Johann D.W. George - Die Tolympiade

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Am 6. Januar des Jahres 2013 versammelte der Delfinkönig von Atata im menschlichen Königreich Tonga die schwimmenden und fliegenden Tiere zu einer Versammlung. Am gleichen Tage lud der Löwenpräsident Leonidas von Namib aus der menschlichen Republik Namibia die Vertreter der Landtiere ein, zeitlich natürlich um ein paar Stunden versetzt, um die unterschiedlichen Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge in ihren Ländern und Regionen zu berücksichtigen. Ziel der Versammlung war die Gründung von tolympischen Komitees, in der die Vertreter der wichtigen oder sich für wichtig haltenden Tierarten gewählt, bestimmt oder ernannt werden sollten.
Insgesamt waren 35 tolympische Vertreter der Tiere in das tolympische internationale Komitee entsandt. Zweck der Zusammenkunft war es, einen Brief an das menschliche olympische Kommitte zu senden und den Vorschlag einer gemeinsamen Veranstaltung zu unterbreiten: der Tolympiade.
Als die abschließende Fassung des Briefes in der Runde der Tiere verlesen wurde, beschien die afrikanische Abendsonne, reflektiert von orangenen, gelben und rötlichen Wolken, eine prächtige Halbrunde.

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Um geografische Streitereien zu vermeiden sollten sich alle Vertreter einen ostfriesischen Vornamen wählen, da dadurch mehr als 99,99 % der Länder und Regionen dieser Erde gleich behandelt wurden, was sonst ja sehr selten war.

Versammelt waren

Bowe - als Vertreter der Geparde

Lanna - als Vertreterin der Impalaantilopen

Elmert - als Vertreter der Leoparden

Altgelt - als Vertreterin der Springböcke

Siggo - als Vertreter der Zebras

Wyske - als Vertreterin der Riesenkängurus

Lywert - als Vertreter der Strauße

Jele - als Vertreterin der Schakale

Watze - als Vertreter der Paviane

Sibelke - als Vertreterin der Maulwürfe

Syrt - als Vertreter der Meerkatzen

Iwa - als Vertreterin der Kamele

Gedo - als Vertreter der Sandnattern

Onsta - als Vertreterin der Nashörner

Erbelt - als Vertreter der Wildesel

Bewke - als Vertreterin der Kaffernbüffel

Scheltko - als Vertreter der Elefanten

Aibo - als Vertreter der Giraffen und

Hitke - als Vertreterin der Termiten und der vielen anderen kleinen Tiere.

Insgesamt waren also 35 tolympische Vertreter der Tiere in das tolympische internationale Komitee entsandt. Auf beiden Versammlungen in Tonga wie in Namibia gab es zunächst eine Diskussion darüber, in welcher Sprache der Brief an den menschlichen Präsidenten des olympischen Komitees versandt werden sollte. Watze, der Vertreter der Paviane, war der Ansicht, dass seine Sprache die geeignetste sei, was Onsta, die Delegierte der Nashörner sofort lautstark kritisierte und mit historischen Argumenten angereichert bezweifelte. Schließlich einigte man sich auf Englisch, da dass natürlich alle Tiere sowieso verstanden.

Die Verständigung zwischen den See- und Lufttieren und den Landtieren klappte reibungslos mit Hilfe einer Videokonferenz zwischen dem Löwenpräsidenten und seiner Landversammlung und dem Delfinkönig und seiner Meerestagung. Die Tintenfische hatten einige Schwierigkeiten die Maulwürfe mit ihren Argumenten und Beiträgen wirklich zu verstehen, was allerdings erstaunlich war, da beide sich im Dunkeln am wohlsten fühlten. Besonders die Sturmseeschwalben drängten auf eine rasche Verabschiedung des Briefes an den menschlichen IOC-Präsidenten, da sie in dieser Woche noch mehrere Tausend Kilometer zurücklegen wollten und darauf hinwiesen, dass bei Ihnen eine Stunde im menschlichen Zeitmaß mindestens fünf mal so lang war, wie bei den Elefanten. Scheltko stimmte dem ausdrücklich zu.

Als die abschließende Fassung des Briefes in der Runde der Tiere verlesen wurde, beschien die afrikanische Abendsonne, reflektiert von orangenen, gelben und rötlichen Wolken, eine prächtige Halbrunde. Wie in einem griechischen Amphitheater mit kleineren und größeren Abständen, damit sich die Vertreter nicht gegenseitig ins Gehege kamen und auf der etwas erhobenen Mittelpunkt –Sandbühne, stand Leo, der Löwenpräsident. Eine Symphonie von Stimmen wechselnder Lautstärke und Modulation aller anwesenden Tiere untermalte akustisch die Szene, in der die Vertreter abwechselnd ruhig da standen oder lagen, und sich dann wieder natürlich bewegten. Dies unterschied sich deutlich von menschlichen Versammlungen, wo erwartet wurde, dass die Vertreter ruhig da sitzen und sich möglichst unbeweglich verhalten.

