Anne Woeller - Eine Ahnung von der Ewigkeit

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Rick Tylor ist ein Profisportler. Plötzlich sieht er sich der größten Herausforderung seines Lebens gegenüber, denn ein Unfall wirft ihn aus der Bahn. Er droht an seinen inneren und äußeren Schmerzen zu zerbrechen. Wer oder was kann ihm noch helfen? Ohne seine Einwilligung nimmt ihn seine Verlobte Kris mit nach Nebraska. Dort lernt Rick das einfache aber ehrliche Leben der Cowboys und Farmer kennen. Doch nicht nur er macht eine Wandlung durch. Ohne es zu wissen, geschehen Dinge um ihn herum, die nicht nur ihn beeinflussen.

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»Es ist, wie es ist, Rick! Keiner ist schuld. Jetzt gilt es, die Dinge anzunehmen wie sie sind.«

»Hau ab!«, zischte er.

Als Kris von außen die Türe zuzog, löste dies einen Luftzug im Zimmer aus, der das gekippte Fenster aufschlug. Kurz danach fegte ungeniert der Wind von draußen herein und bewegte die Vorhänge. Hemmungslos kam er bis zu Ricks Bett und zupfte ihm frech am Haar. Rick musste es geschehen lassen und schloss die Augen. Der Wind kümmerte sich nicht um den Gemütszustand seines Spielgefährten.

Unaufhaltsam strich er neugierig im Zimmer umher. In dieser Bewegung löste sich etwas in Ricks Brust. Der Wind schien nicht nur an seinen Haaren zu ziehen, sondern auch an der Einschnürung, die ihm bis jetzt das Atmen schwer machte.

Rick atmete die frische Luft tief ein. Der Wind war so ehrlich, dass alles Negative in dieser friedvollen Bewegung unterging, als ob es nie da gewesen wäre. In vollen Atemzügen versuchte Rick, dieses Gefühl aufzusaugen und auf ewig zu seinem zu machen. Aber es schmerzte ihn.

Und es schmerzte ihn noch viel mehr, als er feststellte:

»Nichts ist für die Ewigkeit. Man kann sie nur erahnen, aber nie festhalten.«

Tage vergingen. Die Nächte waren noch dunkler und die Tage waren noch einsamer. Kris war nicht wieder gekommen. Ein Krankenpfleger massierte Ricks Arme.

»Es ist nicht gut, dass sie alleine sind«, sagte er mit ernster Miene. Mit geübten Griffen massierte er Ricks linken Arm. Rick verzog schmerzvoll das Gesicht und streckte eine Hand nach seinem Knie aus. Der Krankenpfleger bemerkte es und fragte:

»Schmerzt es ihr Knie, wenn ich ihren Arm bewege?«

Rick würdigte ihm keine Antwort. Der Krankenpfleger machte einfach weiter und arbeitete sich zur Hand vor. Nach einer Weile sagte er:

»Was sie durchmachen müssen, ist wirklich nicht schön. Sie sollten Besucher empfangen und nicht alle abweisen. Kein Mensch kann so etwas alleine ertragen.«

Er erwartete sichtlich eine Antwort, aber Rick blieb stumm und ließ die Prozedur über sich ergehen. Doch der Pfleger ließ nicht locker, weder an Ricks Arm noch an Ricks Gefühlszustand.

»Es muss doch sehr schwer sein, von einem Profisportler zu einem ... «.

Er hielt den Atem an und biss sich verlegen auf die Lippe. Rick schaute ihm abfällig in sein vorlautes Gesicht. Keine Miene verzog er dabei. Kein anderer Ausdruck in seinen Augen, außer tiefer Verachtung.

»Man braucht niemanden, um alleine zu sein«, murmelte Rick nach einer Weile.

Wochen vergingen. Sie vergingen zu schnell und doch so langsam. Der Krankenhausalltag war Rick zuwider. Er verbot jegliche Besuche und duldete nur gestört zu werden, wenn es die medizinischen Gegebenheiten erforderten.

Es war dunkel um Rick geworden. Draußen war die Sonne untergegangen und in Ricks Herz war es finster. Er drehte den Kopf zum Fenster und sah in einen sternenklaren Nachthimmel. Die Sterne glitzerten und funkelten nach alter Weise. Wo war der Wind, der ihn besucht hatte?

»Ob mir jemand nachweinen wird?«, fragte er sich.

Rick nahm die angebrochene Keksschachtel von seinem Nachttisch und betrachtete sie kurz, bevor er sie in schneller Bewegung gegen die Wand warf. Die Schokoladenkekse zerschellten daran und was ganz geblieben war, zerbrach am Boden.

»Wo bist du Kris?«, stammelte Rick.

»Ich brauche dich«, weinte er.

»Ich will dich nicht brauchen«, fluchte er.

Er vergrub sein Gesicht in das Kopfkissen, das den verhassten Geruch des Krankenhauses trug. Sein Verstand sagte ihm:

‚Sei froh, dass es solche Krankenhäuser gibt. Sonst wärst du

verblutet oder deinen Verletzungen erlegen.‘

Aber sein Herz wollte den Ort des Leidens und des Wartens verlassen. Rick weinte, bis er vor Erschöpfung einschlief.

