Peter Maibach - Sandors Figurenspiel

Здесь есть возможность читать онлайн «Peter Maibach - Sandors Figurenspiel» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Sandors Figurenspiel: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sandors Figurenspiel»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Sandors Grossvater war ein berühmter Holzschnitzer. Oft sass Sandor in der Werkstatt, dann erzählte der alte Mann Märchen. Eines handelte von einem aussergewöhnlichen Baum, aus dessen Stamm der grosse Holzkünstler Xelorin zwölf unterschiedliche Figuren geschnitzt habe. Wenn alle Figuren zusammen richtig aufgestellt seien, würden sie lebendig und ihr Anblick den Besitzer des Figurenspiels mit mit so viel Leben erfüllen, dass er sich nichts weiter mehr wünschen müsste. Aber irgendetwas sei wohl schief gelaufen. Schon bald sei das Spiel auseinander gerissen worden, wären die Teile in alle Winde zerstreut worden. Nur eine einzige, letzte Figur habe der Grossvater für sich ergattern können, bekam der Enkel zu hören. Und tatsächlich, auf einem Regal nahe dem Fenster, neben Farb- und Leimtöpfen stand eine kunstvoll bearbeitete Figur, die lächelnd in den Obstgarten hinaus blickte.
Nach Grossvaters Tod bleibt die Pflicht, den Nachlass aufzulösen. Dabei kommt dem erwachsenen Sandor, der schon lange nicht mehr an Märchen glaubt, diese letzte Holzfigur in die Finger. Er findet auch das Kindermärchen niedergeschrieben, Angaben, die es ihm erlauben, das Schicksal der Figuren zu verfolgen. Zudem lernt Sandor Ludmilla kennen, eine Kunstexpertin, die sein Interesse an den Figuren teilt. Das gemeinsame Abenteuer kann beginnen.

Sandors Figurenspiel — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sandors Figurenspiel», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

«Ich bin fast nackt!», kicherte sie. Wie zum Beweis streckte sie ein freches Bein unter der Decke hervor.

«Nur fast? Da muss man sofort etwas dagegen tun!» Spielerisch griff ich nach ihrem Fuss. Ludmilla kicherte und schloss geniesserisch die Augen, als ich ihre süssen kleinen Zehen knabberte.

***

Ich erinnere mich oft an unseren verbummelten Nachmittag unter der schweren Decke im kühlen Hotelzimmer. Alles zwischen uns war neu und unverbraucht. Jede Geste, jedes Wort wurde zur gegenseitigen Entdeckung. Alles Licht schien sich wie in einem Prisma im altmodischen Zimmer in der Linde zu bündeln und funkelnd wieder auseinander zu sprühen.

***

«Und, wie ist das mit dem Arkaden, dem Guten?»

Ich huschte aus dem Bett, fischte den Arkaden aus dem Koffer und stellte ihn vor den Spiegel auf den Waschtisch. Zurück unter der warmen Decke erzählte ich Ludmilla das Märchen von Xelorin aus Meldonien, so wie es mir Grossvater vor über zehn Jahren in der Werkstatt erzählt hatte. Erstaunlich, wie gut ich mich noch an die Geschichte erinnerte. Ludmilla war die perfekte Zuhörerin. Lange schwieg sie, grübelte. Sie studierte an den Spielregeln herum. Dann befand sie, es sei ein schönes Märchen, das sehr gut zu Xaver passe.

***

Am nächsten Morgen trennten sich unsere Wege. Wir verabredeten uns aber für eines der kommenden Wochenenden. Ludmilla wollte in Ruhe ihre Aufzeichnungen durcharbeiten und dann in ihr Basel zurückkehren. Ich musste zurück nach Bern, an die Uni, der Alltag wartete bereits ungeduldig auf mich. Den Arkaden hatte ich nach einem zustimmenden Nicken und einem belustigten Lächeln Ludmillas zu den Papieren in den Koffer zurückgelegt.

