Peter Maibach - Sandors Figurenspiel

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Sandors Grossvater war ein berühmter Holzschnitzer. Oft sass Sandor in der Werkstatt, dann erzählte der alte Mann Märchen. Eines handelte von einem aussergewöhnlichen Baum, aus dessen Stamm der grosse Holzkünstler Xelorin zwölf unterschiedliche Figuren geschnitzt habe. Wenn alle Figuren zusammen richtig aufgestellt seien, würden sie lebendig und ihr Anblick den Besitzer des Figurenspiels mit mit so viel Leben erfüllen, dass er sich nichts weiter mehr wünschen müsste. Aber irgendetwas sei wohl schief gelaufen. Schon bald sei das Spiel auseinander gerissen worden, wären die Teile in alle Winde zerstreut worden. Nur eine einzige, letzte Figur habe der Grossvater für sich ergattern können, bekam der Enkel zu hören. Und tatsächlich, auf einem Regal nahe dem Fenster, neben Farb- und Leimtöpfen stand eine kunstvoll bearbeitete Figur, die lächelnd in den Obstgarten hinaus blickte.
Nach Grossvaters Tod bleibt die Pflicht, den Nachlass aufzulösen. Dabei kommt dem erwachsenen Sandor, der schon lange nicht mehr an Märchen glaubt, diese letzte Holzfigur in die Finger. Er findet auch das Kindermärchen niedergeschrieben, Angaben, die es ihm erlauben, das Schicksal der Figuren zu verfolgen. Zudem lernt Sandor Ludmilla kennen, eine Kunstexpertin, die sein Interesse an den Figuren teilt. Das gemeinsame Abenteuer kann beginnen.

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Vor der Auktion fand ich kurz Gelegenheit, einen Blick in die Ausstellung zu werfen. Eindeutig, das war unser Tisch. Unzählige Kartenspiele hatten wir lautstark auf diesen Tisch geklopft oder nachdenklich endlose, einsame Patiencen gelegt. Hatten vielleicht sogar Xelorins Figuren auf einem solchen Brett gestanden? Welche Odyssee musste dieses Möbelstück in den letzten vierzig Jahren erlebt haben? Jetzt verstand ich endlich auch, warum Ludmilla an dieser Auktion teilnahm. Eigenartig, alle meine heutigen Schritte schienen mich immer wieder zu Ludmilla hinzuleiten. Oder sie zu mir her? Schade, dass wir damals nicht wieder zueinander finden konnten.

***

Aber wahrscheinlich hatte ich Ludmilla von Anfang an falsch eingeschätzt. Wir waren so jung, so blutjung gewesen. Könnten wir mit dem heutigen Erfahrungsschatz nochmals an den Start zurück, das gäbe ein Rennen! Ich prüfte mich, ob ich verbittert sei. In meinem Alter ist Verbitterung ein lähmendes Gift, besser, man geht ihm aus dem Weg. Bedauern, es ist eher eine leise Wehmut über das Versäumte, die Abzweigungen, an denen man achtlos vorbeischritt, ohne sie zu prüfen. Zudem schwelte seit langem die Glut der Hoffnung in mir, dass die seinerzeitige Zuneigung vielleicht nicht endgültig vergessen gegangen sei.

***

Kapitel 3

- 3 -

Es war bereits kühl für die Jahreszeit. Es würde erneut ein harter Winter werden, sagten die Wetterfrösche der Zeitungen voraus. Der Regen hatte endlich aufgegeben, aber der Tag blieb grau und verhangen. Hans Sarbach, mein bester Freund aus der Schulzeit in Villerach, hatte mich am Bahnhof in Sendingen abgeholt. Nach Villerach führte nur eine Buslinie, zwei-, dreimal täglich für die Ausflügler. Hans war der Sohn des Lindenwirts und würde wie alle erstgeborenen männlichen Sarbachs eines Tages die Linde übernehmen. Jetzt stand er in Vaters Küche und arbeitete sich langsam zum lokalen Kochgenie hoch, während sein alter Herr in der Gaststube mit den Einheimischen soff und versuchte, den jungen Serviertöchtern an die Wäsche zu gehen.

«Er wird langsam zur Plage, er verdirbt es uns mit der auswärtigen, besseren Kundschaft, und hier oben noch gutes Personal zu finden, wird immer schwieriger. Aber allein von den Einheimischen können wir nicht leben», klagte Hans auf der Fahrt hinauf ins Bergdorf.

Ich schwieg. Vor wenigen Stunden hatte mich sein Telegramm an der Universität erreicht. Eine Dame aus dem Sekretariat war mit einem kalten Lufthauch in den Hörsaal gestürmt, hatte mit dem irritierten Professor getuschelt und mir dann mit ein paar heiser geflüsterten Worten einen Zettel hingeschoben. Ich war wie gelähmt, als ich las, dass Grossvater in seinem 82. Lebensjahr ebenso ruhig wie sanft in eine bessere Welt hinübergewechselt war, wie Hans mitfühlend telegrafiert hatte. Der Professor klopfte energisch auf sein Pult, um dem Getuschel im Saal ein Ende zu bereiten. «Respekt, meine Damen und Herren, Respekt. Unser junger Freund Sandor Lendel hat einen schweren Verlust erlitten. Wir erheben uns, während er das Auditorium verlässt, und ehren so seinen soeben verstorbenen Grossvater, den hoch geschätzten Figurenschnitzer Xaver Lendel aus Villerach.»

