Franziska Thiele - Milans Weg

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Nach einem Bruch in seinem Leben muss Milan neu beginnen. Die Stadt hat er nach dem Wetter gewählt, sein zu Hause zufällig. Der Versuch, die Zufälle des Lebens sich zu eigen zu machen, stellt den jungen Mann immer wieder vor neuen Herausforderungen und Entscheidungen. Zugleich komische und abstrakte Szenen bewegen ihn durch die schaukelnde Gegenwart unserer Zeit, die alle Möglichkeiten erdenken, aber nicht alle zu lässt. Die Frage, was einem von dem bisher glebete bleibt, was einem die erinnerung in einem neuen Leben bringt und was was noch wohin mitbnehmen kann, bewegt Milan, dessen einzige verbliebender Kontakt die Freundin Paulette ist, die einige hundert Kilometer weiter entfernt wohnt.

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-7-

Frank war wieder alleine, sein Intermezzo mit der verführerischen Wilden ließ er wie eine dem Traum entsprungene Seifenblase zurück. Das Alleine sein, was zuvor sein größter Wunsch gewesen war, erschien ihm nun als unabwendbare Notwendigkeit. Frank ging weiter, am Strand entlang und hing seinen Gedanken nach. Er versuchte zu zählen, wie viele Tage vergangen waren, als er zuerst auf die wundersame Frau stieß. Der erste Abend, er war ihm besonders in Erinnerung geblieben – am ersten Abend hatten sie zusammen ein Lagerfeuer gemacht und sind im Licht der Flammen getanzt. Jedenfalls ist sie getanzt. Er wusste noch, wie er ihr zusah, die sich wieder und wieder zu der Stille, die nur durch das Rauschen der Wellen unterbrochen wurde, drehte, sich so oft im Kreise drehte, dass ihm, Frank, schon vom Zusehen komisch wurde. Die Tage vergingen damit, dass die schöne Wilde ihrem Alltag nachging, der so besonders, so entfernt von allem, was er bereits gesehen hatte, las, dass Frank den Großteil seiner Zeit damit verbrachte, sich an einen schönen Platz zu setzen und ihr zuzusehen. Gegen Abend versuchte ein jeder der beiden, was er konnte, um sich um etwas zu Essen sowie Brennholz zu kümmern. Einmal zeigte sie ihm, wie sie mit einem einfach Netz fischen konnte. Sie war sehr lieb zu ihm, ließ ihn an ihrem Leben teilhaben, ohne ihn verpflichtend mit ein zu beziehen, ohne etwas von ihm zu verlangen. Nachts teilte sie ihr Bett mit ihm. Ihr Körper war weich, so weich, als könne er durch ihr Haut hindurch greifen. Ihr Atem war warm, ihr Haar, das zerzauste, knotige Haar, es roch leicht süßlich nach Lavendel. Vielleicht waren es drei, vielleicht waren es auch sieben Tage, die er mit dieser geheimnisvollen Schönen verbrachte. Es war ganz so, wie er es sich immer gewünscht hatte – nichts verlangte sie von ihm, nichts erwartete sie, und trotzdem ließ sie ihm gewähren, gab ihm den Eindruck nicht zu stören. Dann blieb