. Dem Ornat entledigt, unehrenhaft seines höchsten Amts in der Sankt Urbanus Schützenbruderschaft beraubt, erwarteten meine Eltern 1956 die Niederkunft ihres Skandalsöhnchens.

Dafür rächte ich mich in meinem Erwachsenenleben durch totale Ignoranz gegenüber der Bruderschaft. Wohl eher intuitiv, denn erst vor vier Jahren erfuhr ich von den genaueren Umständen.

So stelle man sich also einen kleinen, pummeligen, schwarzen Lockenkopf, zwischen seiner eleganten, rothaarigen Mutter im feinsten Tuch und dem stolzen Vater, mit Hut über der fortschreitenden Glatze auf dem Gras Weg durch die erheiterte, euphorische Dorfgemeinschaft promenierend, vor. Bei einem der Getränkestände musste ich wohl etwas mir völlig Unbekanntes, Unmögliches zum ersten Mal in meinem jungen Leben entdeckt haben, dass mich zu einem spontanen, empörten, lauten Aufschrei veranlasste:

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