Hans riss mich aus meinen Grübeleien: «War schon ein feiner Kerl, der Xaver, dein Grossvater. Er sass oft in der Gaststube, aber nicht bei den Süffeln. Er hat eine gute Küche zu schätzen gewusst. Ich habe dir ein Zimmer richten lassen, wenn du nicht allein im Haus bleiben möchtest.»

«Du bist wirklich ein Freund, Hans, danke. Ich weiss noch nicht. Aber wahrscheinlich ist es besser, ich bleibe bei euch in der Linde.»

«Er ist nach Dorfsitte in seinem Schlafzimmer aufgebahrt, doch die Besuche sind schon vorbei. Ich nehme an, das ist dir recht so?»

Ich nickte. «Und morgen ist die Beerdigung?»

«Ja, um zehn Uhr, soll ich danach etwas in der Linde organisieren? Die Leute hier erwarten das irgendwie.»

«Gut, Hans, mach es einfach so, wie es Brauch ist, sag mir dann, was ich dir schuldig bin.»

«Gut. Du musst dann noch auf das Gemeindeamt, um den Papierkram zu erledigen, das bleibt dir leider nicht erspart.»

«Nachher, Hans, später, ich will ein paar Tage bleiben und alles in Ruhe angehen.»

Hans parkte hinter der Linde. Ich gab ihm meinen Koffer mit aufs Zimmer. Dann schlenderte ich durch die Dorfstrasse, auf Grossvaters Haus zu. Wie mickerig mir heute alles schien; ich trug den Ort und seine Häuser anders in meiner Erinnerung: heller, stattlicher. Ich stieg die Stufen zum Eingang hoch und stand vor der unverschlossenen Türe, durch die so viel Leben gegangen war. Sollte ich anklopfen? Unsinn, niemand würde antworten. Ich war der letzte Stammhalter der Lendels, und ich spürte, wie diese Last immer schwerer wurde. Ich hielt es nicht lange beim aufgebahrten Leichnam aus. So lieb mir Grossvater im Leben gewesen war. Heute war es mir unmöglich, lange bei dem Toten zu verweilen. Ruhelos strich ich durch das alte Haus. In jedem Zimmer entdeckte ich Spuren, Hinweise auf sein Leben. Ich wollte verweilen, darauf warten, dass seine schweren Schritte den Holzboden erzittern liessen und seine Gegenwart ankündigen würden. Unsinn, sagte ich zu mir selber und wischte die Gedankenfetzen weg. Die Erinnerung an den geliebten Menschen schien mir näher und stärker als die Rituale, die über Tod und Verlust hinweg trösten sollen. Ich hielt es nie lange in einem Zimmer aus. Aus dem kargen Schlafzimmer mit dem aufgebahrten Leichnam wechselte ich ins Wohnzimmer. Der Teppich, den ich tiefrot in Erinnerung hatte, war braun und abgewetzt, eine Decke verbarg den zerschlissenen Überzug des Sofas, das in einst stolzem Plüsch den Raum beherrscht hatte. Lange blieb ich in der Tür zu meinem ehemaligen Kinderzimmer stehen. Ich suchte nach Spuren, die in mir Erinnerungen an früher wecken würden. Doch heute schienen mir die vertrauten Gegenstände fremd, als gehörten sie zu einem anderen Leben. Ich schritt zum Büchergestell, strich mit den Fingern den Buchrücken entlang. Meine Kinderbücher – all meine durchgelesenen Nächte.

In der Küche goss ich mir ein Glas Wasser ein. Ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich alleine sein wollte oder Gesellschaft brauchte. Schliesslich gab ich mir einen Ruck und beschloss, etwas essen zu gehen. Ich stellte das Wasserglas in das Spülbecken, verliess das Haus, ohne abzuschliessen, so wie es im Dorf alle hielten. Dann spazierte ich in die Linde zurück und begab mich in Hans Sarbachs Obhut.

Während ich ass, trauten sich die Einheimischen nicht, mich anzusprechen. Beim Eintreten hatte ich jeden persönlich begrüsst und die gemurmelten Kondolenzen entgegen genommen. Jetzt tuschelten die Alten untereinander und liessen zwischendurch wie unbeabsichtigt verstohlene Blicke zu mir herüber gleiten. Nach dem Essen setzte sich Hans an meinen Tisch, sein breiter Rücken entzog mich den neugierigen Blicken vom Nebentisch.

«Hat‘s geschmeckt?»

«Ausgezeichnet, Hans, in dir steckt wirklich ein Meisterkoch! Ich werde einmal stolz sagen können, dass ich dich seit dem Anfang deiner Karriere kenne!»

«Mach mir keine falschen Hoffnungen, hier je fortzukommen.» Hans nickte diskret zu seinem Vater hinüber, der schon einiges intus zu haben schien. «Das braucht wahrscheinlich mehr Kraft, als ich im Moment habe.»

Ich nickte nachdenklich. Villerach war nicht gerade das Paradies, das stimmte schon.

«Nicht alle haben einen berühmten Grossvater im Rücken.»

«Dafür aber einen besoffenen Alten, was?»

Hans grinste. «Na ja, wir werden sehen. Ich bin ja noch am Lernen. Zuerst schliesse ich mal die Ausbildung zum Küchenchef ab, dann schauen wir weiter. Du hast schon recht, hier komme ich nicht weiter. Aber du, du bist jetzt frei, oder? Was willst du mit dem Haus machen?»

«Daran habe ich noch nicht gedacht. Grossvater hat mir das Studium finanziert, bald werde ich abschliessen können. Ich hoffe, es reicht noch bis dann.»

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