In den Tagen der Rehabilitation war Leid sein Leben. Er fühlte sich nur, wenn er Schmerzen hatte. Und dieses Unglück war sein Lebenselixier, die einzige Möglichkeit das Leben in seinem Körper noch zu spüren. Eine endlose Trauer zog er hinter sich her, schwer und kalt, mit starken Spuren der Abnutzung. Seine Freunde hatte er durch sein ablehnendes, grimmiges Verhalten vertrieben. Seine Liebe zu Kris hatte er zerschlagen, durch Worte des Vorwurfs und mit Nichtstun.

Kris hatte sich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr sehen lassen. Sein Herz zog sich bei diesem Gedanken zusammen. Wo war sie? Was macht sie? Denkt sie noch an mich?

Ihm wurde schwindelig und er musste die Krankengymnastik abbrechen. Diese dauerte aufgrund seiner Schwächeanfälle nie länger als unbefriedigende zehn Minuten.

Kris saß indessen vor dem Krankenhaus auf einer Bank. Sie traute sich nicht in den Betonbau hinein, der ihren Rick wie eine undurchdringliche Festung einschloss. Fast berauschend wirkten die Worte der letzten Wochen auf Kris.

‚Du sollst mich vergessen und in Ruhe lassen‘.

Wie Blei sanken die Worte in ihr Herz. Sie sanken immer tiefer, bis sie im Unterbewusstsein verschwunden waren. Der Verstand bildete einen dichten Nebel des Verdrängens darüber. Doch der Nebel als solcher, zeugte vom Verdrängten, ließ aber kein Licht mehr hinein und erfüllte seinen Zweck.

Schmerzlos.

Sie wartete bis zum Abend, dann stand sie kurzerhand auf und lief in das Krankenhaus hinein.

Schnellen Schrittes lief sie die langen Gänge entlang. Bis zu dem Zimmer. Es war ihr schon so gewohnt und so verhasst. Nach einem kurzen Klopfen ging sie hinein und setzte sich auf den Stuhl der neben dem Bett stand.

Leere, die gefüllt werden möchte

Kris spürte, wie sie bleich wurde. Rick starrte wie immer an die Decke. Seine Augen waren leer. Sie stand auf und ging wieder, ohne etwas gesagt zu haben zügig aus dem Zimmer. Fast ohne es zu merken, griff Rick nach der Fernbedienung und vollführte das Gewohnte. Auf dem Bildschirm flackerten bunte Bilder. Doch Rick sah sie nicht. Er war leer. Kris war wiedergekommen, aber hatte nichts gesagt. Es wurde nichts gesprochen. Sie war einfach auf dem Stuhl gesessen, bis sie wieder aufstand und abermals verschwand. Rick starrte nun teilnahmslos auf den Bildschirm und fühlte sich elend. Warum hatte er nichts sagen können? Er wollte sie um sich haben, genauso wie er sie zum Teufel jagen wollte.

Kris lief ohne Umwege aus dem Krankenhaus hinaus. Ihr Herz tat weh, aber sie ließ den Schmerz nicht zu. Bis die frische Luft kam. Die Ausgangstüre öffnete sich und die Kühle der Nacht öffnete ihr Herz. Sie füllte ihre Lungen mit Sauerstoff und ihr ganzer Körper reagierte. Schluchzend lief sie zum Auto, setzte sich hinein und weinte.

Die Worte der Ärzte waren immer noch wie Donnerschläge zu hören. Kris zündete sich zitternd eine Zigarette an. Im Rückspiegel sah sie ihre roten Augen und das verschmierte Makeup. Jemand klopfte an die Fensterscheibe. Es war Henrik.

»Seit wann rauchst du?«

»Seit der Diagnose.«

Henrik blickte betroffen zu Boden. Er wusste nicht, was er sagen sollte.

»In ihm ist nicht nur das Knie kaputt, Krisi. Er war ein Held. Und jetzt ist es fünf Minuten später und es ist nichts weiter übrig als Staub. Es ist alles wie ein Spiel. Nur, dass es hier keine zweite Chance gibt. Es gibt kein Replay. Es wird nichts wieder auf Anfang gesetzt. Es ist wie es ist.«

»Er lässt mich nicht mehr an sich heran.«

»Es schmerzt ihn noch zu sehr. Wir erinnern ihn an etwas Vergangenes. Baseball war sein Leben. Du warst sein Leben.«

»Sein Leben ist aber nicht vorbei.«

»Weiß er das, Kris? Er kann sich so nicht mehr annehmen, wie er jetzt ist. Er verleumdet sich und die gegenwärtige Situation. Er sucht Schutz in der Einsamkeit.«

»Und wer denkt an mich?«

»Gib ihm Zeit und vor allem Dingen, gib ihn nicht auf.«

Es war jetzt schon die dritte Zigarette. Henrik war wieder gegangen und Kris saß immer noch im Auto auf dem Parkplatz.

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