Frank stehen. Er sah einer kleinen Katze zu. Die Katze lag lauernd im Gras, auf der Suche nach einem kleinen Vogel oder einer Maus. Nie hatte er gedacht, dass ein Mensch wie eine Katze leben kann – frei und einzelgängerisch, sich selbst versorgend. Mehr noch: Die Wilde schien , so kam es ihm in seiner Vorstellung jedenfalls vor, sie schien die Berührungen zu genießen, doch schien sie ihn nicht zu brauchen, seine Gegenwart nicht zu verlangen. Sie strahlte eine so große Ruhe, eine so große Einigkeit mit sich und ihrem Leben aus, dass ihm, der noch zerrissen im Inneren herum streunte, bange vor so viel Einigkeit wurde. Eines wurde ihm bewusst. Er konnte bleiben, doch sah er vor sich, wozu er noch nicht bereit war: Ein Leben selbstbestimmt an einem Ort, einem spärlich eingerichteten Ort. Dies war, was er wünschte, und er wusste, dass er noch sehr viel Zeit benötigen werden wird, um sich seiner Gefühle, all des Zornes und Hasses, dass er aufgestaut hatte, für dessen Entstehen er andere Menschen verantwortlich gemacht hatte, und die, wie er nun erst anfing zu verstehen, von ihm selbst natürlich nur ausgehen konnten und er dies einsehen musste, keinen Hass und Zorn mehr in sich entstehen lassen wollte, da nun er es war, der dies alles mit sich herum schleppte, und niemand außer er selbst dafür die Verantwortung tragen konnte. Und er sah schon fast, dass er wütend auf sich wurde, als er versuchte die schöne Wilde zu verstehen, zu verstehen, was in diesem Feenhaften Wesen vorging, und es doch nicht verstand – es wurde Zeit, dass er ging. Endlich, nachdem ihm diese Gedanken durch den Kopf rannen, und nachdem ihm seinen Schritte immer weiter weg trugen, endlich war er bereit einzusehen und den Ursprung der Gefühle bei sich zu suchen. Frank hob den Kopf. Es war ein windiger Tag . Das Meer hatte Schaumkronen geworfen. Wie kleine mit Schnee bedeckte Gipfel trieben die Wellen auf dem Wasser. Es war nun dunkelblau, fast schwarz, das Wasser. Am Ufer im Sand hatte sich ein e Vertiefung gebildet, wo man sonst flach in das Meer hinein laufen konnte. Frank empfand eine große Ruhe, als er sein Blick über den Strand gleiten ließ. Er war wieder alleine, und er wusste, dass er die Zeit brauchte. Er wusste, dass er die Natur brauchte, denn egal, was er in sie hinein interpretierte, ihr konnte er keine Schuld für irgendetwas geben, das Gefühl, einen Schuldigen zu suchen, musste auf ihn zurückgeführt werden. Frank wollte erst zu den Menschen zurück, wenn er keine Schuld geben würde, niemanden für seine Wut und seinen Hass verantwortlich machen würde, Frank dachte an die Frau und daran, dass er noch Zeit benötigte, bis er soweit sein würde. Er dankte ihr innerlich und ging den Strand weiter entlang, zufriedener als bevor er sie kennen gelernt hatte.