Der Alltag hatte mich wieder eingefangen. Ich empfand es als wohltuend, Ablenkung im Studium zu finden. Die Trauer um Grossvaters Tod würde mich nie verlassen. Sie wurde aber leiser, es fiel mir immer leichter, den Verlust anzunehmen und als Bestandteil meines Lebens anzusehen. Diese Erfahrung mit Ludmilla zu teilen, vertiefte unsere Beziehung, ja schien uns sogar wie ein Wink des Schicksals, unseren Weg gemeinsam fortzusetzen. Hans und mein Advokat kümmerten sich um den Papierkram. Ich reiste noch einige Male nach Sendingen, um Dokumente zu unterschreiben, verspürte aber nie Lust, nach Villerach hoch zu fahren. Bis zu den Sommerferien war alles unter Dach und Fach, und die Villacher hatten ihr Museum eröffnet. Für die Eröffnungsfeier liess ich mich vom Advokaten vertreten. Auch Hans nahm an der Feier nicht teil. Er hatte seine Meisterprüfung mit Auszeichnung bestanden. Jetzt packte er seine Siebensachen und bereitete sich vor, nach Bern umzuziehen. Nach den Ferien würde er eine Stelle in einem bekannten Restaurant antreten.

Auch Ludmilla zog es nach Bern, allerdings aus anderen Gründen. Den Sommer wollten Ludmilla und ich gemeinsam verbringen. Wir wollten zusammen Probe wohnen, wie sie das bezeichnete. Auch wenn wir diese gemeinsame Zeit eher locker angingen und über unser Zusammenleben witzelten, waren wir beide wohl angespannter und unsicherer, als wir es uns eingestehen wollten.

***

Die Semesterferien begannen, und auf einmal hatte ich massenhaft Zeit. Schon bald würde Ludmilla einziehen. Ich nutzte die Gelegenheit, meine Bude auszumisten. Beim Aufräumen stolperte ich einmal mehr über Grossvaters Koffer. Gute Gelegenheit, dachte ich und begann den Inhalt auf dem Küchentisch auszubreiten. Der Arkade lächelte mir zu. Abwägend hielt ich ihn in der Hand. Ich erinnerte mich an Xelorin, ich hörte wieder Grossvater erzählen, roch Holz und Lack, sah die Werkstatt im Nachmittagslicht, die Kirchenglocken schlugen vier Uhr. Ich stellte die Figur ins Pfannenregal, die Erinnerungen wichen zurück. Dann begann ich, Grossvaters Dokumente zu sichten. Ein schwarzes Notizbuch zog mich wie magnetisch an. Ich blätterte es oberflächlich durch, legte es weg und hielt es wenig später dennoch wieder in der Hand. Seitenweise Listen, in welchen Grossvater peinlich genau Buch über sein Holzlager führte. Woher das Holz stammte, wie gross, wie schwer, wann er es eingelagert hatte und was er damit zu tun beabsichtigte, alles war fein säuberlich aufgelistet. Erst beim gründlichen Durchblättern entdeckte ich das Dokumentenfach im hinteren Buchdeckel. Darin lag eine Notiz, die in Grossvaters sauberer, gerader Schrift abgefasst war.

Kapitel 4

Sandor, lieber Sandor

Du hast es also gefunden. Gut. Ich habe Ordnung gemacht. Meine Zeit hier zerrinnt, und ihr Ende ist absehbar. Ich sage das ohne Bitterkeit. Wer ein Leben lang Holzengel geschnitzt hat, muss sich im Jenseits wie zu Hause fühlen. Mittlerweile müsstest du Ludmilla Parr persönlich kennen gelernt haben. Eine patente junge Frau. Ich vertraue ihr. Sonst rede mit Hans Sarbach, einer der wenigen vernünftigen Seelen im Dorfe Villerach.

Erinnerst du dich noch an das Märchen von Xelorin, dem glücklosen Meisterschnitzer? Ich habe es dir erzählt, als du ein kleiner Junge warst, als wir zusammen in der Werkstatt Tee getrunken haben. Hast du den Arkaden wieder erkannt? Den guten Arkaden? Sind Märchen erfundene Geschichten? Oder sind es vergessene Wahrheiten? Oder werden sie einfach wahr, wenn jemand den Figuren Vertrauen schenkt?