In der am gleichen Tag versammelten Endrunde zur Verabschiedung des Briefes rings um den Delfinkönig von Tonga, war dies noch viel deutlicher. Alle Vertreter waren in Bewegung, und auch die nicht mit einem eigenen Vertreter berücksichtigten Tiere waren präsent, sozusagen als beteiligte Lebewesen. Die Schwertwale, die märchenhaft durch das Wasser gleitenden Seehunde, Nacktschnecken mit ihren Schleierflügeln, die am Himmel kreisenden Seeadlern, die auf und ab wandernden Pinguine, die durch die Felsspalten flitzenden Taschenkrebse und die rhythmisch ihre riesigen Öffnungen bewegenden Riesenmuscheln. Nur die Krokodile machten auch hier eine Ausnahme. Sie lagen absolut regungslos am Ufer, als ob sie schon 70 Tage ihre Eier bewacht hätten. Die Symphonie der unterschiedlich hohen Wellen und Brandungen untermalte die Szene, die auch hier von einem farbig bewölkten Abendhimmel beleuchtet wurde. Die Wolkenfiguren bewegten sich schnell über den Abendhimmel hinweg und unterstrichen die lebhafte Bewegungsfreudigkeit der Szene, die auch auf den Delfinkönig übergriff, der die Reihe der großen Vertreterrunde abschwamm und zustimmend nickte, wenn er die Antworten verstanden hatte.

Der Brief an den menschlichen Präsidenten des IOC hatte nun folgenden Text

„Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kollegen vom IOC,

Die Tiere dieser Erde, des Meeres und der Luft fordern die Olympiasieger der letzten Olympischen Spiele und alle anderen Menschen zu einer Tolympiade heraus. Acht Wettbewerbe stammen aus dem Programm ihrer Olympischen Spiele, zwölf Wettbewerbe werden von uns vorgeschlagen. Für jeden Wettbewerb werden drei Vertreter unserer Tiere genannt, sie können drei menschliche Vertreter benennen, wobei sie aus Ihren acht Disziplinen am einfachsten die drei Olympiasieger der letzten Olympiade nennen. Aber natürlich steht es Ihnen frei, auch noch bessere Vertreter herauszusuchen.

Wir, das tolympische Komitee der Tiere, sind die Veranstalter dieser Tolympiade. Fair und gerecht wie wir sind, wollen wir aber die Einkünfte dieser Veranstaltung mit Ihnen zur Hälfte teilen. Mehr als 100 Fernsehanstalten dieser Erde haben bereits ihr Interesse bekundet, diese Veranstaltung zu übertragen. Daneben soll ein unterhaltsamer Film darüber gedreht werden, der die Höhepunkte der Tolympiade enthält. Unsere Spiele sind einfacher als Ihre Olympischen Spiele. Wir brauchen deshalb auch nicht 50 Seiten, um sie zu beschreiben, wie Sie es für richtig halten.

An erster Stelle steht Freude, vor allem die Freude an der schnellen, oder geschickten, oder der eleganten, oder der überraschenden Bewegung.

An zweiter Stelle steht der Wettbewerb. Es ist die Spannung, wer gewinnt?

An dritter Stelle steht die Fairness. Es geht nicht darum, winzige Unterschiede von Hundertstelsekunden oder wenigen Zentimetern festzustellen, und deshalb brauchen wir auch keine Stoppuhren oder Bandmaße. Mit dem bloßen Auge der Zuschauer sollte erkennbar sein, wer gewonnen hat.

Nur in groben Zweifelsfällen, wenn auch eine Wiederholung kein Ergebnis bringt, wollen wir diese Hilfsmittel zulassen. Zur Fairness gehört natürlich auch die Ächtung verbotener Mittel (Sie nennen das wohl Doping). Wir haben einige Vertreter in unseren Reihen, die schon mit ihren Spürnasen erkennen können, ob ein Teilnehmer oder eine Teilnehmerin zu verbotenen Mitteln greift. In unseren Reihen wird es nicht vorkommen, denn wer nicht gut genug ist mit seinen natürlichen Veranlagungen, der bekommt auch nicht die Ehre, an der Tolympiade teilzunehmen.

Wir wollen aber zugeben, dass wir auch eigene Ziele mit dieser Tolympiade verfolgen. Es geht um das Gleichgewicht zwischen den Menschen und den übrigen Geschöpfen dieser Erde. Die Menschen sind inzwischen so eingebildet, dass sie sich uns in jeder Hinsicht überlegen fühlen, weil sie unbelebte Maschinen benutzen, sich sehr groß vorkommen, weil sie in hohen Häusern wohnen, sich sehr stark vorkommen, weil sie viel Energie verbrauchen, und insgesamt glauben, dass sie fast alles beherrschen können. Wir dagegen vermuten, dass wir den Menschen deutlich überlegen sind. Diese Vermutung wollen wir aber mit unserer Tolympiade prüfen.

Zum Austragungsort haben wir uns auch etwas ausgedacht. Während sie überwiegend die großen oder sogar die ganz großen Länder berücksichtigen, wollen wir unsere Tolympiade in zwei sehr kleinen Ländern veranstalten (Sie könnten das auch tun, denn, wenn bei Ihren Olympiaden die Medaillen pro Einwohner zählen, stehen Länder wie Jamaika und Slowenien ganz vorne und Länder wie Russland und die Vereinigten Staaten von Nordamerika ziemlich am Ende, aber das ist nur eine Nebenbemerkung, die uns eigentlich nichts angeht). Weder in Tonga, noch in Namibia werden große Stadien oder Sportstädten gebaut, sondern wir nehmen das Gelände überwiegend so, wie es sich dort befindet, und die Landschaft wird nur wenig verändert werden müssen, um ungefähr gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer zu schaffen. Es ist viel natürlicher, über einen Steppenboden zu laufen, als auf einer, die kleinsten Unebenheiten beseitigenden Tartanbahn, deren Oberfläche-Reibungskoeffizienten optimiert wurden, um wenige Hundertstelsekunden zu produzieren. Dies liegt uns fern.

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