-8-

Milan schrieb und schrieb, denn es war Vormittag, es regnete draußen, er hatte sich entschieden , keines der Kaffees aufzusuchen und auch nicht hier im Gelände raus zu gehen. Ohnehin war am Abend das gemeinsame Kochen uns zusammen sein. Milan schrieb und dachte, dass, was Frank dachte, dass möchte auch er verstehen, er, der nun, weil er all die Menschen für seine Angst, seine Phobie, sich in einer für ihn nicht stimmigen Gesellschaft rechtfertigen zu müssen, warum er nicht an diesem System wie alle anderen teilnehmen wollte. Es war seine Angst, die in ihm drinnen entstanden ist. Es fiel Milan schwer, diesen Gedanken durchzuziehen, denn er schmerzte. Er spürte einen Stich, der wie von einem Messer, dass immer tiefer in seinen Körper eindrang, in seiner Brust einen Schmerz auslöste. Er dachte daran, dass er doch Recht hatte, dass er, der sich nicht unterwerfen lassen wollte von einem Leben für Arbeit für Andere, dass er dieses Recht hatte, dieses System zu verurteilen. Dann, dachte er, sollte er vielleicht auch das System verurteilen, aber nicht jeden Menschen. Das System lebt nur von den Menschen, die es so hinnehmen, widerspricht er sich selbst innerlich. Somit ist ein Jeder Teil dieses Systems, welche ihn, der andere Vorstellungen hat, entweder unterkriegen oder einsperren möchte, versuch sich Milan selbst für all die Zeit der Wut gegen einen Jeden zu verteidigen, doch es scheint, als könne der Bäckermann, oder die Frau an der Kasse, als können sie persönlich doch nichts dafür, sollten nicht Zielscheibe seiner Wut, die sich in ihm angestaut hat, sie seine Gedanken und Gefühle selbst produziert haben., sein, Milan war verwirrt. Seine Gesichtszüge entglitten ihm zu einer Grimasse aus Wut und Trauer. Er wollte doch nicht so schlecht zu allen sein, aber warum musste er sich dann immer rechtfertigen? Was gab es für einen Weg für ihn? Milan sah aus dem Fenster, sah zu den Wolken, die sich langsam abregneten. Dann faltete er das Blatt zusammen und überlegte, ob er ihr noch einen weiteren Brief über sich schreiben sollte: Dass er gut angekommen sei und so. Aber das erübrigt sich, der Brief konnte ja nur von ihm stammen und wenn etwas nicht in Ordnung gewesen wäre, dann hätte er ohnehin gar nichts geschrieben. Dann steckte er das einzelne Blatt in das Kuvert, das ihm sehr leer erschien und versah den Briefkopf mit Paulettes Adresse, bzw. der von Rapha, der Milan noch nicht wissen konnte, dass sie, Paulette, nun mit Simon zusammen ziehen würde. Milan dachte an Paulette, was sie wohl gerade tat. Es war gerade einmal Mittag. Milan legte sich noch einmal ins Bett. Erst am frühen Abend verließ er sein kleines Apartment und stapfte zu dem Gebäude, dass den gemeinsamen Aktivitäten vorenthalten war. Der Kochabend, er war auch keine Pflicht, doch sollte man daran teilnehmen, wenn man den Psychologen gegenüber gut gesinnt sein will und nicht zuletzt, damit hier überhaupt bleiben konnte: Eine Beobachtung fand immer statt, denn wenn sich einer nicht eingliedern konnte, wenn von jemanden Gefahr oder Gewalt ausging, so wurde er wieder in eine Klinik gebracht. Das hatte Milan bereits mitbekommen, ohne, dass man den Willen zeigt, sich einzuleben und sein Leben, wie es so schön heißt, in die Hand zu nehmen, geht hier gar nichts. In den letzten Wochen hatte Milan die meisten Bewohner bei diesen Abend Veranstaltungen kennen oder zumindest sehen gelernt. Die restlichen Abende verbrachte Milan lieber alleine. Da gab es welche mit Borderline Syndrom, die, je nach Gemütszustand, entweder ihren Arm, in dem die Narben deutliche Zeichen hinterlassen hatten, unter einem Ärmel versteckten, was vielleicht hieß, dass es ihnen gerade gut ging, oder manchmal auch demonstrativ beim Handtieren in der Küchen allen hinstreckten, wie sie gerade auf der Suche nach Mitgefühl waren. Da war erst mal Hans, der hierher kam, weil er zur Selbstzerstörung neigte. Hans war ein netter Kerl, fand Milan, ziemlich still, aber immer nett. Er hatte einen Iro und trug typische Punkerkleidung. Hans war ein seltsamer Name für einen Punk. Vielleicht war es aber auch der Name, dachte Milan einmal, den Hans zum Punk werden ließ. Bei Menschen wie Hans denken die meisten, dass es zu deren Leben als Punker gehörte, dass er sich ein bisschen die Arme aufschlitzt. Zu viel Alkohol, randalieren und Selbstzerstörung, das war für die meisten Punk sein. Hans war so gar nicht der typische Punk, aber die meisten Punks sind wohl, wenn sie alleine sind, keine typischen Punks mehr. Hans war ruhig und bedachte seine Worte genau. Bevor er etwas sagte, dauerte es einige Sekunden, in denen man seine grünen Augen von der einen Seite des Auges zur anderen wandern sehen konnte , hin und her, und wenn er dann zu einem Ergebnis gekommen war, blieben die Pupillen in der Mitte der Augen stehen und er begann einen kurzen Satz zu sagen. Nie hatte Milan ihn mehr als zwei aufeinander folgende Sätze sagen gehört. Das gefiel Milan an Hans. Von ihm ging nicht die Gefahr aus, dass er einen mit unnütze Sachen zu texten würde.

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