Vielleicht hat es wirklich einmal einen Xelorin gegeben, Sandor. Nicht im fernen Meldonien, sondern viel näher, als man vermutete. Wie auch immer, irgendwie fanden Xelorins Figuren den Weg nach Villerach. Das ist ja nicht weiter erstaunlich, sie zogen um, einfach von einem Holzschnitzer zum anderen. Keine Bange Sandor, sie liegen immer noch in ihren Kistchen aus Blei Eiche, solide verschlossen, sie werden erst wieder zum Leben erwachen können, wenn sie auf dem Wabenbrett aus Birlindenholz stehen und die ersten Züge gespielt sind.

Ich habe Xelorins Spielregeln überarbeitet, sie in seinem Sinne der heutigen Zeit angepasst. Keine Partei soll gewinnen können, und somit sollten alle Sieger und Verlierer zu gleichen Teilen werden. Aber ich traue dem grimmigen Arkaden nicht. Er ist im Stande und findet eine Lücke im Regelwerk und reisst erneut die Macht an sich. Ich habe es nicht gewagt, die Figuren aufs Brett zu stellen.

Vielmehr fand ich es sogar zu gefährlich, die Figuren so nahe beisammen zu lassen. Ich habe beschlossen, sie einzeln in alle Welt zu schicken. Sie sind in alle Winde zerstreut. Den Spieltisch aber hat Hans verbrannt, die Asche habe ich in den Wäldern um Villerach verstreut. Ich lasse dir das Märchen und die Pläne und die Skizzen zu den Figuren sowie meine anderen Zeichenhefte als Andenken. Alles ist nur ein Spiel. Eine einzige Figur habe ich behalten, den guten Arkaden. Er wird dich beschützen.

Grossvater

Xaver Lendel

***

***

Ich las den Brief zweimal durch, kam aber zu keiner klaren Schlussfolgerung. Ich war gerührt ob der Botschaft aus der Kindheit, dann fragte ich mich, ob Grossvater wohl senil geworden war. Diesen Gedanken verwarf ich aber sofort wieder. Am annehmbarsten schien mir der Gedanke, dass er in seinen letzten Jahren einem Spiel Gestalt verliehen hatte, dessen Idee er schon lange mit sich herumgetragen hatte. Immer nur Engel geschnitzt? Der alte Herr konnte ganz schön schlitzohrig werden, wenn ihn eine Idee ritt. Da musste mehr dahinter stecken, da kannte ich Grossvater zu gut. Einverstanden, es war bloss ein Spiel, aber jetzt war ich am Zug.

Zunächst ging es darum, den Papierberg nach Hinweisen durchzuarbeiten. So wie ich Grossvater einschätzte, hatte er sicher irgendwo einen Anknüpfungspunkt versteckt. Die Lagerlisten vielleicht? Dort wäre bestimmt jeder Eingang und Ausgang verzeichnet. Birlindenholz? Birne oder Linde? Oder etwas anderes? Wie gross müsste ein Block sein, damit man einen Arkaden daraus schnitzen könnte? Die Zeriden waren wahrscheinlich kleiner als die Arkaden. Eine unerwartete Lust, die Herausforderung anzunehmen, packte mich. Ich stapelte die Lehrbücher aus der Universitätsbibliothek in eine Ecke, sie konnten warten. Die Papierflut auf dem Küchentisch breitete ich auf dem Arbeitstisch aus, bald war er voll belegt. Ich legte weitere Blätter auf dem Fussboden aus und schritt wie ein Feldherr die Papierfront ab. Spielfreude, die Herausforderung ungelöster Rätsel, ich weiss nicht, was mich trieb. Jedenfalls konnte ich mich einer Aufgabe hingeben, die mich mit Grossvater verband und ein Stück vermisster Kindheit aus der Vergessenheit heraufholte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Sandors Figurenspiel»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sandors Figurenspiel» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Sandors Figurenspiel»

Обсуждение, отзывы о книге «Sandors Figurenspiel» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x